Die Abschaffung der CRS-Rules in den USA: Status Quo, erste Erfahrungen, Zukunftsperspektiven

Autor: Matthias Schneider
Fach: Verkehrswissenschaft

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Details

Veranstaltung: Verkehrswirtschaftliches Seminar Personenverkehr
Institution/Hochschule: Hochschule Heilbronn Technik Wirtschaft Informatik
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2007
Seiten: 22
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 28  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 126 KB
Archivnummer: V81945
ISBN (E-Book): 978-3-638-88553-9
ISBN (Buch): 978-3-638-88880-6

Zusammenfassung / Abstract

Die Ansprüche an die Vertriebsstrukturen der Fluggesellschaften sind in den letzten Jahrzehnten stark gewachsen. Globale Vertriebsnetze müssen vielfältigsten Ansprüchen der Fluggäste, auch hinsichtlich der Buchungs- und Umbuchungsmöglichkeiten, gerecht werden. Nicht nur die Zahl der verschiedensten Kundenwünsche sondern auch die Zahl der Fluggäste hat sich vervielfacht. Die Fluggesellschaften setzen daher Computerreservierungssys-teme (CRS) ein. CRS sind Informations- und Reservierungssysteme, die EDV-gestützt Informationen für Touristikanbieter bereitstellen. Bereits kurz nach der Markteinführung solcher Systeme zeigte sich wie einige Fluggesellschaften eine monopolistische Stellung gegenüber ihren kleineren Wettbewerbern ohne eigenes CRS einnahmen. Sie nutzen diese aus, um Wettbewerbsvorteile zu haben. Aus diesem Grund gab es staatliche Eingriffe in den USA, die bestimmte wettbewerbsverzerrende Praktiken verboten. Diese staatlichen Regulierungen wurden Januar 2004 in den USA aufgehoben. Das Thema dieser Arbeit ist die Betrachtung der daraus resultierenden Situation im amerikanischen Luftverkehrsmarkt. Es wird die aktuelle Situation beschrieben und die Auswirkungen der Entscheidung des Department of Transportation betrachtet. Abschließend werden die Zukunftsperspektiven der CRS dargestellt. Es wird ein Ausblick über die Veränderungen des CRS-Marktes gegeben.

Textauszug (computergeneriert)

 

Die Abschaffung der CRS-Rules in den USA:
Status Quo, erste Erfahrungen, Zukunftsperspektiven

vorgelegt von:
Matthias Schneider
im Sommersemester 2007

 

 

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis I

1 Einleitung 1

2 Entwicklung und Bedeutung von CRS 2

    2.1 Entwicklung und Bedeutung der CRS 2
    2.2 Auswirkungen der CRS 3
    2.3 Regulierung der CRS 6

3 Status Quo 8

    3.1 Aktuelle Regulierung 8
    3.2 Änderungen im CRS-Markt 9

4 Erste Erfahrungen 10

5 Zukunftsperspektiven 13

6 Fazit 15

Literaturverzeichnis II

 

 

1 Einleitung

Die Ansprüche an die Vertriebsstrukturen der Fluggesellschaften sind in den letzten Jahrzehnten stark gewachsen. Globale Vertriebsnetze müssen vielfältigsten Ansprüchen der Fluggäste, auch hinsichtlich der Buchungs- und Umbuchungsmöglichkeiten, gerecht werden. Nicht nur die Zahl der verschiedensten Kundenwünsche sondern auch die Zahl der Fluggäste hat sich vervielfacht. Die Fluggesellschaften setzen daher Computerreservierungssysteme (CRS) ein.1 CRS sind Informations- und Reservierungssysteme, die EDV-gestützt Informationen für Touristikanbieter bereitstellen.2
Bereits kurz nach der Markteinführung solcher Systeme zeigte sich wie einige Fluggesellschaften eine monopolistische Stellung gegenüber ihren kleineren Wettbewerbern ohne eigenes CRS einnahmen. Sie nutzen diese aus, um Wettbewerbsvorteile zu haben. Aus diesem Grund gab es staatliche Eingriffe in den USA, die bestimmte wettbewerbsverzerrende Praktiken verboten.3
Diese staatlichen Regulierungen wurden Januar 2004 in den USA aufgehoben. Das Thema dieser Arbeit ist die Betrachtung der daraus resultierenden Situation im amerikanischen Luftverkehrsmarkt. Es wird die aktuelle Situation beschrieben und die Auswirkungen der Entscheidung des Department of Transportation betrachtet. Abschließend werden die Zukunftsperspektiven der CRS dargestellt. Es wird ein Ausblick über die Veränderungen des CRS-Marktes gegeben.

 

2 Entwicklung und Bedeutung von CRS

2.1 Entwicklung und Bedeutung der CRS

Mitte der 1970er Jahre begann die Entwicklung der CRS. Anfangs waren es noch Abrechnungs- und Buchungssysteme der Fluggesellschaften für den internen Gebrauch. Um die hohen Erweiterungs- und Entwicklungskosten abzudecken, wurden jedoch bald weitere Leistungsanbieter, wie zum Beispiel fremde Fluggesellschaften und Reiseagenturen, mit in die Systeme einbezogen.4 Kooperationen zwischen Fluggesellschaften waren während der Entwicklungs- und Einführungszeit der CRS besonders wichtig. Auch die großen amerikanischen Fluggesellschaften konnten sich die extrem hohen Entwicklungskosten nur mit der Unterstützung ihrer Partner leisten. Ausschließlich American Airlines finanzierte – entgegen des Trends – das CRS Sabre aus eigener Tasche.5 Die CRS bildeten schon bald die erste weltweite Infra-Struktur des elektronischen Handels.6

Vorreiter in der Entwicklung der CRS waren die amerikanischen Fluggesellschaften United Airlines mit dem CRS Apollo (1976) und American Airlines mit dem CRS Sabre (1978). Schnell etablierten sich noch weitere neue Systeme. Bereits 1986 liefen 88% der Buchungen, von allen in den USA verkauften Tickets, über die CRS.7 Im Jahr 1999 begannen dann erste Fluggesellschaften ihre Anteile an CRS zu verkaufen. Viele der ehemaligen Partner fanden sich auf einmal in unterschiedlichen globalen Allianzen wieder. Deshalb verkauften sie ihre Anteile an den CRS, um einen Gewinn aus ihren einstiegen Entwicklungsinvestitionen zu ziehen.8

Schon sehr bald wurden die CRS zum wichtigsten Vertriebskanal für die Fluggesellschaften. Sie boten ihnen die Möglichkeit mit dem durch die Zahl der Fluggäste gestiegen Informationsbereitstellungsaufwand fertig zu werden. Außerdem konnten mit ihnen die geforderten Ansprüche an die Flexibilität der Buchungen und Umbuchungen bei Geschäftsreisenden erfüllt werden. Durch die Liberalisierung der Märkte ist es auch notwendig geworden, dass die neuen Preis- und Produktstrategien schnell bei den Reiseagenturen angelangen. Diese schnelle Informationsbereitstellung ist mit den CRS auf dem elektronischen Weg möglich geworden, da die meisten Reiseagenturen an sie angeschlossen waren.9 Die Reiseagenturen können so mit relativ geringen Investitionen ein sehr gutes Informationsangebot bereitstellen.10

[...]


1 vgl. Pompl, W. (2007), S.294.

2 vgl. Schmidt, E (2000), S.37.

3 vgl. Echtermeyer, M. (1993), S.71.

4 vgl. Pompl, W. (2007), S.303.

5 vgl. Doganis, R. (2000), S.78.

6 vgl. Campbell-Kelly, M. (2004), S.42.

7 vgl. Williams, G. (1993), S.30f.

8 vgl. Doganis, R. (2000), S.79.

9 vgl. Pompl, W. (2007), S.294.

10 vgl. E-F@cts (2006), S.2.

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