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Scholary Paper (Seminar), 2005, 19 Pages
Author: Patricia Piberger
Subject: Ethnology / Cultural Anthropology
Details
Institution/College: Free University of Berlin (Institut für Ethnologie)
Tags: Sprache, Feldforschung, Spracherwerb, Einführung, Methoden, Ethnologie
Year: 2005
Pages: 19
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 11 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-89110-3
File size: 87 KB
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Abstract
Einleitung und Fragestellung Diese Hausarbeit soll sich allgemein mit dem Verhältnis von Sprache und Feldforschung beschäftigen. Dabei wird der Schwerpunkt in erster Linie auf dem Komplex „Sprache“ liegen, d.h. was dieser bedeutet, welche Rolle er in einer Forschung spielt oder spielen, wie eine Sprache erlernt werden kann und was daraus für logischen Schlussfolgerungen für Sozialwissenschaftler im allgemeinen und Ethnologen im speziellen zu ziehen sind. Da scheinbar über die essentielle Bedeutung von Sprache und deren Beherrschung innerhalb des wissenschaftlichen Diskurs bezüglich Feldforschung kaum Divergenz bestehen zu scheint, möchte ich mein Augenmerk auf die verschiedenen Ansätze des Spracherwerbs legen. So existieren kaum Theorien, welche die Notwendigkeit des Sprachelernens verneinen, und trotzdem herrscht eine Masse von verschiedenen Herangehensweisen an diesen Prozess vor. Um diesen Differenzen auf den Grund zu gehen, werden ich versuchen entscheidende Aspekte von Sprache im Feldforschungskontext und verschiedene Theorien zum Themenkomplex „Sprache“ darzustellen. Ich möchte zu diesem Zwecke zwei wissenschaftliche Ausführungen dazu vorstellen und kontrastieren. Zum einen wird es sich um den eher linguistischen Ansatz von Prof. Dr. Gunter Senft und zum andern um den sozio-ethnologischen von Prof. Dr. Georg Elwert handeln, welche sich in ihrer Ausrichtung bezüglich des Spracherwerbs grundsätzlich unterscheiden.
Excerpt (computer-generated)
Freie Universität Berlin
Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften
Institut für Ethnologie
Ws 2005/2006
„Methoden der Ethnologie“
Sprache, Feldforschung und Spracherwerb
von
Patricia Piberger
Ethnologie (Magisterhauptfach, 3. Semester)
Politikwissenschaft (1. Magisternebenfach, 3. Semester)
Indische Philologie (2. Magisternebenfach, 2. Semester)
Inhalt:
1. Einleitung und Fragestellung 2
2. Prof. Dr. Gunter Senft 3
2.1 Ein Einstieg 3
2.2 Relevanz von Sprache in der Feldforschung 4
2.2.1 Das Verständnis von Sprache… 4
2.2.2 …und die Rolle von Sprache in der Feldforschung 5
2.2.3 Eine Zusammenfassung 6
2.3 Der Spracherwerb 6
2.3.1 Die Voraussetzungen 6
2.3.2 Die Vorbereitungen daheim… 6
2.3.3 …und der Erwerb im Feld 7
2.3.4 Eine Zusammenfassung 7
2.4 Das Beispiel einer Forschung in Kaiserslautern 8
2.5 Eine Zusammenfassung 9
3. Prof. Dr. Georg Elwert 9
3.1 Ein Einstieg 9
3.2 Relevanz der Sprache in der Feldforschung 10
3.3 Die methodische Grundlage von Feldforschung 10
3.4 Der Spracherwerb 12
3.4.1 Einige theoretische Vorüberlegungen… 12
3.4.2 …,deren praktische Umsetzung… 13
3.4.3 ...und mögliche Probleme dabei 14
3.4.4 Eine Zusammenfassung 15
3.5 Eine Zusammenfassung 15
4. Fazit 16
5. Literaturangaben 18
1. Einleitung und Fragestellung
Diese Hausarbeit soll sich allgemein mit dem Verhältnis von Sprache und Feldforschung beschäftigen. Dabei wird der Schwerpunkt in erster Linie auf dem Komplex "Sprache" liegen, d.h. was dieser bedeutet, welche Rolle er in einer Forschung spielt oder spielen, wie eine Sprache erlernt werden kann und was daraus für logischen Schlussfolgerungen für Sozialwissenschaftler im allgemeinen und Ethnologen im speziellen zu ziehen sind.
Da scheinbar über die essentielle Bedeutung von Sprache und deren Beherrschung innerhalb des wissenschaftlichen Diskurs bezüglich Feldforschung kaum Divergenz bestehen zu scheint, möchte ich mein Augenmerk auf die verschiedenen Ansätze des Spracherwerbs legen. So existieren kaum Theorien, welche die Notwendigkeit des Sprachelernens verneinen, und trotzdem herrscht eine Masse von verschiedenen Herangehensweisen an diesen Prozess vor. Um diesen Differenzen auf den Grund zu gehen, werden ich versuchen entscheidende Aspekte von Sprache im Feldforschungskontext und verschiedene Theorien zum Themenkomplex "Sprache" darzustellen. Ich möchte zu diesem Zwecke zwei wissenschaftliche Ausführungen dazu vorstellen und kontrastieren. Zum einen wird es sich um den eher linguistischen Ansatz von Prof. Dr. Gunter Senft und zum andern um den sozio-ethnologischen von Prof. Dr. Georg Elwert handeln, welche sich in ihrer Ausrichtung bezüglich des Spracherwerbs grundsätzlich unterscheiden.
Daher soll die Arbeit des Weiteren wie folgend gegliedert sein:
Ich möchte nach der Einleitung mit dem Abschnitt über Gunter Senft beginnen, wobei ich mich nach einem kurzen Einstieg (Kapitel 2.1) seinen Ansichten bezüglich der Relevanz von Sprache in der Feldforschung im Allgemeinen zuwenden will (Kapitel 2.2). Dabei soll zum einen Senfts Verständnis von Sprache (Kapitel 2.2.1) und zum anderen deren Rolle in der Forschung (Kapitel 2.2.2) thematisiert werden. Nach einer kurzen Zusammenfassung (Kapitel 2.2.3) wird im nächsten Abschnitt Senfts Vorschlag des Spracherwerbs (Kapitel 2.3), mit seinen Voraussetzungen (Kapitel 2.3.1), den Vorbereitungen daheim (Kapitel 2.3.2) sowie dem Erwerb im Feld (Kapitel 2.3.3) beleuchtet. Auch dieser Abschnitt endet mit einer Zusammenfassung (Kapitel 2.3.4) und geht in einen weiteren über Senfts eigene Forschung in Kaiserslautern, sozusagen der Quelle seiner Theorie zur Bedeutung von Sprache, über (Kapitel 2.4). Abschließen möchte ich diesen ersten Hauptteil mit einem, die vorhergehenden Kapitel zusammenfassenden Teil (Kapitel 2.5).
Damit wird diese Arbeit in ihren zweiten Teil übergehen, der sich Georg Elwerts Ausführungen zu Sprache widmet. Auch diesen Abschnitt möchte ich mit einem kurzen Einstieg über den Autor und deren Hintergrund beginnen (Kapitel 3.1). Anschließend wird ebenfalls hier die theorieimmanente Relevanz von Sprache in der Feldforschung erläutert (Kapitel 3.2), um danach auf die elwertschen methodischen Implikationen und Grundlagen von Forschungen einzugehen (Kapitel 3.3). Der Hauptteil der Ausführungen zu Elwert setzt sich mit seinem speziellen Vorschlag von Spracherwerb im Kontext auseinander (Kapitel 3.4), wobei einige theoretische Vorüberlegungen (Kapitel 3.4.1), deren praktische Umsetzungen (Kapitel 3.4.2) und dabei mögliche Probleme (Kapitel 3.4.3) thematisiert werden. Nach einer kurzen Zusammenfassung dieses Unterabschnitts, folgt ein den gesamten Teil zusammenfassendes Kapitel, welches die Ausführungen zum Theoriekonzept Elwerts bezüglich Sprache abschließt und von dem Fazit der Arbeit, in dem ich versuchen werden auf Basis der vorangehenden Ausführungen eine Antwort auf die zugrunde liegende Fragestellung zu geben, gefolgt wird (Kapitel 4). Zu aller letzt wird die verwendete Literatur angegeben (Kapitel 5).
2. Prof. Dr. Gunter Senft
2.1 Ein Einstieg
Gunter Senft, der momentan das Max-Planck-Institut für Psycholinguistik in Nijmegen (Niederlande) leitet, studierte eigentlich Deutsche und Englische Sprache sowie Literatur. Bereits nach seinem Abschluss orientierte er sich jedoch in die psycholinguistische Richtung und verfasste seine Dissertation 1977 zum Thema "Arbeitssprache". Im Rahmen dieser Schrift führte er eine teilnehmende Beobachtung in einer Fabrik in Kaiserslautern durch, die ihn maßgeblich beeinflusste (vgl. Kapitel 2.4). So nutzte Senft jene Erfahrung und seine daraus resultierenden Erkenntnisse später im Zusammenhang mit seinen Forschungen auf den Trobiand Inseln, welche er seit 1982 durchführt. Nebenbei leitet er zum größten Teil in Berlin, Heidelberg und Köln recht regelmäßig Seminare zu ethnolinguistischen Themen und organisiert verschieden Konferenzen mit ähnlichen Schwerpunkten (Curriculum Vitae of Gunter Senft, http://www.mpi.nl/world/persons/private/gunter/cv.htm, abgefragt am 25.03.2006).
So lässt sich abschließend sagen, dass Senft als einer von wenigen Spezialisten auf dem Gebiet der Ethnolinguistik zu bezeichnen ist, wobei sein Schwerpunkt beim Kilivila liegt.
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