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Subtitle: Eine kunsthistorische Betrachtung zu dem Rückbau des Palastes der Republik und dem damit verbundenen Funktions- und Bedeutungswandel der Stadtmitte Berlins
Examination Thesis, 2007, 150 Pages
Author: Tabea Müller
Subject: Art - Architecture / History of Construction
Details
Tags: Zeugnis, Baukultur
Year: 2007
Pages: 150
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 74 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-83421-6
ISBN (Book): 978-3-638-83550-3
File size: 4320 KB
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Abstract
Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine kunsthistorische Betrachtung zu dem Rückbau des Palastes der Republik und dem damit verbundenen Funktions- und Bedeutungswandel der Stadtmitte Berlins. Um die Bedeutung des Schlossplatzes als auch des Palastes bewusst zu machen, erfolgt ein Überblick zur weit gespannten Chronologie der Ereignisse. Von der Geschichte des ehemaligen Berliner Schlosses, das unmittelbar mit der Entstehung Berlins verbunden war, über die Zentrumsplanung der Nachkriegszeit in Ost-Berlin, vollendet durch den Palast der Republik, bis hin zu heute anhaltenden Diskussionen und Konzepten über die neue Mitte Berlins. Nur vor diesem Hintergrund zeigen sich gewisse Parallelen zwischen der Sprengung des Schlosses 1950 und dem heutigen Palastrückbau, der einem ideologischen Abriss gleichkommt. Entgegen den aktuellen Tendenzen, zu Gunsten einer „kritischen Rekonstruktion“ wie im Falle der Schlossfassade, auf bauliche Zeugnisse ideologischer Vergangenheit zu verzichten, soll diese Arbeit einen Anreiz dazu geben, über die Nachhaltigkeit solcher Konzepte im Umgang mit diesem politisch gewachsenen Ort nachzudenken.
Excerpt (computer-generated)
„Bau ab, bau ab!“
wie ein Zeugnis sozialistischer Baukultur verschwindet*
Eine kunsthistorische Betrachtung zu dem Rückbau des Palastes der Republik
und dem damit verbundenen Funktions- und Bedeutungswandel
der Stadtmitte Berlins
Hausarbeit im Rahmen der Ersten Staatsprüfung
für das Lehramt an Gymnasien
vorgelegt von: Tabea Müller
vorgelegt am: 26. März 2007
Caspar-David-Friedrich-Institut, Bereich Kunstgeschichte
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Inhalt
Danksagung ... 3
Inhalt ... 4
1 Einleitung ... 7
2 Von der Entstehung und Bedeutungswerdung des Schlossplatzes in Berlin als zentraler Symbolort ... 10
2.1 Das Berliner Stadtschloss ... 10
2.1.1 Die Residenz der preußischen Monarchen bis zur Revolution 1918/19 ... 10
2.1.2 Politisches Machtzentrum und kultureller Mittelpunkt zwischen 1919 und 1945 ... 16
2.1.3 „Denkmalwerdung“** - ein Prozess zwischen der Weimarer Republik und der frühen DDR ... 19
2.1.4 Die Kriegsruine als Chance zur radikalen Neuordnung ... 23
2.1.5 Totalabriss für einen neuen Zentralen Platz ... 26
2.2 Vom Zentralen Platz zum Palast der Republik ... 29
2.2.1 Die Ost-Berliner Zentrumsplanung der DDR ... 29
2.2.2 Visionäre Neubauprojekte und realisierte Zentrumsbebauung ... 31
2.3 Der Palast der Republik ... 34
2.3.1 Antithese zum Bonner Bundestag und pragmatische Notwendigkeit ... 34
2.3.2 Großbaustelle Palast der Republik 1973 – 1976 ... 36
2.3.3 Funktionalität des zentralen Mehrzweckbaus ... 41
2.3.4 „Ein Palast und seine Republik“*** ... 45
2.3.5 Schließung des Palastes 1990 ... 46
3 Offener Diskurs und politische Entscheidung im Rahmen einer neuen Hauptstadtplanung ... 49
3.1 Kontroversen um den Palast der Republik ... 49
3.1.1 Initiativen und Meinungen um den Palast – Pro und Kontra ... 49
3.1.2 Der Palast der Republik als Erinnerungsort und Zeugnis sozialistischer Baukultur ... 53
3.1.3 Schloss – Palast – Simulation und Zukunftshoffnungen ... 55
3.1.4 Die Mitte Berlins wird neu definiert: Das Humboldt-Forum ... 58
3.1.5 Kulturelle Zwischennutzung ... 61
3.1.6 Letzte Einsprüche und Diskussionen vor dem Rückbau ... 62
3.2 Der Rückbau des Palastes der Republik ... 63
3.2.1 Rückbauplanung und Vorbereitung der Demontage ... 63
3.2.2 Rückbauphasen und Bauabschnitte ... 65
3.3 Die Neugestaltung des Schlossplatzes ... 68
3.3.1 „Ideen für die leere Mitte von Berlin“ **** – Nutzungskonzeptionen für den Schlossplatz ... 68
3.3.2 Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses – ein neues Politikum? ... 71
4 Schlussbetrachtung ... 73
4.1 Die Bedeutung des Palastabrisses für die städtebauliche Entwicklung Berlins ... 73
4.2 Spurenbeseitigung damals wie heute: Schlosssprengung – Palastrückbau ... 74
4.3 Neuer Raum für Geschichte, Kunst und Kultur ... 76
4.4 „Vorwärts in die Vergangenheit,…“ ***** ... 76
5 Anhang ... 79
5.1 Literatur ... 79
5.2 Abbildungen ... 89
5.3 Bildquellen ... 138
5.4 Fotodokumentation der Autorin zum Palastrückbau ... 141
1 Einleitung
Der Palast der Republik – einst das städtebauliche Prestigeobjekt der DDR-Hauptstadt – wird seit Februar 2006 auf Beschluss des Bundestages rückgebaut. Viele Erinnerungen, besonders der ehemaligen Ost-Berliner, waren mit dem Palast der Republik verbunden, der sich in den siebziger bis achtziger Jahren die Anerkennung der Bevölkerung vielmehr durch ein attraktives Freizeitangebot und zahlreiche, kulturell anspruchsvolle Veranstaltungen verdiente, als durch die bis 1990 dort ansässige politische Repräsentanz der Volkskammer. Er war das Resultat einer mehr als 20 Jahre langen Suche nach einem nachhaltigen städtebaulichen Konzept für die Mitte der Hauptstadt der DDR, die den Wiederaufbau der kriegszerstörten Stadt auf andere Weise realisierte, als das der West-Berliner Städtebau tat, nämlich in Abkehr des historischen Stadtgrundrisses. Der zentrale Bereich der Hauptstadt der DDR präsentierte sich vom Alexanderplatz über den Fernsehturm und das Marx-Engels- Forum bis hin zum politischen Forum aus Palast der Republik, Staatsratsgebäude und Außenministerium.
Nach der politischen Wiedervereinigung Berlins wurden im Verlauf der neunziger Jahre auch eine städtebauliche Zusammenfügung beider Stadthälften und vor allem der Ausbau zur Bundeshauptstadt angestrebt. Der historische Ort, auf dem der Palast der Republik 1973 bis 1976 errichtet wurde, geriet dabei in die Kontroverse um ein städtebauliches Konzept, das den Nutzungswert des Palastgebäudes im Hinblick auf die neue Hauptstadtfunktion in Frage stellte. Der Hamburger Unternehmer Wilhelm von Boddien machte Anfang der neunziger Jahre den Vorschlag, das Berliner Schloss an diesem, seinem ursprünglichen Standort, wiederaufzubauen. Diese Idee und erste Abrissbekundungen wegen des Asbestverseuchten Palastes, waren der Ausgangspunkt einer mehrere Jahre andauernden Debatte über die zukünftige Bebauung des Schlossplatzes (ehem. Marx-Engels-Platz) und dem emotional aufgeladenen Kampf um den Erhalt des Palastes der Republik bis kurz vor seinem Rückbau. Zudem stand der Palast der Republik aber auch als Zeugnis sozialistischer Stadtplanung zur Disposition. Das Infragestellen politisch-ideologischer Bauten der DDR liegt in dem 1999 vom Senat verabschiedeten städtebaulichen „Planwerk Innenstadt“ begründet.1 Diese Leitlinie sieht eine Neugestaltung und Verdichtung der Innenstadt vor, die sich am historischen Stadtbild des 18. Jahrhunderts orientiert und den Städtebau der fünfziger bis siebziger Jahre, der u.a. das ehemalige historische Zentrum Berlins in ein Ensemble der DDR-Moderne verwandelt hat, ablehnt. Infolgedessen wurde beispielsweise 1995 das ehemalige
Außenministerium der DDR abgerissen.2
Die zukünftige Neugestaltung des Schlossplatz-Areals sieht eine kulturelle und wissenschaftliche Nutzung in Form des so genannten „Humboldt-Forums“3 in der barocken (Fassaden-) Hülle des früheren Berliner Stadtschlosses vor. Den Palast der Republik ereilt deshalb zurzeit das gleiche Schicksal, das angeschlagenen Baudenkmalen widerfährt, die im Stadtbild vergangener Ideale aus Barock, Klassizismus und Historismus zum Störfaktor werden.
Diese aktuellen Tendenzen des deutschen Städtebaus, die die Rekonstruktion vergangener Bauten wie dem Berliner Schloss befürworten, bedingen gleichzeitig die Zerstörung bereits vorhandener Bauzeugnisse wie dem Palast der Republik. An keinem anderen Ort in Berlin wurde die bauliche wie ideologische Vernichtung politisch-symbolischer Bauten in wiederholtem Maße so kontrovers diskutiert und schließlich realisiert wie am Berliner Schlossplatz; zuerst vollzogen mit der Sprengung des Berliner Schlosses 1950 und heute durch den Rückbau des Palastes der Republik.
Diese Tatsache bildet den Ausgangspunkt zur vorliegenden Arbeit, die am Beispiel des Palastes und mit Rückblick auf die Geschehnisse um das ehemalige Berliner Schloss, den widersprüchlichen Umgang mit baukulturellem Erbe thematisiert. Hierbei soll nicht nur der technische Rückbau betrachtet werden, sondern vor allem der ideologische Rückbau und der damit verbundene Funktions- und Bedeutungswandel für die städteräumliche Mitte Berlins. Trotz eines hohen Anteils an politischen und kulturhistorischen Aspekten, insbesondere in der Debatte um den Abriss oder Erhalt des Palastes der Republik, wird stets auch die kunsthistorische Betrachtung verschiedener Elemente, die zur Bedeutungswerdung sowohl des Schlossplatzes als auch des Palastes beigetragen haben, widerspiegelt.
Um sich der Bedeutung dieses historischen Ortes bewusst zu werden, erfolgt zunächst ein Überblick zur weit gespannten Chronologie der Ereignisse. Von der Geschichte des ehemaligen Berliner Schlosses, das unmittelbar mit der Entstehung Berlins verbunden war, über die Zentrumsplanung der Nachkriegszeit in Ost-Berlin, vollendet durch den Palast der Republik, bis hin zu heute anhaltenden Diskussionen und Konzepten über die neue Mitte Berlins. Nur vor diesem Hintergrund zeigen sich gewisse Parallelen zwischen der Sprengung des Schlosses 1950 und dem heutigen Palastrückbau, der einem ideologischen Abriss gleichkommt. Dies soll im Folgenden herausgearbeitet werden.
Entgegen den aktuellen Tendenzen, zu Gunsten einer „kritischen Rekonstruktion“4 wie im Falle der Schlossfassade, auf bauliche Zeugnisse ideologischer Vergangenheit zu verzichten, soll diese Arbeit einen Anreiz dazu geben, über die Nachhaltigkeit solcher Konzepte im Umgang mit diesem politisch gewachsenen Ort nachzudenken.
2 Von der Entstehung und Bedeutungswerdung des Schlossplatzes in Berlin als zentraler Symbolort
2.1 Das Berliner Stadtschloss
2.1.1 Die Residenz der preußischen Monarchen bis zur Revolution 1918/19
Die erste Herrschaftsanlage in der Doppelstadt Berlin-Cölln wurde unter dem Fürstengeschlecht der Askanier Mitte des 13. Jahrhunderts zur Sicherung des handelspolitisch bedeutenden Spreeübergangs errichtet.5 Die verkehrsgeografische Brückenlage der frühen Siedlungen (erstmals erwähnt 1237 und 1244)6 Berlin und Cölln, zwischen Barnim und Teltow, begünstigte nicht nur die Entstehung eines wichtigen Handelszentrums, sondern war auch attraktiv als Wohnsitz für die damaligen Landesherren, die Markgrafen von Brandenburg.7
Nach den Askaniern nahmen noch andere Regenten das so genannte „Hohe Haus“8 für sich in Anspruch bis zu Beginn des 15. Jahrhunderts die Hohenzollern die Staatsgewalt übernahmen. Im Jahre 1442 erwarb Kurfürst Friedrich II. (1413-1471), Sohn des ersten brandenburgischen Hohenzollern, von der Stadt etwas Grund und Boden auf der Mitte der Spreeinsel in Cölln für den Bau eines kürfürstlichen Schlosses. Das Baugelände lag am Rande der Stadt und integrierte somit einen Teil der Cöllnischen Stadtmauer in den Schlossbau.9 Über die Anlage und zur äußeren Gestalt des Baus gibt es nur wenige Überlieferungen. Bis auf einige Mauerzüge des Kellergewölbes und einen runden, von einer Kupferhaube bekrönten Turm, „Grüner Hut“ genannt10, gibt es keine Nachweise. Der Vergleich zu ähnlichen Bauten jener Zeit lässt aber vermuten, dass er vorwiegend aus Backsteinen errichtet wurde und mehr einer
Wehr- beziehungsweise einer Zwingburg glich. Am 31. Juli 1443 erfolgte die Grundsteinlegung für die neue Residenz, die trotz Behinderungen der Bauarbeiten durch den „Berliner Unwillen“11 um 1448, vom Kurfürsten im Frühjahr 1451 bezogen werden konnte.12 Damit begann die etwas mehr als 500jährige Geschichte des Schlosses, dessen Bedeutung aus dem Wandel der Zeit, den unterschiedlichen Schlossherrn und ihren Baumeistern erwachsen ist. Dabei stehen Schloss und Schlossbezirk in unmittelbarem Zusammenhang. Der folgende Text versucht, über die baulichen Veränderungen des Schlosses hinaus, einen Teil der dafür verantwortlichen politischen und gesellschaftlichen Hintergründe, zu erläutern.
[...]
* Titel einer Reportage von Jörn Kalkbrenner, Erstausstrahlung am 26.04.2006 im Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb-) Fernsehen.
** Aus einem Einführungstext zur Podiumsdiskussion anlässlich der Ausstellung Friedrich Achleitners „Das Archiv der Architektur des 20. Jh.“ vom 8. Mai bis 7. August 2000 im Architekturzentrum in Wien.
*** Beutelschmidt, T./ Novak, J. M. (Hrsg.): Ein Palast und seine Republik, Ort - Architektur - Programm, Berlin 2001.
**** Rada, U.: Ideen für die leere Mitte von Berlin (TAZ-Bericht), in: taz Berlin lokal vom 4. März 2006, S. 25, 101 Z.
***** Pusback, B. (Rezensentin): „Vorwärts in die Vergangenheit, zurück in die Zukunft. Das Europäische Denkmalschutzjahr 1975 und die Folgen.“ Kolloquium der Hochschule für bildende Künste Hamburg und des Kunstgeschichtlichen Seminars der Universität Hamburg vom 02.09. bis 04.09.2005 im Warburg-Haus, Hamburg, in: kunsttexte.de, Nr. 1, 2006 (5 Seiten), URL http://www.kunsttexte.de.
1 Schwenk, H./ Mende, H.-J. (Hrsg.)/ Wernicke, K. (Hrsg.): Lexikon der Berliner Stadtentwicklung, Berlin 2002, S. 312 f. ; Hinweis zur Zitierweise: Bei erstmaliger Nennung erfolgt der ausführliche Literaturnachweis, bei nochmaliger Nennung lediglich der Kurztitel.
2 Meuser, P.: Schloßplatz 1 : vom Staatsratsgebäude zum Bundeskanzleramt, Berlin 1999, S. 59.
3 Swoboda, H. (Hrsg.): Der Schlossplatz in Berlin : Bilanz einer Debatte, Berlin 2002, dort zit. Flierl, B.,S. 31.
4 Stimman, H.: Kritische Rekonstruktion und eine steinerne Architektur für die Friedrichstadt, in: Neue Berlinische Architektur – eine Debatte / hrsg. von Annegret Burg, Berlin 1994, S. 117.
5 Rollka, B. (Hrsg.)/ Wille, K.-D.: Das Berliner Stadtschloss: Geschichte und Zerstörung, Berlin 1987, S. 10.
6 Die beiden kaufmännischen Niederlassungen Berlin und Cölln werden erst in der Regierungszeit der askanischen Markgrafen Johann I. (1220 - 1266) und Otto III. (1220 - 1267) erstmals erwähnt: Cölln 1237 und Berlin 1244.
7 Ribbe, W. (Hrsg.): Schloß und Schloßbezirk in der Mitte Berlins: das Zentrum der Stadt als politischer und gesellschaftlicher Ort, Publikationen der Historischen Kommission zu Berlin, Berlin 2005, dort zit. Schich, W., S. 25 ff.; vgl.: Müller-Mertens, E.: Die Entstehung Berlins : Die mittelalterliche Stadt, in: Geschichte Berlins von den Anfängen bis 1945, Berlin 1987, S. 49-154.
8 Das „Hohe Haus“ wurde um 1300 in der Klosterstrasse 76 unter Markgraf Woldemar (1312-1356) erbaut; 1261 erstmalig urkundlich erwähnt unter dem Namen „aula berolinensis“. Ribbe (2005), S. 27; siehe auch: Ribbe, W./ Schmädeke, J.: Kleine Berlin-Geschichte, Berlin 1988, S. 28; und Maether, B.: Die Vernichtung des Berliner Stadtschlosses, Berlin 2000, S. 9.
9 Ribbe (2005), S. 30; Maether (2000), S.9; Rollka/ Wille (1987), S. 11.
10 Rollka/ Wille (1987), S. 12; Der aufgrund seiner patinabesetzten Kupferhaube „Grüner Hut“ genannte Eckturm war als Befestigungsturm der Cöllner Stadtmauer in die Schlossanlage integriert und existierte noch bis zur Sprengung 1950. Ribbe (2005), S. 34.
11 Der „Berliner Unwille“ (1447/48) bezeichnet eine bekannt gewordene Aktion der Berliner Bürger im Widerstand gegen den Kurfürsten, der versuchte sich den bürgerlichen Besitz anzueignen. Aus Angst um den Verlust seiner Selbstständigkeit stürmte das Volk das noch als Residenz genutzte „Hohe Haus“ und setzte durch Öffnung der Spreeschleusentore den Bauplatz unter Wasser. Ribbe (2005), S. 30; siehe auch: Ribbe/ Schmädeke (1988), S. 48 und Rollka/ Wille (1987), S. 12.
12 Ebd.
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