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Gesprächswörter im gesprochenen Spanisch

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2002, 25 Pages
Author: Nadine Hoffmann
Subject: Romance Languages - Spanish Studies

Details

Event: Gesprochenes Spanisch
Institution/College: University of Passau (Philosophische Fakultät)
Tags: Gesprächswörter, Spanisch, Gesprochenes, Spanisch
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2002
Pages: 25
Grade: sehr gut
Language: German
Archive No.: V8237
ISBN (E-book): 978-3-638-15261-7

File size: 266 KB
Notes :
Sehr dichte Arbeit.224 KB



Excerpt (computer-generated)

Universität Passau
Sommersemester 2001
Hauptseminar "Gesprochenes Spanisch"



Gesprächswörter
und äquivalente Verfahren im gesprochenen Spanisch





Nadine Hoffmann


Inhalt

I. Einleitung S. 3

II. Überblick über die bisherigen Forschungsansätze S. 4

III. Die Kategorien der Gesprächswörter und äquivalenten
Verfahren nach Koch/Oesterreicher S. 5

1. Definition und Einordnung in den textuell-pragmatischen Bereich S. 5
2. Gliederungssignale S. 5
3. turn-taking-Signale S. 6
4. Kontaktsignale (Sprecher- und Hörersignale) S. 7
5. Überbrückungsphänomene (hesitation phenomena) S. 7
6. Korrektursignale S. 8
7. Interjektionen S. 9
8. Abtönungsphänomene S. 10
9. Zur Gesamtproblematik der Gesprächswörter im Sinne von
Koch/Oesterreicher S. 11

IV. Der Ansatz von Söll/Hausmann und Gülich S. 12

V. Untersuchung der Theorie an einem spanischen Beispiel-Corpus S. 14

VI. Fazit S. 19

VII. Anhang S. 21

VIII. Bibliographie S. 24

I. Einleitung

"Ich mische unartikulierte Töne ein, ziehe die Verbindungswörter in die Länge, gebrauche auch wohl eine Apposition, wo sie nicht nötig wäre, und bediene mich anderer, die Rede ausdehnender, Kunstgriffe, zur Fabrikation meiner Idee auf der Werkstätte der Vernunft, die gehörige Zeit zu gewinnen." stellt Heinrich von Kleist in seinem Aufsatz Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden (1805) fest.
Diesen sprachlichen Phänomenen des gesprochenen Wortes, auf die Kleist in seinem Lobpreis auf die gesprochene Sprache als "Denkhilfe" aufmerksam wird, ist vorliegende Arbeit gewidmet, genauer den "Gesprächswörtern und äquivalenten Verfahren" , wie sie Koch/Oesterreicher klassifizieren.
Wie schon die Bezeichnung zeigt, finden Gesprächswörter nur in der gesprochenen Sprache Verwendung, wobei nach der Söll′schen Terminologie die "gesprochene Konzeption" gemeint ist, also die ‚Intuition der Äußerung′. Wie sich allerdings zeigen wird, kommen die äquivalenten Verfahren oft aus dem parasprachlichen oder nichtsprachlichen Bereich, so dass sie im graphischen Code nicht immer adäquat wiedergegeben werden können und sich tatsächlich auf den phonischen Code beschränken.
Darüber hinaus führen Koch/Oesterreicher (K/Oe) die Begriffe "kommunikative Nähe und kommunikative Distanz" ein, um die Kombination und Gewichtung der Kommunikationsbedingungen - des Grads der Öffentlichkeit, der Vertrautheit der Partner, der emotionalen Beteiligung, der Situations- und Handlungseinbindung, des Referenzbezugs, der face-to-face-Kommunikation, des Kooperations-, Dialogizitäts- und Spontaneitätsgrads sowie des Grads der Themenfixierung - fassen zu können. Damit tragen sie besonders dem Einfluss physischer Nähe/Distanz auf die Entstehung bzw. Frequenz der sprechsprachlichen (also entsprechend K/Oes Definition auch nähesprachlichen) Besonderheiten Rechnung, zu denen die Gesprächswörter zweifellos gehören.
Nach einem Überblick über die bisherigen Forschungen zum Thema wird - ausgehend von der K/Oe′schen Definition und Einteilung - zu zeigen sein, inwiefern die Gesprächswörter den spezifisch sprechsprachlichen Bedingungen entspringen. Daraufhin wird kurz der Umgang anderer Autoren mit dieser Erscheinung der gesprochenen Sprache vergleichend betrachtet und abschließend die theoretischen Ergebnisse am konkreten sprachlichen Material eines spanischen Beispiel-Corpus untersucht werden. Zu dem Zweck habe ich aus dem unserem Seminar zugrundeliegenden Corpus die ersten Seiten (S. 365-367, Z. 45) herangezogen, da in ihnen sowohl dialogische als auch erzählende Passagen enthalten sind.

II. Überblick über die bisherigen Forschungsansätze

[...]


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