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Bürgerschaftliches Engagement in Deutschland - untersucht anhand der ALLBUS 2004

Termpaper, 2006, 25 Pages
Author: B.A. Christian Pauer
Subject: Politics - Methods, Research

Details

Event: Der Staat braucht seine Bürger – Zivilgesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland und im internationalen Vergleich
Institution/College: University of Rostock (Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften)
Tags: Bürgerschaftliches, Engagement, Deutschland, ALLBUS, Staat, Bürger, Zivilgesellschaft, Bundesrepublik, Deutschland, Vergleich
Category: Termpaper
Year: 2006
Pages: 25
Grade: 2,7
Bibliography: ~ 7  Entries
Language: German
Archive No.: V82467
ISBN (E-book): 978-3-638-87362-8

File size: 139 KB

Abstract

Bürgerschaftliches Engagement spielt in der deutschen Gesellschaft eine nicht zu unterschätzende Rolle. Dies liegt einerseits in der enormen Bedeutung freiwilliger, unbezahlter Arbeit in vielen Sektoren der Gesellschaft, wie z.B. der Betreuung von Kindern und Senioren, der Kultur oder im Bereich von Sport und Bewegung. Andererseits ermöglicht Bürgerschaftliches Engagement Millionen von Menschen die aktive Teilhabe am öffentlichen Leben und ist somit „eine unverzichtbare Bedingung für den Zusammenhalt der Gesellschaft“. Durch die beständigen Aktivitäten der Bürger werden Tag für Tag die Bindekräfte unserer Gesellschaft erneuert und belebt, dies schafft eine Atmosphäre der Solidarität, der Zugehörigkeit und des gegenseitigen Vertrauens. Da der ALLBUS unter Anderem Verhaltensweisen im sozialen Bereich hinterfragt und darüber hinaus einen großen Stichprobenumfang, der einen repräsentativen Querschnitt der Gesellschaft darstellt, hat, eignet er sich dazu, Struktur und Intensität bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland zu beleuchten. Anhand der ALLBUS-Daten wurde die Variable ’Ehrenamtliche Tätigkeit’ mit Hilfe des statistischen Datenverarbeitungsprogramms SPSS auf ausgewählte Variablen hin untersucht. Untersucht wurden sozio-demographische Merkmale wie Alter, Geschlecht oder Bildung, da davon auszugehen ist, dass diese Einfluss auf die Intensität des Engagements haben. Im Anschluss folgt ein kurzer Abriss, der beleuchten soll, mit welchen Maßnahmen bürgerschaftliches Engagement gestärkt werden kann.


Excerpt (computer-generated)

Universität Rostock
Philosophische Fakultät
Historisches Institut
Proseminar: 
Der Staat braucht seine Bürger - Zivilgesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland und
im internationalen Vergleich
WS 2006/2007

Bürgerschaftliches Engagement in Deutschland -
untersucht anhand der ALLBUS 2004

vorgelegt von:

Christian Pauer

 

 

Inhalt

1. Einleitung  2

2. ALLBUS  3

3. Tabellen und Balkendiagramme 5
3.1 Alter  5
3.2 Geschlecht  7
3.3 Bildungsstand  8
3.4 Berufliche Stellung  9
3.5 Berufstätigkeit  10
3.6 Nettoeinkommen  12
3.7 Kirchgangshäufigkeit  14
3.8 Herkunft 15

4. Interpretation der Ergebnisse  16
4.1 Alter  16
4.2 Geschlecht  17
4.3 Bildung  17
4.4 Konfessionelle Bindungen  18
4.5 Alte und Neue Bundesländer  18

5. Handlungsempfehlungen  19
5.1 Institution und Organisation  19
5.2 Verwaltung bürgerorientiert gestalten und entbürokratisieren  20
5.3 Beteiligungsmöglichkeiten schaffen  20
5.4 Anerkennung und Qualifizierung  20
5.5 Gemeinnützigkeits- und Spendenrecht reformieren  21
5.6 Das Wissen um bürgerschaftliches Engagement erweitern  21
5.7 Bürgerschaftliche Engagement verstetigen  21

6. Zusammenfassung  22

7. Literatur  24

 

 

1. Einleitung

Bürgerschaftliches Engagement spielt in der deutschen Gesellschaft eine nicht zu unterschätzende Rolle. Dies liegt einerseits in der enormen Bedeutung freiwilliger, unbezahlter Arbeit in vielen Sektoren der Gesellschaft, wie z.B. der Betreuung von Kindern und Senioren, der Kultur oder im Bereich von Sport und Bewegung. Andererseits ermöglicht sie Millionen von Menschen1 die aktive Teilhabe am öffentlichen Leben und ist somit „eine unverzichtbare Bedingung für den Zusammenhalt der Gesellschaft“2. Durch die beständigen Aktivitäten der Bürger werden Tag für Tag die Bindekräfte unserer Gesellschaft erneuert und belebt, dies schafft eine Atmosphäre der Solidarität, der Zugehörigkeit und des gegenseitigen Vertrauens.

Da der ALLBUS unter Anderem Verhaltensweisen im sozialen Bereich hinterfragt und darüber hinaus einen großen Stichprobenumfang, der einen repräsentativen Querschnitt der Gesellschaft darstellt, hat, eignet er sich dazu, Struktur und Intensität bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland zu beleuchten. Anhand der ALLBUS-Daten wurde die Variable ’Ehrenamtliche Tätigkeit’ mit Hilfe des statistischen Datenverarbeitungsprogramms SPSS auf ausgewählte Variablen hin untersucht. Untersucht wurden sozio-demographische Merkmale wie Alter, Geschlecht oder Bildung, da davon auszugehen ist, dass diese Einfluss auf die Intensität des Engagements haben.

Im Anschluss folgt ein kurzer Abriss, der beleuchten soll mit welchen Maßnahmen bürgerschaftliches Engagement gestärkt werden kann.

2. ALLBUS

Die Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS) ist ein nationales Datengenerierungsprogramm mit dem Werte für die gesellschaftliche Dauerbeobachtung (Social Monitoring) zu Einstellungen, Verhaltensweisen und Sozialstruktur der Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland erhoben werden.

Der Prototyp für ein solches Survey-Programm war der "General Social Survey" (GSS), der in den USA seit 1972 regelmäßig durchgeführt wird. In der Bundesrepublik werden die Erhebungen seit 1980 in zweijährigem Abstand durchgeführt. In persönlichen Interviews wird jeweils ein repräsentativer Querschnitt der bundesdeutschen Bevölkerung befragt. Durchgeführt wird die ALLBUS als ein gemeinsames Vorhaben des Zentrums für Umfragen, Methoden und Analysen (ZUMA) in Mannheim 3 und des Zentralarchivs für Empirische Sozialforschung (ZA) 4 . Diese sind innerhalb der GESIS (Gesellschaft sozialwissenschaftlicher Infrastruktureinrichtungen e.V.) angesiedelt und realisieren die Durchführung in Kooperation mit einem wissenschaftlichen Beirat (ALLBUS-Ausschuß). Die Abteilung ALLBUS beim ZUMA ist für das Forschungsprogramm und das Gesamtdesign der ALLBUS zuständig. Sie bereitet in enger Zusammenarbeit mit dem wissenschaftlichen Beirat, dem derzeit sechs Wissenschaftler aus ganz Deutschland angehören, die Studien vor und führt sie zusammen mit einem privaten Umfrageinstitut durch. Die Codebucherstellung, die Aufbereitung und Kumulation von Datensätzen, der Datenvertrieb und die Archivierung erfolgen durch das ZA in Köln.

Die Stichprobengröße betrug bis 1990 3000 Befragungen. Wobei die Grundgesamtheit der ALLBUS-Umfragen aus allen wahlberechtigten Personen in der alten Bundesrepublik und West-Berlin bestand, die in Privathaushalten lebten. Nach der Wende im Osten Deutschlands sollten selbstverständlich auch die neuen Bundesländer mit einbezogen werden. In der ALLBUS-Baseline-Studie 1991, die aufgrund der deutschen Vereinigung außerhalb des zweijährigen Turnus durchgeführt wurde, wurden jeweils 1500 Interviews in den alten und neuen Bundesländern durchgeführt. Die Grundgesamtheit besteht also seit 1991 aus der erwachsenen Wohnbevölkerung (d.h. Deutschen und Ausländern) in West- und Ostdeutschland. Seit dem Jahr 1992 beträgt die Nettofallzahl 2400 Interviews in den alten und 1100 Interviews in den neuen Bundesländern.

[....]


1 2004 waren 23,4 Millionen Menschen bürgerschaftlich engagiert. Siehe: Gensicke, Thomas; Picot, Sibylle; Geiss, Sabine: Freiwilliges Engagement in Deutschland 1999-2004 Ergebnisse der Trenderhebung zu Ehrenamt, Freiwilligenarbeit und bürgerschaftlichem Engagement. Wiesbaden 2006. S. 5.

2 Deutscher Bundestag (Hrsg.): Bericht der Enquete-Kommission „Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements“: Bürgerschaftliches Engagement: auf dem Weg in eine zukunftsfähige Bürgergesellschaft. Opladen 2002. S. 7.

3 Das ZUMA berät die Sozialforschung bei der Anlage, Durchführung und Auswertung sozialwissenschaftlicher Untersuchungen, führt eigene Untersuchungen durch, erleichtert den Zugang zu amtlichen Daten und beobachtet und analysiert die gesellschaftliche Entwicklung mit sozialen Indikatoren. ZUMA führt auch eigene Forschungen durch mit dem Ziel, die methodischen und technischen Grundlagen der sozialwissenschaftlichen Forschung zu verbessern.

4 Das ZA archiviert Primärmaterial (Daten, Fragebögen, Codepläne) und Ergebnisse empirischer Untersuchungen. Das Material wird für wissenschaftliche Sekundäranalysen aufbereitet und der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das ZA arbeitet in allen Fachgebieten, in denen Verfahren der empirischen und historischen Sozialforschung verwendet werden. Das ZA ist ein Institut der Kölner Gesellschaft für Sozialforschung e.V. (KGS).

 


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