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Buchrezension - Cornelia Funke "Tintenherz"

Rezension / Literaturbericht, 2004, 3 Seiten
Autoren: M.A. Melitta Töller, Nina Roloff
Fach: Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Details

Veranstaltung: Ein deutschsprachiger Gegenwartsroman erscheint auf dem Buchmarkt
Institution/Hochschule: Universität Paderborn (Fachbereich Kulturwissenschaften)
Tags: Buchrezension, Cornelia, Funke, Tintenherz, Gegenwartsroman, Buchmarkt
Kategorie: Rezension / Literaturbericht
Jahr: 2004
Seiten: 3
Note: 2,0
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V82815
ISBN (E-Book): 978-3-638-88595-9

Dateigröße: 102 KB
Anmerkungen :
Kommentar des Dozenten (nach Benotung): Sehr gute Assoziationen, angenehm intensiver Feuillitonstil mit guter Einbindung von Zitaten.


Zusammenfassung / Abstract

Auszug aus der Rezension: Ein Buch über das Lesen. Über das Lesen für sich alleine, für die Seele, das Herz, aber auch über das Vorlesen. Über die Phantasie, die die Romanfiguren beim Lesen von guten Büchern zum Leben erweckt, so sehr, dass sie zu guten Freunden werden können. Über die Weltflucht, die lesen bedeuten kann, aber auch die Notwendigkeit, sich in das Leben einzumischen, und verrückte, abenteuerliche Geschichten nicht nur in Büchern zu suchen.


Textauszug (computergeneriert)

Universität Paderborn
Fachbereich Kulturwissenschaften
Proseminar „Ein deutschsprachiger Gegenwartsroman erscheint auf dem Buchmarkt“

Buchrezension - Cornelia Funke "Tintenherz"

Melitta Töller

Coautorin: Nina Roloff

 

„Kam, kam. Kam ein Wort, kam, kam durch die Nacht, wollte leuchten, wollte leuchten. Asche. Asche, Asche. Nacht.“
Jedem Kapitel in Cornelia Funkes neuestem Roman Tintenherz ist ein Zitat, wie dieses von Paul Celan, vorangestellt. Man findet Zitate aus unterschiedlichsten Büchern, wie Ray Bradburys Fahrenheit 451, Kenneth Grahames Der Wind in den Weiden, C. S. Lewis’ Der König von Narnia oder auch aus Die Erzählungen aus den tausendundein Nächten. Zitate, die wie Erinnerungsfunken aufblitzen und einen an die Zeit zurückdenken lassen, in der man selbst diese Bücher gelesen hat. Gleichsam Zitate, die wie Aperitife wirken, die neben der Lust auf das Weiterlesen von Tintenherz auch Appetit darauf machen, die Bücher, aus denen sie entnommen sind, sofort zu lesen. Diese sorgsam ausgesuchten Zeilen aus bekannten und weniger populären Kinderbüchern, die jeweils den Kern des folgenden Kapitels umspielen, fügen sich als Idee hervorragend in den Inhalt des Buches ein – denn das ist Tintenherz vor allem: ein Buch über das Lesen. Über das Lesen für sich alleine, für die Seele, das Herz, aber auch über das Vorlesen. Über die Phantasie, die die Romanfiguren beim Lesen von guten Büchern zum Leben erweckt, so sehr, dass sie zu guten Freunden werden können. Über die Weltflucht, die lesen bedeuten kann, aber auch die Notwendigkeit, sich in das Leben einzumischen, und verrückte, abenteuerliche Geschichten nicht nur in Büchern zu suchen.

 

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