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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2001, 33 Pages
Author: Sebastian Krah
Subject: Economics / Business, Miscellaneous
Details
Tags: Nationale, Trends, Corporate, Governance, Diskussion
Year: 2001
Pages: 33
Grade: 2,3
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-15297-6
File size: 199 KB
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Excerpt (computer-generated)
UNIVERSITÄT POTSDAM
WIRTSCHAFTS- UND
SOZIALWISSENSCHAFTLICHE FAKULTÄT
Lehrstuhl für Public Management
(Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt
Öffentliche Verwaltungen / Unternehmungen)
Nationale und internationale Trends
in der Corporate Governance-Diskussion
Seminararbeit im Rahmen des Hauptseminars
„Corporate Governance in öffentlichen
und Nonprofit-Organisationen“
im WS 2001/02
Vorgelegt von:
Krah, Sebastian
Studiengang: Betriebswirtschaftslehre, 9. Semester
Potsdam, den 02. November 2001
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ... 1
2. Der Begriff Corporate Governance ... 2
3. Corporate Governance-Strukturen im internationalen Vergleich ... 3
3.1 Das anglo-amerikanische Board-System ... 4
3.2 Verbreitung des Board-Systems außerhalb der USA und Großbritanniens ... 5
3.3 Das deutsche duale System der Unternehmensführung und -kontrolle ... 7
3.4 Verbreitung des dualistischen Systems außerhalb Deutschlands ... 9
3.5 Das japanische Modell der torishimariyaku-kai und kansayaku-kai ... 10
3.6 Vergleich der Systeme und Konvergenztendenz ... 12
4. Rivalisierende Managementkonzepte der Corporate Governance ... 15
4.1 Der Shareholder-Ansatz ... 15
4.2 Der Stakeholder-Ansatz ... 16
5. Aktuelle Entwicklungen in der Corporate Governance-Debatte ... 17
5.1 Großbritannien ... 17
5.2 Vereinigte Staaten ... 19
5.3 Deutschland ... 20
5.4 Frankreich ... 23
5.5 OECD-Grundsätze der Corporate Governance ... 23
6. Schlussbetrachtung ... 24
Literatur ... 26
Abkürzungsverzeichnis
AktG - Aktiengesetz
BetrVG - Betriebsverfassungsgesetz
CEO - Chief executive officer
GCCG - German Code of Corporate Governance
GenG - Genossenschaftsgesetz
KonTraG - Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich
MitbestG - Gesetz über die Mitbestimmung der Arbeitnehmer
OECD - Organisation for Economic Co-operation and Development
1. Einleitung
Seit den 80ern Jahre ist in Deutschland verstärkt das Aufkommen einer Diskussion über Fragen der Unternehmensführung und -überwachung unter dem Gesichtspunkt einer „Corporate Governance“ in der betriebswirtschaftlichen Forschung festzustellen. Wie dieser aus dem Englischen stammende Begriff bereits vermuten lässt, ist die Debatte zu diesem Thema keine deutsche Erfindung. Vielmehr handelt es sich um eine auf internationaler Ebene geführte Diskussion in praktisch allen Industrienationen. Ihren ersten Höhepunkt erreichte sie in den späten 80er Jahren in den USA aufgrund von offensichtlich gewordenen Wettbewerbsschwächen amerikanischer Unternehmen im Vergleich mit ihren internationalen Wettbewerbern.1
Mit Beginn der 90er Jahre hat sich die Intensität der Diskussion zum Thema Corporate Governance erheblich verstärkt. Den Anstoß für die vermehrte Beschäftigung mit diesem Thema gab vor allem der in Großbritannien erschienene Cadbury Report. In seiner Folge erschienen in den Jahren danach eine Vielzahl von Codes und Guidelines in verschiedenen Ländern. Im Zuge dieser Entwicklung fand das Thema Corporate Gover-nance auch in Deutschland zunehmende Beachtung. In den letzten Jahren war auf diesem Gebiet eine bemerkenswerte Aktivität festzustellen, die u. a. im Erlass des „Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG)“ sowie in der Formulierung eines German Code of Corporate Governance mündeten.
Ziel dieser Arbeit soll es sein, vor dem Hintergrund der international unterschiedlichen Unternehmensstrukturen bezüglich der Unternehmensführung bzw. -überwachung auf bisherige Entwicklungen innerhalb der Corporate Governance Diskussion einzugehen um danach die aktuellen Trends der Reformbewegungen in verschiedenen Ländern darzustellen.
2. Der Begriff Corporate Governance
Die aktuelle internationale Diskussion zum Thema Corporate Governance befasst sich hauptsächlich mit der Thematik der Unternehmensführung, und -überwachung.2 Dabei wird der Ausdruck Corporate Governance aufgrund seiner schlechten Übersetzbarkeit in andere Sprachen international verwendet.3 Das Verständnis dieses Begriffes ist jedoch nicht einheitlich. Es ist aber auffallend, dass allgemein die Betrachtung von börsennotierten Aktiengesellschaften im Vordergrund steht.4
Unter der Bezeichnung Corporate Governance wird im anglo-amerikanischen Raum hauptsächlich die Führung eines Unternehmens, dessen Kontrolle sowie der wirtschaftliche Erfolg aus Eigentümersicht, also der der Aktionäre verstanden.5 Es geht dabei vor-rangig um die Überwachung und Verantwortlichkeit der Unternehmensleitung sowie um Regelungen zur Erreichung eines im Sinne der Aktionäre liegenden Handelns des Managements.6 Der Shareholder-value-Gedanke ist somit im anglo-amerikanischen Corporate Governance-Konzept impliziert.7 Bezüglich der Berücksichtigung der Interessen anderer Anspruchsgruppen gibt es nur sporadische Ansätze.8
In Deutschland wurden die Unternehmensführung und -überwachung betreffende Fra-gen vor dem Auftreten des Terminus Corporate Governance unter dem Begriff Unternehmensverfassung diskutiert.9 Diese umfasst nach Chmielewicz „...die Gesamtheit der grundlegenden (konstitutiven) und langfristig gültigen Strukturregelungen der Unternehmung...“10 und stellt somit die Basis für Unternehmensführung und -überwachung
[...]
1 Vgl. Blies (2000), S. 6.
2 Vgl. Orth (2000), S. 87.3 Vgl. Böckli (1999), S. 2.
4 Vgl. Feddersen/Hommelhoff/Schneider (1996), S. 1.
5 Vgl. Blies (2000), S. 6; Lorsch (1996), S. 200.
6 Vgl. Hess (1996), S. 10.
7 Vgl. Böckli (1999), S. 2.
8 Vgl. Blies (2000), S. 6.
9 Vgl. ebd., S. 7.
10 Vgl. Chmielewicz (1993), Sp. 4400.
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