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Title: Zur Einwanderungsgeschichte Israels - Probleme und Entwicklung von Migranten im „Gelobten Land“ (Termpaper)
Zur Einwanderungsgeschichte Israels - Probleme und Entwicklung von Migranten im „Gelobten Land“

Termpaper, 2003, 20 Pages
Author: Daniel Bosse
Subject: Politics - International Politics - Region: Near East, Near Orient

Details

Category: Termpaper
Year: 2003
Pages: 20
Grade: 1,5
Bibliography: ~ 6  Entries
Language: German

Archive No.: V82922
ISBN (E-book): 978-3-638-88234-7
ISBN (Book): 978-3-638-89472-2
File size: 222 KB

Abstract

Seit ihrer Vertreibung vor über 2000 Jahren aus Galiläa und Judäa durch die Römer ist die Hoffnung der Juden auf die Rückkehr ins „Gelobte Land“ ungebrochen geblieben. Viele Juden fanden zwar in der Diaspora (griech.: Zerstreuung) eine neue Heimat, dennoch wurden sie von vielen Mitbürgern nicht akzeptiert und man machte sie für Notlagen jeglicher Art verantwortlich. Die gesamte Weltgeschichte ist auch die Geschichte von immer wiederkehrenden Gräueltaten und des Hasses gegen das Volk Israels, was im 2. Weltkrieg mit dem Holocaust seinen schrecklichen Höhepunkt fand. Gleichzeitig ist die Geschichte gekennzeichnet durch den Wunsch vieler Juden zur Rückkehr aus der Fremde in das Land Israel als ihre Heimat, also zur Sammlung der „Zerstreuten“ zur Bewahrung des Judentums, der jüdischen Kultur und der Religion mit der Hoffnung auf ein freies unbedrohtes Leben. Am 14.05.1948, dem Tag der Unabhängigkeitserklärung Israels, wurde dieser Traum von der Beendigung der Diaspora Wirklichkeit.


Excerpt (computer-generated)

MANUAL

Otto – von – Guericke – Universität
Institut für Politikwissenschaften

Hausarbeit

Zur Einwanderungsgeschichte Israels
Probleme und Entwicklung von Migranten im „Gelobten Land“

von

Daniel Bosse
Studiengang: Magister
Fachsemester: 5. Fachsemester
Hauptfach bzw. Nebenfächer: Politikwissenschaften, Pädagogik, Wirtschaft

 

 

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung  3

2 Die Einwanderungsgesellschaft des „Gelobten Landes“  4
2.1 Der Erwerb der israelischen Staatsbürgerschaft  5
2.1.1 Geburt  5
2.1.2 Aufenthalt  5
2.1.3 Einbürgerung  5
2.1.4 Rückkehrgesetz  5
2.2 Die Immigrationswellen vor der Staatsgründung  6
2.2.1 Die erste Alija  6
2.2.2 Die zweite Alija  6
2.2.3 Die dritte Alija  7
2.2.4 Die vierte Alija  8
2.2.5 Die fünfte Alija  9
2.2.6 Die Einwanderung zwischen 1939 bis 1948 ... 10
2.3 Die Einwanderungswellen nach 1948 ... 10
2.3.1 Einwanderungen von 1948 bis 1950 ... 11
2.3.2 Die Jahre zwischen 1950 bis 1960 ... 11
2.3.3 Die Immigrationsentwicklung von 1967 bis 1990 ... 12

3 Die Gesellschaftsprobleme in Israel  13
3.1 Alteingesessene versus Neueinwanderer - Das Problem der russischen Einwanderer  13
3.2 Palästinensische versus jüdische Israelis  15
3.3 Aschkenasim und Sepharden  16
3.4 Säkulare versus Orthodoxe Juden  

4 Fazit  18

5 Literatur  20

 

 

 

 1. Einleitung


„ Solange im Herzen darinnen ein jüdisches Fühlen noch taut,
solange gen Südost zu den Zinnen von Zion ein Auge noch schaut.
Solange lebt die Hoffnung auf Erden, die uns 2000 Jahre verband.
Das ein Freivolk wir wieder werden in Zion. Jerusalems Land. „


(Nationalhymne des Staates Israel)

Seit ihrer Vertreibung vor über 2000 Jahren aus Galiläa und Judäa durch die Römer ist die Hoffnung der Juden auf die Rückkehr ins „Gelobte Land“ ungebrochen geblieben. Viele Juden fanden zwar in der Diaspora (griech.: Zerstreuung) eine neue Heimat, dennoch wurden sie von vielen Mitbürgern nicht akzeptiert und man machte sie für Notlagen jeglicher Art verantwortlich.

Die gesamte Weltgeschichte ist auch die Geschichte von immer wiederkehrenden Gräueltaten und des Hasses gegen das Volk Israels, was im 2. Weltkrieg mit dem Holocaust seinen schrecklichen Höhepunkt fand. Gleichzeitig ist die Geschichte gekennzeichnet durch den Wunsch vieler Juden zur Rückkehr aus der Fremde in das Land Israel als ihre Heimat, also zur Sammlung der „Zerstreuten“ zur Bewahrung des Judentums, der jüdischen Kultur und der Religion mit der Hoffnung auf ein freies unbedrohtes Leben. Am 14.05.1948, dem Tag der Unabhängigkeitserklärung Israels, wurde dieser Traum von der Beendigung der Diaspora Wirklichkeit.

Seitdem und viele Jahrzehnte vor der Staatsgründung sind zahlreiche Juden aus der gesamten Welt in das Land immigriert. Das Bevölkerungsbild Palästinas hat sich durch die Immigranten stark verändert. Menschen, die zum größten Teil dem jüdischen Glauben angehörten, kamen aus über 96 Nationen in das ehemalige britische Mandatsgebiet Palästina und verursachten mitunter eine Versiebenfachung der Bevölkerung. Dieses bunte Mosaik aus unterschiedlichen Ethnien stellt nicht nur eine Vielzahl an mannigfachen Lebensstilen, Kulturen, Religionen und Traditionen da, sondern auch eine große Herausforderung an jegliche Integrationsbemühungen.

Nicht nur das friedliche Zusammenleben der verschiedenen Glaubensrichtungen sowie der arabischen und der jüdischen Bevölkerung wird stets auf die Probe gestellt. Auch das Miteinander zwischen orientalischen und europäischen Juden sowie zwischen Alteingesessenen und Neueinwanderern stellt die israelische Gesellschaft immer wieder vor neue Aufgaben.

Der Autor möchte in dieser Hausarbeit die Geschichte der Immigration der Juden nach Israel sowie die daraus resultierenden Gesellschaftsprobleme in Israel beleuchten. Da über die Einwanderungswellen Aufzeichnung über die letzten zwei Jahrhunderte vorhanden sind, soll hierbei nur auf die neuere Geschichte eingegangen werden.

Vor allem durch die Immigration der russisch stämmigen Juden im letzten Jahrzehnt wurde die Integrationsproblematik, auf die der Verfasser auch eingehen will, besonders deutlich.

2 Die Einwanderungsgesellschaft des „Gelobten Landes“

Palästina, wie es von den Arabern genannt wird, ist seit Jahrhunderten eines der umstrittensten Gebiete der Welt. Es ist nicht nur die biblische Heimstätte der Juden, sondern auch das Geburtsland Jesus Christus und die Wirkungsstätte Mohammeds. Seit jeher beanspruchen die drei großen Weltreligionen Judentum, Christentum und der Islam das alleinige Recht auf die entsprechenden Kultstätten ihrer Heiligen.

Die ewigen Kriege und die Vertreibungen verursachten, dass viele Juden das Land verließen. Der Traum von einer Rückkehr in die Gemeinschaft Zion wurde jedoch über viele Generationen aufrechterhalten bzw. weitergegeben und bekam durch Theodor Herzl, Urvater der zionistischen Bewegung, einen neuen Aufschwung.

Auf dem 1. Weltkongress der Juden 1897 (Baseler Kongress), initiiert durch Herzl, beschloss man die Gründung der „Jüdischen Nationalbank“ sowie die Schaffung eines jüdischen Nationalfonds ,dem „Keren Kajemet le- Jisrael“ zum Ankauf von Land, um dem jüdischen Volk eine öffentlichrechtlich gesicherte Heimstätte in Palästina zu schaffen1. Bevor die Einwanderungswellen, ihre Ursachen und die daraus entstandenen Probleme und Konflikte dargestellt werden, sollen im Folgenden die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Einbürgerung in Israel erläutern.

[....]


1 Vgl. Glasneck/ Timm; Israel, Die Geschichte des Staates seit seiner Gründung; Bouvier Verlag Berlin; Berlin 1992, S.8

 


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