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Termpaper, 2003, 26 Pages
Authors: M.A. Melitta Töller, Nina Roloff
Subject: Communications - Media History
Details
Institution/College: University of Paderborn (Fakultät für Kulturwissenschaften)
Tags: Geschichte, Films, Literatur, Medien
Year: 2003
Pages: 26
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 11 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-88722-9
ISBN (Book): 978-3-638-88739-7
File size: 116 KB
Kommentar des Dozenten: Außerordentlich ausführlich und kenntnisreich wird die Entwicklung des amerikanischen Films von seinen Anfängen bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts nachgezeichnet. Dabei werden alle wesentlichen Einflüsse und technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, die zum Aufstieg des amerikanischen Kinos zum Marktführer beitrugen, berücksichtigt. Auch sprachlich und formal sicher. Eine sehr gute Darstellung, die keine Fragen offen läßt.
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Abstract
In unserer Hausarbeit wollen wir die Entwicklung des amerikanischen Films – von seinen ersten zaghaften Schritten bis hin zu den erfolgreichen Hollywood-Studios – nachzeichnen. Über einen Zeitraum von ca. vierzig Jahren veränderte sich der Film vom bloßen Zehn-Sekunden-Trailer zum publikumsbegeisternden, abendfüllenden Ereignis. Nachdem Filmtechnik und Filmkunst weitgehend in Frankreich ihren Ursprung genommen hatten, begann die amerikanische Filmindustrie schon früh ihren Siegeszug im eigenen Land und auf der ganzen Welt, der sich bis heute fortsetzt. [...] Und nun, Film ab!
Excerpt (computer-generated)
Universität Paderborn
Fakultät für Kulturwissenschaften
Blockseminar „Literatur in den Medien“
Wintersemester 2002/2003
Die Geschichte des amerikanischen Films von 1895 – 1933
von
Nina Roloff
Melitta Töller
2. Fachsemester
2. Fachsemester
Germanistik, KWA, Medienwissenschaft, M.A. Anglistik,
Germanistik, Medienwissenschaft, M.A.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Die technische Entwicklung des Films
2.1. Die Laterna Magica 1
2.2. Die ersten „bewegten Bilder“ 2
3. 1896 – 1912: Der Film wird zur eigenen Kunstform
3.1. Der frühe Film 3
3.2. Der Film bekommt eine Handlung 5
3.3. Nickelodeons 5
3.4. Hollywood 6
4. 1913 – 1918: Der Aufstieg des amerikanischen Films
4.1. Die Entdeckung des Filmschnitts 7
4.2. Die Entwicklung des Spielfilms 8
4.3. Der Film D´Art 9
4.4. Die amerikanische Komödie 10
4.4. Die ersten Film-Stars 11
5. Kommerzialisierung
5.1. Der Film wird zum Produkt 12
5.2. Erfolgskonzept Genres 14
5.3. Hays Office und „Production Code“
6. Revolution Tonfilm
6.1. Der Tonfilm setzt sich durch 17
6.2. Anfängliche Schwierigkeiten und neue Möglichkeiten 18
6.3. Neue Genres entstehen 20
7. 1929 –1933: Der amerikanische Film während der Weltwirtschaftskrise
7.1. Wirklichkeitsflucht 21
7.2. Realistische Tendenzen im Gangsterfilm der 30er Jahre 22
8. Schlusswort 23
9. Literaturverzeichnis 24
1. Einleitung
In unserer Hausarbeit wollen wir die Entwicklung des amerikanischen Films – von seinen ersten zaghaften Schritten bis hin zu den erfolgreichen Hollywood-Studios – nachzeichnen. Über einen Zeitraum von ca. vierzig Jahren veränderte sich der Film vom bloßen Zehn-Sekunden-Trailer zum publikumsbegeisternden, abendfüllenden Ereignis. Nachdem Filmtechnik und Filmkunst weitgehend in Frankreich ihren Ursprung genommen hatten, begann die amerikanische Filmindustrie schon früh ihren Siegeszug im eigenen Land und auf der ganzen Welt, der sich bis heute fortsetzt. Auffallend war bei der Bearbeitung des Themas, dass verschiedene Quellen sowohl in einfachen Fakten wie Jahreszahlen produzierter Filme, aber auch in bedeutenden inhaltlichen Aussagen stark differieren.1 Wir haben uns dafür entschieden, auf die mehrheitlich auftretenden Darstellungen in der von uns verwendeten filmgeschichtlichen Literatur Bezug zu nehmen. Und nun – Film ab!
2. Die technische Entwicklung des Films
2.1. Die Laterna Magica
Die Technik der ersten Filmkamera und -projektoren hat ihren Ursprung in der „Laterna magica“, von der erstmals 1666 berichtet wird. Diese bestand aus einem licht-undurchlässigen Kasten mit einem kleinen Loch, vor das mit Bildern bemalte Glasscheiben gestellt wurden. Die Scheiben wurden von hinten beleuchtet, und die Bilder konnten so an eine Leinwand geworfen werden, was damals als „weiße Magie“2 bezeichnet wurde. Später wurde in das Loch der Laterna Magica eine Linse befestigt, um schärfere Bilder zu erzielen. Die Laterna Magica war die beliebteste visuelle Unterhaltung in Europa, fahrende Schausteller fuhren mit ihren Bildergeschichten von Dorf zu Dorf. Die Professionellen unter ihnen benutzten bis zu drei oder vier Lampen gleichzeitig, so dass verschiedene Bilder zur selben Zeit übereinander gelagert auf der Leinwand erschienen.3 1790 entwickelte der Belgier Etienne Robertson das „Phantasmagoria“: Eine Maschine mit der man die Entfernung zur Leinwand verringern oder vergrößern konnte, wobei die Bilder aber trotzdem kontinuierlich scharf blieben. So konnte man die Bilder schnell vergrößern oder verkleinern, was bei den besonders beliebten ‚Geistervorstellungen‘ oft zu Erschrecken führte. Die Bilder wurden zumeist durch schaurige Geräusche und unnatürlich veränderte Stimmen untermalt.
2.2. Die ersten „bewegten Bilder“
1872 erfolgte eine wichtige Entdeckung in Richtung Film. Eadward Muybridge, ein nach Amerika ausgewanderter englischer Photograph, bekam vom Gouverneur von Kalifornien den Auftrag zu beweisen, dass ein Pferd beim Laufen alle vier Hufe gleichzeitig vom Boden hebt. Nach einigen Experimenten entwickelte Muybridge schließlich eine Laufbahn, an der entlang etliche Fotokameras aufgestellt waren, die beim Vorbeilaufen des Pferdes nacheinander ausgelöst wurden. Diese ersten Phasenphotographien eines schnellen Bewegungsablaufes bewiesen eindeutig, dass ein laufendes Pferd tatsächlich alle vier Hufe vom Boden hebt. Muybridge experimentierte auch weiterhin mit der Serienphotographie und machte den Menschen damit eine völlig neue Welt sichtbar.
Seine Photographien faszinierten den französischen Maler Jean-Louis Ernest Meissonier. Er malte die Silhouetten der Pferde auf eine runde transparente Scheibe, die von hinten angeleuchtet wurde. Vor dieser Scheibe war eine weitere, jedoch schwarze und mit kleinen hereingeschnittenen Streifen versehene Scheibe angebracht. Wenn man nun beide Scheiben, mittels einer Handkurbel, in jeweils unterschiedliche Richtungen drehte, warf das Licht die Pferdesilhouetten an die Wand, und man hatte den Eindruck, dass sich das Pferd wirklich bewegte. Das von Meissonier entwickelte Zoopraxiscope (oder auch „Lebensrad“) funktionierte auf der Basis von zwei optischen Eigenarten des menschlichen Auges. Zum einen aufgrund des „stroboskopischen Effekts“: Ein Phänomen, bei dem die Netzhaut des Auges sich noch für einen Bruchteil einer Sekunde daran ‚erinnert‘ (also weiterhin sieht!), was es gerade gesehen hat, obwohl das eigentliche Bild schon wieder verschwunden ist.
[....]
1 Z.B. wird in: Wilkening, Albert (Hg. U.a.):Film. Leipzig. 1966. Veb. Bibliographisches Institut. S.6 Joseph Plateau bzw. Simon Stampfer als Erfinder des « Lebensrads » angegeben, in: Giannetti, Louis u. S. Eyman: Flashback. A brief history of film. New Jersey. 31996. Prentice-Hall, S.5 dagegen Jean Louis Meissonier.
2 Nach: Giannetti, L., S.4.
3 Mit der einen Lampe konnte man zum Beispiel eine feste Landschaft zeigen, mit der anderen fallen-de Schneeflocken (indem man die Glasplatte langsam bewegte), mit einer dritten eine fahrende Kut-sche etc.
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