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Hausarbeit, 2007, 20 Seiten
Autor: Caroline Boller
Fach: Germanistik - Linguistik
Details
Institution/Hochschule: Universität Hamburg (Institut für Germanistik 1 )
Tags: Problem, Bedeutung, Ogden, Richards, Zusammenhang, Franz, Boas, Auffassung, Sprache, Semantik, Warum, Ausdruck
Jahr: 2007
Seiten: 20
Note: 2,3
Literaturverzeichnis: ~ 9 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-89474-6
ISBN (Buch): 978-3-638-89482-1
Dateigröße: 445 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Ich behandle in meiner Hausarbeit zwei Themenbereiche: Einerseits das Problem des Verhältnisses von gedanken, Wörtern und Dingen und somit auch die Schwierigkeit der Bedeutung von Wörtern. In diesem Zusammenhang beziehe ich mich auf den Textder Sprachwissenschaftler C.K. Ogden und I.A. Richards. Andrerseits beschäftige ich mich mit der Auffsassung von Sprache, die der Ethnologe Franz Boas vertritt. Dieses wird in dem genannten Text ebenfalls erörtert. Boas befasste sich zeit seines Lebens sehr intensiv mit den Indianersprachen Nordamerikas, indem er vor allem Feldforschungen zur Untersuchung des gesellschaftlichen Lebens der Indianerstämme und deren Sprache unternahm. Seine Forschungen stellten die Ethnologie auf eine neue Grundlage. Er leistete im Rahmen seiner Forschungen aber auch einen Beitrag zur Linguistik. Deshalb ist seine Theorie im Kontext dieser Arbeit interessant. Im Zuge dieser Hausarbeit werde ich folgende Fragen zu beantworten versuchen: 1. Inwiefern zeichnet sich das Verhältnis von Sprache und Bedeutung der Argumentation C.K. Ogdens et al. zufolge durch eine Schwierigkeit aus? 2. Wie bewerten Ogden und Richards die Theorie des Ethnologen Franz Boas zur objektiven Untersuchung von Sprachen? Welche Auffassung von Sprache liegt Boas Theorie zugrunde? 3. Welchen Gebrauchszusammenhang gibt es in der indianischen Sprache für das Wortfeld des Körpers? Inwiefern lassen sich aufgrund der unterschiedlichen Gebrauchszusammenhänge der Wörter Rückschlüsse auf Unterschiede zwischen dem Denken und der gesellschaftlichen Praxis von Angehörigen der indianischen Kultur und Angehörigen der deutschen Kultur ziehen? Welche Erkenntnisse lassen sich diesbezüglich aus sprachwissenschaftlicher Sicht aus Boas´Untersuchung der indianischen Sprachen ziehen? Ich habe mir das Problem der Bedeutung von Worten, wie es von C.K. Ogden et al. in ihrem Text behandelt wird, und damit zusammenhängend die Auffassung von Sprache des Ethnologen Franz Boas als Thema meiner Hausarbeit ausgewählt, weil ich sowohl die Thesen, die C.K. Ogden et al. zum Problem der Bedeutung vertreten als auch die Boassche Auffassung von Sprache interessant finde.
Textauszug (computergeneriert)
Universität Hamburg, Institut für Germanistik
Semantik: Warum wir wissen, was ein sprachlicher Ausdruck bedeutet
"Das Problem der Bedeutung "nach C. K. Ogden und I. A. Richards
in Zusammenhang mit Franz Boas` Auffassung von Sprache
von
Caroline Boller
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung... 2
2 Das Problem der Bedeutung nach C.K. Ogden und I.A. Richards... 4
3 Die Boassche Auffassung von Sprache... 7
3.1 Jakobsons Erörterung der Boasschen Auffassung von Sprache... 10
4 Das Wortfeld des Körpers im Lakota (Sioux- Sprache) und der Zusammenhang zur Boasschen Auffassung von Sprache... 12
4.1 Der menschliche Körper in der Sprache des Lakóta... 12
5 Schlusswort... 14
6 Anhang... 17
1 Einleitung
Ich behandle in meiner Hausarbeit zwei Themenbereiche:
Einerseits das Problem des Verhältnisses von Gedanken, Wörtern und Dingen und somit auch die Schwierigkeit der Bedeutung von Wörtern. In diesem Zusammenhang beziehe ich mich auf den Text der Sprachwissenschaftler C.K. Ogden und I.A. Richards. Andrerseits beschäftige ich mich mit dem Verständnis des Ethnologen Franz Boas von Sprache, welches in dem eben genannten Text ebenfalls erörtert wird und der sich zeit seines Lebens sehr intensiv mit den Indianersprachen Nordamerikas befasste, indem er vor allem Feldforschungen zur Untersuchung des gesellschaftlichen Lebens der Indianerstämme und deren Sprache unternahm. Seine Forschungen stellten die Ethnologie (= Völkerkunde) auf eine neue Grundlage. Er leistete im Rahmen seiner Forschungen aber auch einen Beitrag zur Linguistik. Deshalb ist seine Theorie auch im Kontext dieser Arbeit interessant. Im Zuge dieser Hausarbeit werde ich folgende Fragen zu beantworten versuchen:
1. Inwiefern zeichnet sich das Verhältnis von Sprache und Bedeutung der Argumentation C.K. Ogdens et al. zufolge durch eine Schwierigkeit aus?
2. Wie bewerten Ogden und Richards die Theorie des Ethnologen Franz Boas zur objektiven Untersuchung von Sprachen?
Welche Auffassung von Sprache liegt Boas Theorie zugrunde?
3. Welchen Gebrauchszusammenhang gibt es in der indianischen Sprache für das Wortfeld des Körpers? Inwiefern lassen sich aufgrund der unterschiedlichen Gebrauchszusammenhänge der Wörter Rückschlüsse auf Unterschiede zwischen dem Denken und der gesellschaftlichen Praxis von Angehörigen der indianischen Kultur und Angehörigen der deutschen Kultur ziehen? Welche Erkenntnisse lassen sich diesbezüglich aus sprachwissenschaftlicher Sicht aus Boas´ Untersuchung der indianischen Sprachen ziehen?
Ich habe mir das Problem der Bedeutung von Worten wie es von C.K. Ogden et al. in ihrem Text und damit zusammenhängend die Auffassung von Sprache des Ethnologen Franz Boas als Thema meiner Hausarbeit ausgewählt, weil ich sowohl die Thesen, die C.K. Ogden et al. zum Problem der Bedeutung vertreten als auch die Boassche Auffassung von Sprache interessant finde. Die Thesen Ogdens und Richards sind insofern von Bedeutung, als sie die Selbstverständlichkeit, mit der behauptet wird, dass Worte eine Bedeutung besitzen, in Frage stellen und somit eine bewusstere Auseinandersetzung mit der Bedeutung der Worte, dem menschlichen Denken und den Gegenständen, auf die sich die Worte richten, herausfordern. Darüber hinaus ist es bemerkenswert, dass Ogden et al. gerade die Philologen und Philosophen bezüglich deren ungenügenden Behandlung des Problems der Bedeutung sowie deren eigenen ungenauen Sprachverwendung kritisieren. Der Zusammenhang zwischen dem ersten und dem zweiten Teil meiner Hausarbeit erklärt sich durch die Kritik die Ogden et al. an dem Verständnis der Sprache und den bisherigen Ansätzen zur Lösung des „Problems der Bedeutung“ durch die Philologen und Philosophen üben. Im Gegensatz dazu heben sie die Auffassung von Sprache des Ethnologen Franz Boas als viel versprechend hervor. Es ist meines Erachtens außerdem für die Sprachwissenschaft bedeutsam, die Sprachauffassung, wie sie von den Wissenschaftlern anderer Disziplinen zum Ausdruck gebracht wird, zu untersuchen und sie gegebenenfalls in die Theorien der Sprachwissenschaft einzubeziehen. Interdisziplinäre Forschung ist also auch hier wichtig, um zu umfassenderen Erkenntnissen zu gelangen. Boas untersuchte die Sprache ja nicht nur, wie das die Philologen üblicherweise tun würden, anhand des vorhandenen Materials der Sprachtheorie, sondern vor allem mittels Feldforschungen unter Einbeziehung des gesellschaftlich-kulturellen Kontextes und gewann dadurch eine andere Perspektive auf die Sprache.
Die Frage nach der Argumentation Ogdens et al. bezüglich der Schwierigkeit des Verhältnisses von Sprache und Bedeutung stelle ich an den Beginn dieser Arbeit, weil erstmal erläutert werden muß, worum es sich bei dem Problem der Bedeutung handelt, um dann die Frage beantworten zu können, wie Ogden und Richards die Theorie des Ethnologen Boas zur objektiven Untersuchung von Sprachen bewerten. Denn schließlich beziehen sie sich in diesem Text auf die linguistische Theorie des Ethnologen Boas, und es muß erstmal dargestellt werden, in welchem Zusammenhang sie dies tun, also welche sprachwissenschaftliche Fragestellung sie aufwerfen um die Frage ihrer Bewertung der Boasschen linguistischen Theorie zu erörtern. Schließlich komme ich in diesem Zusammenhang auf die Frage zu sprechen, welche Auffassung der Sprache Boas vertritt.
Zuletzt behandle ich in meiner Arbeit die Frage danach, welchen Gebrauchszusammenhang es in der indianischen Sprache für das Wortfeld des Körpers gibt und inwiefern sich aufgrund dieser Rückschlüsse auf Unterschiede zwischen dem Denken und der gesellschaftlichen Praxis von Angehörigen der indianischen und Angehörigen der deutschen Kultur ziehen lassen. Diese Frage stelle ich an das Ende meiner Arbeit, weil es erstmal notwendig ist, die allgemeinen Unterschiede zwischen der indianischen und der englischen Sprache darzustellen, bevor ich die Verschiedenheiten der deutschen und der indianischen Sprache anhand eines konkreten Wortfelds erläutere. Schließlich, nachdem die Boassche Auffassung von der Sprache eingehend diskutiert worden ist, ist es möglich, auch auf die Frage eingehen, welche Erkenntnisse aus sprachwissenschaftlicher Sicht aus Boas Untersuchung der indianischen Sprachen gewonnen werden können.
In Bezug auf die Frage, welche Auffassung von Sprache Boas hat, fand ich Roman Jakobsons Aufsatz besonders hilfreich und lesenswert, ebenso den Aufsatz Michael Mackerts. Zur Beantwortung der Fragen nach dem Gebrauchszusammenhang des Wortfelds des Körpers in der indianischen Sprache, den diesbezüglischen Unterschieden zwischen der deutschen und der indianischen Sprache, sowie danach, welche Schlüsse sich aufgrund der sprachlichen Unterschiede bezüglich der Verschiedenheit des Denkens und der kulturellen Praxis des deutschen und des indianischen Volkes ziehen lassen, werde ich mich auf Rebecca Netzels Buch beziehen. Auch wenn Franz Boas sich hauptsächlich mit den Indianersprachen Nordamerikas beschäftigt hat und sich Netzels Buch sich mit dem Wortschatz des Lakota (Sioux- Sprache) beschäftigt, denke ich, dass es sehr gut für den Sprachvergleich geeignet ist, zumal es sich auch eingehend mit dem Wortfeld des Körpers beschäftigt, Erläuterungen zum gesellschaftlichen Hintergrund der Indianersprache gibt und verständlich geschrieben ist. Und ich konnte trotz intensiver Recherche kein Buch finden, das solch einen exemplarischen Sprachvergleich zwischen den Indianersprachen Nordamerikas und den europäischen Sprachen behandelt.
2 Das Problem der Bedeutung nach C.K. Ogden und I.A. Richards
[...]
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