Please wait
Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.
Termpaper, 2006, 14 Pages
Author: Katrin Nowka
Subject: Philosophy - Philosophy of the Ancient World
Details
Tags: Unsterblichkeitsbeweise, Philosophie
Year: 2006
Pages: 14
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 7 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-89182-0
ISBN (Book): 978-3-638-90894-8
File size: 153 KB
Other users also were interested in the following titles:
Abstract
Was kommt nach dem Tod? Gibt es so etwas wie Seele und wenn ja, was geschieht mit ihr, wenn wir verstorben sind? Diese Fragen sind eng miteinander verknüpft und beschäftigen uns seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte. Die Beantwortung ist auch heute noch mindestens in zweierlei Hinsicht schwierig. Denn erstens ist der Gedanke an den Tod und die Frage, was uns danach erwartet, verbunden mit Emotionen, vor allem vielen Ängsten. Zweitens sind es zudem zwei der wenigen Fragen in der heutigen Welt, die wir uns nicht empirisch beantworten können. Schon Platon widmete sich ausführlich in seinem Werk Phaidon, aber auch im Phaidros und der Politeia, unter anderem der Frage nach der Unsterblichkeit der Seele. Seine Methode war hier der typische platonische Dialog. Er ließ Sokrates so mit seinem Gesprächspartner interagieren, dass diese entweder selbst Antworten fanden oder nicht anders konnten, als seiner Argumentation zuzustimmen. Eine Schwierigkeit bei der Beschäftigung mit Schriften Platons liegt darin, dass nicht ganz klar ist, ob er in seinen Dialogen den historischen Sokrates zu Wort kommen lässt oder ob er eher als fiktive Figur fungiert. Da es für mich nahe liegender erscheint, setze ich in meiner Arbeit voraus, dass Platon Sokrates als Sprachrohr benützt. Daher interpretiere ich die Argumentationen ausschließlich als Gedankengänge Platons. Die Argumentationsketten von Platons Unsterblichkeitsbeweisen werde ich in diesem Text nachzeichnen. Dabei zeige ich mögliche Kollisionen mit seinen eigenen Lehren auf sowie nicht nachvollziehbare Prämissen oder Begründungen. Da für das Verständnis die Ideenlehre Platons eine große Rolle spielt und ich mich im Text immer wieder darauf beziehe, setze ich eine kurze Abhandlung darüber an den Anfang meiner Ausführungen.
Excerpt (computer-generated)
Unsterblichkeitsbeweise in der platonischen Philosophie
von
Katrin Nowka
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung... 2
2 Kurze Einführung in die Ideenlehre... 3
3 Unsterblichkeitsbeweise im Phaidon... 3
3.1 Erster Unsterblichkeitsbeweis... 4
3.2 Zweiter Unsterblichkeitsbeweis... 5
3.3 Dritter Unsterblichkeitsbeweis... 8
4 Unsterblichkeitsbeweis im Phaidros... 10
5 Unsterblichkeitsbeweis in der Politeia... 11
6 Schlussbemerkungen... 13
7 Literatur... 14
8 Internetrecherche... 14
1 Einleitung
Was kommt nach dem Tod? Gibt es so etwas wie Seele und wenn ja, was geschieht mit ihr, wenn wir verstorben sind? Diese Fragen sind eng miteinander verknüpft und beschäftigen uns seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte. Die Beantwortung ist auch heute noch mindestens in zweierlei Hinsicht schwierig. Denn erstens ist der Gedanke an den Tod und die Frage, was uns danach erwartet, verbunden mit Emotionen, vor allem vielen Ängsten. Zweitens sind es zudem zwei der wenigen Fragen in der heutigen Welt, die wir uns nicht empirisch beantworten können.
Schon Platon widmete sich ausführlich in seinem Werk Phaidon, aber auch im Phaidros und der Politeia, unter anderem der Frage nach der Unsterblichkeit der Seele. Seine Methode war hier der typische platonische Dialog. Er ließ Sokrates so mit seinem Gesprächspartner interagieren, dass diese entweder selbst Antworten fanden oder nicht anders konnten, als seiner Argumentation zuzustimmen. Eine Schwierigkeit bei der Beschäftigung mit Schriften Platons liegt darin, dass nicht ganz klar ist, ob er in seinen Dialogen den historischen Sokrates zu Wort kommen lässt oder ob er eher als fiktive Figur fungiert. Da es für mich nahe liegender erscheint, setze ich in meiner Arbeit voraus, dass Platon Sokrates als Sprachrohr benützt. Daher interpretiere ich die Argumentationen ausschließlich als Gedankengänge Platons.
Die Argumentationsketten von Platons Unsterblichkeitsbeweisen werde ich in diesem Text nachzeichnen. Dabei zeige ich mögliche Kollisionen mit seinen eigenen Lehren auf sowie nicht nachvollziehbare Prämissen oder Begründungen. Da für das Verständnis die Ideenlehre Platons eine große Rolle spielt und ich mich im Text immer wieder darauf beziehe, setze ich eine kurze Abhandlung darüber an den Anfang meiner Ausführungen.
2 Kurze Einführung in die Ideenlehre
Nach Platon ist die Welt der Ideen und der mathematischen Gesetze die wahrhaft seiende Welt. Nach dem Abbild der Ideen wird die sinnliche Welt, die uns umgibt gebildet, jeder Gegenstand, jedes Ding sei nur ein Abbild einer Idee, also der sprichwörtliche Schein im Gegensatz zum Sein. Während die Einzeldinge vergingen, blieben die Ideen als ewige Urbilder erhalten. Die Theorie der Ideen bedeutet für den Menschen, dass er in einer Welt des Scheins lebe, die trügerisch sei und ihn immer wieder blende und davon abhält, die Welt der Ideen, also des Seins, zu erfassen. Dies wird besonders in Platons Höhlengleichnis deutlich. Hier zeichnet er folgende Situation. Menschen säßen in einer Höhle angekettet vor einer Wand und können nur die Schattenbilder sehen, die ein hinter ihnen loderndes Feuer auf die Wand wirft. Da sie nichts anderes kennen, nähmen sie dies als Wirklichkeit und Wahrheit an. Binde man sie los, um sie die Welt vor der Höhle entdecken zu lassen, so weigerten sie sich. Denn der Aufstieg aus der Höhle wäre beschwerlich und langwierig.1 Die Aufgabe des Philosophen ist nun immer wieder in jene Höhle zurückzukehren und die Menschen von dem Weg zur Wahrheit, nämlich der Erkenntnis der Wahrheit und Ideen zu überzeugen. Denn er hat diese Welt erblickt. Und genau dies versucht also Platon mit seinen Werken.
Auch der offensichtliche Leib-Seele Dualismus, der immer wieder klar aus seinen Schriften herauszulesen ist, erklärt sich durch diese Zweiteilung in Welt der Ideen, die nur durch Denken erreichbar sei und die Welt des Scheins, in die der Körper und alles seine Begierden gehörten. Diese Teilung ist daher ein zentraler Punkt für meine Beschäftigung mit den Unsterblichkeitsbeweisen der Seele in der platonischen Philosophie.
3 Unsterblichkeitsbeweise im Phaidon
Platon lässt Sokrates im Angesicht seiner bevorstehenden Hinrichtung über viele grundsätzliche Dinge philosophieren, vor allem über die Konstitution des Menschen und seiner Seele. Im Dialog mit Phaidon, Simmias, Kebes und einigen anderen Anwesenden entwickelt er Thesen über die Seele.
Den Anstoß gibt Kebes. Er weist auf Unsicherheiten der Menschen in Bezug auf die Unsterblichkeit der Seele hin. Sie seien im Zweifel darüber, ob die Seele nach dem Tode weiter bestehe oder aber im dem Augenblick verginge, in dem der Körper aufhöre zu sein.2 Und dies ist, wie in der Einleitung schon erwähnt, eine alte und bis heute oft gestellte Frage der Menschen, ob überhaupt etwas und wenn ja, was nach dem Tode sei.
3.1 Erster Unsterblichkeitsbeweis
[...]
1 Platon: Politeia, Stuttgart: Reclam 1982, Buch VII, 514a-517ff
2 Platon: Phaidon, Stuttgart: Reclam 1987, 70a
Comments
No comments yet
Other users also were interested in the following titles:
Platons Phaidon - Der erste Unsterblichkeitsbeweis
Author: Annett GöltenbothPhilosophy - Philosophy of the Ancient World, 2006 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Die islamische Politik
Author: Ali GhandourPolitics - International Politics - Region: Near East, Near Orient, 2006 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Gottes Erscheinen in der Zeit. Glaube, Vergebung und Erlösung bei Sören Kierkegaard
Author: Magister. FU Belin Yong-Mie ShinTheology - Systematic Theology, 2004 Download as PDF-file for 8,99 EUR
Die sog. Neue Paulus-Perspektive - Darstellung und kritische Würdigung der Diskussion
Author: Mario ErtelTheology - Biblical Theology, 2003 Download as PDF-file for 19,99 EUR
Die Reformatoren und ihre Theologie - Das Eheverständnis Luthers
Author: Anja HübnerTheology - Systematic Theology, 2007 Download as PDF-file for 11,99 EUR
Über die Ästhetik in der Kunst zur Erkennbarkeit Gottes? Sören Kierkegaard
Author: Margarete RoewerTheology - Systematic Theology, 2006 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Der Sühnetod Jesu
Author: Larissa DrewaTheology - Systematic Theology, 2005 Download as PDF-file for 4,99 EUR
Kierkegaard - Der Sprung
Author: Joachim WaldmannPhilosophy - Philosophy of the 19th Century, 2004 Download as PDF-file for 4,99 EUR
Die Prädestinationsgedanken in der Theologie Martin Luthers
Author: Dimitry HusarovTheology - Historic Theology, Ecclesiastical History, 2003 Download as PDF-file for 8,99 EUR
This text can be quoted and accessed from this url: