Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Medienphilosophie - Martin Seel close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Medienphilosophie - Martin Seel

Termpaper, 2006, 12 Pages
Author: Katrin Nowka
Subject: Communications: Miscellaneous

Details

Category: Termpaper
Year: 2006
Pages: 12
Grade: 2,7
Bibliography: ~ 4  Entries
Language: German
Archive No.: V83076
ISBN (E-book): 978-3-638-89183-7

File size: 185 KB


Excerpt (computer-generated)

Medienphilosophie – Martin Seel

von

Katrin Nowka

 

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung... 2

2 Medium... 2

2.1 Kategorisierung der Medien... 3

3 Realität... 5

4 Moderater Realismus und moderater Konstruktivismus... 6

5 Eröffnet uns der umfassende Computer eine neue Welt?... 6

5.1 Bedeutet der Cyberspace das Verschwinden unserer Realität?... 8

6 Schlussbemerkungen... 11


 

1 Einleitung

In dieser Abhandlung steht Martin Seels Abhandlung „Medien der Realität und Realität der Medien“ im Mittelpunkt der Betrachtungen. Thema des hier besprochenen Textes sind die neuen Medien, und inwieweit deren Nutzung auf den Menschen und seine Weltzugänge Einfluss haben. Die Frage wird beantwortet, ob es ein umfassendes Medium geben könne, welches alle anderen ersetzen könne und was dies für das menschliche Leben bedeuten würde. Um die Argumentation Seels nachvollziehbar zu gestalten, werden zunächst Seels Begriffe von Medium und Realität sowie den damit verbundenen Weltzugängen geklärt. Darauf aufbauend wird der Stellenwert der neuen Medien am Beispiel des umfassenden Computers betrachtet. Das führt schlussendlich zur Beantwortung der Ausgangsfrage.

2 Medium

„Medien sind Zugänge, die etwas gegeben sein lassen.“(Seel, 248) Martin Seel sieht die Medien als Grundlage jeder Erkenntnis, er möchte in seinem Text „die generelle Medialität unserer Weltzugänge“ aufzeigen. (Seel, 245)
Seel übernimmt Niklas Luhmanns Medienbegriff von Medium und Form.(Seel, 245) Luhmann hat einen sehr funktionalen Kunstbegriff. Warum übernimmt er ihn allerdings explizit anstatt einen eigenen Medienbegriff zu entwickeln? Man kann sagen, dass es Seel nicht um die einzelnen Medien an sich geht, sondern vielmehr könnte man es so sehen, dass sein Interesse „der spezifischen Vermitteltheit des menschlichen Weltverhältnisses“, also der Medialität an sich, gilt. (Blank, 253) Daher schließt er sich Luhmanns Theorie an, um von dieser Basis aus seine Erkenntnistheorie aufzubauen.
Interessant ist, dass Luhmann selbst die ontologische Metaphysik für unwissenschaftlich und spekulativ hielt1, während sich Seel durchaus mit ontologischen Problemen auseinander setzt. Die menschliche Beziehung zu Medien dürfe nach Seel nicht als rein aktiv wahrgenommen werden, da man nicht entscheiden könne, ein Medium zu verwenden. Zudem stellt jedes Medium einen speziellen Handlungsraum bereit, den wir ebenfalls nicht aussuchen können. (Blank, 255)

2.1 Kategorisierung der Medien

Im Mittelpunkt Seels Betrachtungen steht der von ihm so genannten umfassende Computer, ein Gerät, wie es ihn heute zwar schon gäbe, aber die meisten Menschen sich nicht leisten könnten. Er beschreibt ihn folgendermaßen:
„Es ist dies ein Computer, der auch die Funktion eines komfortablen Radio-, Fernseh- und Videogeräts erfüllt, mehrere CD-Laufwerke hat, an das Internet angeschlossen ist, mit dem man auch E-Mail versenden, faxen und telefonieren kann, wenn man will so, daß man den oder die Partner am Bildschirm sehen kann. Dieses, wie es in der Sprache des Marktes heißt, »konvergente« Gerät, mit dem man Spiele spielen und Bankgeschäfte erledigen, technische Anlagen steuern oder ein Zeitungslayout herstellen kann, ist eine Maschine, wie es sie heute im wesentlichen gibt,...“ (Seel, 256)
Diese Definition ist hier eingefügt, da Seel ihn bei seiner Kategorisierung der Medien immer wieder als Beispiel anführt. Seel selbst erhebt bei diesen Einteilungen nicht den Anspruch der Vollständigkeit, er sieht sie als Anstoß zur Ausarbeitung einer vollständigen Theorie der Medien. (Seel, 257) So erklärt sich auch, warum er vor allem Beispiele verwendet, aber nicht im Einzelnen erklärt, wodurch genau sich die einzelnen Kategorien auszeichnen. Doch aus seinen anschaulichen Beispielen kann man teilweise darauf schließen.
Seel stellt insgesamt vier Kategorien vor. Er unterscheidet natürliche von nicht natürlichen sowie verzichtbare von unverzichtbaren, zwischen Wahrnehmungs-, Handlungs-, und Darstellungsmedien als auch exklusive von inklusiven Medien.
Ein natürliches Medium ist nach Seel das Licht, wobei er hinzufügt, dass wir heute zwar auch über künstliche Lichtquellen verfügen, trotzdem bleibe das Licht an sich ein natürliches Medium. (Seel, 256) Demgegenüber stellt er den „umfassenden Computer“(Seel, 256) ein durch und durch künstliches Medium, da er keinen Ersatz für Differenzen darstellt, die natürliche Medien zur Welterschließung bereitstellen.(Seel, 257)

[...]


1 Luhmanns Wahl auf die Begriffe „Medium und Form“ anstelle von Fritz Heiders „Ding und Medium“ traf er, um klar zu machen, dass die Unterscheidung von Geist und Materie vom Menschen gemacht sind und nicht in der Natur gegeben (Luhmann, 6)


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit

Author: Claudia Nickel
Presentations, Models, Tutorials, Instructions, 2006 Download as PDF-file for 4,99 EUR

Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens

Author: Maik Philipp
Presentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/83076/medienphilosophie-martin-seel
please wait Please wait