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Scholary Paper (Seminar), 2005, 21 Pages
Author: Martin Schmitz
Subject: Sociology - Miscellaneous
Details
Institution/College: Ruhr-University of Bochum (Fakultät für Sozialwissenschaft)
Tags: Wettbewerb, Regionen, Zeiten, Globalisierung, Einführung, Arbeits-, Wirtschafts-, Organisationssoziologie
Year: 2005
Pages: 21
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 7 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-89487-6
ISBN (Book): 978-3-638-89492-0
File size: 187 KB
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Abstract
Seit den 1970er Jahren ist die Weltwirtschaft durch Globalisierung geprägt. Globalisierungsprozesse führten dazu, dass nationale Volkswirtschaften sich umstellen mussten, damit ihre Akteure auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig bleiben. Diese Arbeit untersucht, welche Wirkungen wirtschaftliche Globalisierung auf nationale Volkswirtschaften hatte und wie Regionen sich auf die neuen Wettbewerbsbedingungen einstellen oder einstellen müssen. Zunächst wird in Kapitel 2 die Entwicklung der Globalisierung beschrieben und auf ihre Wirkung hin untersucht. In Kapitel 3 wird der Prozess der Regionalisierung als eine Strategie für mehr Wettbewerbsfähigkeit erläutert. Hierbei wird vor allem auf Kooperation, Netzwerke, Cluster und Spezialisierung eingegangen. Schließlich wird in Kapitel 4 eine Typisierung von Regionen beschrieben, mit deren Hilfe man die diversen Probleme und Entwicklungspotentiale von Regionen einordnen kann.
Excerpt (computer-generated)
Ruhr-Universität Bochum, Fakultät für Sozialwissenschaft
Seminar: Einführung in die Arbeits-, Wirtschafts- und Industriesoziologie
Wintersemester 2004/2005
Wettbewerb der Regionen in Zeiten der Globalisierung
von
Martin Schmitz
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung... 3
2 Globalisierung... 3
2.1 Entwicklung und Wirkung globaler Finanzmärkte... 4
2.2 Entwicklung und Wirkung globaler Produktion und Investitionsströme... 6
2.3 Entwicklung und Wirkung globalen Handels... 7
3 Regionalisierung – Eine Strategie zur Schaffung von Wettbewerbsfähigkeit für den Weltmarkt... 8
3.1 Neue institutionelle Rahmenbedingungen – Von der staatlichen zur regionalen Steuerung... 8
3.2 Neustrukturierung der Unternehmen... 10
3.3 Kooperation... 10
3.4 Netzwerke in Regionen... 11
3.5 Regionale Ordnung... 13
3.6 Die Bildung von Industrieclustern und deren Steuerung... 13
4 Typisierung der Regionen... 16
4.1 Typ 1: Design-, wissens- und kulturbasierte Regionen... 17
4.2 Typ 2: Gewachsene Industrieregionen (auf die Weiterentwicklung reifer Technologien spezialisiert)... 17
4.3 Typ 3: Desintegrierte Wirtschaftsregionen... 18
4.4 Typ 4: Exportorientierte Routineproduzenten ohne eine einheimische Konzern- und Wissensbasis... 19
5 Fazit... 19
6 Literaturverzeichnis... 21
1 Einleitung
Seit den 1970er Jahren ist die Weltwirtschaft durch Globalisierung geprägt. Globalisierungsprozesse führten dazu, dass nationale Volkswirtschaften sich umstellen mussten, damit ihre Akteure auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig bleiben. Diese Arbeit untersucht, welche Wirkungen wirtschaftliche Globalisierung auf nationale Volkswirtschaften hatte und wie Regionen sich auf die neuen Wettbewerbsbedingungen einstellen oder einstellen müssen.
Zunächst wird in Kapitel 2 die Entwicklung der Globalisierung beschrieben und auf ihre Wirkung hin untersucht. In Kapitel 3 wird der Prozess der Regionalisierung als eine Strategie für mehr Wettbewerbsfähigkeit erläutert. Hierbei wird vor allem auf Kooperation, Netzwerke, Cluster und Spezialisierung eingegangen. Schließlich wird in Kapitel 4 eine Typisierung von Regionen beschrieben, mit deren Hilfe man die diversen Probleme und Entwicklungspotentiale von Regionen einordnen kann.
2 Globalisierung
Unter Globalisierung versteht man „die raum-zeitliche Ausdehnung sozialer Praktiken über staatliche Grenzen, die Entstehung transnationaler Institutionen und Diffusion kultureller Muster […] – ein Prozess, der sich durch seinen Tiefgang, seine Geschwindigkeit und seine Reichweite von konventionellen Formen der Modernisierung unterscheidet“ (MÜLLER 2002, S. 8). Globalisierung findet also in verschiedenen Bereichen statt, von der Wirtschaft über Kultur bis Politik.
Hier soll jedoch auf die Globalisierung im ökonomischen Sinne eingegangen werden. SCHIRM (2004, S. 67) definiert Globalisierung als „wachsender Anteil grenzüberschreitend verlaufender privatwirtschaftlicher Transaktion an der gesamten Wirtschaftstätigkeit.“ Bereits in den 1970er Jahren setze der jetzige Globalisierungsprozess ein. Doch erst in den 1980er Jahren trat sie in das Bewusstsein der Öffentlichkeit, „als die Verflechtung nationaler Ökonomien mit globalen Märkten und der globale Wettbewerbsdruck in vielen Staaten zu einem wirtschaftspolitischen Kurswechsel beitrugen“ (SCHIRM 2004, S. 67) und die Liberalisierung der Volkswirtschaften voranschritt. In den Medien wird Globalisierung oft sehr negativ dargestellt und als Gefahr für nationale Volkswirtschaften gesehen. Doch ist die Wirkung der Globalisierung oft überbe- wertet. So finden transnationale Bewegungen von Kapital und Produktion fast ausschließlich in OECD-Staaten, also den Industriestaaten, statt. Und in diesen haben transnationale Aktivitäten auch heute noch einen geringen Anteil am Bruttosozialprodukt. Man darf auch nicht vergessen, dass Globalisierung sich der Beeinflussung durch die Nationalstaaten entzieht. So wurde sie durch wirtschaftspolitische Entscheidungen, vor allem der Industriestaaten, wie z. B. die Liberalisierung des Welthandels im GATT oder der Deregulierung nationaler Ökonomien, gefördert. Schließlich ist Globalisierung kein neuer Prozess. Seit Beginn der Kolonisierung gibt es sie. Aufgrund der Weltkriege nahmen jedoch transnationale Bewegungen ab und stiegen erst wieder seit den 1970er Jahren im stärkeren Maße an (vgl. SCHIRM 2004, S. 68f).
Globalisierung ist durch gestiegene globale Mobilität und Verflechtung privater wirtschaftlicher Aktivitäten entstanden (vgl. SCHIRM 2004, S. 69). Dies bedeutet, dass Märkte und wirtschaftliche Akteure in ihrer Ausbreitung bzw. ihrem Handlungsfeld nicht mehr auf Nationalstaaten beschränkt sind, sondern sich über mehrere Staaten bis hin zu der gesamten Welt ausbreiten können. Damit entziehen sie sich der einzelstaatlichen Kontrolle und Nationalstaaten verlieren an Bedeutung und sind in ihrem Handeln an den Druck des Weltmarktes gebunden. Dies gefährdet in erster Linie den Wohlfahrtsstaat. Da eine Regulierung der Weltwirtschaft nur auf der globalen Ebene möglich ist, dies im größeren Maßstab jedoch noch nicht realisierbar ist, ist die Politik in den Nationalstaaten dazu gezwungen ihre wirtschaftspolitischen Strategien zu ändern und die Fähigkeit zu erlangen auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben. Wie dies aussehen kann, wird in Kapitel 4 diskutiert. Doch zunächst wird die Entwicklung der Globalisierung und deren Wirkung auf nationale Ökonomien anhand der globalen Finanzmärkte, der globalen Produktion und Investitionsströme und dem globalen Handel untersucht.
2.1 Entwicklung und Wirkung globaler Finanzmärkte
Es gibt drei Ursachen, die von großer Bedeutung für das Wachsen globaler Finanzmärkte waren. Zu ihnen gehört das Ende des Bretton-Woods-Systems von 1944, welches die Weltwirtschaftordnung nach dem Zweiten Weltkrieg regelte (vgl. SCHIRM 2004, S. 72). Ziel des Systems war es eine Weltwirtschaftskrise wie in den 1920er Jahren zu verhindern und die Offenheit nationaler Volkswirtschaften zu erhalten und damit Staaten zu hindern protektionistisch zu handeln. Dazu wurde ein fester Gold-Dollar-Kurs eingerichtet, um stabile Währungsverhältnisse zu schaffen, der Kapitalverkehr kontrolliert und Hilfe für Staaten, die in Zahlungsschwierigkeiten stecken, geschaffen (Gründung der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds).
1971 kündigten die USA jedoch ihr Gold-Dollar-Versprechen, da ihre Verschuldung seit Ende der 1960er Jahre stieg und sie ihre ökonomische Leitfunktion durch das wirtschaftliche Erstarken Europas verloren (vgl. SCHIRM 2004, S. 73). Die nun existierenden flexiblen Wechselkurse führten zur Zunahme von Wechselkursschwankungen und Währungsgeschäften und damit auch zu einem steigenden Kapitalaustausch zwischen Ländern.
Eine weitere Ursache der Globalisierung liegt in den Deregulierungen in Großbritannien und den USA seit Mitte der 1970er Jahre. Dadurch sollte die Attraktivität der beiden Länder als Finanzplatz gesteigert werden, um neues Kapital ins Land zu schleusen und damit Finanzdefizite auszugleichen (vgl. SCHIRM 2004, S. 73). Dadurch stieg das Transaktionsvolumen in Richtung dieser Länder stark an.
[...]
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