Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Moderne Feinkornbaustähle und ihre schweißtechnische Verarbeitung close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Moderne Feinkornbaustähle und ihre schweißtechnische Verarbeitung

Other, 2007, 30 Pages
Author: Prof. Dr.-Ing, Dipl.-Wirt.-Ing. Norbert Jost
Subject: Materials Science

Details

Category: Other
Year: 2007
Pages: 30
Bibliography: ~ 11  Entries
Language: German
Archive No.: V83225
ISBN (E-book): 978-3-638-90915-0
ISBN (Book): 978-3-638-90931-0
File size: 6173 KB

Abstract

Hohe Festigkeiten, wie sie wegen der zunehmenden Tendenz zum Leichtbau (auch und insbesondere im Stahlleichtbau) erforderlich sind, werden bei Stählen i.A. durch höhere Kohlenstoffgehalte und durch Bildung harter Gefügebestandteile wie Martensit oder Zwischenstufengefüge erzielt. Bei Stählen mit guter Schweißeignung versagen jedoch diese Mechanismen. Der Kohlenstoffgehalt muss, um gefährliche Aufhärtungen zu vermeiden, auf Anteile unter 0,2% begrenzt bleiben. Feinkornbaustähle mit guter Schweißeignung erhalten daher ihre hohe Festigkeit durch Zugabe von Legierungselementen (Mn, Si, Cr, Cu, Ni, Mo), die u. a. eine Legierungsverfestigung im Ferritmischkristall bewirken. Weitere Legierungselemente wie z.B. AI, Ti, Nb und V bilden schwer lösliche und kornwachstumshemmende Nitride bzw. Karbide. Ein besonders feinkörniges Gefüge ist die Folge, wodurch die Streckgrenze weiter erhöht und gleichzeitig die Kerbschlagarbeit verbessert wird. Ferner wird der Stahl durch das Feinkorngefüge umwandlungsfreudiger und somit die Gefahr einer Aufhärtung in der Übergangszone der Schweißnaht wesentlich gemindert. Weitere Optimierungen, insbesondere bezüglich der Festigkeit (Re und Rm) werden durch gezielte thermomechanische und spezifische Vergütungsbehandlungen erreicht.


Excerpt (computer-generated)

Moderne Feinkornbaustähle und ihre schweißtechnische Verarbeitung

Dozentenarbeit

von
Prof. Dr.-Ing. Norbert Jost

 

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung – Abgrenzung des Themas ... 4

2. Einteilung und Kennzeichen der Baustähle ... 6

2.1 Allgemeine unlegierte Feinkornbaustähle ... 9

2.2 Hochfeste mikrolegierte Feinkornbaustähle ... 11

2.3 Thermomechanisch behandelte Feinkornbaustähle ... 13

2.4 Vergütete Feinkornbaustähle ... 14

3. Schweißtechnische Aspekte für Feinkornbaustähle ... 16

3.1 Mechanische Eigenschaften von Schweißverbindungen ... 17

3.2 Vermeidung von Kaltrissen ... 18

3.3 Allgemeine Verarbeitungshinweise ... 20

3.4 Zusammenfassung der wichtigsten Eigenschafts- und Verarbeitungsparameter und ihre Beeinflussungs- Möglichkeiten ... 21

4. Literaturhinweise ... 22

Anhang ... 23

Beispiele für Werkstoffdatenblätter von schweißgeeigneten Feinkornbaustählen

 

Zusammenfassung

Hohe Festigkeiten, wie sie wegen der zunehmenden Tendenz zum Leichtbau (auch und insbesondere im Stahlleichtbau) erforderlich sind, werden bei Stählen i.A. durch höhere Kohlenstoffgehalte und durch Bildung harter Gefügebestandteile wie Martensit oder Zwischenstufengefüge erzielt. Bei Stählen mit guter Schweißeignung versagen jedoch diese Mechanismen. Der Kohlenstoffgehalt muss, um gefährliche Aufhärtungen zu vermeiden, auf Anteile unter 0,2% begrenzt bleiben. Feinkornbaustähle mit guter Schweißeignung erhalten daher ihre hohe Festigkeit durch Zugabe von Legierungselementen (Mn, Si, Cr, Cu, Ni, Mo), die u. a. eine Legierungsverfestigung im Ferritmischkristall bewirken. Weitere Legierungselemente wie z.B. AI, Ti, Nb und V bilden schwer lösliche und kornwachstumshemmende Nitride bzw. Karbide. Ein besonders feinkörniges Gefüge ist die Folge, wodurch die Streckgrenze weiter erhöht und gleichzeitig die Kerbschlagarbeit verbessert wird. Ferner wird der Stahl durch das Feinkorngefüge umwandlungsfreudiger und somit die Gefahr einer Aufhärtung in der Übergangszone der Schweißnaht wesentlich gemindert. Weitere Optimierungen, insbesondere bezüglich der Festigkeit (Re und Rm) werden durch gezielte thermomechanische und spezifische Vergütungsbehandlungen erreicht.

1. Einleitung – Abgrenzung des Themas

Baustähle stellen unter den Stählen die mengenmäßig am häufigsten eingesetzte Gruppe dar. Sie werden in vielfältigster Weise im Stahlbau, im Apparatebau und im Maschinenbau eingesetzt.

Ihre Hauptaufgabe ist (wie bei allen Strukturwerkstoffen) die Aufnahme von Lasten aller Art (mechanisch, chemisch, thermisch). Für den erfolgreichen Einsatz in der Pra-xis müssen natürlich noch weitere Anforderungen, insbesondere im Bereich ihrer tech-nologischen Eigenschaften (i.d.R. meint man damit fertigungsbedingte Eigenschaften) erfüllt sein:

  • Umformbarkeit
  • Sprödbruchsicherheit
  • Schweißeignung

Die quantitative Beurteilung dieser Eigenschaften erfolgt über entsprechende Kennwerte:

  • Festigkeit Streckgrenze, Re
  • Umformbarkeit Bruchdehnung, A5
  • Sprödbruchsicherheit Kerbschlagarbeit, Übergangstemp. Av, Tü
  • Schweißeignung Kohlenstoffäquivalenzwert, CEV.

Baustähle haben eine sehr interessante Entwicklung hinter sich, wobei die werkstoffkundlichen Potentiale immer noch nicht ganz ausgeschöpft zu sein scheinen, (Bilder 1, 2).

[...]


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Zweite Moderne oder Postmoderne?

Author: Dipl. Werner Nehls
Art - Architecture / History of Construction, 2008 Download as PDF-file for 19,99 EUR

Vertrauen in den Abschlussprüfer

Author: Jan Mauelshagen
Economics / Business: Revision, Auditing, 2007 Download as PDF-file for 59,90 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/83225/moderne-feinkornbaustaehle-und-ihre-schweisstechnische-verarbeitung
please wait Please wait