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Termpaper, 2005, 16 Pages
Author: Christiane Berger
Subject: Theology - Comparative Religion Studies
Details
Institution/College: University of Erfurt (Philosophische Fakultät - Religionswissenschaft)
Tags: Schriften, Hinduismus, Zugänge, Kulturen, Einführung, Theorie, Methode, Religionswissenschaft
Year: 2005
Pages: 16
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 10 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-04015-0
File size: 438 KB
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Abstract
Hindu kann man nicht werden, es gibt keine hinduistische Kirche in die man eintreten kann. Hindu ist man von Geburt an. Deshalb sagen viele Hindus von ihrer Religion, sie sei keine Glaubensrichtung, sondern eine Lebensweise. Das Vergeltungsgesetz des Karmas regelt, als welches Wesen bzw. in welcher Kaste man wiedergeboren wird. Es gibt keinen Götterhimmel, der so bunt ist und so viele Gottheiten beherbergt, wie der des Hinduismus, welcher im Süden Asiens, maßgeblich in Indien beheimatet ist.
Excerpt (computer-generated)
Universität Erfurt
Philosophische Fakultät
Religionswissenschaft - Judentum
Seminar: Zugänge zu den religiösen Kulturen
Einführung in Theorie und Methode der Religionswissenschaft
Hausarbeit zum Referat:
Die heiligen Schriften des Hinduismus
03.03.2006
Christiane Berger
Studiengang: Religionswissenschaft (3)
Sozialwissenschaften (5)
Ergänzungsbereich Philosophie (1)
Wintersemester 2005/2006
1
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Hinduismus 4
2.1 Der Begriff Hinduismus 4
2.2 Die wichtigsten Hindu- Religionen und ihre Gottheiten 4
3. Die (heiligen) Schriften 9
3. 1 Die Einteilung der Schriften 9
3.2 Aufbau der Veden 10
3.3 Die einzelnen Veden 12
4. Schlusswort 14
5. Literaturverzeichnis 15
2
1. Einleitung
Hindu kann man nicht werden, es gibt keine hinduistische Kirche in die man eintreten kann.
Hindu ist man von Geburt an. Deshalb sagen viele Hindus von ihrer Religion, sie sei keine
Glaubensrichtung, sondern eine Lebensweise. Das Vergeltungsgesetz des Karmas regelt, als
welches Wesen bzw. in welcher Kaste man wiedergeboren wird. Es gibt keinen
Götterhimmel, der so bunt ist und so viele Gottheiten beherbergt, wie der des Hinduismus,
welcher im Süden Asiens, maßgeblich in Indien beheimatet ist.
Mit ca. 900 Millionen bekennenden Gläubigen gehört der Hinduismus heute zu den
Weltreligionen und hat seine Anhänger nicht nur in Indien, sondern auch in
Nepal (19,4 Mio.),
Bangladesch (16,4 Mio.), aber auch in
Sri Lanka (1,5 Mio.), den
USA und Großbritannien (ca. 1 Mio.).
So vielfältig wie die Götter im Hinduismus vertreten sind, ebenso viele Schriften lassen sich
verzeichnen. Die vorliegende Arbeit soll einen Überblick über die heiligen Schriften des
Hinduismus verschaffen, was sich als sehr schwierig erweisen kann. Ein Grund, dass eine
genaue Definition ,,Der Heiligen Schriften des Hinduismus" nur schwer möglich ist, ist der,
dass der Hinduismus kein Oberbegriff für ,,eine" Religionsgemeinschaft ist, und er nicht, wie
das Christentum oder der Islam durch einen Religionsstifter entstanden ist.
Aus diesem Grund wird in der vorliegenden Arbeit zunächst der Begriff ,,Hinduismus" näher
erläutert und auf die wichtigsten Hindu-Religionen, sowie ihre Gottheiten eingegangen, um
im Anschluss die Einteilung der Schriften, und den Aufbau der als heilig geltenden zu
betrachten.
3
2. Hinduismus
2.1 Der Begriff Hinduismus
Der Begriff ,,Hinduismus" ist abgeleitet vom persischen
,,hindu-,,
, bezeichnet im Singular
den Fluss Indus1, den Hauptstrom Westindiens, der aus dem Transhimalaja, durch den
Himalaja und Pakistan dem sogenannten Indus-Tiefland in das Arabische Meer mündet.
Er bezeichnet folglich sowohl den Strom, als auch das Land durch das der Fluss fließt.
Im Plural bezeichnet
,,Hindu-"
die Bewohner des Landes, und diese sind somit ,,die am Fluss
Indus Lebenden" oder ,,die Leute vom Indus"2.
Das Wort ,,Hinduismus" als Bezeichnung einer religiösen Gemeinschaft beruht allerdings auf
einem Missverständnis der Engländer, die den Begriff um 1830 ins Englische eingeführt
haben, und der heute zur Allgemeinbildung gehört. Den Hinduismus bzw. den einen
Hinduismus gibt es nämlich nicht. Es ist eher ein Sammelbegriff verschiedener Hindu-
Religionen, welche aber keine gravierenden Abspaltungen sind. Dazu gehören unter anderem
der Brahmanismus (auch älterer Hinduismus genannt), der Visnuismus, der Shivaismus, der
Sâktismus, der Advaita Vedânta, die Religion der Smârtas und der Sikhismus.
Die gründe, dass es keine Spaltungen gibt sind unter anderem, dass der Hinduismus keine
zentrale und fest umrissene Organisation kennt. Und auch wenn er maßgeblich in Indien und
Pakistan verbreitet ist, existiert kein zentraler Ort von dem her die Dogmen verkündet werden.
2.2 Die wichtigsten Hindu- Religionen und ihre Gottheiten
Der Brahmanismus
Der Brahmanismus ist eine ursprünglich polytheistische Religion, deren Blütezeit zwischen
Mitte des 2. Jahrtausends v.Chr. und dem 4. Jahrhundert v.Chr. lag.
Der wichtigste Gott ist
Brahma
, auch wenn seine Bedeutung heute geschmälert ist, und er nur
noch eine Kultstätte (in Puskara) besitzt an der nur ein Mal im Jahr ein Fest abgehalten wird3.
1 Vgl. von Stietencron, Heinrich: Artikel ,,Hinduismus" in Müller, Gerhard (Hrsg.): ,,Theologische Realenzyklopädie Band 15", Seite 346.
2 Ebd. Seite 346 und vgl. Michaels, Axel: Artikel ,,Hinduismus" in
Betz, Hans Dieter u.a. (Hrsg.): ,,Religion in Geschichte und Gegenwart Band 3", Seite 1758.
3 Siehe: Schumann, Hans Wolfgang: ,,Die großen Götter Indiens Grundzüge von Hinduismus und Buddhismus"; Seite 37.
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