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Termpaper, 2006, 21 Pages
Author: Paul Koleczko
Subject: Pedagogy - School Pedagogics
Details
Institution/College: http://www.uni-jena.de/ (Erziehungswissenschaft)
Tags: Chancen, Risiken, Projektunterricht, Pädagogik, Disziplin
Year: 2006
Pages: 21
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 9 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-89992-5
ISBN (Book): 978-3-638-90398-1
File size: 170 KB
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Abstract
Was ist die Projektmethode? Was macht Sie aus? Wo liegen ihre Stärken, wo ihre Schwächen? Gibt es wissenschaftliche Argumente für Projektunterricht? In der vorliegenden Arbeit versucht der Autor Antworten auf diese Fragen zu geben. Gleichzeitig werden die großen Fragen der Erziehungswissenschaft - Was ist Bildung? An welchen Werten soll sich (schulische) Erziehung orientieren? - mit angesprochen. Der Autor stellt, nach einer kurzen geschichtlichen Einordnung, zuerst Merkmale der Curriculumtheorie und der Projektmethode nach Karl Frey vor. Anschließend präsentiert er wissenschaftliche Begründungen des Projektunterrichts und zeigt abschließend Schwierigkeiten und Schwachpunkte von Projektunterricht und der Projektmethode nach Karl Frey auf. ,Die’ Projektmethode oder ,den’ Projektunterricht gibt es nicht, weil im Laufe der Zeit viele Wissenschaftler eigene Arbeiten zu dem Thema darlegten und „es ein allgemein geteiltes Verständnis der Sache nicht gibt.“ Der Autor wählte als Grundlage seiner Ausführungen die Projektmethode nach Karl Frey, weil sie im deutschsprachigen Raum weit verbreitet ist und ein umfassendes Konzept darstellt.
Excerpt (computer-generated)
Friedrich-Schiller-Universität Jena, Institut für Erziehungswissenschaft
Seminar: Pädagogik als theoretische und praktische Disziplin
Wintersemester 2005/06
Chancen und Risiken von Projektunterricht
von
Paul Koleczko
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung... 3
2. Projektmethode nach Karl Frey... 4
2.1. Geschichtlich-philosophische Einordnung... 4
2.2. Allgemeine Curriculumtheorie... 5
2.3. Ablauf und Komponenten der Projektmethode nach Karl Frey... 7
2.3.1. Schematischer Ablauf eines Projekts... 7
2.3.2. Die sieben Komponenten der Projektmethode... 8
3. Projektunterricht in der Diskussion... 11
3.1. Warum Projektunterricht?... 11
3.1.1. Lernpsychologische Gründe... 12
3.1.2. Sozialtheoretische Gründe... 12
3.1.3. Handlungspsychologische Gründe... 13
3.1.4. Didaktische Gründe... 14
3.2. Risiken und Grenzen der Projektmethode... 15
3.2.1. Unklare Begrifflichkeit... 15
3.2.2. Unklare Rollenverteilung... 16
3.2.3. Unbekannter Ausgang... 16
3.2.4. Unbekannte Kommunikationsformen... 17
3.2.5. Ungeeignete Organisationsform... 17
3.3. Kritik an Frey und seiner Projektmethode... 18
4. Schluss... 19
5. Literaturverzeichnis... 21
1. Einleitung
Was ist die Projektmethode? Was macht Sie aus? Wo liegen ihre Stärken, wo ihre Schwächen? Gibt es wissenschaftliche Argumente für Projektunterricht? In der vorliegenden Arbeit versucht der Autor Antworten auf diese Fragen zu geben. Gleichzeitig werden die großen Fragen der Erziehungswissenschaft - Was ist Bildung? An welchen Werten soll sich (schulische) Erziehung orientieren? - mit angesprochen.
Der Autor stellt, nach einer kurzen geschichtlichen Einordnung, zuerst Merkmale der Curriculumtheorie und der Projektmethode nach Karl Frey vor. Anschließend präsentiert er wissenschaftliche Begründungen des Projektunterrichts und zeigt abschließend Schwierigkeiten und Schwachpunkte von Projektunterricht und der Projektmethode nach Karl Frey auf.
,Die’ Projektmethode oder ,den’ Projektunterricht gibt es nicht, weil im Laufe der Zeit viele Wissenschaftler eigene Arbeiten zu dem Thema darlegten und „es ein allgemein geteiltes Verständnis der Sache nicht gibt.“1 Der Autor wählte als Grundlage seiner Ausführungen die Projektmethode nach Karl Frey, weil sie im deutschsprachigen Raum weit verbreitet ist und ein umfassendes Konzept zu diesem Bereich darstellt. Im vierten Kapitel verwendet der Autor auch die Ausdrücke ,Projektunterricht’ und ‚Projektlernen’, weil dort übergeordnete Prinzipien, die in den meisten Projektkonzepten enthalten sind, behandelt werden.
2. Projektmethode nach Karl Frey
Frey beansprucht für seine Projektmethode, dass sie eben mehr als nur eine Methode darstellt. Das wird verständlich, berücksichtigt man seine philosophischen Wurzeln und damit einhergehend seine Abneigung gegenüber der strikten Trennung von Methodik und Didaktik sowie seine Auffassung von Bildung.
2.1. Geschichtlich-philosophische Einordnung
Obwohl Frey John Dewey und William Heard Kilpatrick als die Hauptvorbilder seiner Projektmethode benennt, besteht er darauf ein neuartiges Konzept, basierend auf seiner Curriculumtheorie von 1972, erarbeitet zu haben. Auch wenn die Grundschemata für die Praxis Ähnlichkeiten aufweisen, so ist deren theoretische Herleitung und Begründung zum Teil verschieden. Dennoch können beide als ‚geistige Väter’ von Freys Konzept - der Pragmatismus Deweys, „Learning by doing“2, kommt auch bei Frey zum Vorschein - und des Projektunterrichts in der Moderne überhaupt betrachtet werden.3
Frey hat inhaltlich ein weit gefasstes Bildungsverständnis, denn für ihn kann „alles (…) Bildung werden.“4 Das einzige, was bildendes Handeln von alltäglichem Handeln für Frey unterscheidet, ist „die Art und Weise (…), wie Bildung entsteht.“5 Demokratische Kommunikations- und Interaktionsformen stehen hierbei im Vordergrund. Intellektuelle Beschäftigung hat keinen Vorrang vor motorischer oder emotionaler, ein klassisches Gedicht nicht Vorrang vor dem Handwerkunterricht, denn, bemerkt Frey: „Was bedeutet Goethe für einen Hirten in der Mandschurei?“6
Frey hält also den Weg zur Bildung, das Zustandekommen von Bildungssituationen für wichtiger als die sachlichen Inhalte, weil die Inhalte von Bildung je nach Kulturkreis variieren können. Seine Bildungssauffassung enthält dennoch Werte und Inhalte, ist also nicht beliebig. Er legt dies in seiner Allgemeinen Curriculumtheorie, die ihm zufolge mehr als eine didaktische Theorie ist, dar.7
2.2. Allgemeine Curriculumtheorie
[...]
1 Hänsel, Dagmar (Hg.), Projektunterricht. Ein praxisorientiertes Handbuch, Weinheim/Basel 1999, S. 54.
2 Emer, Wolfgang/ Lenzen, Klaus-Dieter, Methoden des Projektunterrichts, in: Bastian, Johannes u.a. (Hg.), Theorie des Projektunterrichts, Hamburg 1997, S. 218.
3 Vgl. Frey, Karl, Die Projektmethode. Der Weg zum bildenden Tun, Weinheim/Basel 1998, S.61-70.
4 Ebd. S. 26.
5 Ebd.
6 Ebd.
7 Frey, S. 25.
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