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Subtitle: Ein Instrument, das die Vergleichbarkeit der Performance einer Steuerabteilung erhöht?
Diploma Thesis, 2007, 86 Pages
Author: Andreas Schmidt
Subject: Economics / Business: Accounting and Taxes
Details
Tags: Analyse, Konzernsteuerquote
Year: 2007
Pages: 86
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 73 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-87268-3
ISBN (Book): 978-3-640-24411-9
File size: 533 KB
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Abstract
Die Konzernsteuerquote als Maßgröße für die effektive Steuerbelastung von Konzernen ist in den letzten Jahren immer weiter in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Das liegt zum einen daran, dass sich die Unternehmen einem immer weiter zunehmenden Steuerwettbewerb gegenübersehen, in dem ein Vergleich allein an den tariflichen Steuersätzen offenkundig unzureichend ist – die tatsächliche Steuerbelastung hängt nämlich nicht allein von diesen ab, sondern zu einem großen Teil auch von der steuerlichen Bemessungsgrundlage, die besonders im internationalen Vergleich wesentliche Unterschiede bezüglich ihrer Ermittlung aufweist. Zum anderen liegt das aber auch daran, dass kapitalmarktorientierte Konzerne für die Geschäftsjahre, die nach dem 01.01.2005 beginnen verpflichtend nach IFRS bilanzieren müssen und somit gleichzeitig auch eine steuerliche Überleitungsrechnung zu veröffentlichen haben, aus der die Konzernsteuerquote hervorgeht. Der Konzernsteuerquote kommen hier unterschiedliche Funktionen zu. Zum einen soll sie externen Bilanzlesern einen Einblick in die betriebliche Steuerpolitik gewähren, zum anderen wird sie von der Steuerabteilung als Ziel- und Kontrollgröße herangezogen, wodurch die eigene Leistung besser beurteilt werden soll. Eine dritte Funktion ist die, von der Unternehmensleitung als Maßgröße herangezogen zu werden, um die Leistung der Steuerabteilung besser beurteilen zu können. An diese Funktionen schließt sich auch das Thema dieser Diplomarbeit an, in der untersucht werden soll, ob die Konzernsteuerquote ein Instrument ist, um die Performance einer Steuerabteilung vergleichbarer zu machen.
Excerpt (computer-generated)
Universität Paderborn
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre,
insbesondere Betriebswirtschaftliche Steuerlehre
Diplomarbeit
Sommersemester 2007
Ökonomische Analyse der Konzernsteuerquote -
ein Instrument, das die Vergleichbarkeit der Performance
einer Steuerabteilung erhöht?
Andreas Schmidt
04. August 2007
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis ... II
Tabellenverzeichnis ... III
Abkürzungsverzeichnis ... IV
1 Einführung ... 1
1.1 Einordnung des Thema ... 1
1.2 Gang der Untersuchung ... 1
2 Kennzahlen ... 4
2.1 Absolute Zahlen ... 4
2.2 Relative Zahlen ... 5
2.2.1 Gliederungszahlen ... 5
2.2.2 Indexzahlen ... 5
2.2.3 Beziehungszahlen ... 6
3 Definition und Einordnung der Konzernsteuerquote ... 7
3.1 Berechnungsformel der Konzernsteuerquote ... 7
3.2 Komponenten der Konzernsteuerquote ... 8
3.2.1 Tatsächlicher Ertragssteueraufwand ... 8
3.2.2 Latente Steuern ... 9
3.2.3 Konzernergebnis vor Ertragssteuern ... 13
3.3 Tax Reconciliation – Die steuerliche Überleitungsrechnung ... 13
3.4 Verlauf der Konzernsteuerquote ... 15
3.5 Ausprägungen der Konzernsteuerquote und deren Interpretation ... 17
3.5.1 Positive Konzernsteuerquote ... 17
3.5.2 Negative Konzernsteuerquote ... 19
4 Möglichkeiten zur Optimierung der Konzernsteuerquote ... 21
4.1 Klassische Instrumente der Steuerpolitik ... 21
4.2 Identifizierung wesentlicher Treiber und deren Beeinflussbarkeit ... 22
4.2.1 Vermeidung steuerlicher Ineffizienzen ... 24
4.2.2 Steuerung der Konzernsteuerquote durch Nutzung des nationalen Steuergefälle ... 26
4.2.3 Steuerung der Konzernsteuerquote durch Nutzung des internationalen Steuergefälle ... 27
5 Aussagefähigkeit der Konzernsteuerquote bei vergleichenden Analysen ... 30
5.1 Anspruch an die Konzernsteuerquote bei vergleichenden Analysen ... 30
5.2 Die Konzernsteuerquote im Zeitvergleich ... 31
5.2.1 Allgemeine Vorgehensweise ... 31
5.2.2 Bestimmung des Eichstrich ... 33
5.2.3 Zeitvergleich von Konzernsteuerquoten der Commerzbank ... 37
5.2.4 Verwertbarkeit der Ergebnisse ... 39
5.3 Die Konzernsteuerquote im zwischenbetrieblichen Vergleich ... 39
5.3.1 Allgemeine Vorgehensweise beim Vergleich von Konzernsteuerquoten im zwischenbetrieblichen Vergleich ... 39
5.3.2 Vergleich von Konzernsteuerquoten der DAX-Unternehmen ... 40
5.3.3 Verwertbarkeit der Ergebnisse ... 42
6 Verwertbarkeit der Ergebnisse unter Berücksichtigung der Interessengruppen ... 43
6.1 Verwertbarkeit für Anteilseigner und potentielle Investoren ... 43
6.2 Verwertbarkeit für das interne Management ... 43
7 Fazit ... 45
Anhang ... 47
Literaturverzeichnis ... 76
1 Einführung
1.1 Einordnung des Themas
Die Konzernsteuerquote als Maßgröße für die effektive Steuerbelastung von Konzernen ist in den letzten Jahren immer weiter in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Das liegt zum einen daran, dass sich die Unternehmen einem immer weiter zunehmenden Steuerwettbewerb gegenübersehen, in dem ein Vergleich allein an den tariflichen Steuersätzen offenkundig unzureichend ist – die tatsächliche Steuerbelastung hängt nämlich nicht allein von diesen ab, sondern zu einem großen Teil auch von der steuerlichen Bemessungsgrundlage, die besonders im internationalen Vergleich wesentliche Unterschiede bezüglich ihrer Ermittlung aufweist. Zum anderen liegt das aber auch daran, dass kapitalmarktorientierte Konzerne für die Geschäftsjahre, die nach dem 01.01.20051 beginnen verpflichtend nach IFRS bilanzieren müssen und somit gleichzeitig auch eine steuerliche Überleitungsrechnung zu veröffentlichen haben, aus der die Konzernsteuerquote hervorgeht.2 Der Konzernsteuerquote kommen hier unterschiedliche Funktionen zu. Zum einen soll sie externen Bilanzlesern einen Einblick in die betriebliche Steuerpolitik gewähren, zum anderen wird sie von der Steuerabteilung als Ziel- und Kontrollgröße herangezogen, wodurch die eigene Leistung besser beurteilt werden soll. Eine dritte Funktion ist die, von der Unternehmensleitung als Maßgröße herangezogen zu werden, um die Leistung der Steuerabteilung besser beurteilen zu können.3 An diese Funktionen schließt sich auch das Thema dieser Diplomarbeit an, in der untersucht werden soll, ob die Konzernsteuerquote ein Instrument ist, um die Performance einer Steuerabteilung vergleichbarer zu machen.
1.2 Gang der Untersuchung
Bevor allerdings diese Fragestellung selbst in den Mittelpunkt der Betrachtung rücken kann, sollen zunächst einmal einige grundlegende Sachverhalte geklärt werden, die m.E. für das Verständnis des Themas wesentlich sind.
Zuvorderst ist dabei zu klären, ob die Konzernsteuerquote die Performance überhaupt eindeutig abbilden kann, bevor daran anschließend ein Versuch unternommen werden kann, die Kennzahl in einen Vergleich zu überführen. Zunächst wird deshalb in Kapitel 2 der Frage nachgegangen, um welche Art von Kennzahl es sich bei der Konzernsteuerquote handelt und welche Bedingungen eine solche Kennzahl erfüllen muss, um aussagefähig zu sein.
Nachdem in Kapitel 3 der Konzernsteuerquote der notwenige sachlogische Zusammenhang attestiert werden kann, wird daran anschließend die Konzernsteuerquote abschnittsweise in ihre Bestandteile zerlegt, um festzustellen, inwiefern diese Komponenten der Quote wesentlich für die Abbildung eines effektiven Steuersatzes sind. Im Zuge dessen werden insbesondere die Abbildung latenter Steuern und ihre Bedeutung innerhalb der Quote hervorgehoben und aufgezeigt, inwiefern diese zur Stabilität der Quote beitragen.
Im weiteren Ablauf werden wir dann sehen, dass die Konzernsteuerquote in Abhängigkeit ihres Nenners keinen linearen Verlauf annimmt (Kapitel 3.4), sondern eher einen Kurvenverlauf, was durch den maßgeblichen Einfluss nicht abziehbarer Größen auf die Konzernsteuerquote erklärt werden kann. Durch diese Tatsache wird allerdings die Interpretation der Konzernsteuerquote erschwert und die steuerliche Überleitungsrechnung, die die Abweichungen des effektiven Steueraufwandes von dem erwarteten erklären soll, unentbehrlich. Des Weiteren werden wir an dieser Stelle sehen, dass die angestrebte Zielrichtung, bezogen auf eine möglichst geringe oder hohe Konzernsteuerquote, davon abhängig ist, ob der betrachtete Konzern einen Gewinn oder aber einen Verlust erwirtschaftet hat (Kapitel 3.5).
Nachdem diese grundlegenden Sachverhalte geklärt wurden, werden in Kapitel 4 Möglichkeiten aufgezeigt, durch die die Konzernsteuerquote optimiert und stabilisiert werden kann. Eine erste Erkenntnis wird sein, dass die klassischen Instrumente der Steuerpolitik, die auf eine Minimierung des Steuerbarwerts abzielen, von der Konzernsteuerquote nicht abgebildet werden, was durch die kompensatorische Wirkung latenter Steuern erklärt werden kann. Andere wirksame Instrumente sind wiederum durch eine unterschiedlich hohe Eingriffsintensität geprägt und können somit auch nicht von allen Unternehmen gleichsam umgesetzt werden.
Daran anschließend wird dann in Kapitel 5 versucht, die Konzernsteuerquote in einen Vergleich mit anderen Konzernsteuerquoten zu überführen, wobei dabei zweckmäßiger Weise besonders auf den Vergleich von Steuerquoten einzelner Konzerne im Zeitablauf (Zeitvergleich) und auf den Vergleich verschiedener Konzerne zu einem Zeitpunkt (Betriebsvergleich) abgestellt wird.
Nachdem das Problem der unterschiedlichen Zielrichtung der Konzernsteuerquoten, abhängig von dem Vorzeichen des zu Grunde gelegten Nenners, in diesen vergleichenden Analysen überwunden werden kann, stellt sich aber ein weiteres Problem. Dieses äußert sich in der Wahl eines adäquaten Eichstrichs, der für einen Vergleich von Konzernsteuerquoten notwendig wird, die auf einem unterschiedlichen Vorzeichen des Nenners gründen. An dieser Stelle kann zwar kein Eichstrich gefunden werden, der über alle Perioden hinweg Bestand hat, aber es kann zumindest erreicht werden, dass der angepasste tarifliche inländische Ertragssteuersatz in den Perioden sinnvoll angewendet werden kann, in denen sich dieser der Höhe nach nicht verändert.
Nachdem in Kapitel 6 die Verwertbarkeit der Informationen für die verschiedenen Interessenten der Konzernsteuerquote wie potentieller Investoren und das interne Management dargelegt werden, schließt Kapitel 7 mit einem Fazit.
2 Kennzahlen
Um eine Analyse der Konzernsteuerquote vornehmen zu können, ist es zunächst einmal wichtig, diese in das Gerüst bestehender Kennzahlengruppen einzuordnen. So werden in der Literatur verschiedene Arten von Kennzahlen unterschieden, die im Folgenden nun näher betrachtet werden sollen.
(Abbildung 1: Arten von Kennzahlen4 - In der Downloadversion enthalten)
In Form von absoluten oder relativen Zahlen erfassen Kennzahlen einen zahlenmäßig erfassbaren Sachverhalt in verdichteter Form. Dabei sollen sie Strukturen und Prozesse auf relativ einfache Art und Weise darstellen und externen Betrachtern sowie Führungsinstanzen einen umfassenden Überblick darüber vermitteln.5
2.1 Absolute Zahlen
Aus wie vielen Elementen eine näher bezeichnete Menge besteht, wird durch absolute Zahlen zum Ausdruck gebracht. Dabei unterscheidet man Einzelzahlen wie bspw. die Anzahl der Mitarbeiter eines Unternehmens, Summen wie bspw. die Bilanzsumme, Differenzen wie bspw. den Gewinn als Differenz zwischen Erlös und Kosten oder aber Mittelwerte wie z.B. die durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter im Verlauf eines Jahres.6
Dadurch, dass absolute Zahlen nicht ohne Vergleich mit anderen Zahlen einen Aussagegehalt haben, sind viele Autoren der Auffassung, dass sie nicht zu den Kennzahlen gezählt werden können. Andererseits wird bspw. der Kennzahl „Preis“ als absoluter Zahl beim Preisvergleich durchaus die Eigenschaft einer Kennzahl konstatiert.7
2.2 Relative Zahlen
2.2.1 Gliederungszahlen
Werden Teilgrößen einer Kennzahl zu ihrer Gesamtgröße ins Verhältnis gesetzt, spricht man von Gliederungszahlen.8 Sie verdichten das relative Gewicht einzelner Größen in Beziehung zu ihrer Gesamtgröße.9 Dies ist beispielsweise bei der Eigenkapitalquote der Fall, bei der das Eigenkapital ins Verhältnis zum Gesamtkapital gesetzt wird, um somit eine Aussage darüber zu treffen, wie die Kapitalstruktur und damit die Aufteilung zwischen Fremd- und Eigenkapital innerhalb eines Unternehmens gestaltet ist.8 Eine ausschließliche Betrachtung der Bilanzposition Eigenkapital würde einen Bilanzanalysten zu keinem Ergebnis führen, wenn es bspw. bei einer Kreditvergabe um die Feststellung des Haftungskapitals geht. Nur die Betrachtung dieser Größe im Verhältnis zu ihrer Gesamtgröße lässt einen Rückschluss auf die Haftungsverhältnisse und damit möglicherweise auf die Höhe des Risikos zu, das bei einer Kreditvergabe bestehen würde.
Gliederungszahlen werden häufig in Form eines Kreisdiagramms veranschaulicht und sind führ Führungskräfte wichtig, da sie die Aufmerksamkeit auf relevante Sachverhalte lenken und deren Zielerreichungsgrad (bspw. den Marktanteil) aufdecken können.10
2.2.2 Indexzahlen
Zur Darstellung von zeitlichen Entwicklungen einer Größe werden Indexzahlen herangezogen. Dazu wird ein Basiszeitpunkt gewählt und die betrachtete Größe zu diesem Zeitpunkt gleich 100% gesetzt. Alle weiteren Werte dieser Größe im Zeitablauf werden dann im Verhältnis zu diesem Basiszeitpunkt betrachtet. Dabei hängt schließlich der Aussagegehalt einer Indexzahl von der Wahl des Basiszeitpunktes ab. Würde der Basiszeitpunkt falsch gewählt, so könnte eine normale Ausprägung einer Größe möglicherweise zu einem extremen Ausschlag des Indexes und damit zu Fehlinterpretationen führen.11 Der wesentliche Vorteil von Indexzahlen besteht darin, dass man keine absoluten Zahlen bekannt geben muss, wenn dies nicht erwünscht ist.12
2.2.3 Beziehungszahlen
Auf eine dritte und damit letzte Kategorie von relativen Kennzahlen stellen Beziehungszahlen ab, die verschiedenartige Gesamtheiten zueinander in Beziehung setzen.13 Vorraussetzung für ein solches Vorgehen ist allerdings die Sicherstellung eines sachlogischen Zusammenhangs zwischen Zähler- und Nennergröße. Dies ist bspw. bei der Kennzahl „Gesamtkapitalrentabilität“ der Fall, bei der der Gewinn ins Verhältnis zum Gesamtkapital gesetzt wird. Der Gewinn begründet somit seine Entstehung mit dem Einsatz des gesamten Kapitals, das einem Unternehmen zur Verfügung steht, und ist somit die verursachte Größe des Gesamtkapitals als verursachende Größe. Ein sachlogischer Zusammenhang ist somit in diesem Fall gegeben.14
Des Weiteren ist es generell wichtig, dass eine Kennzahl eindeutig interpretierbar ist, d.h. dass diese Zahl im Ergebnis mit anderen Zahlen im Zeitablauf bzw. im zwischenbetrieblichen Vergleich verglichen werden kann und eine eindeutige Aussage über die Qualität dieser Zahl getroffen werden kann. Dazu ist es allerdings notwendig, dass die verwendeten Zahlen nach den gleichen Prinzipien und Kriterien aufbereitet worden sind und die Grunddaten, die aus der Aufbereitung gewonnen wurden, inhaltlich vergleichbar sind.15
In diese Kategorie von relativen Kennzahlen fällt offensichtlich auch die Konzernsteuerquote, da sie zwei verschiedenartige Gesamtgrößen zueinander in Beziehung setzt: zum einen im Zähler den effektiven Steueraufwand, der aus den tatsächlich gezahlten Steuern und den latenten Steuern besteht und zum anderen im Nenner das Konzernergebnis vor Ertragssteuern.16
Ob und in welcher Form die Konzernsteuerquote der Forderung nach einem sachlogischen Zusammenhang und einer eindeutigen Interpretation nachkommen kann, wird unter anderem in der nun nachfolgenden Ausarbeitung Gegenstand der Untersuchung sein.
3 Definition und Einordnung der Konzernsteuerquote
Während die Konzernsteuerquote hierzulande erst in den letzten Jahren in ihrer Bedeutung zugenommen hat, ist sie international und besonders im angelsächsischen Raum schon länger unter dem Namen „Effective Tax Rate“ (ETR) bekannt.17 Das liegt daran, dass sie schon seit geraumer Zeit notwendiger Bestandteil internationaler Abschlüsse ist, in denen auch die steuerliche Überleitungsrechnung zu veröffentlichen ist, aus deren Ergebnis sich die effektive Steuerbelastung ergibt.18 Der Wortbestandteil „Quote“ innerhalb der Konzernsteuerquote ist dabei semantisch eigentlich nicht ganz korrekt, da dieser im eigentlichen Sinne gemeinhin als verhältnismäßiger Anteil an einem Ganzen definiert ist19 und somit 100 v.H. nicht überschreiten dürfte. Allerdings ist eine solche Ausprägung der Konzernsteuerquote in gewisser Regelmäßigkeit anzutreffen20, so dass der englischsprachige Begriff eigentlich zutreffender wäre. Da sich der Begriff Konzernsteuerquote aber mittlerweile im deutschsprachigen Raum etabliert hat,21 soll er auch in der nun nachfolgenden Ausarbeitung weiterhin Verwendung finden.
[...]
1 Für Konzernunternehmen, die in den USA börsennotiert sind und nach US-GAAP bilanzieren verlängert sich diese Frist bis zu 01.01.2007.
2 Vgl. Buchholz, R. (2003): Internationale Rechnungslegung, S.13; Herzig, N. / Bär, M. (2003): Die Zukunft der steuerlichen Gewinnermittlung, S. 1; Schäfer, A. / Spengel, C. (2004): International Tax Planning, S. 9.
3 Herzig, N. / Dempfle, U. (2002): Konzernsteuerquote, S.1.
4 Gladen, W. (2001): Kennzahlen, S.15.
5 Vgl. Küting, K. / Weber, C.-P. (2004): Bilanzanalyse, S.23.
6 Vgl. Gladen, W. (2001): Kennzahlen, S.15; Küting, K. / Weber, C.-P.(2004): Bilanzanalyse, S.24.
7 Vgl. Küting, K. / Weber, C.-P. (2004): Bilanzanalyse, S. 24; Gladen, W. (2003): Kennzahlen, S. 16.
8 Vgl. Küting, K. / Weber, C.-P. (2004): Bilanzanalyse, S. 25.
9 Vgl. Coenenberg, A. G. (2003): Jahresabschluss, S. 935.
10 Vgl. Gladen, W. (2003): Kennzahlen, S. 17.
11 Vgl. Coenenberg, A. G. (2003): Jahresabschluss, S. 936.
12 Vgl. Gladen, W. (2003): Kennzahlen, S. 17.
13 Vgl. Gladen, W. (2003): Kennzahlen, S. 17.
14 Vgl. Coenenberg, A. G. (2003): Jahresabschluss, S. 935.
15 Vgl. Küting, K. / Weber, C.-P. (2004): Bilanzanalyse, S. 43.
16 Siehe auch Abbildung 2.
17 Vgl. Gerrit, A. (2004): Tax Reconciliation, S.109; Müller, R. (2002): Die Konzernsteuerquote, S. 1684.
18 Siehe hierzu Kapitel 3.3.
19 Vgl. Hermann, U. (1996): Die neue deutsche Rechtschreibung, S. 769.
20 Siehe Kapitel 3.5.
21 Vgl. Serg, O. (2006): Optimierung, S.67.
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