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Other, 2004, 16 Pages
Author: Dipl.-Ing. (FH), Dipl.-Ing, Dr. Wolfgang Piersig
Subject: Metal Engineering / Metal Processing / Metal Structure
Details
Year: 2004
Pages: 16
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-88603-1
ISBN (Book): 978-3-638-90513-8
File size: 131 KB
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Abstract
Allgemein gilt der Eiffelturm, eine vertikale Kragarmkonstruktion, sowohl in der Technik- sowie Baugeschichte wie auch in der gesamten Welt, als bemerkenswertes Wehrzeichen der Metropole Paris und als Symbol für Frankreich, aber auch dem revolutionierenden Einfluss des Eisens im zu Ende gehenden 19. Jahrhundert. Er ist mit seiner 115jährigen Geschichte kaum noch aus dem Pariser Stadtbild wegzudenken, denn er bereichert ästhetisch die Silhouette von Paris in alle Himmelsrichtungen. Dieses einst sehr verpönte Bauprojekt diente anfangs nur als Blickfang. Später wurde er durch seine Gegenständlichkeit nicht nur zum Besuchermagnet der vierten Pariser Weltausstellung 1889, sondern gilt bis heute noch als ein Muss bei einem Parisbesuch, um ihn in unterschiedlichster Weise zu sehen sowie kennen zu lernen. Aus der langen Statistik über das „Tour Eiffel“ kann geschlussfolgert werden, dass besonders der Eiffelturm bei den weitgereisten Touristen auf ihren Stadtzielen steht. Es sollen jährlich mehr als vier Millionen Touristen sein, die von ihm magisch angezogen werden. Im Jahr 2003 wird mit dem 200-Millionsten Besucher insgesamt für diese imposante Touristenattraktion gerechnet. Hingegen gehören aus Paris und dem Umfeld lediglich nur fünf Prozent zu seinen Gästen. Jetzt nennen ihn die Pariser liebevoll „Eiserne Dame“. Bei der Anfahrt mit der Metro gelten die Stationen ``Ecole Militaire, Bir Hakain und Trocadero“ als sehr günstig. für das Ziel „Eiffelturm“. Zu Fuß gut zu erreichen ist er, wenn über die Brücke Pont d´´ l´´ena, nahe bei den Gärten des Trocadero, gegangen wird.Das wohlfein gestaltete Eisengerüst des Pariser Eiffelturms, heute mit Antenne 320,8 Meter hoch, ist weltberühmt, millionenfach fotografiert und besucht. „Tour Eiffel“ gilt auch als eine wichtige Etappe in der Geschichte der Architektur und Bautechnik, insbesondere des rund 5000jährigen Zeitraums der Gewinnung sowie Be- und Verarbeitung des Eisens, welches bereits zu den ersten der sieben Werkstoffe, die der Mensch in der Vorzeit nutzte, zählte. Wahrscheinlich besaß es da auch maßgebliche Bedeutung beim Bau der sieben Weltwunder der Antike.
Excerpt (computer-generated)
Erinnerungen an den 170. Geburtstag von Alexandre Gustave Eiffel und
Bau des Eiffelturms vor 115 Jahren
von
Dr. Wolfgang Piersig
Allgemein gilt der Eiffelturm, eine vertikale Kragarmkonstruktion, sowohl in der Technik- sowie Baugeschichte wie auch in der gesamten Welt, als bemerkenswertes Wehrzeichen der Metropole Paris und als Symbol für Frankreich, aber auch dem revolutionierenden Einfluss des Eisens im zu Ende gehenden 19. Jahrhundert. Er ist mit seiner 115jährigen Geschichte kaum noch aus dem Pariser Stadtbild wegzudenken, denn er bereichert ästhetisch die Silhouette von Paris in alle Himmelsrichtungen. Dieses einst sehr verpönte Bauprojekt diente anfangs nur als Blickfang. Später wurde er durch seine Gegenständlichkeit nicht nur zum Besuchermagnet der vierten Pariser Weltausstellung 1889, sondern gilt bis heute noch als ein Muss bei einem Parisbesuch, um ihn in unterschiedlichster Weise zu sehen sowie kennen zu lernen.
Aus der langen Statistik über das „Tour Eiffel“ kann geschlussfolgert werden, dass besonders der Eiffelturm bei den weitgereisten Touristen auf ihren Stadtzielen steht. Es sollen jährlich mehr als vier Millionen Touristen sein, die von ihm magisch angezogen werden. Im Jahr 2003 wird mit dem 200-Millionsten Besucher insgesamt für diese imposante Touristenattraktion gerechnet. Hingegen gehören aus Paris und dem Umfeld lediglich nur fünf Prozent zu seinen Gästen. Jetzt nennen ihn die Pariser liebevoll „Eiserne Dame“. Bei der Anfahrt mit der Metro gelten die Stationen ``Ecole Militaire, Bir Hakain und Trocadero“ als sehr günstig. für das Ziel „Eiffelturm“. Zu Fuß gut zu erreichen ist er, wenn über die Brücke Pont d´´ l´´ena, nahe bei den Gärten des Trocadero, gegangen wird.
Das wohlfein gestaltete Eisengerüst des Pariser Eiffelturms, heute mit Antenne 320,8 Meter hoch, ist weltberühmt, millionenfach fotografiert und besucht. „Tour Eiffel“ gilt auch als eine wichtige Etappe in der Geschichte der Architektur und Bautechnik, insbesondere des rund 5000jährigen Zeitraums der Gewinnung sowie Be- und Verarbeitung des Eisens, welches bereits zu den ersten der sieben Werkstoffe, die der Mensch in der Vorzeit nutzte, zählte. Wahrscheinlich besaß es da auch maßgebliche Bedeutung beim Bau der sieben Weltwunder der Antike.
Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts erweiterte sich die materielle Basis der Bauindustrie vor allem durch den Zustrom neuer Baumaterialien wie Guss-, Walz- und Profilstahl, schnellhärtende Zemente sowie Stahlbeton. Eine große Rolle spielte in dieser Zeit die Baumechanik, die zu einem bestimmenden Faktor des wissenschaftlichtechnischen Fortschritts im Bauwesen wurde. Als Pionier auf diesem Gebiet entwickelte Alexandre Gustave Eiffel, der direkte Nachkomme der im 17. Jahrhunderts nach Marmagen (Eifel) eingewanderten deutschen Familie Leo Heinrich Bönickhausen, schrittweise einen neuen Typus der Eisenbahnbrücke, die Zweigelenkbogen Brücke aus Raumtragwerken in gewalztem Stahl. Als sich vor 300 Jahren der Name Eiffel tatsächlich mit „ff“ geschrieben wurde, legten sich Eiffels Vorfahren diesen leichter auszusprechenden Namen zu.
Sein Name ist sowohl untrennbar mit dem Wahrzeichen von Paris, dem Eiffelturm, wie auch den wichtigsten Eisenbahnbrückenbauten sowie von Hallenbauten aus Eisen, Stahl und Glas, des späteren 19. Jahrhunderts verbunden. Da Eiffel zu den Ingenieuren gehörte, die die Eigenschaften, der ihm zur Verfügung stehenden Werkstoffe sehr gut kannte, konnte er sich dem Bau größerer, gewaltigerer, monumentalerer und faszinierenderer Bauwerke auf der Grundlage hochbelastbarer, leichtgewichtiger Konstruktionen aus kleinen, standardisierten Elementen zuwenden. Genau dies trifft auch für das von Alexandre Gustave Eiffel erbaute spektakuläre Eingangstor „Tour Eiffel“ für die zur 100. Wiederkehr der französischen Revolution 1889 in Paris stattfindenden Weltausstellung zu.
Ein erster Entwurf von ihm stammt bereits aus dem Jahre 1884. Zur intensiven, zielgerichteten Konstruktion angeregt wurde er durch die französische Regierung. Denn sie nahm es zum Anlass zur Hundertjahrfeier der französischen Revolution einen jahrzehntelang gehegten Architektentraum wiederaufleben zu lassen, nämlich den Bau eines 1.000 Fuß hohen Turms zu verwirklichen. Noch 1881 schlug die Lobby der monolithischen Bauten einen gemauerten „Sonnenturm“ vor, von dessen höchstem Punkt Paris nachts elektrisch beleuchtet werden sollte.
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