Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Neues Eigenkapital durch Beteiligungsfinanzierung bei mittelständischen Unterneh... close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Neues Eigenkapital durch Beteiligungsfinanzierung bei mittelständischen Unternehmen vor dem Hintergrund von Basel II

Diploma Thesis, 2006, 78 Pages
Author: Michael Wimmer
Subject: Economics / Business: Investment and Finance

Details

Category: Diploma Thesis
Year: 2006
Pages: 78
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 88  Entries
Language: German
Archive No.: V83793
ISBN (E-book): 978-3-638-87707-7

File size: 760 KB

Abstract

Die Kapitalversorgung der deutschen Unternehmen befindet sich in einem gravierenden Veränderungsprozess. Von dieser Entwicklung werden ganz besonders kleinere und mittlere Betriebe, die in Deutschland 99,7 % aller umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen ausmachen und rund 70 % aller Arbeitnehmer beschäftigen, betroffen. In nur wenigen anderen Volkswirtschaften wird dieser Unternehmensgruppe eine ähnlich hohe gesamt-wirtschaftliche Bedeutung zugeschrieben wie in Deutschland. Der relativ stark über Bankkredite finanzierte Mittelstand sieht sich jedoch einem signifikanten Struktur-wandel in der Kreditwirtschaft gegenüber. Gemäß der Neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) muss ab dem Jahr 2007 jeder Kreditnehmer mittels eines Ratings seine Bonität prüfen lassen. Dessen Ergebnis wird bei den Kreditinstituten für die Höhe der Eigenkapitalunterlegung von Krediten und für den vom Unternehmen zu zahlenden Kreditzins ausschlaggebend sein. Für viele mittelständische Unternehmen bedeutet dies, dass ihre Kreditfinanzierung teurer wird und unter Umständen nicht oder nur noch bedingt zur Verfügung steht.


Excerpt (computer-generated)

Neues Eigenkapital
durch Beteiligungsfinanzierung bei
mittelständischen Unternehmen vor dem
Hintergrund von Basel II

Diplomarbeit
zur Erlangung des akademischen Grades
Diplom-Betriebswirt (FH) an der Fachhochschule Deggendorf

Michael Wimmer

 

 

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis ... V

Abkürzungsverzeichnis ... VI

1. Mittelstandsfinanzierung im Wandel ... 8

1.1 Problemstellung ... 8

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit ... 10

2. Klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) – „Rückgrat“ der deutschen Wirtschaft? ... 11

2.1 Definitorische Abgrenzung ... 11

2.2 Bedeutung für den Standort Deutschland ... 13

2.3 Finanzierungssituation ... 14

2.4 Eigenkapitalausstattung ... 16

3. Basel II – Neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung ... 18

3.1 Konzept und Bestandteile ... 18

3.2 Erleichterungen für den Mittelstand ... 20

3.3 Rating mittelständischer Unternehmen ... 21

3.4 Auswirkungen und Konsequenzen für den Mittelstand ... 24

3.5 Beurteilung ... 26

4. Möglichkeiten der Beteiligungskapitalbeschaffung ... 29

4.1 Kapitalerhöhung durch bestehende Gesellschafter ... 29

4.2 Kapitalerhöhung durch Aufnahme neuer Gesellschafter ... 30
4.2.1 Eignung einer Direktbeteiligung ... 30
4.2.1.1 Einzelunternehmen ... 30
4.2.1.2 Personengesellschaften ... 30
4.2.1.3 Kapitalgesellschaften ... 31
4.2.1.4 Beurteilung ... 31
4.2.2 Eignung einer stillen Beteiligung ... 32
4.2.2.1 Begriffliche Klärung ... 32
4.2.2.2 Praxisrelevanz ... 33
4.2.2.3 Beurteilung ... 33

4.3 Mitarbeiter-Kapitalbeteiligung (MAKB) ... 34
4.3.1 Begriffliche Einordnung und Überblick ... 34
4.3.2 Finanzwirtschaftliche Ziele und Auswirkungen ... 36
4.3.3 Personalpolitische Ziele und Auswirkungen ... 37
4.3.4 Staatliche Förderung der Vermögensbeteiligung ... 38
4.3.5 Mögliche Beteiligungsformen ... 38
4.3.5.1 Direktbeteiligung ... 38
4.3.5.2 Indirekte Beteiligung ... 40
4.3.5.3 Stille Beteiligung ... 41
4.3.6 Kosten ... 41
4.3.7 Kritische Würdigung ... 42

4.4 Private Equity-Finanzierung ... 43
4.4.1 Begriffliche Einordnung und Überblick ... 43
4.4.2 Renditeorientierte Beteiligungsgesellschaften ... 45
4.4.2.1 Private Equity (PE)-Gesellschaften ... 45
4.4.2.2 Venture Capital (VC)-Gesellschaften ... 47
4.4.2.3 Corporate Venture Capital (CVC)-Gesellschaften ... 48
4.4.2.4 Kritische Würdigung ... 49
4.4.3 Informelles Beteiligungskapital ... 51
4.4.3.1 Privatplatzierung (Private Placement) ... 51
4.4.3.2 Business Angel ... 52
4.4.4 Förderorientiertes Beteiligungskapital ... 53
4.4.4.1 Mittelständische Beteiligungsgesellschaften (MBG) ... 53
4.4.4.2 Staatliche Förderung ... 54

4.5 Börsengang / Initial Public Offering (IPO) ... 55
4.5.1 Kennzeichnung und Überblick ... 55
4.5.2 Vorbereitungsphase und Ablauf eines IPO´ ... 56
4.5.3 Ausgewählte Börsensegmente für KMU ... 58
4.5.3.1 Entry Standard (Frankfurter Wertpapierbörse) ... 58
4.5.3.2 M:access (Bayerische Börse München) ... 60
4.5.4 Kosten ... 61
4.5.5 Vor- und Nachteile ... 62
4.5.6 Kritische Würdigung ... 64

5. Zusammenfassung und Ausblick ... 66

5.1 Relevanz der Beteiligungsfinanzierung für KMU ... 66

5.2 Fazit ... 68

Literaturverzeichnis ... 71

 

 

1. Mittelstandsfinanzierung im Wandel

1.1 Problemstellung

Die Kapitalversorgung der deutschen Unternehmen befindet sich in einem gravierenden Veränderungsprozess. Von dieser Entwicklung werden ganz besonders kleinere und mittlere Betriebe, die in Deutschland 99,7 % aller umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen ausmachen und rund 70 % aller Arbeitnehmer beschäftigen, betroffen. In nur wenigen anderen Volkswirtschaften wird dieser Unternehmensgruppe eine ähnlich hohe gesamtwirtschaftliche Bedeutung zugeschrieben wie in Deutschland. Der relativ stark über Bankkredite finanzierte Mittelstand sieht sich jedoch einem signifikanten Strukturwandel in der Kreditwirtschaft gegenüber.

Gemäß der Neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) muss ab dem Jahr 2007 jeder Kreditnehmer mittels eines Ratings seine Bonität prüfen lassen. Dessen Ergebnis wird bei den Kreditinstituten für die Höhe der Eigenkapitalunterlegung von Krediten und für den vom Unternehmen zu zahlenden Kreditzins ausschlaggebend sein. Für viele mittelständische Unternehmen bedeutet dies, dass ihre Kreditfinanzierung teurer wird und unter Umständen nicht oder nur noch bedingt zur Verfügung steht.

Die ersten Auswirkungen der Basel II-Reform sind bereits heute erkennbar. Vor allem mittelständische Unternehmen sehen sich oftmals einer Verteuerung ihrer Kredite gegenüber. Ein wesentlicher Grund ist, dass sie in ihrer Unternehmensbilanz eine im europäischen wie internationalen Vergleich geringere Eigenkapitalquote ausweisen. Ausreichend vorhandenes Eigenkapital ist aber eine Vorraussetzung dafür, zusätzliches Fremdkapital überhaupt aufnehmen zu können. Über Jahrzehnte hinweg war die Kreditversorgung mittelständischer Unternehmen durch enge Hausbankbeziehungen gesichert. Heute ziehen sich jedoch die Kreditinstitute mehr und mehr aus der Kreditfinanzierung kleiner und mittelgroßer Unternehmen zurück. Als Hauptgrund hierfür wird ein sich intensivierender, internationaler Wettbewerb genannt, der die üblichen Margen bei Kreditgeschäften nicht mehr zulässt. Die zahlreichen Kreditausfälle in jüngster Vergangenheit tun angesichts der schleppenden Konjunkturerholung ein Übriges1.

Eine Unternehmensbefragung der KfW Bankengruppe im September 2005 kam zu dem Ergebnis, dass bei 24 % der Unternehmen, die zur Finanzierung anstehender Investitionen einen Bankkredit beantragt hatten, der Kreditantrag abgelehnt wurde. Für 42 % der Unternehmen ist die Kreditaufnahme spürbar schwieriger geworden. Nur knapp 7 % sprechen von einer Verbesserung. Als die bedeutendsten Gründe für abgelehnte Kreditwünsche wurden dabei eine unzureichende Eigenkapitalquote, mangelnde Offenlegung von Informationen und fehlende zusätzliche Sicherheiten angeführt2.

Viele Unternehmen leiden unter den zunehmend schlechteren Kreditbedingungen, ohne jedoch andere Wege der Finanzierung anzugehen. Nicht selten ist eine restriktive Kreditvergabe der Banken erst der Anfang vom Ende3. Die schwache Konjunktur und die Entwicklung der Insolvenzzahlen4, die in den letzten Jahren neue Rekordhöhen erreichten, verdeutlichen dass das niedrige Eigenkapital vieler deutscher Mittelständler in einem schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld unzureichend ist. Die Diskussionen um Basel II scheinen folglich das in Deutschland häufig vorzufindende Merkmal der Eigenkapitalschwäche des Mittelstands aufzudecken.

Auch in Zukunft wird der Kredit eine zentrale Finanzierungsquelle für den Mittelstand bleiben. Der Eigenkapitalquote wird allerdings – bei der für die Zinsgestaltung so wichtigen Bonitätsbeurteilung – eine noch wichtigere Rolle zukommen als bisher. In den letzten Jahren war in Deutschland aufgrund der konjunkturellen Lage eine Stärkung der Eigenkapitalbasis im Wege der Gewinnthesaurierung kaum möglich. Deshalb haben sich mittelständische Unternehmen verstärkt der Zuführung von externem Eigenkapital zu öffnen5.

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

Die vorliegende Arbeit möchte Handlungsbedarf bei den mittelständischen Unternehmen im Bereich der Unternehmensfinanzierung aufzeigen und Denkansätze bezüglich alternativer Finanzierungsvarianten anstoßen. Insbesondere will sie eine Hilfestellung bei der Suche nach einer geeigneten Form der Eigenkapitalfinanzierung geben und als Informationsquelle für weitere Ansprechpartner im Bereich der Beteiligungsfinanzierung dienen. Dazu erfolgt zunächst eine definitorische Abgrenzung und Typisierung mittelständischer Unternehmen, bevor auf deren gesamtwirtschaftlichen Stellenwert und die Besonderheiten bei der Finanzierung dieses Segments eingegangen wird.

Im dritten Kapitel werden Änderungen der Rahmenbedingungen in der Mittelstandsfinanzierung hinsichtlich Kreditvergabebereitschaft der Banken sowie die Ratingthematik erläutert. Dabei werden vor dem Hintergrund von Basel II die Auswirkungen auf Unternehmen und deren Finanzierung untersucht. Unter anderem wird auch notwendiger Handlungsbedarf in Finanzabteilungen bzw. auf strategischer Managementebene aufgezeigt.

Das vierte Kapitel befasst sich ausführlich mit den Möglichkeiten der Beteiligungskapitalbeschaffung. Dabei werden zunächst die Vorgaben durch das deutsche Gesellschaftsrecht abgesteckt und die Eignung einer Kapitalerhöhung bei den verschiedenen Gesellschaftsformen untersucht. Das wesentliche Ziel der Ausführungen liegt anschließend darin, in einer systematischen Vorgehensweise verschiedene Möglichkeiten einer Beteiligungskapitalbeschaffung zu kennzeichnen. Außerdem sollen diese auf deren Relevanz für mittelständische Unternehmen hin überprüft und beurteilt werden. Dazu zählen die Kapitalbeteiligung durch Mitarbeiter, die verschiedenen Ausgestaltungsformen einer Private Equity-Finanzierung sowie die Eigenkapitalbeschaffung durch einen Börsengang.

Das letzte Kapitel dient schließlich der Zusammenfassung gewonnener Erkenntnisse und bietet einen Ausblick auf künftige Anforderungen und Finanzierungskonzeptionen für mittelständische Unternehmen.

Um eine Untersuchung zu dem vorliegenden Thema überhaupt durchführen zu können, ist es zuallererst notwendig, den Begriff der mittelständischen Unternehmen zu definieren. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass im Rahmen der Arbeit die Begriffe „Mittelstand“ oder „mittelständisch“ als Synonyme für klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) verwendet werden.

2. Klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) – „Rückgrat“ der deutschen Wirtschaft?

2.1 Definitorische Abgrenzung

In der Literatur lässt sich keine einheitliche Definition für KMU finden. Um Unternehmen dennoch voneinander abgrenzen zu können, verwendet man häufig quantitative Merkmale wie Umsatz, Mitarbeiterzahl oder Bilanzsumme. Nach der in Deutschland gebräuchlichen Definition des Institutes für Mittelstandsforschung (IfM) zählen Unternehmen mit weniger als 500 Beschäftigten oder bis 50 Mio. € Jahresumsatz zu den KMU6. Diese Klassifizierung dient auch als Maßstab für die vorliegende Arbeit.

(Abbildung 1: Quantitative Mittelstandsdefinition des IfM Bonn7. - In der Downloadversion enthalten)

Eine darüber hinaus anerkannte KMU-Definition stammt von der Europäischen Union. Sie rechnet dem Mittelstand nur Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten zu. Beiden Definitionen gemeinsam ist neben dem Jahresumsatz (bis 50 Mio. €) auch das Kriterium der Unabhängigkeit. Demnach darf sich ein Unternehmen nicht zu 25 % oder mehr im Besitz eines oder mehrerer Unternehmen befinden, die nicht der KMUDefinition entsprechen.

(Abbildung 2: Quantitative Mittelstandsdefinition durch die EU (seit 01.01.2005)8. - In der Downloadversion enthalten)

Für das Verständnis des Mittelstands sind rein aus quantitativen Größen abgeleitete Berechnungsmethoden und Darstellungen hilfreich. Allerdings wird der Mittelstand nicht nur über eine Zahl, sondern auch über qualitative Kriterien definiert. Darin liegt laut IfM Bonn sogar eine zentrale Bedeutung für das Verständnis der Besonderheiten und Wesensmerkmale der Unternehmen9.

In der Literatur wird dabei häufig die Position des Unternehmers stark hervorgehoben. Großunternehmen – üblicherweise in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft – zeichnen sich aus durch eine Trennung der Bereiche Leitung, Kontrolle und Eigentum in die drei Organe Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung (bzw. Aktionäre). Bei den KMU liegt dagegen oftmals eine Konzentration dieser Funktionen in der Person des Unternehmers vor10. Durch diese Einheit von Eigentum und Leitung prägt dieser Unternehmer die Unternehmenskultur und -strategie maßgeblich. Auch der Unternehmenserfolg hängt stark von der Person des Unternehmers ab, der wegen einer geringen formalisierten Planung seine Entscheidungen häufig nicht nur auf Basis von Fakten, sondern nicht unwesentlich auch auf Basis von Intuition trifft.

Auch in den Zielsetzungen unterscheiden sich diese Betriebe von den großen Unternehmen: Während Großunternehmen grundsätzlich von ökonomischen Zielen ausgehen, streben die Eigentümer der KMU häufig nach finanzieller Unabhängigkeit. Aber auch das Anbieten qualitativ hochwertiger Produkte steht im Vordergrund. Auf der persönlichen Ebene des Unternehmers stehen oft auch zusätzlich die Freude an der Arbeit und der Wunsch nach Selbstverwirklichung11. Durch seine signifikante Beteiligung am Risiko und Erfolg des Unternehmens werden ferner Entscheidungen nicht im Hinblick auf deren Öffentlichkeitswirkung – wie bei den börsennotierten Publikumsgesellschaften bekannt – getroffen. Im Vordergrund steht dagegen die Sicherung der Vermögenssituation der Eigentümer durch den Unternehmenserfolg.

Die starke Identifikation mit dem Unternehmen äußert sich auch in der gewählten Rechtsform: In Deutschland dominieren die Einzelunternehmen mit einem Anteil von nahezu 70 %. Daneben werden zumeist die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) bzw. die GmbH & Co. KG oder die Offene Handelsgesellschaft (OHG) gewählt. Die Rechtsform der Aktiengesellschaft (AG) spielt dagegen mit einem Anteil von gerade einmal 0,2 Prozent eine völlig untergeordnete Rolle12.

[...]


1 Vgl. Lüpken, Silke: Alternative Finanzierungsinstrumente für mittelständische Unternehmen (2003), S. 1 f.

2 Vgl. KfW Bankengruppe: Unternehmensfinanzierung: Immer noch schwierig, aber erste Anzeichen einer Besserung (2005), S. 4, in Internet: www.basel-ii.info/artikel120.html, Zugriff am 08.12.2005.

3 Anm.: Ein Schlagwort, das häufig in diesem Zusammenhang verwendet wird, ist der „Credit Crunch“ (oft auch übersetzt mit dem Begriff „Kreditklemme“). In Zeiten zurückgehender Wachstumsraten steigt tendenziell die Ausfallwahrscheinlichkeit von Krediten. Somit sinkt gleichzeitig die Bereitschaft der Banken, weitere Kredite und günstige Kreditkonditionen zu gewähren. Daraus kann ein Teufelskreis mit einer weiteren Verschlechterung der Konjunktur entstehen. Vgl. Ehlers: Basel II/Rating: Die Hausaufgaben für Mittelstandsunternehmen und ihre Berater (2005), 2. Auflage, S. 2.

4 Anm.: So gab es im Jahr 1993 noch rund 15.000 Unternehmensinsolvenzen, während im Jahr 2004 insgesamt 39.270 Unternehmensinsolvenzen zu verzeichnen waren. Für das Gesamtjahr 2005 rechnet die Wirtschafts- und Konjunkturforschung mit etwa 38.000 insolventen Unternehmen. Vgl. Creditreform: Wirtschaftslage und Finanzierung im Mittelstand – Herbst 2005 (2005), S. 24, in Internet: www.credit reform.de/Ressourcen/Creditreform_Analysen/Wirtschaftslage_und_Finanzierung_im_Mittelstand/20051 011_wirtschaftslage_mittelstand_herbst_2005.pdf, Zugriff am 30.11.2005. Seit Ende 2005 gibt es jedoch vermehrt Anzeichen für eine Verbesserung der Investitionsneigung bei den mittelständischen Unternehmen und einer konjunkturellen Erholung. Vgl. Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB): MittelstandsNews 1/2006 (2006), S. 9, in Internet: www.voeb.de/ content_frame/downloads/MiM-1-2006.pdf, Zugriff am 10.01.2006.

5 Vgl. Bundesverband deutscher Banken: Mittelstandsfinanzierung – Partnerschaftliche Zusammenarbeit von Unternehmen und Banken (2005), S. 5.

6 Vgl. Bundesverband deutscher Banken (2005), S. 6 f.

7 Vgl. Wallau, Frank Prof. Dr. (Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn): Mittelstandsfinanzierung – heute und morgen (2005), S. 4, in Internet: www.ifm-bonn.org/presse/focus.htm, Zugriff am 03.12.2005.

8 Vgl. Wallau (2005), S. 4.

9 Vgl. Lüpken (2003), S. 5.

10 Anm.: Annähernd 90 % der mittelständischen Unternehmen in Deutschland werden vom Inhaber geführt. Vgl. Achleitner, Ann-Kristin et Christian Fingerle: Finanzierungssituation des deutschen Mittelstands, in: Achleitner, Ann-Kristin, Christoph von Einem et Benedikt von Schröder: Private Debt – Alternative Finanzierung für den Mittelstand (2004), S. 9.

11 Vgl. Berens, Wolfgang et Bernd Högemann et Klaus Segbers: Das mittelständische Unternehmen – Status Quo und Perspektiven in der Finanzierung, in: Berens, Wolfgang et Hans Brauner et Jürgen Frodermann: Unternehmensentwicklung mit Finanzinvestoren (2005), S. 11 f.

12 Vgl. Ahrweiler, Sonja et Christoph Börner: Neue Finanzierungswege für den Mittelstand: Ausgangssituation, Notwendigkeit und Instrumente, in: Kienbaum, Jochen et Christoph Börner: Neue Finanzierungswege für den Mittelstand (2003), S. 7 f.


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Die Wiederentdeckung des Privatkundengeschäfts - Gründe, Erfolgsfaktoren, Perspektiven -

Authors: Florian Braun, Christina Herm
Economics / Business: Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting, 2006 Download as PDF-file for 8,99 EUR

Basel II - Der Handlungsbedarf für den Mittelstand

Authors: Alexander Scheling, Gent Goeters, Timo Petry, Marc Waetjen
Economics / Business: Investment and Finance, 2003 Download as PDF-file for 29,90 EUR

International Management

Author: Kathrin Hägele
Economics / Business: Business Management, Corporate Governance, 2006 Download as PDF-file for 17,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/83793/neues-eigenkapital-durch-beteiligungsfinanzierung-bei-mittelstaendischen
please wait Please wait