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Das Gesundheitskonzept von Aaron Antonowsky - Zur möglichen Bedeutung des Koheränzgefühls bei der Entstehung des Burnout-Syndroms in der Altenpflege

Hausarbeit, 2007, 24 Seiten
Autor: Katharina Forster
Fach: Gesundheitswissenschaften

Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2007
Seiten: 24
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 6  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V83852
ISBN (E-Book): 978-3-638-00127-4
ISBN (Buch): 978-3-638-91219-8
Dateigröße: 299 KB

Zusammenfassung / Abstract

In der Vergangenheit wurde durch die Dominanz der naturwissenschaftlichen Medizin das Thema Gesundheit geprägt durch den Begriff der Krankheit. Diese ".. pathologische Orientierung versucht(e) zu erklären, warum Menschen krank werden (und) sie unter eine gegebene Krankheitskategorie fallen." (Antonowsky 1997, 15) Dem gegebüber steht die neuere Tendenz, die sich nicht der Heilung von Krankheit verschreibt, sondern vielmehr die Wiederherstellung und Erhaltung von Gesundheit fokussiert, die "salutogenetische Orientierung, die sich auf die Ursprünge der Gesundheit konzentriert ..." (Antonowsky 1997, 15). Die Fragen, die hier zu klären sind, lauten: "Warum befinden sich Menschen auf der positiven Seite des Gesundheits-Krankheits-Kontinuums oder warum bewegen sie sich auf den positiven Pol zu, unabhängig von ihrer aktuellen Position?" (Antonowksy 1997, 15) Den Kerngedanken des salutogenetischen Modells stellt die Theorie des Koheränzgefühls der, das sich nach Antonowsky im Lauf des Lebens entwickelt und auch verändern kann. Seiner Aussage nach trägt die Stärke des Koheränzgefühls maßgeblich dazu bei, wie Menschen mit Einwirkungen von außen umgehen und wo sie sich auf dem Gesundheits-Krankheits-Kontinuum wahrnehmen. (vgl. Antonowsky 1997, 33) Aus diesen Gedanken lässt sich schließen, dass eine Veränderung des Koheränzgefühls ihre Position verändern und sie somit mehr auf den einen oder anderen Pol des Gesundheits-Krankheitskontinuum zubewegen könnte. Er geht weiter davon aus, dass eine Person mit einem starken SOC (= Koheränzgefühl) "..eher als eine mit einem schwachen SOC einen Stressor als glücklicher, weniger konfliktreich oder weniger gefährlich bewertet." (Antonowsky 1997, 128/129) Diese Annahme soll im Folgenden auf die mögliche Wirksamkkeit bei der Vermeidung einer im Gesundheitswesen - hier exemplarisch in der Altenpflege - zunehmend auftretenden Einschränkung des Wohlbefindens, dem Burnout-Syndrom, betrachtet werden.


Textauszug (computergeneriert)

Hausarbeit zum Thema

 

Salutogenese nach Aaron Antonowsky:
Zur möglichen Bedeutung des Koheränzgefühls bei der Entstehung von Burnout in der Altenpflege

 

Hamburger Fernhochschule
Studiengang Pflegemanagement
Fach Gesundheitswissenschaft
Frühjahrssemester 2007

 

Katharina Forster

 

 

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis 2

1 Themenabgrenzung 3

2 Das Gesundheitskonzept von Aaron Antonowsky 4

    2.1 Begriffe 4

        2.1.1 Salutogenese und Pathogenese 4
        2.1.2 Stressoren 4

    2.2 Das Konzept des Koheränzgefühls 5

        2.2.1 Definition Koheränzgefühl 5
        2.2.2 Komponenten des Koheränzgefühls 5
        2.2.3 Zusammenhang zwischen den Komponenten 6
        2.2.4 Bedeutung von Grenzen für das Koheränzgefühl 7

    2.3 Wege zu erfolgreichem Coping und zu Gesundheit 8

3 Das Burnout-Syndrom 10

    3.1 Definition Burnout 10
    3.2 Entstehung des Burnout-Syndroms 10
    3.3 Phasen und Symptomatik des Burnout-Syndroms 11
    3.4 Burnout und Altenpflege 14

4 Mögliche Bedeutung des Koheränzgefühls bei der Entstehung des Burnout-Syndroms in der Altenpflege 17

    4.1 Ausgangspunkt 17
    4.2 Mögliche Bedeutung 17

6 Literaturverzeichnis 23

 

 

1 Themenabgrenzung

In der Vergangenheit wurde durch die Dominanz der naturwissenschaftlichen Medizin das Thema Gesundheit geprägt durch den Begriff der Krankheit. Diese „.. pathologische Orientierung versucht(e) zu erklären, warum Menschen krank werden (und) sie unter eine gegebene Krankheitskategorie fallen.“ (ANTONOWSKY 1997, 15).
Demgegenüber steht die neuere Tendenz, die sich nicht der Heilung von Krankheit verschreibt, sondern vielmehr die Wiederherstellung und Erhaltung von Gesundheit fokussiert, die „salutogenetische Orientierung, die sich auf die Ursprünge der Gesundheit konzentriert …“ (ANTONOWSKY 1997, 15). Die Fragen, die hier zu klären sind, lauten; „Warum befinden sich Menschen auf der positiven Seite des Gesundheits-Krankheits-Kontinuums oder warum bewegen sie sich auf den positiven Pol zu, unabhängig von ihrer aktuellen Position?“ (ANTONOWSKY 1997, 15).
Den Kerngedanken des salutogenetischen Modells stellt die Theorie des Koheränzgefühls dar, das sich nach Antonowsky im Lauf des Lebens entwickelt und auch verändern kann. Seiner Aussage nach trägt die Stärke des Koheränz-gefühls maßgeblich dazu bei, wie Menschen mit Einwirkungen von außen umgehen und wo sie sich auf dem Gesundheits-Krankheits-Kontinuum wahr-nehmen. (vgl. ANTONOWSKY 1997, 33)

Aus diesem Gedanken lässt sich schließen, dass eine Veränderung des Koheränz-gefühls ihre Position verändern und sie somit mehr auf den einen oder anderen Pol des Gesundheits-Krankheits-Kontinuums zubewegen könnte.

Er geht weiter davon aus, dass eine Person mit einem starken SOC (= Koheränz-gefühl) „ ..eher als eine mit einem schwachen SOC einen Stressor als glücklicher, weniger konfliktreich oder weniger gefährlich bewertet.“ (ANTONOWSKY 1997, 128/129)
Diese Annahme soll im Folgenden auf die mögliche Wirksamkeit bei der Vermeidung einer im Gesundheitswesen – hier exemplarisch in der Altenpflege – zunehmend auftretenden Einschränkung des Wohlbefindens, dem Burnout- Syndrom, betrachtet werden.

 

2 Das Gesundheitskonzept von Aaron Antonowsky

2.1 Begriffe

2.1.1 Salutogenese und Pathogenese

Diese beiden Ansätze haben eine zentrale Gemeinsamkeit, sie sind „ …auf der Annahme einer fundamentalen Dichotomie zwischen gesunden und kranken Menschen begründet.“ (ANTONOWSKY 1997, 23)

„Die dichotome Einteilung ist die Einteilung des Begriffsumfanges in zwei zueinander komplementäre Artbegriffe: Ein Begriff A wird in zwei Begriffe B und Nicht-B eingeteilt, die den Umfang des einzuteilenden Begriffes vollständig erfassen.“ (WIEDEMANN)

[...]


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