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Ausgewählte Instrumente und Techniken in der Systemischen Beratung

Termpaper, 2007, 24 Pages
Author: Stefanie Karl
Subject: Pedagogy - Family Education

Details

Category: Termpaper
Year: 2007
Pages: 24
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 9  Entries
Language: German
Archive No.: V84007
ISBN (E-book): 978-3-638-00452-7

File size: 548 KB

Abstract

Die Hausarbeit gliedert sich insgesamt in 4 Kapitel, die inhaltlichen Bezug zueinander aufweisen. Im ersten Kapitel werden Haltungen, Grundannahmen und Zielsetzungen eines systemischen Beraters dargestellt, da diese die Voraussetzung für die nachstehend erläuterten Methoden bilden. Das zweite Kapitel ist sehr umfangreich, nicht zuletzt weil es für mich den Anreiz darstellte, diese Hausarbeit zu schreiben. Es beinhaltet viel Wissenswertes in Bezug auf das systemische Fragen, wobei viele Beispiele einen Bezug zur Praxis ermöglichen. Der dritte Abschnitt beschäftigt sich mit metaphorischen Techniken, wie Genogrammen, Familienskulpturen und Metaphern. Hier findet man neben einer Beschreibung der einzelnen Methoden, eine Anleitung für deren praktische Umsetzung. Im letzten Teil werden schließlich noch die wertschätzende Konnotation und das Refraiming angeschnitten.


Excerpt (computer-generated)

Ausgewählte Instrumente und Techniken in der Systemischen Beratung

von

Stefanie Karl

 


Inhaltsverzeichnis

Vorwort... 4

Einleitung... 5

I Haltungen, Grundannahmen und Zielsetzungen... 6

1. Möglichkeitsraum vergrößern... 6
2. Hypothesenbildung... 6
3. Zirkularität... 7
4. Prinzip der Neutralität... 8
5. Lösungs- und Ressourcenorientierung... 8

II Systemisches Fragen... 9

1. Was ist zirkuläres Fragen?... 9
2. Ziele des zirkulären Fragens... 10
3. Frageformen: Verdeutlichung von Unterschieden... 11

3.1. Klassifikationsfragen... 11
3.2. Prozentfragen... 11
3.3. Übereinstimmungsfragen... 11
3.4. Subsystemvergleiche... 12

4. Fragen zur Wirklichkeits- und Möglichkeitskonstruktion... 12

4.1. Fragen zur Wirklichkeitskonstruktion... 13

a) Auftragsklärung... 13
b) Überweisungskontext erfragen... 13
c) Erwartungen der Anwesenden erfragen... 13
d) Problemkontext... 13

„Das Problempaket aufpacken“... 13
Beschreibungen rund um das Problem erfragen... 13
„Tanz um das Problem“ erfragen... 13
Erklärung für das Problem erfragen... 14
Bedeutung des Problems für die Beziehung... 14

4.2. Fragen zur Möglichkeitskonstruktion... 14

a) Lösungsorientierte Fragen („Verbesserungsfragen“)... 15
b) Problemorientierte Fragen („Verschlimmerungsfragen“)... 15
c) Fragen nach Ressourcen... 15
d) Die Wunderfrage... 16

5. Stilistische Aspekte... 16

III Metaphorische Techniken... 17

1. Genogramm... 17
2. Familienskulptur... 18
3. Metaphern... 18

IV Kommentare und Würdigungen... 19

1. Wertschätzende Konnotation... 19
2. Refraiming... 20

2.1. Die Prämissen systemischen Denkens... 20
2.2. Wichtigkeit der Kontextmarkierungen... 20
2.3. Verstörung durch Wechsel der Frames... 20
2.4. Refraiming Schritte... 21

Nachwort... 22

Anhang: Quellenverzeichnis... 23

Abbildungsverzeichnis... 23


 

Vorwort

Für die gegenwärtige Hausarbeit habe ich das Thema „Ausgewählte Instrumente und Techniken in der Systemischen Beratung“ gewählt. Da dieses Themengebiet sehr umfangreich ist, habe beschränke ich mich in dieser Arbeit auf „ausgewählte Instrumente und Techniken“, so dass ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebe. Der Zeitaufwand für die Erstellung der Arbeit umfasste etwa 160 Stunden. Zu meinem Bedauern habe ich nicht mehr Zeit investieren können. Die aufwendigen Recherchen im Internet und die Ausarbeitung aus der Fachliteratur forderten eine starke Einschränkung des so umfangreichen Stoffes. Auch die vorgegebenen Richtlinien haben dazu geführt, dass einige Instrumente und Techniken ignoriert werden mussten.
Die Hausarbeit gliedert sich insgesamt in 4 Kapitel, die inhaltlichen Bezug zueinander aufweisen. Im ersten Kapitel werden Haltungen, Grundannahmen und Zielsetzungen eines systemischen Beraters dargestellt, da diese die Voraussetzung für die nachstehend erläuterten Methoden bilden. Das zweite Kapitel ist sehr umfangreich, nicht zuletzt weil es für mich den Anreiz darstellte, diese Hausarbeit zu schreiben. Es beinhaltet viel Wissenswertes in Bezug auf das systemische Fragen, wobei viele Beispiele einen Bezug zur Praxis ermöglichen. Der dritte Abschnitt beschäftigt sich mit metaphorischen Techniken, wie Genogrammen, Familienskulpturen und Metaphern. Hier findet man neben einer Beschreibung der einzelnen Methoden, eine Anleitung für deren praktische Umsetzung. Im letzten Teil werden schließlich noch die wertschätzende Konnotation und das Refraiming angeschnitten. Das Ziel, welches ich mit dieser Hausarbeit verfolge, ist verschiedene Instrumente und Techniken der systemischen Beratung praxisnah darzustellen, um mir selbst Werkzeuge für Beratungsprozesse anzueignen. Abschließend wünsche ich dem Leser interessante Einblicke in dieses Themengebiet.

Einleitung

In der Einleitung möchte ich kurz darstellen, warum ein Gesundheitsberater sich auch Techniken der Systemischen Beratung aneignen sollte. Dem Verständnis der Weltgesundheitsorganisation zufolge wird Gesundheit als „ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht die bloße Abwesenheit von Krankheit oder Gebrechen“ definiert. Ausgehend von dieser Definition hat die WHO in die internationale Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (kurz ICD-10) unter dem Klassifikationsbuchstaben Z alle „Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen“, aufgenommen. Die unterschiedlichen Erkrankungen der Z-Klassifikation werden in Verbindung mit Ziffern diagnostisch weiter differenziert. So zum Beispiel umfasst der Code Z63 „Probleme mit Bezug auf den engeren Familienkreis, einschließlich familiärer Umstände“, wobei nochmals zwischen unterschiedlichen Situationen unterschieden wird, z.B. „Probleme in der Beziehung zum Lebenspartner“ (Z63.0), „zu den Eltern oder angeheirateten Verwandten“ (Z63.1), „ungenügende familiäre Unterstützung“ (Z63.2), „Verschwinden oder Tod eines Familienangehörigen“ (Z63.4), „Familienzerrüttung durch Trennung oder Scheidung“ (Z63.5) etc.. Durch die Aufnahme derartiger Lebensumstände in den klinischen Katalog der ICD-10 wird deren Bedeutung für die menschliche Gesundheit deutlich. Viele Studien belegen, dass psychische Belastungen (z.B. Eheprobleme, Scheidung, Tod, etc.) gesundheitliche Risiken bergen, die beispielsweise in Befindlichkeitsstörungen, psychosomatischen und seelischen Erkrankungen enden können. Somit ist es für einen Gesundheitsberater unerlässlich sich Kenntnisse im psychosozialen Beratungsbereich anzueignen.

I Haltungen, Grundannahmen und Zielsetzungen

In diesem ersten Kapitel soll ein kurzer Überblick über die Haltungen, Grundannahmen und Zielsetzungen eines Beraters in der systemischen Beratung gegeben werden, da diese grundlegend für das Verständnis der später vorgestellten Instrumente und Techniken sind. Die unterschiedlichen Positionen des Beraters setzen sich aus folgenden Elementen zusammen: der Vergrößerung des Möglichkeitsraumes, der Hypothesenbildung, der Zirkularität und dem Prinzip der Neutralität. Des Weiteren sind die Positionen der Lösungs- und Ressourcenorientierung zu erwähnen, welche das Profil eines systemischen Beraters abrunden.

1. Möglichkeitsraum vergrößern

Systemisches Denken und Handeln orientiert sich an dem ethischen Imperativ, welcher von dem österreichischen Denker Heinz von Förster formuliert wurde: „Handle stets so, dass du die Anzahl der Möglichkeiten vergrößerst!“ Diesem Postulat stehen in der heutigen Gesellschaft Tabus, Denkverbote, Dogmen, sowie Richtig- oder Falsch-Bewertungen jeglicher Art entgegen. Deshalb ist der systemische Berater bemüht die Beschreibungen des Klienten darüber, wie er die Wirklichkeit erfährt, zu verändern indem er mehrere Sichtweisen anbietet. Dabei wird das Gewusste bewusst in Frage gestellt, damit das kaum Gedachte zum Thema gemacht werden kann. Durch diese Herangehensweise verändert sich der Blickwinkel und der mögliche Handlungsraum vergrößert sich. (vgl. Kuhlmann und Neininger, 2005: 43)

2. Hypothesenbildung

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