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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2005, 15 Pages
Author: Katrin Keller
Subject: Pedagogy - Intercultural Pedagogy
Details
Institution/College: University of Wuppertal
Tags: Vergleich, Erziehungsvorstellungen, Eltern, Erziehungsvorstellungen, Deutschland, Türkei
Year: 2005
Pages: 15
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 6 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-00471-8
File size: 229 KB
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Excerpt (computer-generated)
Universität Wuppertal
Seminar: Erziehungsvorstellungen in Deutschland und der Türkei
WS 2004/2005, Semester: 5
Vergleich der Erziehungsvorstellungen türkischer Eltern mit denen deutscher Eltern
von
Katrin Keller
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Migranten der ersten Generation
2.1 Familiäre Strukturen
2.2 Lebensbedingungen
2.3 Anwerbeabkommen 1961
2.4 Erziehungsziele der ersten Generation
2.5 Zusammenfassung des zweiten Kapitels
3 Vergleich: Erziehungsziele der ersten Generation mit denen der zweiten und dritten Generation
3.1 Auswertung des Fragebogens: Erziehungsziele der zweiten Generation
3.2 Vergleich der Ergebnisse des Fragebogens mit der Erhebung von Holtbrügge
4 Vergleich: Erziehungsziele der zweiten Generation mit denen dt. Familien
4.1 Die Rangreihen der beiden Gruppen im Einzelnen
4.2 Fragebogen: Erziehungsziele deutscher Eltern
4.3 Vergleich der Erhebungen
4.4 Auswertung des Vergleichs
4.5 Zusammenfassung des vierten Kapitels
5 Literaturverzeichnis
1 Einleitung
Im ersten Teil dieser Arbeit soll untersucht werden, welche Erziehungs-vorstellungen Migranten der ersten Generation in Deutschland haben. Es wird dargestellt, wie ihre Lebensumstände vor der Migration in der Türkei waren und warum und wie sie nach Deutschland kamen. Der zweite Teil vergleicht die Erziehungsvorstellungen der Migranten der ersten Generation mit denen der zweiten und dritten Generation. Es soll untersucht werden, ob eine Veränderung zu erkennen ist. Im letzten Teil der Arbeit wird untersucht, inwieweit sich die Erziehungs-vorstellungen der Migranten der zweiten und dritten Generation von denen deutscher Eltern unterscheiden. Es wird kurz angerissen, was diese Unterschiede für die Kinder der Migranten für eine Bedeutung haben.
2 Migranten der ersten Generation
In diesem Teil der Arbeit wird dargestellt, wie die türkischen Migranten in den 60er Jahren nach Deutschland kamen, was für Lebensbedingungen sie vorher in der Türkei hatten und wie sich ihr Lebenswandel in der Türkei auf ihr Leben in Deutschland ausgewirkt hat.
2.1 Familiäre Strukturen
Der Mann ist in türkischen Familien das Oberhaupt der Familie. Die Aufgaben der Frau beziehen sich hauptsächlich darauf, Partnerin des Mannes, Hausfrau, Mutter und Erzieherin der Kinder zu sein. Die Erziehung wird entsprechend dieser Rollenvorstellungen vorgenommen. Der Vater als Oberhaupt der Familie bildet die Spitze der Hierarchie. Darunter stehen die Ehefrau und die Kinder. Bei den Kindern rangieren die Jungen vor den Mädchen und innerhalb der Geschlechter die Älteren vor den Jüngeren. Die traditionelle Struktur in der ländlichen türkischen Familie ist durch die Dominanz des Mannes über die Frau und des Alters über die Jugend geprägt. Türkische Mädchen sind stark der Kontrolle der Familie und der Verwandtschaft unterworfen. Der Grund hierfür ist, dass die Ehre eine zentrale Verhaltensnorm darstellt. Die Ehre einer Familie ist an die sexuelle Enthaltsamkeit und Sittsamkeit der Töchter gebunden. Ein Verlust der Ehre eines Mädchens ist mit dem Verlust der Familienehre gleichzusetzen.
2.2 Lebensbedingungen
Meist ist die Migration eine Reaktion auf wirtschaftliche, soziale, ökologische oder politische Bedingungen. Urbane, industrialisierte und wirtschaftlich expandierende Gebiete verzeichnen in der Regel starke Zuwanderung, während ländliche Gegenden von Abwanderung betroffen sind. Auch die meisten türkischen Gastarbeiter stammen aus ländlichen Gegenden in der Türkei, z.B. aus Zentralanatolien. In diesen Regionen gibt es grundsätzlich nur Landwirtschaft. Größere Städte und Industrie fehlen, so dass es keine Arbeitsplätze gibt, die für finanzielle und soziale Absicherung sorgen. Die meisten Familien haben nur die Möglichkeit auf einem Feld oder in einem Waldgebiet zu arbeiten, um ihre Versorgung zu sichern. Sie haben gerade genug, um zu überleben. So ist es nicht verwunderlich, dass die Männer als Arbeiter nach Deutschland gehen, um ihre Familien besser versorgen zu können.
2.3 Anwerbeabkommen 1961
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