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Studienarbeit, 2007, 48 Seiten
Autor: Nikias Klohr
Fach: Elektrotechnik
Details
Tags: Implementierung, Drehzahlregelung, Asynchronmaschinen, Mikrocontroller
Jahr: 2007
Seiten: 48
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 8 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-00508-1
ISBN (Buch): 978-3-638-91253-2
Dateigröße: 581 KB
Ausgezeichnet mit dem Continental Auto-motivated Student Award 2007
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Zusammenfassung / Abstract
In der vorliegenden Studienarbeit wurde aufbauend auf bestehender Umrichterhardware und einem U/f-Kennlinien Programm zunächst eine Rampenregelung abhängig vom Motorstrom und der Zwischenkreisspannung entwickelt. Der Aussteuergrad der Motorsteuerung wird dynamisch an die Zwischenkreisspannung angepasst. Damit ist eine reine Steuerung ohne Drehzahlrückführung möglich. Eine Inkrementalgeberauswertung mit dem Ziel der Minimierung des Quantisierungsfehlers wurde realisiert. Der Rampenregelung wurde eine Drehzahlregelung mit Vorsteuerung überlagert. Damit wurde eine schnelle Schlupfausregelung erreicht. Die Mikrocontroller Software wurde mit dem Ziel möglichst hoher Modularität erstellt. Dadurch stehen nun alle entwickelten Module auch für andere Arbeiten auf PIC Basis mit einer einfachen Integrationsmöglichkeit zur Verfügung. Ein Windows Computerprogramm für die Parametrisierung und Messwertanzeige im laufenden Betrieb wurde entwickelt und während der Tests ausgiebig verwendet. Es wurden Umfangreiche Dynamik- und Belastungstests durchgeführt und ausgewertet. Die erreichte Dynamik ist gut, die Kühlung der Leistungshalbleiter ist für einen Dauerbetrieb an der Leistungsgrenze allerdings ungenügend. Damit steht nach dieser Studienarbeit ein dynamischer, bei Bedarf drehzahlgeregelter, Umrichter mit PC-Messwertanzeige und Parametrisiermöglichkeit zur Verfügung.
Textauszug (computergeneriert)
Implementierung einer Drehzahlregelung für umrichtergespeiste
Asynchronmaschinen mit einem Mikrocontroller
von
Nikias Klohr
Abgabetermin: 9. Februar.2007
Inhalt
1. Einleitung
1.1 Aufgabenstellung... 1
1.2 Hardware... 1
1.3 Software... 2
1.4 Vorarbeite... 2
2. Konzept
2.1 Analyse... 3
2.2 Zielsetzung... 3
2.3 Ansatz: „Quasi-Stationäre“ Regelung... 3
2.4 Einschränkungen... 4
3. Erfassung der Messwerte
3.1 Erfassung des Motorstroms... 6
3.2 Erfassung der Zwischenkreisspannung... 7
3.3 Erfassung der Drehzahl... 9
4. Verarbeitung der Messwerte
4.1 Notabschaltung... 14
4.2 Motoransteuerung... 14
4.3 „Quasi-Stationäre“ Regelung... 16
4.4 Drehzahlregelung... 21
5. Software
5.1 Mikrocontroller Software... 23
5.2 Kommunikation mit dem PC... 26
5.3 PC Soft... 28
6. Test und Einsatz
6.1 Test: 9,2KW Dauerbetrieb... 29
6.2 Test: Reversierbetrieb... 31
6.3 Ansteuerung eines Linearmotors... 32
7. Benutzer-Anleitung
7.1 Einführung... 33
7.2 Regel-Parameter... 35
7.3 PWM-Parameter... 39
7.4 Bedienteil... 40
8. Nützliche Hinweise für PIC-Entwickler
8.1 Entwicklungsumgebung... 41
8.2 SDCC... 41
9. Ausblick
9.1 Reserven des PIC18F4431... 44
9.2 Verwertung der Module... 44
9.3 Möglichkeiten der Weiterentwicklung... 44
10. Zusammenfassung
1. Einleitung
1.1 Aufgabenstellung
„Für viele Anwendungen in der Antriebstechnik ist eine variable Einstellung der Drehzahl erforderlich. Durch die Anwendung von Stromrichterschaltungen, können diese Antriebsaufgaben auch von Drehstrommaschinen wie z.B. die Asynchronmaschine übernommen werden. Im Rahmen dieser Studienarbeit soll eine Drehzahlregelung für eine Asynchronmaschine implementiert werden. Dabei soll für die Ansteuerung des Stromrichters ein PIC-Mikrocontroller eingesetzt werden, der durch seine spezielle Ausstattung besonders für solche Aufgaben geeignet ist. Das zu erstellende Programm soll außerdem eine Kommunikation zwischen dem Stromrichter und einem PC ermöglichen, über den sich dann der Antrieb steuern und einrichten lässt.“ Es soll also auf Basis der Hard- und Software aus der Diplomarbeit von Dipl.-Ing. Frank Becker sowie der Studienarbeit von Dipl.-Ing. Alexander Scherer ein Programm zur Ansteuerung einer Asynchronmaschine mit Drehzahlregelung realisiert werden, welches über einen PC konfigurierbar ist.
1.2 Hardware
Die Hardwarebasis setzt sich aus einer Mikrocontrollerplatine (PIC18F4431) mit Bedienteil, einer Leistungselektronikplatine mit IGBT, und einem Brückengleichrichter-Einspeise- Modul mit Brems-Chopper aus der Studienarbeit von Dipl.-Ing. Alexander Scherer zusammen. Die Hardware war getestet und es bedurfte nur kleiner Veränderungen. Da die Aufgabenstellung keine Hardwareentwicklung beinhaltete, ging es auch darum, die Grenzen der bestehenden Hardware auszuloten. Eine genaue Beschreibung der Hardware findet sich in [Beck] und [Scher].
Als Eingabeschnittstellen waren zwei Taster, ein Schalter und ein Potentiometer vorhanden. Für die Ausgabe von Status und Fehlermeldungen wurde eine grüne und eine rote LED vorgesehen, für die Kommunikation mit dem PC eine RS232 Schnittstelle. Die Hardware erlaubt eine Messung der Motorströme und der Zwischenkreisspannung. Darüber hinaus ist eine Auswertung der Motordrehzahl über einen Inkrementalgeber vorgesehen. Als Zeitbasis wurde der Takt des Mikrocontroller, 40MHz eines Quarzes, verwendet.
1.3 Software
Als Basis für die Programmierung des Mikrocontrollers stellte Dipl.-Ing. Jörg Weigold ein experimentelles Programm in C zur Verfügung. Das Programm bestand aus einem Rumpf, der bereits die Initialisierung der Komponenten des Mikrocontrollers, die Analog- Digitalwandlung der Messwerte, und die Steuerung der Leistungschalter beinhaltete. Das vorhandene Programm ermöglichte eine einfache Steuerung des Motors, ließ aber viel Potential der Hardware ungenutzt. Bei der Weiterentwicklung konnte insbesondere bei der Initialisierung der Komponenten Vieles aus dem bestehenden Programm übernommen werden, vor allem das grundlegende Konzept der Interrupt-Ebenen. Die Komplexität der Aufgabenstellung implizierte die Verwendung einer hohen Programmiersprache – die Wahl fiel auf C. Als C-Compiler sollte der SDCC (Small-Device- C-Compiler)I verwendet werden. Das Programmieren des Mikrocontrollers wurde mit der Microchip-Software MPLab durchgeführt. Als Entwicklungsumgebung wurde ECLIPSEII mit CDTIII gewählt, diese unterstützt C, war bereits bekannt, und erlaubte eine einfache Einbindung des SDCC per Makefile.
1.4 Vorarbeiten
Da bereits Erfahrung mit der Programmierung von 8Bit-ATmega-Mikrocontrollern von Atmel vorhanden war, gelang der Einstieg mit dem ähnlichen 8Bit-PIC von Microchip problemlos. Allerdings war die Entwicklungsumgebung nicht zufriedenstellend. Ein mit Atmel vergleichbar komfortables und mächtiges Paket konnte nicht gefunden werden. Als Compiler sollte mit dem SDCC ein Compiler verwendet werden, der zwar frei verfügbar ist, allerdings als Opensource-Projekt nicht ausschließlich für den PIC entwickelt wird und nicht ganz ausgereift ist. Dies führte zu einigen Problemen, die mit einem Standardcompiler wie z.B. dem GCC nicht aufgetreten wären. Der SDCC lässt sich unter Beachtung einiger Besonderheiten aber sehr wohl produktiv einsetzten und ist als kostenloser Compiler eine echte Alternative zu den Compilern von Microchip. Für den interessierten C-Entwickler finden sich im Kapitel „Nützliche Hinweise“ einige Tips für den Umgang mit dem SDCC für PIC. Das bereits vorhandene Steuerungsprogramm von Dipl.-Ing. Weigold half, die Grundlegenden Prinzipien beim Umgang mit dem PIC mit 2 Interrupt-Ebenen zu verstehen.
2. Konzept
2.1 Analyse
Die erfassten Messwerte ermöglichen im Prinzip die Realisierung einer Feldorientierten Regelung (siehe [DReg]). Allerdings ist der verwendete Mikrocontroller mit 10 MipsI und 8k Befehlsspeicher dafür knapp bemessen. Da es in dieser Studienarbeit darum ging, in relativ kurzer Zeit eine geeignete Software für die bestehende Hardware zu entwickeln, fiel die Wahl auf die wesentlich einfachere U/f–Kennlinie. Allerdings sollte die Regelung unter Berücksichtigung der möglichen Messungen möglichst dynamisch und zuverlässig werden. Darüber hinaus sollte mit der Software eine Basis für die Ansteuerung von beliebigen Leistungteilen und Machienensätzen geschaffen werden.
2.2 Zielsetzung
Zunächst soll eine dynamische Drehzahl-Steuerung auf Basis der auf der Platine vorhandenen Messglieder realisiert werden. Diese wird vom Benutzer an die gesteuerte Maschine angepasst und parametrisiert. Anstatt einer starren Rampensteuerung wird eine dynamische Drehzahleinstellung mit Begrenzung von Strom- und Zwischenkreisspannung verwendet. Der Aussteuergrad der Pulsweitenmodulation soll an die Zwischenkreisspannung angepasst werden, damit ein Betrieb der Asynchronmaschine mit Nennspannung auch bei veränderlicher Zwischenkreisspannung gewährleistet ist. Eine reine Steuerung der Asynchronmaschine (ohne Drehzahlrückführung) soll ein wesentliches Ergebnis dieser Arbeit sein. So ist eine dynamische und zuverlässige Ansteuerung einer Asynchronmaschine auch ohne Drehzahlgeber möglich. Aufbauend auf dieser Steuerung soll dann ein Drehzahlregler nach Rückführung der Drehzahl realisiert werden. Für die Parametrisierung der Steuerung und die Darstellung der aktuellen Messwerte soll ein PC-Programm entwickelt werden. Die Parameter sollen im EEPROM des Mikrocontroller abgelegt werden. Der Betrieb muss auch ohne PC möglich sein.
2.3 Ansatz: „Quasi-Stationäre“ RegelungII
[...]
I http://sdcc.sourceforge.net/
II http://www.eclipse.org/
III http://www.eclipse.org/cdt/
I Million instructions per second / Millionen Befehle pro Sekunde
II Für die Zwecke der vorliegenden Arbeit wird der Begriff „Quasi-Stationär“ eingeführt. Er repräsentiert die Betrachtung der Asynchronmaschine in einem stationären Arbeitspunkt, die Regelung kann als ein dynamisches Springen von einem Arbeitspunkt zum nächsten verstanden werden.
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