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Agrarstrukturen in Niederschlesien bzw. Polen im Kontext der Transformation

Scholary Paper (Seminar), 2006, 17 Pages
Author: Johannes Ohnmacht
Subject: Geography / Earth Science - Regional Geography

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2006
Pages: 17
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 16  Entries
Language: German
Archive No.: V84285
ISBN (E-book): 978-3-638-00257-8
ISBN (Book): 978-3-638-91256-3
File size: 708 KB
Notes :
Einige Tabellen und Figuren und umfangreiche Bibliographie


Abstract

Mit seinem Beitritt zur Europäischen Union am 1. Mai 2004 ist Polens Landwirtschaft in eine neue Dimension vorgedrungen: einerseits ist nun der Zugang zu Fördergeldern, zu technischer und wirtschaftlicher Hilfe wesentlich einfacher möglich als zuvor. Andererseits hat sich die Konkurrenzsituation für die polnischen Betriebe aber nochmals verschärft. Es sind sowohl Chancen, als auch Risiken für den Agrarsektor Polens mit dem EU Beitritt verbunden. Erleichtert wurde die Anpassung an die EU Normen sicherlich durch die umfassende Transformation seit 1990, weshalb innerhalb der vorliegenden Arbeit die historische Entwicklung der Landwirtschaft Polens kritisch dargestellt werden soll, um am Ende ein prägnantes Fazit der genutzten und verpassten Chancen zu erlauben. Fokus der Arbeit soll hierbei die Wojewodschaft Niederschlesien sein. Deshalb wird zu Beginn die Verwaltungsreform von 1990 kurz vorgestellt, um die räumliche Eingrenzung des Untersuchungsraumes zu verdeutlichen.


Excerpt (computer-generated)

Albert- Ludwigs- Universität Freiburg im Breisgau
Institut für Kulturgeographie
Regionales Proseminar: Euro-Region-Neiße
SoSe 2006
20.05.2006


Vorgelegt von:
Agrarstrukturen in Niederschlesien bzw. Polen im Kontext der Transformation

 

Johannes Ohnmacht

Wiss. Politik 10. FS
Biologie 10. FS
Geographie 6. FS

 

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung  2

II. Eingrenzung des Untersuchungsraumes 2

III. Natürliche Grundlagen der Agrarproduktion in Polen 4

    1. Klima 4
    2. Böden  4
    3. Relief  5
    4. Bevölkerungsdichte 6

IV. Historische Entwicklung des Agrarsektors  7

    1. Der Agrarsektor vor der Transformation  7
    2. Der Agrarsektor in der Transformationsphase  8
    3. Veränderungen durch den EU- Beitritt  11
    4. Aktuelle Problemfelder  12

V. Fazit 13

Literaturverzeichnis 15

 

 

I. Einleitung

Mit seinem Beitritt zur Europäischen Union am 1. Mai 2004 ist Polens Landwirtschaft in eine neue Dimension vorgedrungen: einerseits ist nun der Zugang zu Fördergeldern, zu technischer und wirtschaftlicher Hilfe wesentlich einfacher möglich als zuvor. Andererseits hat sich die Konkurrenzsituation für die polnischen Betriebe aber nochmals verschärft. Es sind sowohl Chancen, als auch Risiken für den Agrarsektor Polens mit dem EU Beitritt verbunden.
Erleichtert wurde die Anpassung an die EU Normen sicherlich durch die umfassende Transformation seit 1990, weshalb innerhalb der vorliegenden Arbeit die historische Entwicklung der Landwirtschaft Polens kritisch dargestellt werden soll, um am Ende ein prägnantes Fazit der genutzten und verpassten Chancen zu erlauben. Fokus der Arbeit soll hierbei die Wojewodschaft Niederschlesien sein. Deshalb wird zu Beginn die Verwaltungsreform von 1990 kurz vorgestellt, um die räumliche Eingrenzung des Untersuchungsraumes zu verdeutlichen.

 

II. Eingrenzung des Untersuchungsraumes

Polen grenzt mit seinen westlichen Gebieten direkt an die Bundesrepublik Deutschland an. Dort wurden in jüngster Zeit viele so genannte „Euro- Regionen“ gegründet, welche die grenzüberschreitende Zusammenarbeit erleichtern sollen. Aber auch innerhalb Polens wurden die territorialen Verwaltungseinheiten neu gegliedert um sich besser in ein „Europa der Regionen“ einzupassen.

Zum ersten Januar 1999 trat das dreistufige Verwaltungsreformgesetz in Kraft. Es beinhaltet eine Reduktion der Wojewodschaften von ehemals 49 kleineren (seit 1975 bestehenden), zu 16 größeren Wojewodschaften, welche in ihrer Funktion etwa den deutschen Bundesländern entsprechen (Abb.1). Darunter bilden die Kreise und Gemeinden die unteren Verwaltungseinheiten. Die Zielsetzung der Reform ist eine möglichst hohe Dezentralisierung gemäß dem Subsidiaritätsprinzip, eine allgemeine Stärkung der Wojewodschaften und damit die Ermöglichung von interregionalen und transnationalen Kooperationen. Selbiges wurde durch die Gründung der genannten Euro- Regionen teilweise schon in befriedigendem Maße erreicht. Jedoch sind insbesondere die früheren Oberzentren der (kleineren) damaligen Wojewodschaften Verlierer der Reform, zugunsten der neuen Kreisstädte und größeren Agglomerationen1.

Die Raumschaft Niederschlesien fällt heute mit der Wojewodschaft „Dolnoslaskie“ zusammen. Da es aber auch eine Wojewodschaft „Slaskie“ gibt, empfiehlt es sich, bei jener von Oberschlesien anstatt nur von Schlesien zu sprechen, um semantische Irritationen zu vermeiden. Niederschlesien umfasst im südwestlichen Teil Polens ein Gebiet von etwa 20.000 km2 mit knapp 3 Mio.. Einwohnern. Wichtigste Städte sind Breslau, Waldenburg, Liegnitz, Hirschberg und Glatz.

[...]


1 Droth/ Grimm/ Haase, 2000: 101-103.


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