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Gestaltendes Interpretieren: J. W. v. Goethe, „Die Leiden des jungen Werthers“

Subtitle: Unterrichtsentwurf und Verlaufsplanung der Stunde in einem Grundkurs Deutsch

Lesson Plan, 2006, 21 Pages
Author: Kristina Fischer
Subject: German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies

Details

Category: Lesson Plan
Year: 2006
Pages: 21
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 7  Entries
Language: German
Archive No.: V84309
ISBN (E-book): 978-3-638-00264-6
ISBN (Book): 978-3-638-91259-4
File size: 186 KB

Abstract

1.1 Thema der Unterrichtsreihe: Erzählte Welt und erzählendes Ich im Roman am Beispiel von J. W. v. Goethe: „Die Leiden des jungen Werthers“ 1.2 Thema der Stunde: Gestaltendes Interpretieren am Beispiel von Goethes Briefroman „Die Leiden des jungen Werthers “ 2.2 Funktion der Stunde innerhalb der Unterrichtsreihe Begonnen wurde die Unterrichtsreihe im Januar, gipfelt am 22. März in einer Klausur und endet aller Voraussicht nach vor den Osterferien. Bisher wurden die Kommunikations- und die Handlungsstruktur, das Beziehungsdreieck der drei Hauptpersonen Werther, Lotte und Albert inklusive der Charakterisierungen, sowie Werthers Absolutheit der Gefühle behandelt. In letztgenannten Themenblock wurde bereits ein erster Versuch des Gestaltenden Interpretierens vorgenommen. In den letzten Stunden wurde die im Briefroman angelegte Gesellschaftskritik sowie sein Verhältnis zu den drei Ständen herausgearbeitet sowie die Neuerung des „Werthers“ im Vergleich zu anderen Briefromanen seiner Zeit herausgearbeitet. Die heutige Stunde hat zum Ziel, eine im Zentralabitur relevante Aufsatzform einzuüben: die des Gestaltenden Interpretierens. Hierbei soll die Anwendung bestimmter literarischer Formen bzw. Textsorten (in diesem Fall die des Briefes!) eingeübt und obendrein die Kreativität der Schüler gefördert werden. Dies setzt nicht nur eine klare Aufgabenstellung, sondern auch eine genaue Kenntnis der Textvorlage, das Wissen charakteristischer Eigenschaften der Romanfiguren, die Berücksichtigung der Merkmale der unterschiedlichen Textsorten sowie einen stilistisch und inhaltlich angemessenen Schreibstil voraus. Die weiteren Stunden beschäftigen sich mit Werthers Einstellung zur Natur, die Einordnung des Briefromans in die literarische Epoche des Sturm und Drangs, der Rezension des „Werthers“ damals wie heute sowie weiteren Aspekten (siehe Punkt 2.1). Insgesamt soll der Briefroman in seine literarische Epoche eingebettet und die literarhistorische und kulturelle Bedeutung des Textes herausgearbeitet werden. Die Schüler sollen die sprachliche und die künstlerische Qualität sowie den Gattungsbezug des Briefromans erfassen und die damaligen und heutigen Reaktionen auf den Roman diskutieren.


Excerpt (computer-generated)

Entwurf einer Unterrichtsstunde im Fach Deutsch

Gestaltendes Interpretieren: Werther

06. März 2006

von

Kristina Fischer

 

 

 

 

1. Thema  3

2. Einordnung der Stunde  3

3. Unterrichtsziele  5

4. Unterrichtsvoraussetzungen  6

5. Didaktische Entscheidungen  7

6. Antizipation möglicher Schwierigkeiten  14

7. Geplanter Unterrichtsverlauf  15

8. Tafelbild  19

9. Verwendete Literatur  20

 

 

1. Thema

1.1 Thema der Unterrichtsreihe: Erzählte Welt und erzählendes Ich im Roman am Beispiel von J. W. v. Goethe: „Die Leiden des jungen Werthers“
1.2 Thema der Stunde: Gestaltendes Interpretieren am Beispiel von Goethes Briefroman „Die Leiden des jungen Werthers1

2. Einordnung der Stunde

2.1 Themen der vorangegangenen und der folgenden Stunden:

1. Erste Leseeindrücke – exemplarische Wissensabfrage – Erstellen erster Arbeitshypothesen
2. Die Kommunikationsstruktur von Goethes Briefroman „Die Leiden des jungen Werthers“ am Beispiel des Romananfangs
3. Die Handlungsstruktur des „Werther“
4. Das Beziehungsdreieck: Werther-Lotte-Albert
5. Werthers Absolutheit der Gefühle: Liebe und Selbstmord
6. Gesellschaftskritik im „Werther“
7. Der Briefroman als Neuerung: „Werther“ im Vergleich
8. Gestaltendes Interpretieren am Beispiel des Briefs vom 20. Januar 1772
9. Die Natur als Spiegel der Seele
10. Einordnung des „Werthers“ in die Epoche des Sturm und Drang mit Blick auf die Aufklärung und die Klassik
11. Rezension des „Werthers“ damals und heute
12. Vergleich mit Ulrich Plenzdorfs „Die neuen Leiden des jungen W.“
13. Vergleich mit Hanns-Josef Ortheils „Faustinas Küsse“
14. Wirkung des „Werthers“ bis in die heutige Zeit

2.2 Funktion der Stunde innerhalb der Unterrichtsreihe 

Begonnen wurde die Unterrichtsreihe im Januar, gipfelt am 22. März in einer Klausur und endet aller Voraussicht nach vor den Osterferien. Bisher wurden die Kommunikations- und die Handlungsstruktur, das Beziehungsdreieck der drei Hauptpersonen Werther, Lotte und Albert inklusive der Charakterisierungen, sowie Werthers Absolutheit der Gefühle behandelt. In letztgenannten Themenblock wurde bereits ein erster Versuch des Gestaltenden Interpretierens vorgenommen. In den letzten Stunden wurde die im Briefroman angelegte Gesellschaftskritik sowie sein Verhältnis zu den drei Ständen herausgearbeitet sowie die Neuerung des „Werthers“ im Vergleich zu anderen Briefromanen seiner Zeit herausgearbeitet. Die heutige Stunde hat zum Ziel, eine im Zentralabitur relevante Aufsatzform einzuüben: die des Gestaltenden Interpretierens. Hierbei soll die Anwendung bestimmter literarischer Formen bzw. Textsorten (in diesem Fall die des Briefes!) eingeübt und obendrein die Kreativität der Schüler gefördert werden. Dies setzt nicht nur eine klare Aufgabenstellung, sondern auch eine genaue Kenntnis der Textvorlage, das Wissen charakteristischer Eigenschaften der Romanfiguren, die Berücksichtigung der Merkmale der unterschiedlichen Textsorten sowie einen stilistisch und inhaltlich angemessenen Schreibstil voraus. Die weiteren Stunden beschäftigen sich mit Werthers Einstellung zur Natur, die Einordnung des Briefromans in die literarische Epoche des Sturm und Drangs, der Rezension des „Werthers“ damals wie heute sowie weiteren Aspekten (siehe Punkt 2.1). Insgesamt soll der Briefroman in seine literarische Epoche eingebettet und die literarhistorische und kulturelle Bedeutung des Textes herausgearbeitet werden. Die Schüler sollen die sprachliche und die künstlerische Qualität sowie den Gattungsbezug des Briefromans erfassen und die damaligen und heutigen Reaktionen auf den Roman diskutieren.

[....]


1 Zum Titel: Die Erstfassung des Briefromans von 1774 erschien unter diesem Titel. Die überarbeitete Zweitfassung von 1787 trug bereits dem geänderten Sprachgebrauch Rechnung und wurde zu „Die Leiden des jungen Werther“ abgewandelt. Der Text – und Titel! - der von mir verwendeten Schöningh-Ausgabe aus dem Jahre 2005 folgt der ersten Fassung.


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