Bei GRIN registrieren oder einloggen

Your e-mail-address or password is wrong
Jetzt registrieren
Für neue Autoren: kostenlos, einfach und schnell
Dies wird Ihr Benutzername, bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse an

Passwort vergessen

Your e-mail-address or password is wrong

Neues Passwort anfordern
Das Gesundheitskonzept von A. Antonovsky - Zur Bedeutung der Salutogenese für di... close

Bitte warten

Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.

Das Gesundheitskonzept von A. Antonovsky - Zur Bedeutung der Salutogenese für die Gesundheitswissenschaft am Beispiel der Gesundheitskasse AOK Sachsen

Hausarbeit, 2007, 28 Seiten
Autor: Danilo Bernitz
Fach: Gesundheitswissenschaften

Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2007
Seiten: 28
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 13  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V84441
ISBN (E-Book): 978-3-638-00781-8
ISBN (Buch): 978-3-638-91384-3
Dateigröße: 309 KB
Anmerkungen :
Zusammenfassende Bewertung der betreuenden Lehrbeauftragten: Herr Bernitz analysiert in seiner Arbeit nicht nur eingehend das Gesundheitskonzept von Antonovsky sondern hinterfragt in diesem Zusammenhang das Gesundheitsverständnis eines Versicherungsträgers, der sich die Gesundheit auf die Fahnen geschrieben hat. [...]


Zusammenfassung / Abstract

Das deutsche Gesundheitswesen ist traditionell sehr stark auf die „Krankheit“ ausgerichtet. Die Mediziner behandeln Krankheiten und werden von den Krankenkassen bezahlt. In der Pflege wurden bis 2003 Krankenschwestern und Krankenpfleger ausgebildet. Wydler et al. drücken das so aus: „... Medizin als Reparaturbetrieb ...“ (Wydler et al. 2000: 11). Daraus ergibt sich die Kernfrage: „Warum wird der Mensch krank?“ - Doch es gibt auch Menschen die trotz dieser krank machenden Faktoren wie beispielsweise Rauchen, Fehlernährung und mangelnder Bewegung bis ins hohe Alter keinen Arzt brauchen, da sie „gesund“ sind. Wie ist das möglich? „Was erhält den Menschen gesund?“ Darauf gibt die pathologische Sichtweise keine Antworten. Doch genau diese Frage stellte Antonovsky und entwickelte ein Modell. Dabei stellte er der Pathogenese die Salutogenese gegenüber. Doch was ist Salutogenese? - Dazu ein kurzer Blick in das klinische Wörterbuch „Pschyrembel“ (Seit der 259. Auflage aus dem Jahr 2002 ist der Begriff „Salutogenese“ dort zu finden.): „Salutogenese ... [ist die] Bez[eichnung] für den individuellen Entwicklungsprozess von Gesundheit, der sich als zeitbezogenes Ereignis personaler Lern- u[nd] Reifungsprozesse, genet[ischer] Ausstattung, physiol[ogischen] Verhaltens u[nd] soziobiol[ogischer] Umweltfaktoren darstellt.“ (Pschyrembel. Klinisches Wörterbuch 2002: 1478) Meine Hausarbeit gliedert sich in zwei große Themenschwerpunkte. Der erste Schwerpunkt liegt auf der theoretischen Vorstellung des Modells der Salutogenese von Antonovsky und dessen Bedeutung für die Gesundheitswissenschaften. Den zweiten Schwerpunkt widme ich der praktischen Anwendung. Dabei beschränkte ich mich auf die Frage inwieweit die Erhaltung der Gesundheit bei der „AOK Sachsen - Die Gesundheitskasse" eine Rolle spielt.


Textauszug (computergeneriert)

Hamburger Fern-Hochschule, Studiengang Pflegemanagement
Studienfach Gesundheitswissenschaft
Frühjahrssemester 2007, 25.08.07

Das Gesundheitskonzept von A. Antonovsky -

Zur Bedeutung der Salutogenese für die Gesundheitswissenschaft
am Beispiel der Gesundheitskasse AOK Sachsen

von

Danilo Bernitz

 


Inhaltsverzeichnis

1 Verzeichnisse... 4

1.1 Abbildungs- und Tabellenverzeichnis... 4
1.2 Abkürzungsverzeichnis... 4

2 Einführung in die Thematik... 5

3 Salutogenese... 6

3.1 Gesundheits-Krankheits-Kontinuum... 7
3.2 Kohärenzgefühl... 8

3.2.1 Verstehbarkeit als das kognitive Element... 9
3.2.2 Handhabbarkeit als das bewältigende Element... 9
3.2.3 Bedeutsamkeit als das motivationale Element... 19

3.3 Stressoren und generalisierte Widerstandsressourcen... 10

3.3.1 Stressoren... 10
3.3.2 Generalisierte Widerstandsressourcen... 11
3.3.3 Weiterentwicklung zum Widerstandsressourcen-Widerstandsdefizit-Kontinuum... 11

3.4 Das Modell im Überblick... 11
3.5 Bedeutung des Modells... 13

4 AOK Sachsen - Die Gesundheitskasse... 14

4.1 Ein rechtlicher Exkurs... 15
4.2 Das Logo: AOK Die Gesundheitskasse... 15
4.3 Quantitative Inhaltsanalyse des Kundenmagazins „Bleibgesund Life“... 15

4.3.1 Identitätsfrage: Gesundheitskasse oder Krankenkasse?... 16
4.3.2 Alles für die Gesundheit... 17
4.3.3 Gesund oder krank... 18

4.4 Qualitative inhaltliche Auswertung der Kundenmagazine... 18

4.4.1 Bewegung... 19
4.4.2 Ernährung... 21
4.4.3 Früherkennung... 21
4.4.4 Gesundheitsangebote (Kurse / Programme)... 22
4.4.5 Einzelne Schwerpunkte... 22

4.5 Kritische Würdigung... 23

5 Ein persönliches Resümee... 25

Quellenverzeichnis... 26

Anlage: Kategorien der Gesundheitsförderung... 27


 


2 Einführung in die Thematik

Das deutsche Gesundheitswesen ist traditionell sehr stark auf die „Krankheit“ ausgerichtet. Die Mediziner behandeln Krankheiten und werden von den Krankenkassen bezahlt. In der Pflege wurden bis 2003 Krankenschwestern und Krankenpfleger ausgebildet. Wydler et al. drücken das so aus: „... Medizin als Reparaturbetrieb ...“ (Wydler et al. 2000: 11). Daraus ergibt sich die Kernfrage: „Warum wird der Mensch krank?“ - Doch es gibt auch Menschen die trotz dieser krank machenden Faktoren wie beispielsweise Rauchen, Fehlernährung und mangelnder Bewegung bis ins hohe Alter keinen Arzt brauchen, da sie „gesund“ sind. Wie ist das möglich? „Was erhält den Menschen gesund?“ Darauf gibt die pathologische Sichtweise keine Antworten. Doch genau diese Frage stellte Antonovsky und entwickelte ein Modell. Dabei stellte er der Pathogenese die Salutogenese gegenüber. Doch was ist Salutogenese? - Dazu ein kurzer Blick in das klinische Wörterbuch „Pschyrembel“ (Seit der 259. Auflage aus dem Jahr 2002 ist der Begriff „Salutogenese“ dort zu finden.): „Salutogenese ... [ist die] Bez[eichnung] für den individuellen Entwicklungsprozess von Gesundheit, der sich als zeitbezogenes Ereignis personaler Lern- u[nd] Reifungsprozesse, genet[ischer] Ausstattung, physiol[ogischen] Verhaltens u[nd] soziobiol[ogischer] Umweltfaktoren darstellt.“ (Pschyrembel. Klinisches Wörterbuch 2002: 1478) Meine Hausarbeit gliedert sich in zwei große Themenschwerpunkte. Der erste Schwerpunkt liegt auf der theoretischen Vorstellung des Modells der Salutogenese von Antonovsky und dessen Bedeutung für die Gesundheitswissenschaften. Den zweiten Schwerpunkt widme ich der praktischen Anwendung. Dabei beschränkte ich mich auf die Frage inwieweit die Erhaltung der Gesundheit bei der „AOK Sachsen - Die Gesundheitskasse" eine Rolle spielt.

3 Salutogenese

Aaron Antonovsky wurde 1923 in Brooklyn (USA) geboren, diente im zweiten Weltkrieg in der amerikanischen Armee und emigrierte 1960 mit seiner Frau nach Israel (vgl. Antonovsky 1982: xiii-xiv). Wie ist der Begriff Salutogenese entstanden? Antonovsky führte 1970 in Israel eine Untersuchung über die Adaption von Frauen an das Klimakterium durch. Unter den Frauen waren Überlebende aus den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten. Dabei stellte er etwas für ihn Unbegreifliches fest. Ein Teil dieser Frauen hatte einen guten Gesundheitszustand und war glücklich. Wie konnte das nach all den Strapazen, Qualen und Entbehrungen sein? (vgl. Antonovsky 1982: 5-7; vgl. Antonovsky 1997: 15). Antonovsky schrieb darüber: „Dies war für mich die dramatische Erfahrung, die mich bewusst auf den Weg brachte, das zu formulieren, was ich später als das salutogenetische Modell bezeichnet habe...“ (Antonovsky 1997: 15). Die zentrale Frage der Salutogenese ist nach Antonovsky: „Why do people stay healthy?“ (Antonovsky 1982: 35) - Warum sind, bleiben und werden Menschen gesund - trotz vielfältiger Gesundheitsrisiken und extremster Belastungssituationen?
Antonovsky beschreibt diese Frage in einer Metapher: Demnach ist das Leben ein Fluss, indem es verschiedene Strömungen oder gefährliche Stromschnellen gibt. Ein Großteil des Flusses ist verschmutzt. Der Mensch ist ein Schwimmer in diesem Fluss. Antonovsky untersucht nun: Wie wird der Mensch „... ein guter Schwimmer“, inmitten der historischen, soziokulturellen und physikalischen Umweltbedingungen (vgl. Antonovsky 1997: 92)? Ergänzend schreibt Antonovsky: „Ich bin tief und überzeugt jüdisch. 2.000 Jahre jüdische Geschichte, die ihren Höhepunkt in Auschwitz und Treblinka fand, haben bei mir zu einem profunden tiefen Pessimismus in bezug[!] auf Menschen geführt. Ich bin überzeugt, daß[!] wir uns alle immer im gefährlichen Fluß[!] des Lebens befinden und niemals sicher am Ufer stehen.“ (Antonovsky 1993: 7) Das Modell von Antonovsky besteht aus verschiedenen Elementen. Diese werde ich in den folgenden Unterkapiteln einzeln erklären. In Kapitel 3.4 werde ich die Zusammenhänge dann anhand einer von mir vereinfachten Darstellung erläutern.

3.1 Gesundheits-Krankheits-Kontinuum

Antonovsky versteht Salutogenese und Pathogenese als gegenseitige Ergänzung. Die Behandlung der Krankheit und die Erhaltung der Gesundheit gehören für ihn zusammen. Eine isolierte Betrachtung führt zur Vernachlässigung von wichtigen Aspekten. Die rein salutogenetische Sicht vernachlässigt die Heilung der Krankheiten. Bei der rein pathogenetischen Sicht wird die Gesunderhaltung und -förderung vernachlässigt. Die Verbindung von Gesundheit und Krankheit nennt er Gesundheits-Krankheits-Kontinuum. Jeder Mensch ist damit immer zugleich gesund und krank bis zum Tod - nur unterschiedlich gewichtet (vgl. Antonovsky 1982: 45-52; vgl. Antonovsky 1997: 21-31). Diesen Zusammenhang verdeutlicht die Abbildung 1, die mit Hilfe einer Waage das Gesundheits-Krankheits-Kontinuum darstellt. Die Gewichte „Risiken“ und „Ressourcen“ sind damit verantwortlich dafür, wo der Mensch auf dem Gesundheits-Krankheits-Kontinuum platziert ist.

Abbildung 1: Das Waage-Modell nach Antonovsky (vgl. Antonovsky 1997: 22-26). [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

3.2 Kohärenzgefühl

[...]


Kommentare

Bisher keine Kommentare

Kommentar hinzufügen
Ihr Kommentar wird redaktionell geprüft und dann freigeschaltet

Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:


Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/84441/das-gesundheitskonzept-von-a-antonovsky-zur-bedeutung-der-salutogenese
please wait Bitte warten