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Die Bedeutung des Verlustes der Wohnung für Frauen, die in einem Frauenhaus Schutz suchen

Termpaper, 2007, 18 Pages
Author: Iris-Annabell Maclean
Subject: Sociology - Habitation, Urban Sociology

Details

Event: Seminar "Wohnen"
Institution/College: Kath. FH (Kath. FH)
Tags: Bedeutung, Verlustes, Wohnung, Frauen, Frauenhaus, Schutz, Seminar, Wohnen
Category: Termpaper
Year: 2007
Pages: 18
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 6  Entries
Language: German
Archive No.: V84467
ISBN (E-book): 978-3-638-00815-0
ISBN (Book): 978-3-638-91408-6
File size: 167 KB

Abstract

Diese Hausarbeit befasst sich mit der Situation von Frauen in der Bundesrepublik Deutschland, die aufgrund häuslicher Gewalt Schutz in einem Frauenhaus suchen und als Folge dessen ihre Wohnung verloren haben bzw. diese nicht mehr aufsuchen. In dieser Hausarbeit wird die Bedeutung des Zuhauses erläutert, „Häusliche Gewalt“ definiert und der damit unter Umständen einhergehende Verlust der Wohnung und des Wohnumfeldes erörtert. Das Leben im Frauenhaus wird beschrieben und zudem das Gewaltschutzgesetz (GewSchG) berücksichtigt. Weiterhin befasst sich diese Hausarbeit mit der finanziellen Problematik durch den Verlust der Wohnung der Frauenhausbewohnerinnen. Während der Recherche zu dieser Hausarbeit stellte sich heraus, dass es kaum einschlägige Literatur zu dem Thema gibt. Durch meine praktische Arbeit in einem autonomen Frauenhaus bin ich jedoch mit den durch Verlust der Wohnung einhergehenden Schwierigkeiten der Frauen in Berührung gekommen, so dass ich u.a. Erfahrungswerte wiedergeben werde. Diese sind nicht empirisch, sondern dienen lediglich der Plausibilität und Veranschaulichung. Diese Hausarbeit befasst sich mit den Frauen, die durch ihre Ehemänner/Partner Gewalt erfahren haben. Ich weise darauf hin, dass ich Frauen, die von Zwangsprostitution betroffen sind, nicht mit einbezogen habe, da diese in der Regel bereits vor einem Frauenhausaufenthalt von latenter Wohnungslosigkeit betroffen waren.


Excerpt (computer-generated)

Die Bedeutung des Verlustes der Wohnung für Frauen,
die in einem Frauenhaus Schutz suchen

von

Iris-Annabell Maclean

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung... 3

2. Häusliche Gewalt... 4

3. Das Zuhause... 4

3.1 Der Verlust der Wohnung und Hartz IV... 5

4. Leben im Frauenhaus... 8

4.1 Privatheit?... 9

4.1.1 Mutter und Kind... 10

4.2 Ortsidentität = Selbstidentität... 12

5. Auswirkungen des Gewaltschutzgesetzes (GewSchG)... 15

6. Persönliches Fazit... 16

Literaturverzeichnis... 17


 

1. Einleitung

Diese Hausarbeit befasst sich mit der Situation von Frauen in der Bundesrepublik Deutschland, die aufgrund häuslicher Gewalt Schutz in einem Frauenhaus suchen und als Folge dessen ihre Wohnung verloren haben bzw. diese nicht mehr aufsuchen. In dieser Hausarbeit wird die Bedeutung des Zuhauses erläutert, „Häusliche Gewalt“ definiert und der damit unter Umständen einhergehende Verlust der Wohnung und des Wohnumfeldes erörtert. Das Leben im Frauenhaus wird beschrieben und zudem das Gewaltschutzgesetz (GewSchG) berücksichtigt. Weiterhin befasst sich diese Hausarbeit mit der finanziellen Problematik durch den Verlust der Wohnung der Frauenhausbewohnerinnen.
Während der Recherche zu dieser Hausarbeit stellte sich heraus, dass es kaum einschlägige Literatur zu dem Thema gibt. Durch meine praktische Arbeit in einem autonomen Frauenhaus bin ich jedoch mit den durch Verlust der Wohnung einhergehenden Schwierigkeiten der Frauen in Berührung gekommen, so dass ich u.a. Erfahrungswerte wiedergeben werde. Diese sind nicht empirisch, sondern dienen lediglich der Plausibilität und Veranschaulichung. Im Übrigen handelt es sich um ein sehr komplexes Thema. Aufgrund der Rahmenbedingungen für eine Hausarbeit ist es nicht möglich, die Thematik als Ganzes zu erfassen. Manche Bereiche habe ich darum nur tangiert, andere gänzlich ausgeklammert. Diese Hausarbeit befasst sich mit den Frauen, die durch ihre Ehemänner/Partner Gewalt erfahren haben. Ich weise darauf hin, dass ich Frauen, die von Zwangsprostitution betroffen sind, nicht mit einbezogen habe, da diese in der Regel bereits vor einem Frauenhausaufenthalt von latenter Wohnungslosigkeit betroffen waren1.

2. Häusliche Gewalt

„Häusliche Gewalt bezeichnet (unabhängig vom Tatort/auch ohne gemeinsamen Wohnsitz) Gewaltstraftaten zwischen Erwachsenen
in einer partnerschaftlichen Beziehung,
o die derzeit besteht,
o die sich in Auflösung befindet oder
o die aufgelöst ist
oder die
in einem Angehörigenverhältnis zueinander stehen.“2

Es gibt derzeit keine repräsentativen Angaben zur tatsächlichen Häufigkeit häuslicher Gewalt in Deutschland, insbesondere psychische und sexuelle Gewalt lassen sich nur schwer erfassen. Einen Anhaltspunkt liefert jedoch die Anzahl der Frauen, die in einem Frauenhaus Schutz vor Übergriffen ihrer Partner gesucht haben. So flüchten jährlich rund 40.000 Frauen mit ihren Kindern in ein Frauenhaus, davon kehren rund 60% zurück zu ihrem Partner in die gemeinsame Wohnung. Das bedeutet, dass es weniger als der Hälfte der Frauen gelingt, sich nach der räumlichen Trennung von ihren gewalttätigen Partnern zu lösen und ein selbstbestimmtes Leben führen3. Doch ist es tatsächlich immer die Sehnsucht nach dem (Ehe-)Partner, die die Frauen zur Rückkehr bewegt?

3. Das Zuhause

Nach Maslow hat der Mensch u.a. folgende Bedürfnisse: biologisch-physiologische Bedürfnisse (Hunger-Durst, Schlafen-Wachen, Körperpflege + Hygiene, Wärme, Sexualität + Reproduktion), Bedürfnis nach Sicherheit (z.B. Rückzugsmöglichkeit, Schutz vor Lärm/Sicht, Angriffe anderer Personen) und soziale Bedürfnisse wie Privatheit, Gemütlichkeit, Nähe-Distanz-Regulation, eigener Besitz, Aneignung der Umgebung, eigene Territorien. Weiterhin psychologische Bedürfnisse (Erholung, Vertrauen/Liebe zu Personen und Orten, Autonomie-Bedürfnis u. a.) und das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung, also z.B. vertiefen der Interessen, Ortung, Findung und Darstellung der eigenen Person. Diese und weitere Bedürfnisse befriedigen wir insbesondere innerhalb unserer Wohnräume.

[...]


1 vgl. Enders-Dragässer, U. u.a., 2000: S. 100

2 Kavemann, B., 2002: S.204

3 vgl. Kavemann, B., 2002: S. 32 ff.


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