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Hauptseminararbeit, 2005, 23 Seiten
Autor: Christian Dunke
Fach: Romanistik - Vergleichende Romanistik
Details
Institution/Hochschule: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Romanistik)
Tags: Adverb, Syntax, Sprachen, Beispiel, Spanischen, Portugiesischen, Hauptseminar, Syntax, Sprachen
Jahr: 2005
Seiten: 23
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 18 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-01363-5
Dateigröße: 216 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Um die Syntax des Adverbs in den iberoromanischen Sprachen untersuchen zu können, muss man zuallererst genau definieren, was ein Adverb im Spanischen beziehungsweise im Portugiesischen bedeutet. Glücklicherweise entstammen das Spanische und das Portugiesische aus demselben Vulgärlatein, so dass es schon bei der Definition zu auffälligen Similaritäten kommt. Ob dies für die weiteren Eigenschaften des Adverbs, besonders auf syntaktischer Ebene, auch zutrifft, ist Gegenstand dieser Arbeit. Zunächst soll der Fall des Spanischen genauer untersucht werden; ich werde hier noch einmal kurz auf die verschiedenen Formen, die das Adverb im Spanischen annehmen kann, eingehen und auch die adverbialen Ausdrücke nicht außer Acht lassen. Weiter soll die Funktion der Adverbien innerhalb eines Satzes untersucht werden; in diesem Zuge ist es essentiell, die Adverbien zu klassifizieren und etwaige Besonderheiten herauszuarbeiten, da diese Klassifizierung verschiedene Einflüsse auf die Funktion und vor allem die Stellung des Adverbs im Satz aufweisen könnte. Dasselbe gilt auch für den Fall des Portugiesischen. In gleicher Weise will ich das portugiesische Adverb und seine Formen und adverbialen Ausdrücke untersuchen; auch hier ist es nötig, die Adverbien in die hassgeliebten Kategorien einzuordnen, was den Zweck hat, so am besten auf ihre Besonderheiten und Funktionen abheben zu können, die unwiderruflich mit der syntaktischen Stellung des Adverbs verbunden sind. Nach diesen grundlegenden Beobachtungen habe ich vor, das spanische Adverb mit dem portugiesischen zu vergleichen. Dabei soll nur kurz auf die Unterschiede der beiden Adverben in ihren Formen und Eigenschaften eingegangen werden, so dass später die Funktion und die Syntax der beiden im Vergleich im Kontrast gesehen werden können. Dabei interessiert mich besonders, ob es in der Stellung der Adverbien einen signifikanten Unterschied in der Gebrauchsweise gibt, oder ob das Vulgärlatein damals schon bis heute gültige und damit gemeinsame Strukturen vorgegeben hat, die sich in beiden Sprachen gleichermaßen äußern.
Textauszug (computergeneriert)
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Brsg.
Romanisches Seminar
Hauptseminar: Die Syntax der iberoromanischen Sprachen
Das Adverb in der Syntax der iberoromanischen Sprachen
am Beispiel des Spanischen und Portugiesischen
Vorgelegt von: Christian Dunke
Englisch: 8. FS
Sport: 8. FS
Spanisch: 8. FS
Lehramt an Gym.
Gliederung
EINLEITUNG 3
Definition 4
DAS SPANISCHE 5
Funktion des Adverbs im Spanischen 5
Die verschiedenen Formen des spanischen Adverbs 6
Der Gebrauch der Adverbien 7
Adverbklassen des Spanischen 7
Die Stellung des spanischen Adverbs 9
Schlußfolgerungen für das Spanische 11
DAS PORTUGIESISCHE 12
Funktion des Adverbs im Portugiesischen 12
Die verschiedenen Formen des Portugiesischen Adverbs 12
Der Gebrauch der portugiesischen Adverbien 13
Adverbklassen des Portugiesischen 15
Die Stellung des portugiesischen Adverbs 16
Schlußfolgerungen für das Portugiesische 18
SCHLUSSWORT 19
BIBLIOGRAPHIE 21
2
Einleitung
Um die Syntax des Adverbs in den iberoromanischen Sprachen untersuchen zu können, muss
man zuallererst genau definieren, was ein Adverb im Spanischen beziehungsweise im
Portugiesischen bedeutet. Glücklicherweise entstammen das Spanische und das
Portugiesische aus demselben Vulgärlatein, so dass es schon bei der Definition zu auffälligen
Similaritäten kommt. Ob dies für die weiteren Eigenschaften des Adverbs, besonders auf
syntaktischer Ebene, auch zutrifft, ist Gegenstand dieser Arbeit. Zunächst soll der Fall des
Spanischen genauer untersucht werden; ich werde hier noch einmal kurz auf die
verschiedenen Formen, die das Adverb im Spanischen annehmen kann, eingehen und auch die
adverbialen Ausdrücke nicht außer Acht lassen. Weiter soll die Funktion der Adverbien
innerhalb eines Satzes untersucht werden; in diesem Zuge ist es essentiell, die Adverbien zu
klassifizieren und etwaige Besonderheiten herauszuarbeiten, da diese Klassifizierung
verschiedene Einflüsse auf die Funktion und vor allem die Stellung des Adverbs im Satz
aufweisen könnte.
Dasselbe gilt auch für den Fall des Portugiesischen. In gleicher Weise will ich das
portugiesische Adverb und seine Formen und adverbialen Ausdrücke untersuchen; auch hier
ist es nötig, die Adverbien in die hassgeliebten Kategorien einzuordnen, was den Zweck hat,
so am besten auf ihre Besonderheiten und Funktionen abheben zu können, die unwiderruflich
mit der syntaktischen Stellung des Adverbs verbunden sind.
Nach diesen grundlegenden Beobachtungen habe ich vor, das spanische Adverb mit dem
portugiesischen zu vergleichen. Dabei soll nur kurz auf die Unterschiede der beiden Adverben
in ihren Formen und Eigenschaften eingegangen werden, so dass später die Funktion und die
Syntax der beiden im Vergleich im Kontrast gesehen werden können.
Dabei interessiert mich besonders, ob es in der Stellung der Adverbien einen signifikanten
Unterschied in der Gebrauchsweise gibt, oder ob das Vulgärlatein damals schon bis heute
gültige und damit gemeinsame Strukturen vorgegeben hat, die sich in beiden Sprachen
gleichermaßen äußern.
3
Definition
Schon alleine die Definition des Adverbs in nur einer Sprache, es sei hier auf das Spanische
abgehoben, weist über den Lauf der Zeit Veränderungen auf, was das Adverb zu einem
brisanten Thema macht, da zuerst einmal definiert werden muss, wovon man eigentlich
spricht und was man untersuchen will.
Nebrijas Grammatik und bis zu einem Zeitpunkt die darauffolgend erschienenen
Grammatiken auch, zählten das Adverb vielleicht der Einfachkeit halber zu den ,,Partes
indeclinables de la oración". Damit befanden sich die Adverben in einer Gruppe mit den
adverbialen Ausdrücken, den Präpositionen und sogar den Konjunktionen.1
Trotz der Ähnlichkeiten der Adverbien mit diesen Gruppen in ihrer Undeklinierbarkeit und
besonders in ihrer Bedeutung, muss das Adverb jedoch alleine und als eigene Kategorie
betrachtet werden, sowie es heute allgemeingültige Konvention ist.
Die heutige Konvention sieht im Adverb einen ,,Fall für sich" alleine und charakterisiert das
Adverb folgendermaßen:
Das Adverb ist ein Teil des Satzes, der die Umstände, unter welchen das im Satz Vermittelte
geschieht, durch seine Ergänzung ausdrückt. Deswegen wird im Spanische auch von einer
Complemento circunstancial gesprochen. Das Adverb ist, wie schon Nebrija herausfand
undeklinierbar und gibt eine zusätzliche Information weiter. Diese gibt die Umstände wieder
und kann dem Verb oder dem Adjektiv als Ergänzung dienen. Deswegen kann das Adverb
alle möglichen näher bestimmenden Bedeutungen haben; die der Zeit, des Orts, der Art und
Weise oder der Qualität und Quantität. Des weiteren kann es sogar die Übereinstimmung, den
Zweifel oder die Verneinung des Sprechers/Schreibers zu dem von ihm Gesagten
ausdrücken.2
Da das Adverb, wie bewiesen wurde in seiner Form sehr heterogen ist und eine sehr große
Gruppe von Wörtern beinhalten kann, muss man, dieses Adverb in seiner Gesamtheit nun
seiner Form und Bedeutung nach in verschiedene Gruppen klassifizieren, um dem Ziel dieser
Arbeit näher zu kommen, welche die syntaktische Funktion und Stellung der Adverbien
erforschen will.
1 ÀNGELES ÁLVAREZ MARTÌNEZ, Maria (2000):
El adverbio
. Madrid: Arco Libros, S.11
2 ÀNGELES ÁLVAREZ MARTÌNEZ, Maria (2000):
El adverbio
. Madrid: Arco Libros, S.12
4
Das Spanische
Funktion des Adverbs im Spanischen
Wie aus der Definition hervorgeht, haben die Adverbien die Funktion, andere Satzteile näher
zu bestimmen. Hier sind in erster die nähere Bestimmung von Verben, Adjektiven und
anderen Adverbien gemeint. Jedoch haben Adjektive sogar die Fähigkeit, einen ganzen Satz
näher zu bestimmen oder sogar als Satzäquivalent zu dienen.
Im Spanischen kann es jedoch zu einem speziellen Ausnahmefall kommen, der schon hier, bei
den allerersten Schritten zu Problemen bei der genauen Bestimmung führt:
Im Spanischen kann das Adverb zudem auch dazu dienen, genauso wie ein Adjektiv dieses
normalerweise übernehmen würde, das Substantiv des Satzes zu ergänzen und damit näher zu
bestimmen.3
Beispiele hierfür wären:
Una situación así
es imprescindible.
Somos muy amigos.
La gente bien
no comite faltas.
Nun bestimmt das Adverb jedoch weit mehr, wie nur das Verb eines Satzes wie aus dem
ersten Abschnitt dieses Kapitels hervorgeht. Die bis dahin gängige Definition der lateinischen
Grammatiken, Adverbium, ,,das Verb näher bestimmend", die die lateinischen Grammatiker
von ihren griechischen Kollegen übernahmen (Epi-rhema) ist also außer Kraft gesetzt. Wie
gesehen ist es im Spanischen auch für Adjektive, andere Adverbien und mit obigem Beispiel
sogar auch noch in Ausnahmefällen für Substantive zuständig.
Schon auf der Funktionsebene weicht das spanische Adverb in diesen Ausnahmefällen ab,
dass die Allgemeingültigkeit der heutigen Regeln damit unterlaufen wird.
3 REUMUTH , Wolfgang und WINKELMANN, Otto (1993):
Praktische Grammatik der
spanischen Sprache.
Wilhelmsfeld: Egert. S. 244
5
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