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Subtitle: Mit besonderem Augenmerk auf den Werken "El Acero de Madrid", "Peribáñez y el Comendador de Ocaña" und "El Caballero de Olmedo"
Termpaper, 2005, 15 Pages
Author: Christian Dunke
Subject: Romance Languages - Spanish Studies
Details
Institution/College: University of Freiburg (Romanisches Seminar)
Tags: Frauenbild, Theater, Lope, Vegas, Proseminar, Lope, Vega
Year: 2005
Pages: 15
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 5 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-01409-0
File size: 157 KB
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Abstract
Lope de Vega, einer der berühmtesten spanischen Figuren des Siglo de Oro schrieb zwischen 1585 und 1631 zahlreiche Theaterstücke, die zu damaliger und heutiger Zeit mit großer Begeisterung gelesen oder dargeboten und aufgenommen wurden. Es wird geschätzt, dass Lope insgesamt mehr als 1500 Theaterstücke schrieb, von denen uns leider nur noch rund ein Drittel erhalten sind. Lope de Vega, selbst aus einfachen Verhältnissen stammend, gilt als der Begründer des spanischen Nationaltheaters. In seinen Theaterstücken spielen auffällig oft als wunderschön angepriesene Frauen eine große Rolle. Diese Frauen und die mit ihnen verbundene Ehre ihrer Männer stellen in vielen Stücken einen Streitpunkt dar, den es für die verschiedenen Parteien des Theaterstücks natürlich immer zu verteidigen gilt- und lohnt. Jedoch führt dies in den meisten Fällen zu einem unlösbaren Konflikt, der logischerweise tragisch enden muß: Die Frau in vielen seinen Comedias lässt diese somit zu Tragicomedias werden. Ohne die Rolle der Frau wären viele der Stücke Lopes schier unvorstellbar, da sie dann ganz ohne Problemstellung existieren würden und somit ihre Wirkung als Theaterdrama weit verfehlt hätten.
Excerpt (computer-generated)
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Brsg.
Romanisches Seminar
Proseminar: Lope de Vega
Sommersemester 2005
Das Frauenbild im Theater Lope de Vegas
Mit besonderem Augenmerk auf den Werken
El Acero de Madrid, Peribáñez y el Comendador de Ocaña
und
El Caballero de Olmedo
Vorgelegt von: Christian Dunke
Englisch (HF): 7 FS
Sport (HF): 7 FS
Spanisch (NF): 7 FS
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 3
Rein äußerlich 4
Ausdruck der Schönheit der Frau und ihre Metaphern 7
Schönheit und Ehre 9
Tugenden 12
Schluss 13
Bibliographie 14
2
Einleitung
Lope de Vega, einer der berühmtesten spanischen Figuren des
Siglo de Oro
schrieb zwischen
1585 und 1631 zahlreiche Theaterstücke, die zu damaliger und heutiger Zeit mit großer
Begeisterung gelesen oder dargeboten und aufgenommen wurden. Es wird geschätzt, dass
Lope insgesamt mehr als 1500 Theaterstücke schrieb, von denen uns leider nur noch rund ein
Drittel erhalten sind.
Lope de Vega, selbst aus einfachen Verhältnissen stammend, gilt als der Begründer des
spanischen Nationaltheaters. In seinen Theaterstücken spielen auffällig oft als wunderschön
angepriesene Frauen eine große Rolle. Diese Frauen und die mit ihnen verbundene Ehre ihrer
Männer stellen in vielen Stücken einen Streitpunkt dar, den es für die verschiedenen Parteien
des Theaterstücks natürlich immer zu verteidigen gilt- und lohnt. Jedoch führt dies in den
meisten Fällen zu einem unlösbaren Konflikt, der logischerweise tragisch enden muß:
Die Frau in vielen seinen
Comedias
lässt diese somit zu
Tragicomedias
werden. Ohne die
Rolle der Frau wären viele der Stücke Lopes schier unvorstellbar, da sie dann ganz ohne
Problemstellung existieren würden und somit ihre Wirkung als Theaterdrama weit verfehlt
hätten.
Glücklicherweise ist dies in den Stücken
Peribañez y el Comendador de Ocaña
und
El
caballero de Olmedo
nicht der Fall. Die Schöne macht die Dramen zu dem, was sie sind- es
sind Dramen, in denen die Verteidigung, Wiederherstellung der Ehre und der Besitzanspruch
auf eben diese schöne Frau der Grund für packende Szenen und ein zumeist blutiges Ende
sind.
Doch auch in den etwas gewaltfreieren Dramen wie beispielsweise im
El Acero de Madrid
spielt die Liebe der Frauen die zentrale Rolle des Stückes.
Zwar fliest in
El Acero de Madrid
kein Blut, doch stiftet dieses Thema doch reichlich
Verwirrung und lässt auch einmal den Degen ziehen.
In Lopes eigenem Leben gab es eine Reihe von Frauen mit denen er in heftige Liebesaffären
verstrickt war, die ihn auch einmal in ein Exil nach Valencia verbannten.
Diese Bewegung von der Komödie hin zur Tragikomödie weist somit vielleicht sogar
autobiografische Züge auf.
Was hat es nun auf sich mit der geheimnisvollen Schönen Frau, wie wird diese in Lopes
Dramen dargestellt?
3
Gibt es einheitliche Richtlinien oder Tendenzen, wie die schöne begehrenswerte Frau dieser
Dramen aussieht und gekleidet ist?
Oder ist etwa das Verhalten dieser Schönen reglementiert; und wenn ja, warum?
Nur aufgrund ihrer Schönheit?
Gibt es einen Zusammenhang zwischen ihrem Äußeren und den ihr auferlegten
Verhaltensregeln?
Gerade weil die Frau in jedem von uns bisher gelesenen Drama soviel Konflikte und auch
soviel fliesendes Blut provoziert hat, sind dies einige der fragen, die sich mir beim Umgang
mit Lopes Werken über den Lauf der Zeit gestellt haben und genau deshalb finde ich, dass die
Erörterung des Themas ,,Das Frauenbild im Theater Lope de Vegas" ein zentraler Aspekt
zum Verständnis Lopes Theaterstücke darstellt.
Rein äußerlich
Wie schon in meiner Einleitung angedeutet, vertrete ich den Standpunkt, dass Lopes
Komödien durch einen sehr positiven Aspekt, die natürliche Schönheit einer schönen jungen
Frau einen Wandel zur Tragikomödie durchmachen., die, wie der Name schon besagt ein
tragisches, zumeist blutiges Ende hat.
Auch ganz generell bestand im Äußeren der spanischen Frau des
Siglo de Oro,
ganz
unabhängig von Lope de Vegas Sicht der Dinge, ihre wichtigste Eigenschaft in ihrer
Schönheit. Genauso sieht es auch Smith , die ich an dieser Stelle zitieren möchte:
We have seen, for example, that physical beauty and its trappings were of paramount concern
to women of Golden Age Spain.
Smith verweist daraufhin auf die Feministin Naomi Wolf, die in der Schönheit einer Frau
auch das sieht, was die Frauen den Männern untertan gemacht hat, beziehungsweise das, was
die Männer um die Frau streiten lässt und nicht andersherum.
Doch in meiner Hausarbeit geht es gar nicht so sehr darum, wer um wen wirbt, sondern will
ich einen Schritt weitergehen und mir selbst die Frage stellen, warum diese Dramen eine Frau
in den Mittelpunkt stellen, beziehungsweise den Streit, den Konflikt um sie.
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