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Das Anti-Aggressivitäts-Training (AAT) für Gewalttäter

Scholary Paper (Seminar), 2001, 24 Pages
Author: Martin Wolf
Subject: Psychology - Forensic Psychology, Penal System

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2001
Pages: 24
Grade: 2,0
Language: German
Archive No.: V8499
ISBN (E-book): 978-3-638-15452-9
ISBN (Book): 978-3-638-64047-3
File size: 210 KB

Abstract

Die vorliegende Seminararbeit befaßt sich mit dem Anti-Aggressivitäts-Training (AAT) als deliktspezifische Behandlungsmaßnahme von gewalttätigen Jugendlichen im Jugendstrafvollzug. Die Arbeit stellt sich als zentrale Frage: Wie effizient ist das Anti-Aggressivitäts-Training eigentlich? Um dies zu klären, werden die Zielgruppe und der Trainingsaufbau sowie Trainingsfaktoren, Lerninhalte und Lernziele des AAT dargestellt. Im zweiten Teil der Arbeit wird eine von Prof. Dr. Jens Weidner durchgeführte Erhebung zur Effizienz des Anti-Aggressivitäts-Trainings erläutert und kritisch beleuchtet. Das AAT ist eine deliktspezifische, sozialpädagogisch-psychologische Behandlungsmaßnahme für gewalttätige Wiederholungstäter im Jugendstrafvollzug. Das Training beruht auf einem lerntheoretisch-kognitiven Paradigma, wobei Erkenntnisse der Aggressionstheorien im Vordergrund stehen.


Excerpt (computer-generated)

Das Anti-Aggressivitäts-Training (AAT) für Gewalttäter

von Martin Wolf



Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 3

2. Das Anti-Aggressivitäts-Training (AAT) für Gewalttäter 4

2.1. Zielgruppe 4
2.1.1. Beurteilungskriterien 4
2.1.2. Rechtsstaatliche Prinzipien 5
2.1.3. Teilnahmemotivation 5

2.2. Aufbau des Trainings 6
2.2.1. Integrationsphase 6
2.2.2. Konfrontationsphase 7
2.2.3. Gewaltverringerungsphase 7
2.2.4. Nachbetreuung 8

2.3. Trainingsfaktoren, Lerninhalte und Lernziele des AAT 8
2.3.1. Aggressionsauslöser 9
2.3.2. Selbstbild zwischen Ideal- und Realselbst 10
2.3.3. Neutralisierungstechniken 11
2.3.4. Opferkommunikation 12
2.3.5. Aggressivität als Vorurteil 13
2.3.6. Provokationstest 13
2.3.7. Subkultur 15
2.3.8. Institutionelle Gewalt - Jugendvollzug 17

3. Erhebungen zur Effizienz des Anti-Aggressivitäts-Trainings

4. Zusammenfassung 21

Literaturverzeichnis 22
Internet 23
Abbildungsverzeichnis 23

1. Einleitung

"Seit 21 Monaten sitz ich hier im sogenannten modernsten Jugendknast in Deutschland und kaum einer hier hat mich mal gefragt warum. Und wenn doch, und es kam cool meine Antwort "Totschlag", haben die Beamten und Knackis gesagt " is′ ja schon gut, reg′ dich bloß nicht auf". Mehr nicht! Wahrscheinlich haben die Muffe vor ′nem Totschläger wie mir. Aber ändern tu ich mich so bestimmt nicht."
Aus § 91 Abs. 1 JGG ergibt sich ein Erziehungsgedanke, nach dem der verurteilte Straftäter zu einem "rechtschaffenen und verantwortungsbewußten Lebenswandel zu führen" ist. Dieser Aufgabe wird der Jugendstrafvollzug jedoch kaum gerecht. Eine Auseinandersetzung des Gewalttäters mit seinem inhaftierungsrelevanten Delikt findet so gut wie nie statt. Die Jugendanstalt Hameln hat diesem Behandlungsdefizit im Rahmen eines Pilotprojektes entgegenwirkt. Die vorliegende Arbeit befaßt sich mit dem Anti-Aggressivitäts-Training (AAT) als deliktspezifische Behandlungsmaßnahme von gewalttätigen Jugendlichen im Jugendstrafvollzug. Die konzeptionelle Entwicklung dieses Trainings stammt von Prof. Dr. Jens Weidner, der 1990 als Leiter des Projektes Anti-Aggressivitäts-Training für Gewalttäter in der Jugendanstalt Hameln mit diesem Thema promovierte. Neben dem ursprünglichen Hamelner Anti-Aggressivitäts-Training (1987-1989) haben sich verschiedene Varianten des AAT entwickelt. So ergänzte zum Beispiel Jörg-Michael Wolters das Training in Hameln (1989-1991) um den sporttherapeutischen Ansatz. Das AAT hat zum Teil mit deutlichen Abwandlungen auch außerhalb der Jugendanstalt Hameln vielfältige Nachahmung gefunden.
Die Seminararbeit stellt sich die zentrale Frage, wie effizient das Anti-Aggressivitäts-Training eigentlich ist. Um dies zu klären, werden die Zielgruppe und der Trainingsaufbau sowie Trainingsfaktoren, Lerninhalte und Lernziele des AAT dargestellt. Im zweiten Teil der Arbeit wird eine von Jens Weidner durchgeführte Erhebung zur Effizienz des Anti-Aggressivitäts-Trainings erläutert und kritisch beleuchtet.

2. Das Anti-Aggressivitäts-Training (AAT) für Gewalttäter

Das AAT ist eine deliktspezifische, sozialpädagogisch-psychologische Behandlungsmaßnahme für gewalttätige Wiederholungstäter im Jugendstrafvollzug. Das Training beruht auf einem lerntheoretisch-kognitiven Paradigma, wobei Erkenntnisse der Aggressionstheorien im Vordergrund stehen .

2.1. Zielgruppe

Das Anti-Aggresivitäts-Training soll nicht-psychotische, gewalttätige Wiederholungstäter (Durchschnittsalter zwischen 17 und 25 Jahre) im Jugendstrafvollzug ansprechen. Die Jugendlichen müssen zu einer Jugendstrafe verurteilt worden sein und ihr gewalttätiges Handeln als alltägliche Konfliktlösungsstrategie ansehen.

2.1.1. Beurteilungskriterien

[...]


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