Bei GRIN registrieren oder einloggen

Your e-mail-address or password is wrong
Jetzt registrieren
Für neue Autoren: kostenlos, einfach und schnell
Dies wird Ihr Benutzername, bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse an

Passwort vergessen

Your e-mail-address or password is wrong

Neues Passwort anfordern
Leistungsmessung und -bewertung in der Schule close

Bitte warten

Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.

Leistungsmessung und -bewertung in der Schule

Referat (Ausarbeitung), 2007, 29 Seiten
Autoren: Carola Gerdes, Vera Stevens
Fach: Pädagogik - Allgem. Didaktik, Erziehungsziele

Details

Veranstaltung: Seminar Pädagogik
Institut: Studienseminar Nordhorn
Tags: Leistungsmessung, Schule, Seminar, Pädagogik
Kategorie: Referat (Ausarbeitung)
Jahr: 2007
Seiten: 29
Literaturverzeichnis: ~ 11  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V84994
ISBN (E-Book): 978-3-638-01557-8

Dateigröße: 104 KB

Zusammenfassung / Abstract

Die individuelle Leistung spielt in der modernen demokratischen Gesellschaft eine wichtige Rolle für die Stellung des Einzelnen. Wir leben also in einer Leistungsge-sellschaft, die von der Schule erwartet, die Leistung eines jeden Schülers zu bewerten. Damit ist der Begriff Leistung aber noch nicht inhaltlich gefüllt. Was ist Leistung überhaupt? Nach dem gängigen Verständnis enthält Schulleistung drei Komponenten, die sich im Folgenden als Gleichung präsentieren: Leistung = Kenntnisse + Fähigkeit + Anstrengung1 Diese Formel greift zu kurz, weil sie sich überwiegend auf den kognitiven Bereich verengt und Leistung zu sehr personalisiert. Dabei gibt es viele Faktoren, wie zum Beispiel das soziale Umfeld des Schülers, die Tagesform, Antipathie oder Sympathie des bewertenden Lehrers, die großen Einfluss auf die Leistung (beziehungsweise die Bewertung der Leistung) haben. Die Begriffe Leistungsmessung und Leistungsbewertung werden oft zusammen genannt, wobei auf eine klare begriffliche Trennung verzichtet wird. Dabei besteht eine klare Unterscheidung. Bei der Zensierung von Schülerleistungen gehen die Tätigkeiten Messen und Bewerten oft nahtlos ineinander über, ohne dass sich Lehrer dessen wirklich bewusst sind. Aber wo liegt der Unterschied zwischen Leistungsmessung und Leistungsbewertung? Die Antwort lautet: die Bezugssysteme sind verschieden. Wenn die Lehrkraft in einem Diktat Fehler anstreicht und auszählt, dann ist dies ein Akt der Leistungsmessung, für den ein relativ eindeutiger Maßstab (die Konventionen der deutschen Rechtschreibung) vorliegt. Diese Arbeit betrachtet die Funktionen von Noten genauer und geht auf die Vor- aber auch die Nachteile ein. Die individuelle Leistung spielt in der modernen demokratischen Gesellschaft eine wichtige Rolle für die Stellung des Einzelnen. Wir leben also in einer Leistungsgesellschaft, die von der Schule erwartet, die Leistung eines jeden Schülers zu bewerten. Dies geschieht hauptsächlich durch die Vergabe von Noten. Doch sind Noten wirklich gerecht?


Textauszug (computergeneriert)

FS Pädagogik

Referenten:

Vera Stevens,

Carola Gerdes

Referat:

Leistungsbewertung

Werlte, 23.08.2007


Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis 2

1. Definitionen 4

2. Noten als Instrument zur Leistungsbewertung 6

2.1 Funktionen von Noten 6

2.2 Bezugsnormen von Noten 8

2.3 Gütekriterien der Notengebung 10

2.4 Schwachstellen der Notengebung 11

2.5 Die Klassenarbeit als ein Beispiel für schriftliche Noten 13

3. Neue Methoden der Leistungsbewertung 15

3.1 Das Portfoliokonzept 15

3.1.1 Begriffsbestimmung 15

3.1.2 Die Bedeutung der Portfolios für die Leistungsbewertung 17

3.2 Lernkontrakte 18

3.2.1 Begriffsbestimmung 18

3.2.2 Die Bedeutung von Lernkontrakten für die Leistungsbewertung 19

3.3 Beobachtungen im Prozess 19

3.3.1 Begriffsbestimmung 19

3.3.2 Mögliche Bedeutungen der Beobachtung im Prozess für die

Leistungsbewertung 20

3.4 Lerntagebücher 21

3.4.1 Begriffsbestimmung 21

3.4.2 Die Bedeutung des Lerntagebuchs für die Leistungsbewertung 22

2


3.5 Leistungspräsentation 22

3.5.1 Begriffsbestimmung 22

3.5.2 Die Bedeutung der Präsentation für die Leistungsbewertung 24

3.6 Rückmeldebögen 24

3.6.1 Begriffsbestimmung 24

3.6.2

Mögliche Bedeutungen der Rückmeldebögen für die Leistungsbewertung 25

3.7 Zertifikate 26

3.7.1 Begriffsbestimmung 26

3.7.2 Mögliche Bedeutung der Arbeit mit Zertifikaten für die Leistungsbewertung 26

Literaturverzeichnis 28

Internetseiten: 28

3


1. Definitionen

Die individuelle Leistung spielt in der modernen demokratischen Gesellschaft eine

wichtige Rolle für die Stellung des Einzelnen. Wir leben also in einer Leistungsge-

sellschaft, die von der Schule erwartet, die Leistung eines jeden Schülers zu bewerten.

Damit ist der Begriff Leistung aber noch nicht inhaltlich gefüllt. Was ist Leistung

überhaupt?

Nach dem gängigen Verständnis enthält Schulleistung drei Komponenten, die sich im

Folgenden als Gleichung präsentieren:

Leistung = Kenntnisse + Fähigkeit + Anstrengung1

Diese Formel greift zu kurz, weil sie sich überwiegend auf den kognitiven Bereich

verengt und Leistung zu sehr personalisiert. Dabei gibt es viele Faktoren, wie zum

Beispiel das soziale Umfeld des Schülers, die Tagesform, Antipathie oder Sympathie

des bewertenden Lehrers, die großen Einfluss auf die Leistung (beziehungsweise die

Bewertung der Leistung) haben.

Die Begriffe Leistungsmessung und Leistungsbewertung werden oft zusammen

genannt, wobei auf eine klare begriffliche Trennung verzichtet wird. Dabei besteht eine

klare Unterscheidung.

Bei der Zensierung von Schülerleistungen gehen die Tätigkeiten Messen und Bewerten

oft nahtlos ineinander über, ohne dass sich Lehrer dessen wirklich bewusst sind.

Aber wo liegt der Unterschied zwischen Leistungsmessung und Leistungsbewertung?

Die Antwort lautet: die Bezugssysteme sind verschieden.

Wenn die Lehrkraft in einem Diktat Fehler anstreicht und auszählt, dann ist dies ein Akt

der

Leistungsmessung

, für den ein relativ eindeutiger Maßstab (die Konventionen der

deutschen Rechtschreibung) vorliegt.

1 Kiper/ Meyer/ Topsch 2002, S. 134.

4


Die

Leistungsmessung

muss dagegen auf andere Bezugssysteme zurückgreifen. In die

Bewertung können Faktoren einfließen, die vom Ergebnis der Messung unabhängig

sind. Solche Faktoren können sein:

· die Klassenzusammensetzung

· das soziale Umfeld

· Aspekte wie Sympathie und Antipathie1

Häufiges Problem: Im Unterricht werden Leistungen mit Wertungen verknüpft, ohne

dass eine Leistungsmessung im engeren Sinne stattgefunden hat, z.B. dann, wenn ein

Schüler ein Gedicht aufsagt etc. Oft muss unmittelbar bewertet werden. Dann nehmen

Lehrkräfte auf eine nicht näher definierte und nicht weiter überprüfbare Annäherung an

das erwartete Ergebnis Bezug. Erwartungen spielen also eine große Rolle.

1 Vgl. ebd.

5


2. Noten als Instrument zur Leistungsbewertung

Das gesetzliche Bezugssystem für die Bewertung und Beurteilung von Schülerleistung

ist zunächst einmal die ,,Allgemeine Schulordnung (ASchO)"1. Hier werden die

Grundsätze sowie ein Noten- und Punktesystem für die Leistungsbewertung und

Zeugniserteilung festlegt.

Als Lehrer haben wir tagtäglich mit der Beurteilung von Schülerarbeiten zu tun und

vergeben dafür Noten. Worauf aber basieren unsere Entscheidungen dem einen Schüler

eine 2, dem anderen eine 4 in seinem Aufsatz zu geben. Auf der einen Seite haben wir

bestimmte Maßstäbe, an die wir uns bewusst halten, aber wir werden auch durch viele

Faktoren beeinflusst die uns nicht bewusst sind.

Als Lehrer ist es wichtig sich der Einflussfaktoren, denen man ausgesetzt ist, bewusst zu

sein, um alle Schüler so gerecht wie möglich zu benoten. Im Folgenden werden deshalb

wichtige Faktoren der Notengebung angesprochen.

2.1 Funktionen von Noten

Grundsätzlich kann man die Funktionen von Noten in fünf Bereiche einteilen, die im

Folgenden genannt und kurz beschrieben werden.2

Berechtigungs-, Zuteilungs- und Selektionsfunktion

Die individuelle Leistung eines jeden Schülers wird, wie bereits erwähnt, auf die

sechsstufige Notenskala abgebildet. Diese Einstufung ermöglicht verschiedene

Leistungen sowohl intra-, als auch interindividuell vergleichen zu können. Ein Schüler

kann z.B. anhand seiner schriftlichen oder mündlichen Noten in einem Fach

vergleichen, ob er besser oder schlechter geworden ist (intraindividuell), aber auch

innerhalb der Klasse kann er sich durch die eigene Note einstufen und mit anderen

vergleichen (interindividuell).

1 Vgl. Nöthen 2005, S.80.

2 Vgl. Bovet/ Huwendiek 2000, S. 241-243.

6



Kommentare

Bisher keine Kommentare

Kommentar hinzufügen
Ihr Kommentar wird redaktionell geprüft und dann freigeschaltet

Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:


Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/84994/leistungsmessung-und-bewertung-in-der-schule
please wait Bitte warten