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Die 60er Jahre in den USA und ihre Auswirkungen auf den amerikanischen Film

Termpaper, 2002, 25 Pages
Author: Sascha Lübbe
Subject: Communications: Movies and Television

Details

Event: Kommunikation + Kultur
Institution/College: Free University of Berlin (Publizistik)
Tags: Jahre, Auswirkungen, Film, Kommunikation, Kultur
Category: Termpaper
Year: 2002
Pages: 25
Grade: 3,0
Language: German
Archive No.: V8508
ISBN (E-book): 978-3-638-15461-1

File size: 206 KB
Notes :
Die Arbeit befaßt sich mit den Auswirkungen der politischen und sozialen Umstürze der Sechziger Jahre in den USA auf den amerikanischen Film. 163 KB



Excerpt (computer-generated)

Die 60er Jahre in den USA und ihre Auswirkungen auf den amerikanischen Film

von Sascha Lübbe




INHALTSVERZEICHNIS

1. Einleitung

2. Die sechziger Jahre in den USA

3. Der amerikanische Film der sechziger Jahre

3.1. Die Rolle des Helden

3.2. Der Rebell

3.3. Die Darstellung von Sex & Gewalt

3.4. Kritik am System

4. Zusammenfassung

5. Literaturverzeichnis

6. Filmverzeichnis

1. EINLEITUNG

Wie keiner anderen Epoche des 20. Jahrhunderts hängen den sechziger Jahren das Image des Reformjahrzehnts an. Wichtige politische, kulturelle und soziale Umstürze fanden statt. Diese Arbeit befaßt sich mit den Auswirkungen, die diese Veränderungen in der Gesellschaft auf den amerikanischen Film der sechziger Jahre hatten. Die Rolle des Helden, die Darstellung von Sex und Gewalt sowie die Formen der Systemkritik stehen dabei im Zentrum der Untersuchung.

2. DIE SECHZIGER JAHRE IN DEN USA

Als die US-amerikanischen Soldaten aus dem 2.Weltkrieg heimkehrten, trafen sie auf eine befremdliche Situation. Ihre Söhne hatten den Hausvorstand inne, ihre Frauen die Stellung in der Fabrik übernommen. Ein wachsender Generationskonflikt war vorprogrammiert. Die Jugendlichen hatten die Realität kennengelernt und andere Ideale als die ihrer Eltern entwickelt. Zum Anderen waren die Frauen, die in Fabriken gearbeitet hatten, nicht mehr gewillt, wieder in die Rolle der Hausfrau zu schlüpfen. Beide Umstände bildeten die Grundlage für aufkommende Proteste.

Es folgten die fünfziger Jahre. Die Eisenhower-Ära. Das Land unter einer ultrakonservativen Demokratie, geprägt vom paranoiden Kommunistenhass. Es war das goldene Jahrzehnt für die breite Mittelschicht. Das Los der Unterschicht wurde totgeschwiegen. Es war das Jahrzehnt, des american dreams, der Hamburger, des Fernsehens. Die Familien verbrachten ihre Abende zu Hause, vorm Fernseher und das Fernsehen sponn die Illusion vom amerikanischen Traum weiter. Bombastfilme, Kostümschinken. Das Publikum sollte unterhalten, nicht zum Denken angeregt werden. Der Nationalgedanke stand im Vordergrund.

Der Sozialwissenschaftler Ulrich Schallwig nannte die erste Phase der beginnenden Proteste die Stufe der Latenz und ordnete sie in den Zeitraum von 1954 bis 1959 ein.
An der Oberfläche ging das amerikanische Leben seinen Gang, im Untergrund formte sich jedoch bereits Protest. Die Afroamerikaner beispielsweise hatten mit dem 1954 erreichten Gerichtsurteil Brown vs. Board of Education die Segregation im Schulsystem überwunden. Das dies jedoch nur theoretisch der Fall war, zeigten die Ereignisse an der Little Rock High School in Indiana. Schwarze Schüler wurden beschimpft, beworfen, geschlagen. Die Schule mußte von der Arme bewacht werden.
Am Ende der 50er Jahre besuchten weniger als 1% der schwarzen Jugendlichen in den Südstaaten eine Schule .

Aber auch die Mittelschicht war unzufrieden. Kinder aus reichem Hause, fanden keinen Sinn im Konsum- und Klassendenken der amerikanischen Gesellschaft. Beeinflußt vom Marxismus und buddhistischen Lehren suchten sie nach neuen Gesellschaftsformen. Schriftsteller wie Jack Kerouac oder Alan Ginsberg waren die ersten Vertreter dieser sogenannten Beatgeneration. Angewidert von den offensichtlichen Diskrepanzen zwischen Gesetz und Realität zogen sie sich in den Untergrund zurück und schrieben. Jack Kerouacs "On the road" wurde später zu einem Manifest dieser Bewegung.

1960 kam der Wendepunkt. John F. Kennedy löste Eisenhower als Präsident ab und mit ihm schöpfte das Land Hoffnung auf einen Neuanfang. Schallwig nannte den Zeitraum bis 1963 die Phase der gesellschaftlichen Akzeptierung. Der Quietismus der Beat- generation wich der offenen Aktion. In Alabama fand das erste sit-in statt. Drei Afroamerikaner weigerten sich ein Woolworth - restaurant zu verlassen, wenn sie nicht bedient würden. Es folgten weitere Demonstranten. Die SDS (Students for a democratic Society) wurde gegründet und es kam zum ersten mal zu einer engen Zusammenarbeit zwischen weißen und schwarzen Amerikanern. Es waren beispielsweise weiße Studenten, die die "voter registration schools" einführten und den Afroamerikanern bei Bestehen der zur Wahl benötigten Sprachtests halfen. All diese Aktionen wurden Thema der Nachrichten, gelangten über Fernsehen und Radio in die Köpfe der Bevölkerung und lösten einen Bewußtseinswandel aus, so daß Kennedy, dessen Schwerpunkte Rüstung und Wirtschaft waren, nachgeben mußte. Er verfaßte den Antrag auf den Civil Rights Act, der jedoch zunächst vom Senat abgelehnt wurde und erst 1964 unter Kennedys Nachfolger Lyndon B. Johnson im Gesetz verankert wurde.

Im Jahre 1963 überschlugen sich dann die Ereignisse.

[...]


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