Bei GRIN registrieren oder einloggen

Your e-mail-address or password is wrong
Jetzt registrieren
Für neue Autoren: kostenlos, einfach und schnell
Dies wird Ihr Benutzername, bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse an

Passwort vergessen

Your e-mail-address or password is wrong

Neues Passwort anfordern
Auswirkungen des Ersten Weltkrieges auf Wirtschaft und Bevölkerung in Deutschlan... close

Bitte warten

Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.

Auswirkungen des Ersten Weltkrieges auf Wirtschaft und Bevölkerung in Deutschland

Hausarbeit, 2007, 33 Seiten
Autor: Enrico Weber
Fach: Geschichte - I. Weltkrieg, Weimarer Republik

Details

Veranstaltung: Studium Generale
Institution/Hochschule: Hochschule Mittweida (FH)
Tags: Auswirkungen, Ersten, Weltkrieges, Wirtschaft, Bevölkerung, Deutschland, Studium, Generale
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2007
Seiten: 33
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 50  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V85214
ISBN (E-Book): 978-3-638-89576-7

Dateigröße: 417 KB

Zusammenfassung / Abstract

Der am Anfang des 20. Jahrhunderts vor allem in Europa tobende Erste Weltkrieg war nicht nur aufgrund seiner Ausmaße ein völlig neues Element in der Geschichte der Menschheit, er sollte auch die politische Entwicklung der beteiligten Nationen und das Wohl und Leid seiner Bewohner bestimmen. Aufgrund der Komplexität des Themas möchte ich mich in dieser Hausarbeit auf einige wenige Auswirkungen des Krieges auf die deutsche Wirtschaft und Bevölkerung konzentrieren; eine vollständige Betrachtung der Entwicklung vom Kaiserreich zur Weimarer Republik würde den Rahmen einer Hausarbeit sprengen.


Textauszug (computergeneriert)

Auswirkungen des Ersten Weltkrieges auf Wirtschaft und Bevölkerung in Deutschland

von

Enrico Weber

 


Inhalt

1. Einleitung... 3

2. Geschichtliche und politische Situation... 3

2.1. Der industrialisierte Krieg... 3
2.2. Das letzte Kriegsjahr... 8

3. Situation nach Kriegsende... 10

3.1. Novemberrevolution... 10
3.2. Die Auseinandersetzung mit der Niederlage... 14
3.3. Die Legende vom Dolchstoß... 18
3.4. Der Vertrag von Versailles und der Aufstieg des Nationalsozialismus... 20
3.5. Kapp-Putsch, Radikalisierung und Gewaltakzeptanz... 24
3.6. Inflation, Hyperinflation und die Wirkung auf die Bevölkerung... 28

4. Zusammenfassung der Auswirkungen des Ersten Weltkrieges auf Wirtschaft und Bevölkerung... 30

Literaturverzeichnis... 32


 

1. Einleitung

Der am Anfang des 20. Jahrhunderts vor allem in Europa tobende Erste Weltkrieg war nicht nur aufgrund seiner Ausmaße ein völlig neues Element in der Geschichte der Menschheit, er sollte auch die politische Entwicklung der beteiligten Nationen und das Wohl und Leid seiner Bewohner bestimmen. Aufgrund der Komplexität des Themas möchte ich mich in dieser Hausarbeit auf einige wenige Auswirkungen des Krieges auf die deutsche Wirtschaft und Bevölkerung konzentrieren; eine vollständige Betrachtung der Entwicklung vom Kaiserreich zur Weimarer Republik würde den Rahmen einer Hausarbeit sprengen.
Die 1918 in Deutschland durch Kriegsmüdigkeit und die schlechte Ernährungssituation ausgelösten Wirren versuchten viele Interessenträger zu ihren Gunsten zu nutzen, auch durch das Verbreiten falscher Tatsachen über die Gründe der deutschen Niederlage. Im Deutschen Kaiserreich erfolgte mit der Novemberrevolution 1918/19 eine tief greifende Änderung der politischen Landschaft; die nach dem Krieg geschlagene deutsche Bevölkerung forderte die Abdankung Kaiser Willhelms II. und eine neue demokratische Verfassung. Von Kriegsende an bis weit in die Zeit der Weimarer Republik entstand eine weitreichende Radikalisierung und Militarisierung in der Bevölkerung, es kam zu Kämpfen der Anhänger verschiedener politischer Lager.

2. Geschichtliche und politische Situation

2.1. Der industrialisierte Krieg

Der 1914 beginnende Erste Weltkrieg war das Ergebnis einer bereits Ende des 19. Jahrhunderts beginnenden Aufrüstungsspirale der europäischen Großmächte, verursacht durch machtpolitische Gegensätzlichkeiten und Weltmachtsstreben. In Deutschland prägte am 6. Dezember 1897 der damalige Staatssekretär des auswärtigen Amtes Bernhard von Bülow den Begriff des „Platz an der Sonne“ als Ziel Deutschlands und Grund für eine massive Aufrüstung der Flotte.1 Während vor allem das Vereinte Königreich von England zu einer imperialen Koloniemacht wuchs, hielt das Deutsche Kaiserreich lediglich unbedeutende kleinere Kolonien in Afrika. So sorgten auch nationalistische Tendenzen für einen schwelenden Konflikt der Großmächte. Auch durch den ausgerufenen Ausbau der Deutschen Flotte fühlte sich die Seemacht Großbritannien provoziert.
Anfang des 20. Jahrhunderts bildeten sich die bereits bestehenden Blockstrukturen in Europa stärker heraus; die am 8. April 1904 geschlossene Entente zwischen Frankreich und Großbritannien ergänzte den Bund Frankreich–Russland zum so genannten Triple Entente (Dreierbund).2 Ursprünglich diente die Entente zwischen Frankreich und Großbritannien zur Beilegung der Kolonialstreitigkeiten der Mächte in Afrika. Die Streitigkeiten waren das Resultat energisch betriebener Kolonialisierung. Während Großbritannien Afrika einen Kolonialgürtel von Nord nach Süd aufzwingen wollte, arbeitete Frankreich an einem Ost-West-Gürtel. Die Kollision der Interessen erfolgte schließlich in Faschoda; nach diesem Ort ist diese Krise auch benannt. Schließlich einigte man sich friedlich und legte somit unbewusst den Grundstein für die spätere Allianz. Diesem Bündnis gegenüber standen die aufgrund ihrer zentralen Lage so genannten Mittelmächte. Zu den verbündeten Deutschen Reich und Österreich- Ungarn gesellten sich später das Osmanische Reich sowie Bulgarien. Der 1879 zwischen dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn geschlossene Zweibund diente beiden Parteien hauptsächlich als Absicherung von einem Überfall durch das russische Zarenreich.3
Die von Bismarck gefürchtete Annäherung Russlands an Frankreich wurde durch die Politik von Wilhelm II. gefördert und resultierte in der Triple Entente. Wilhelm II war maßgeblich für die zwischen den Großmächten auftretenden Spannungen mitverantwortlich. Zwar war das Deutsche Reich mit seiner Flotte zu keiner Zeit ein äquivalenter Gegner für die englische Flotte [Tabelle 1], jedoch allein die Absicht führte zu Misstrauen gegenüber der deutschen Politik.

Tabelle 1: Bau der Großkampfschiffe (Dreadnoughts) 1905 - 19134 [Tabelle in der Downloaddatei vorhanden]

In der Tat wurde kein anderer militärischer Bereich ähnlich stark gefördert wie die Flotte, die auch als Wilhelms „liebstes Spielzeug“ bezeichnet wurde. Nach der Gründung des Deutschen Flottenvereins zur Begeisterungssteigerung der Bevölkerung für die Flotte versuchte Staatsekretär Tirpitz die finanzielle Kontrolle der Flotte direkt dem Kaiser zu unterstellen. Von der Flottenbegeisterung des Kaisers erhoffte er sich einen weiterhin starken Ausbau der deutschen Marine. Wie in Tabelle 1 zu sehen, erfolgte der erste Bau von Großkampfschiffen, so genannten Dreadnoughts, 1905 in England. Da diese übermächtigen Schiffe den militärischen Wert bereits vorhandener Schiffe verringerten, erfolgte ein neuerliches Wettrüsten. Nach 1909 war jedoch der Vorsprung Großbritanniens wiederhergestellt. Die massiven Investitionen in die Flotte sollten sich für Deutschland im Krieg als kaum gerechtfertigt herausstellen.
Die verfehlte Flottenpolitik kann auch sinnbildlich für die gesamte Diplomatie Deutschlands zur Jahrhundertwende betrachtet werden, getrieben durch Selbstüberschätzung und Arroganz isolierte sich Deutschland in Europa und baute ein Feld der Spannung auf. Vor dem Beginn des Krieges befand sich die Entente-Koalition in einer besseren Ausgangslage als die Mittelmächte. Auch durch die deutliche Überzahl an Kolonien konnten Großbritannien und Frankreich auf mehr Soldaten und Rohstoffe zugreifen.
Schließlich kam es im spannungsgeladenen Europa am 28. Juni 1914 zum Attentat auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand in Sarajevo. Diesem Ereignis wird eine Auslöserfunktion zugeschrieben; inwiefern Geheimdienste den serbischen Attentäter unterstützen ist umstritten.5 Nach dem Ablauf eines von Österreich-Ungarn gestelltem Ultimatum, welches Serbien zu Aktionen gegen Österreichs Gegner im Land und weitere Schritte aufforderte, befand Österreich-Ungarn die von Serbien eingeleiteten Maßnahmen als ungenügend. Nach Drohungen und Mobilmachungen beiderseits sprach sich Russland zur militärischen Unterstützung Serbiens aus. Eine von England, Russland und dem Deutschen Reich vorgeschlagene Botschafterkonferenz erfolgte nicht.

[...]


1 Schulz-Hageleit, Peter: „Leben in Deutschland 1900 – 1950“ S. 29.

2 http://de.wikipedia.org/wiki/Triple-Entente, gesehen am 10.06.2007.

3 http://de.wikipedia.org/wiki/Mittelmächte, gesehen am 10.06.2007.

4 Görtemaker, Manfred: „Deutschland im 19. Jahrhundert. Entwicklungslinien“ S. 370.

5 http://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Weltkrieg, gesehen am 13.06.2007.


Kommentare

Bisher keine Kommentare

Kommentar hinzufügen
Ihr Kommentar wird redaktionell geprüft und dann freigeschaltet

Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:

Der Trainingsbegriff im römischen Reich

Autor: Anonym
Geschichte - Frühgeschichte, Antike, 2003 Als PDF-Datei downloaden für 4,99 EUR

Rene Descartes: Die ersten beiden Meditationen

Autor: Michaela Lehr
Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts, 2006 Als PDF-Datei downloaden für 3,49 EUR

Kulturelle Identität in einer globalen Welt

Autor: Sabine Krieg
Medien / Kommunikation - Interkulturelle Kommunikation, 2002 Als PDF-Datei downloaden für 5,99 EUR

Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/85214/auswirkungen-des-ersten-weltkrieges-auf-wirtschaft-und-bevoelkerung-in
please wait Bitte warten