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Online-Journalismus: Herausforderungen für Rezipient und Journalist

Termpaper, 2007, 17 Pages
Author: Eva-Marie Günzler
Subject: Communications: Journalism, Journalism Professions

Details

Category: Termpaper
Year: 2007
Pages: 17
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 13  Entries
Language: German
Archive No.: V85417
ISBN (E-book): 978-3-638-01326-0

File size: 135 KB

Abstract

1 Einleitung „Es ist, als hätte man um ein Glas Wasser gebeten und jemand hätte einem einen Feuerwehrschlauch in den Mund gesteckt und aufgedreht“ (Bill Stroud, Philadelphia Newspapers, über die Auswirkungen der Computertechnologie auf die Zeitungen zit. nach Haldemann, 2000, S. 1). Seit Mitte der Neunzigerjahre hat sich der Onlinejournalismus ständig weiterentwickelt. 1994 wagten sich die ersten traditionellen Medien ins World Wide Web, darunter das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Es folgten Internetauftritte von Tageszeitungen, wie der taz, sowie von reinen Online-Zeitungen wie der Netzeitung. Lange ließen die Reaktionen der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender auf diese neue Bewegung nicht auf sich warten. Die ARD beispielsweise bot ab 1. August 1996 ihre Nachrichtensendungen im Internet als Text und Video an. Im Jahr 2000 nutzen bereits 30 Prozent der deutschen Bevölkerung das Internet. Immer mehr Muttermedien, die ihren Ursprung im Print besitzen, verbesserten ihr Angebot technisch sowie inhaltlich. Doch der Internetboom wurde durch den so genannten Dotcom-Crash gestoppt. Dieser hatte auch Auswirkungen auf den Onlinejournalismus. Es kam zu einschneidenden Einsparungen und Entlassungen (http://goa2003.onlinejournalismus.de/webwatch/10jahrechronik.php, Zugriff am 26.10.2007). Seitdem setzen etwa Printmedien eher auf ein ergänzendes Angebot ihres Muttermediums im Internet, das vorwiegend neue Zielgruppen ansprechen soll. Auf diese Weise wollen die Unternehmen auch die Leserbindung an das Printprodukt erhöhen (Mast, 2000, S. 520). Der direkte ökonomische Nutzen steht also nicht an erster Stelle, er kann eher auf lange Sicht erwartet werden. Deshalb ist es für Onlinemedien ohne Muttermedium bislang sehr schwer, sich zu etablieren. Für eine nutzerfreundliche Handhabung und Glaubwürdigkeit der Seiten gelten gewisse journalistische und technische Anforderungen für die Produzenten der Inhalte. Heute nutzen 62 % der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren das Internet (http://www.ard.de/intern/presseservice/ard-zdf-online-studie/ /id=8058/nid=8058/did =601530/aiu42e/, Zugriff am 26.10.2007).


Excerpt (computer-generated)

Deutsche Sporthochschule Köln, Lehrstuhl: Sportpublizistik
Seminar: Neue Medien und Sport
WS 2007/2008

Online-Journalismus: Herausforderungen für Rezipient und Journalist

von

Eva-Marie Günzler

 


INHALTSVERZEICHNIS

1 EINLEITUNG... 3

2 DEFINITIONSVERSUCHE... 4

2.1 JOURNALISMUS... 4
2.2 ONLINEJOURNALISMUS... 4

3 DAS TECHNISCHE POTENTIAL DES INTERNET AUS DER PERSPEKTIVE DES JOURNALISMUS... 5

4 ANFORDERUNGEN AN DEN REZIPIENTEN... 6

4.1 ZEITLICHKEITEN... 6
4.2 ABLAUFZWANG... 7
4.3 HYPERTEXTUALITÄT... 8

5 ANFORDERUNGEN AN DEN ONLINEJOURNALISTEN... 9

5.1 BASISMERKMALE UND AUSBILDUNG... 9
5.2 TÄTIGKEITSPROFILE... 10
5.3 ROLLENVERSTÄNDNIS... 10

6 QUALITÄT UND GLAUBWÜRDIGKEIT IM ONLINEJOURNALISMUS... 11

7 ZUSAMMENFASSUNG... 13

LITERATURVERZEICHNIS... 15



1 Einleitung

„Es ist, als hätte man um ein Glas Wasser gebeten und jemand hätte einem einen Feuerwehrschlauch in den Mund gesteckt und aufgedreht“ (Bill Stroud, Philadelphia Newspapers, über die Auswirkungen der Computertechnologie auf die Zeitungen zit. nach Haldemann, 2000, S. 1). Seit Mitte der Neunzigerjahre hat sich der Onlinejournalismus ständig weiterentwickelt. 1994 wagten sich die ersten traditionellen Medien ins World Wide Web, darunter das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Es folgten Internetauftritte von Tageszeitungen, wie der taz, sowie von reinen Online-Zeitungen wie der Netzeitung. Lange ließen die Reaktionen der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender auf diese neue Bewegung nicht auf sich warten. Die ARD beispielsweise bot ab 1. August 1996 ihre Nachrichtensendungen im Internet als Text und Video an. Im Jahr 2000 nutzen bereits 30 Prozent der deutschen Bevölkerung das Internet. Immer mehr Muttermedien, die ihren Ursprung im Print besitzen, verbesserten ihr Angebot technisch sowie inhaltlich. Doch der Internetboom wurde durch den so genannten Dotcom-Crash gestoppt. Dieser hatte auch Auswirkungen auf den Onlinejournalismus. Es kam zu einschneidenden Einsparungen und Entlassungen (http://goa2003.onlinejournalismus.de/webwatch/10jahrechronik.php, Zugriff am 26.10.2007). Seitdem setzen etwa Printmedien eher auf ein ergänzendes Angebot ihres Muttermediums im Internet, das vorwiegend neue Zielgruppen ansprechen soll. Auf diese Weise wollen die Unternehmen auch die Leserbindung an das Printprodukt erhöhen (Mast, 2000, S. 520). Der direkte ökonomische Nutzen steht also nicht an erster Stelle, er kann eher auf lange Sicht erwartet werden. Deshalb ist es für Onlinemedien ohne Muttermedium bislang sehr schwer, sich zu etablieren. Für eine nutzerfreundliche Handhabung und Glaubwürdigkeit der Seiten gelten gewisse journalistische und technische Anforderungen für die Produzenten der Inhalte. Heute nutzen 62 % der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren das Internet (http://www.ard.de/intern/presseservice/ard-zdf-online-studie/ /id=8058/nid=8058/did
=601530/aiu42e/, Zugriff am 26.10.2007). Welche Anforderungen des Onlinepublizierens werden an Journalisten gestellt, die mittlerweile eine solch große Nutzerschaft bedienen müssen? Welche Unterschiede bestehen im Vergleich zum klassischen Journalismus? Und welche Herausforderungen, Vorzüge und Probleme begegnen den Rezipienten in der aktuellen Informationsflut des WWW? In dieser Arbeit sollen diese neuen Anforderungen an Rezipienten und Journalisten aufgezeigt und Potenziale aber auch mögliche Probleme des Onlinejournalismus behandelt werden.

2 Definitionsversuche

Es gibt viele Definitionen von Journalismus. Sie sind jedoch sehr heterogen, dennoch ist derselbe Kern zu erkennen. Im noch jungen Feld des Onlinejournalismus ist es schwer, handfeste Definitionen zu finden. Allerdings gibt es einige Ansätze, die diesen Bereich vom klassischen Journalismus abheben. Anhand der folgenden Definitionsversuche sollen der Unterschied und die Besonderheit des Onlinejournalismus erkennbar werden.

2.1 Journalismus

Nach Weischenberg (1995, S. 97) werden vom Journalismus Themen für die Medienkommunikation zur Verfügung gestellt, die Neuigkeitswert und Faktizität besitzen, und zwar insofern, als dass sie an sozial verbindliche Wirklichkeitsmodelle und ihre Referenzmechanismen gebunden sind. Laut Altmeppen (1998, S. 199) erbringt der Journalismus diese Funktion für die Gesellschaft insgesamt und für einzelne soziale Systeme wie Wirtschaft, Recht, Sport, Kunst, Wissenschaft und Politik. Zentrale Leistung des Journalismus ist die Informationsfunktion, also die Publikation von Themen, die dem Journalismus angeboten werden. Jedoch übernimmt der Journalismus nicht nur die Informationsfunktion. In offenen Gesellschaften westlichen Typs sollen Medien Fehlentwicklungen kontrollieren und kritisieren, also eine Kritik- und Kontrollfunktion ausfüllen. Weischenberg/Altmeppen/Löffelholz (1994, S. 143 ff.) bemerken, dass auch die Unterhaltungs- und Orientierungsfunktion zu den Leistungen des Journalismus gehört. Insbesondere im heutigen Informationszeitalter, indem - vor allem auch im Internet ¬- der Rezipient mit einer Informationsflut konfrontiert ist, spielt die Orientierung in dieser Masse eine wichtige Rolle. Altmeppen (1998, S. 199) merkt an, dass dem Publikum Hilfen zum Verständnis der gesellschaftlichen Vorgänge angeboten werden müssen. Dies alles geschieht möglichst immer unter den Bedingungen von wirtschaftlicher Effizienz.

2.2 Onlinejournalismus

[...]


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