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Termpaper, 2007, 28 Pages
Author: Tanja Reis
Subject: Economics / Business: Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research
Details
Tags: Innovationsprozesse, Produktentwicklungsprozesse, Lebensmittelindustrie
Year: 2007
Pages: 28
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 20 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-01335-2
ISBN (Book): 978-3-638-91689-9
File size: 210 KB
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Abstract
Aufgrund der steigenden Globalisierung der Weltmärkte und einer steigenden Komplexität und Dynamik der Markt- und Wettbewerbsprozesse, sowie verbesserter Transport- und Informationsmöglichkeiten, gelangen die Unternehmen ebengleich die ganzen Industrien unter immer wachsenden Wettbewerbsdruck. Die Verteidigung oder der Ausbau der eigenen Wettbewerbsposition werden dabei immer schwieriger. Auch die Ernährungsindustrie sieht sich in diesen Zeiten des vehementen Wandelns unserer Informationsgesellschaft, der mit einem Wandel ethischer und moralischer Werte einhergeht, mit erheblichen Problemen konfrontiert. Gesättigte Absatzmärkte, intensiver und zunehmender Wettbewerb, wachsende Konzentration im Lebensmittelhandel und daraus resultierender Preis- und Konditionsdruck sind die wichtigsten Merkmale, die die aktuelle Situation kennzeichnen. Auch die Veränderungen der Rahmenbedingungen, unter denen die Unternehmen der Nahrungsmittelindustrie agieren müssen, so wie, zum Beispiel, der demographische Wandel, die neuartigen Bedürfnisse und Konsumpräferenzen der Nachfrager sowie der technologische Fortschritt, gehören zu den Faktoren, die die Unternehmen zu der Anpassung an die Veränderungen zwingen. Um das eigene Überleben am Markt sicherzustellen, suchen die Unternehmen nach neuen Produkt-Markt-Kombinationen bzw. neuen Produktionsverfahren, die den Anforderungen der Nachfrager und der globalen Wirtschaft entsprechen und den Strapazen der dynamischen Umweltbedingungen standhalten. Die Innovationen, die eine strategische Option darstellen, um den sich ändernden Rahmenbedingungen mit neuen und einzigartigen Produkten gerecht zu werden, sind dabei die geeignete Antwort auf die Herausforderungen des Marktes. Viele Unternehmen der Lebensmittelindustrie versuchen ihr Fortbestehen durch die Differenzierungsstrategie und durch den Einsatz der Produktinnovationen zu sichern. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf den Innovationsprozessen der Ernährungsindustrie, die in den Neuproduktentwicklungsprozessen resultieren und als Abhilfe in der entstandenen problematischen Situation gesehen werden. Die Analyse der Rahmenbedingungen, unter denen die Entwicklung neuer Nahrungs- und Genussmittel stattfindet, die Identifizierung der wichtigsten Einflussfaktoren der Produktinnovation in der Ernährungsbranche und die Darstellung des idealtypischen Innovationsprozesses im Hinblick auf Besonderheiten bei Nahrungs- und Genussmitteln sind ebenfalls Gegenstand dieser Arbeit.
Excerpt (computer-generated)
Universität Lüneburg, Wintersemester 2006/2007
Seminar zum Innovationsmanagement - Lebensmittelbranche
Lüneburg, den 14. Februar 2007
Innovationsprozesse und Produktentwicklungsprozesse in der Lebensmittelindustrie
von
Tanja Reis
Inhaltsverzeichnis
Einleitung... 3
I. Innovationen allgemein... 4
1.1 Innovationsbegriff... 4
1.2 Arten und Umfang der Innovationen... 5
1.3 Quellen der Innovationsideen... 6
1.4 Phasenmodell des Innovationsprozesses... 6
1.5 Innovationsmanagement... 7
II. Innovationsprozesse in der Lebensmittelindustrie... 7
1. Rahmenbedingungen für die Innovationen in der Lebensmittelindustrie... 7
1.1 Entwicklung und Struktur des Ernährungsgewerbes... 7
1.2 Neuproduktentwicklung in der Ernährungsindustrie... 9
1.2.1 Innovationssituation in der Ernährungsindustrie... 9
1.2.2 Besonderheiten von Innovationen bei Lebensmitteln... 9
1.2.3 Einflussfaktoren der Nahrungsmittelinnovationen in Deutschland... 10
1.2.3.1 Demographischer Wandel... 11
1.2.3.2 Entwicklung des Verbraucherverhaltens... 12
1.2.3.3 Weitere Einflussfaktoren der Neuproduktentwicklung... 12
2. Phasenproduktentwicklungsprozesse bei Nahrungs- und Genussmitteln... 13
2.1 Arten der Produktinnovationen... 13
2.2 Führungsgrundlagen für die Produktentwicklung... 15
2.3 Formaler Produktentwicklungsprozess. Einzelne Phasen... 15
2.3.1 1. Phase: Bestimmung des Zielmarktes... 16
2.3.2 2. Phase: Ideenfindung... 17
2.3.3 3. Phase: Ideenbewertung... 17
2.3.4 4. Phase: Konzeptentwicklung... 18
2.3.5 5. Phase: Wirtschaftlichkeitsanalyse... 20
2.3.6 6. Phase: Gestaltung des physischen Produktes... 20
2.3.7 7. Phase: Produkterprobung... 21
2.3.8 8. Phase: Produktvermarktung: Markttest und nationale Einführung... 22
2.4 Häufige Fehler im Prozess der Innovationsentwicklung... 23
Fazit... 24
Literaturverzeichnis... 26
Einleitung
Aufgrund der steigenden Globalisierung der Weltmärkte und somit einer steigenden Komplexität und Dynamik der Markt- und Wettbewerbsprozesse, sowie verbesserter Transport- und Informationsmöglichkeiten, gelangen die Unternehmen ebengleich die ganzen Industrien unter den immer wachsenden Wettbewerbsdruck. Die Verteidigung oder der Ausbau der eigenen Wettbewerbsposition werden dabei immer schwieriger. Auch die Ernährungsindustrie sieht sich in diesen Zeiten des vehementen Wandelns unserer Informationsgesellschaft, der mit einem Wandel ethischer und moralischer Werte einhergeht1, mit erheblichen Problemen konfrontiert. Gesättigte Absatzmärkte, intensiver und zunehmender Wettbewerb und wachsende Konzentration im Lebensmittelhandel und daraus resultierender Preis- und Konditionendruck2 sind die wichtigsten Merkmale, die die Situation kennzeichnen, die zurzeit die Unternehmen der Nahrungs- und Genussmittelindustrie herausfordert. Auch die Veränderungen der Rahmenbedingungen, unter denen die Unternehmen der Nahrungsmittelindustrie agieren müssen, so wie, zum Beispiel, der demographische Wandel, die neuartigen Bedürfnisse und Konsumpräferenzen der Nachfrager sowie der technologische Fortschritt, gehören zu den Faktoren, die die Unternehmen zu der Anpassung an die Veränderungen zwingen.
Um das eigene Überleben am Markt sicherzustellen, suchen die Unternehmen nach neuen Produkt-Markt-Kombinationen bzw. neuen Produktionsverfahren, die den Anforderungen der Nachfrager und der globalen Wirtschaft entsprechen und den Strapazen der dynamischen Umweltbedingungen und der harten Wettbewerbssituation standhalten. Die Innovationen, die eine strategische Option darstellen, um den sich ändernden Rahmenbedingungen mit neuen und einzigartigen Produkten gerecht zu werden, sind dabei die geeignete Antwort auf die Herausforderungen des Marktes3. Viele Unternehmen der Lebensmittelindustrie versuchen ihr Fortbestehen durch die Differenzierungsstrategie und durch den Einsatz der Produktinnovationen zu sichern.
Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf den Innovationsprozessen der Ernährungsindustrie, die in den Neuproduktentwicklungsprozessen resultieren und als Abhilfe in der entstandenen problematischen Situation gesehen werden. Die Analyse der Rahmenbedingungen, unter denen die Entwicklung neuer Nahrungs- und Genussmittel stattfindet, die Identifizierung der wichtigsten Einflussfaktoren der Produktinnovation in der Ernährungsbranche und die Darstellung des idealtypischen Innovationsprozesses im Hinblick auf Besonderheiten bei Nahrungs- und Genussmitteln sind ebenfalls Gegenstand dieser Arbeit. Im ersten Teil der vorliegenden Arbeit wird der Begriff, die Arten, der Umfang und die Quellen der Innovationen erläutert, der allgemein gängige lineare Innovationsprozess dargestellt und auf die möglichst effiziente Gestaltung der Innovationsprozesse durch das Innovationsmanagement eingegangen. Somit wird der Bezugsrahmen für das weitere Vorgehen festgelegt.
Im zweiten Teil der Arbeit, dem Hauptteil, werden die Innovationsprozesse der Lebensmittelindustrie im Rahmen der Erkenntnisse aus dem ersten Teil vorgestellt. Inhaltlich gliedert sich der zweite Teil der Arbeit in zwei Themenbereiche: im ersten werden die Rahmenbedingungen für die Innovationen in der Lebensmittelindustrie dargestellt. Dafür wird als erstes die Struktur und die Bedeutung des Ernährungsgewerbes für die deutsche und für die europäische wirtschaft gezeigt, danach werden die Besonderheiten der Neuproduktentwicklung bei Nahrungsmitteln sowie die aktuelle Innovationssituation in der Ernährungsindustrie mit ihren Einflussvariablen erläutert. Im zweiten Themenbereich wird der formale konsumentenbezogene Produktinnovationsprozess bei der Neuproduktentwicklung im Nahrungsmittelbereich, mit all seinen Phasen und den für die einzelnen Phasen geeigneten Methoden und Vorgehensweisen gezeigt und, anschließend, werden kurz die wesentlichen Fehler bei der Innovationsentwicklung skizziert. Im darauffolgenden Fazit werden die Ziele der Arbeit nochmals zusammengefasst und einige Handlungsempfehlungen zur effizienteren Ausgestattung der Innovationsprozesse in der Lebensmittelindustrie vorgestellt.
I. Innovationen allgemein
1.1 Innovationsbegriff
Als grundlegende Voraussetzung für die langfristige Sicherung des Unternehmenserfolgs kann die Fähigkeit angesehen werden, die Innovationen zu initiieren und umzusetzen. Dabei sollte auf den Begriff der Innovation eingegangen werden. In der fachsprachlichen Literatur gibt es keine einheitliche Definition für den Innovationsbegriff. Grundsätzlich repräsentieren Innovationen etwas „Neues“, das auf prozessualer, produktbezogener oder sozialer Ebene vorliegen kann.1 Nach Schumpeters Definition gelten die Innovationen als neuartige Zweck-Mittel-Kombinationen. Die neuen Methoden bzw. Konzepte zur Problemlösung stellen dabei die Mittel dar, um den Zweck der Innovation (zum Beispiel, Nachfragebedürfnisse befriedigen, Effektivität steigern, Effizienz erhöhen etc.) zu erreichen. Neben grundsätzlich Neuem können Innovationen nur für bestimmte Bereiche neu sein, d. h. Branchenneuheiten oder Unternehmensneuheiten darstellen. Innovationen sind durch den Neuheitsgrad, die Unsicherheit, die Komplexität und durch den Konfliktgehalt gekennzeichnet. Wichtig ist auch die Unterscheidung von der Invention, die grundsätzlich als zeitpunktbezogen und als eine Vorstufe der Innovation gilt. Die Innovation hingegen ist das Ergebnis eines Prozesses2.
1.2 Arten und Umfang der Innovationen
Man unterscheidet zwischen den Produkt-, Prozess- und den sozialen Innovationen. Die Produktinnovation (Ergebnis eines Prozesses) wird durch Erneuerungen in den absatzfähigen Leistungen von Unternehmen charakterisiert. Im Rahmen der Innovationstätigkeit von Unternehmen sind die Produktinnovationen in Form von Markt- und Unternehmensneuheiten von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung. Sie stellen das wichtigste Instrument der Produktpolitik des Unternehmens dar. Verfahrensinnovationen (Prozessinnovationen) sind durch Erneuerungen in den Leistungserstellungsprozessen innerhalb des Unternehmens gekennzeichnet. Der Gegenstand von Prozessinnovationen sind die materiellen und die informationellen Prozesse. Im Mittelpunkt der Innovationstätigkeit steht dabei die Verbesserung des Verhältnisses zwischen dem erzielten Prozessergebnis und der dafür benötigten Zeit, also die Produktivität3. Sozialinnovationen bedeuten Neuerungen im Humanbereich von Unternehmen, zum Beispiel, neue Arbeitszeit- und Personalentwicklungssysteme. Innovationen können subjektiv, d. h. neu für das Unternehmen, und objektiv, d. h. neu für die gesamte Wirtschaft sein.
1.3 Quellen der Innovationsideen
[...]
1 Vgl. C. Gott: Innovationen in der deutschen Nahrungs- und Genussmittelindustrie, 1990, Vorwort
2 Vgl. B. Stockmeyer, Ansatzpunkte und Methoden zur Effizienzsteigerung im Innovationsmanagement der Ernährungsindustrie, 2001, S.1
3 Vgl. J.-A. Meyer: Innovationsmanagement in kleinen und mittleren Unternehmen, 2001, S 3
1 Vgl. Schumpeter, 1931, S.100f.
2 Vgl. D. Vahs/R. Burmester : Innovationsmanagement, 2002, S.44
3 Vgl. D. Vahs/R. Burmester : Innovationsmanagement, 2002, S. 76
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