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Seminararbeit, 2007, 19 Seiten
Autor: Severina Kambourova
Fach: Sprachwiss. / Sprachforschung (fachübergreifend)
Details
Institution/Hochschule: Universität des Saarlandes
Tags: Arzt-Patient-Kommunikation, Rhetorik, Ethik
Jahr: 2007
Seiten: 19
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 30 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-00668-2
ISBN (Buch): 978-3-640-47422-6
Dateigröße: 229 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Die rasante Entwicklung neuer Technologien in unserer Zeit beeinflusst und bestimmt alle Bereiche der Gesellschaft. Die Forderungen wachsen von Tag zu Tag. Die Suche nach dem Neuen, Besseren und Qualitativären zeichnet sich somit gravierend auch auf die Medizinforschung aus. Das ist kein zufälliger Trend, denn das Verhältnis zwischen Gesundheit und gesellschaftlicher Leistungsfähigkeit auch eine selbstverständliche Bedingung für ein normales und erfülltes Leben darstellt. Es dürfen keine Fehler beim Diagnostizieren und Behandeln der Patienten passieren, weil der bittere Preis das Wertvollste sein kann- das Menschenleben. Eine hochqualitative medizinische Versorgung bedingt allerdings hochqualifizierte diagnostische und kommunikative Fähigkeiten. Diagnostische Expertise und kommunikative Kompetenz beim Umgang mit Patienten verkörpern daher die wichtigsten medizinischen Kernkompetenzen. Der Begriff „Expertise“ in der Medizin wird in der folgenden Arbeit aus der Perspektive der diskursanalytischen Forschung betrachtet. Seine Bedeutung muss, im Zusammenhang mit der kommunikativen Kompetenz bei Medizinern, als Teil ihrer psychosozialen Kompetenz intensiv erforscht und erklärt werden. Der Bedarf einer tiefen forschenden Auseinandersetzung mit dem Thema „Arzt-Patient-Kommunikation“ ergibt sich aus den offensichtlichen Defizite in der medizinischen Forschung und Lehre, wobei die primäre Zielsetzung beider Bereiche die Aufklärung und Verbesserung der Verständigungsbedingungen der gesundheitlichen Praxis, bei der sich als wesentlich das Effektivitätsproblem ärztlichen Handelns als kommunikativen Handeln stellt, implizieren soll. Begriffe wie „Kommunikation“, „Interaktion“ und „Diskurs“ sind in diesem Zusammenhang undenkbar und stellen eine komplexe Vernetzung im Bezug auf das Thema „Arzt-Patient-Kommunikation“, deshalb sie in der Arbeit näher betrachtet werden. Die primäre Zielsetzung der Arbeit ist, ein zusammenfassender theoretischer Überblick auf die bestehende diskursanalytische Literatur und Forschung im Bezug auf die komplexe Thematik der Arzt-Patient-Kommunikation zu ermöglichen und verfolgt somit auf keinen Fall eine absolute Vollständigkeit und Eigenständigkeit der dargestellten Konzepte.
Textauszug (computergeneriert)
SEMINARARBEIT
ARZT-PATIENT-KOMMUNIKATION
Severina Kambourova
Universität des Saarlandes
Seminar: Rhetorik & Ethik
Fachsemester: 11
Studienfächer: Erziehungswissenschaft (Hauptfach), Sozialpsychologie (Nebenfach),
Sprechwissenschaft und Sprecherziehung , Englische Sprechwissenschaft, Slavistik
Abgabetermin: 05. 11. 2007
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Interaktion, Kommunikation und Diskurs 4
3. Grundlagen einer erfolgreichen patientenorientierten Arzt-Patient Kommunikation 8
4. Praxisbezogene Konsequenzen für intensive Trainingsförderung der Arzt-Patient-Kommunikation 14
5. Literaturverzeichnis 16
6. Abbildungsverzeichnis 18
1. Einleitung
Die rasante Entwicklung neuer Technologien in unserer Zeit beeinflusst und bestimmt alle Bereiche der Gesellschaft. Die Forderungen wachsen von Tag zu Tag. Die Suche nach dem Neuen, Besseren und Qualitativären zeichnet sich somit gravierend auch auf die Medizinforschung aus. Das ist kein zufälliger Trend, denn das Verhältnis zwischen Gesundheit und gesellschaftlicher Leistungsfähigkeit auch eine selbstverständliche Bedingung für ein normales und erfülltes Leben darstellt. Es dürfen keine Fehler beim Diagnostizieren und Behandeln der Patienten passieren, weil der bittere Preis das Wertvollste sein kann- das Menschenleben. Eine hochqualitative medizinische Versorgung bedingt allerdings hochqualifizierte diagnostische und kommunikative Fähigkeiten. Diagnostische Expertise und kommunikative Kompetenz beim Umgang mit Patienten verkörpern daher die wichtigsten medizinischen Kernkompetenzen.
Die Expertiseforschung als Bereich der kognitiven Psychologie ist enorm schnell gewachsen und diese Entwicklung zieht in ihrer Bahn andere Gebiete der Psychologie, wie zum Beispiel die pädagogische- und Instruktionspsychologie. Jedoch gemeinsam suchen sie nach einer präzisen Definition des Begriffes „Expertise“ und durchforsten Kernfragen wie: Was macht einen Experten aus? Was sind seine Kernkompetenzen? Wie ist seine Wissensstruktur aufgebaut? Wie unterscheiden wir am besten zwischen Experten und Novizen?
Krems (1994) definiert alltagspsychologisch „Expertise“ durch Eigenschaften wie „Genauigkeit“, „Effizienz“, „Wissen“ und „Erfahrung“. Dennoch wird in der wissenschaftlichen Expertiseforschung zwischen einem differentialpsychologischen und einem wissenspsychologischen Ansatz unterschieden. Die wissenspsychologische Betrachtungsweise ist in der Forschung überwiegend und behandelt Expertise anhand von umfangreichen Wissens, das eine notwendige Bedingung bei der Bewältigung komplexer Problemen darstellt. Die Expertise braucht hochprofessionelles Wissen, um ihre Aufgaben qualifiziert zu erfüllen.
Dennoch kann der Begriff „Expertise“ in der Medizin aus der Perspektive der diskursanalytischen Forschung betrachtet werden. Seine Bedeutung muss, im Zusammenhang mit der kommunikativen Kompetenz bei Medizinern, als Teil ihrer psychosozialen Kompetenz intensiv erforscht und erklärt werden. Der Bedarf einer tiefen forschenden Auseinandersetzung mit dem Thema „Arzt-Patient-Kommunikation“ ergibt sich aus den offensichtlichen Defizite in der medizinischen Forschung und Lehre, wobei die primäre Zielsetzung beider Bereiche die Aufklärung und Verbesserung der Verständigungsbedingungen der gesundheitlichen Praxis, bei der sich als wesentlich das Effektivitätsproblem ärztlichen Handelns als kommunikativen Handeln stellt, implizieren soll. Begriffe wie „Kommunikation“, „Interaktion“ und „Diskurs“ sind in diesem Zusammenhang undenkbar und stellen eine komplexe Vernetzung im Bezug auf das Thema „Arzt-Patient- Kommunikation“, deshalb müssen sie zunächst näher betrachtet werden.
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