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Pro und Contra Mindestlohn als arbeitsmarktpolitische Maßnahme

Seminararbeit, 2007, 19 Seiten
Autor: Jörg Fehlhaber
Fach: Wirtschaft - Wirtschaftspolitik

Details

Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2007
Seiten: 19
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 16  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V85632
ISBN (E-Book): 978-3-638-00347-6
ISBN (Buch): 978-3-640-32543-6
Dateigröße: 242 KB

Zusammenfassung / Abstract

1 Einleitung Vorab ist es notwendig eine Definition des Mindestlohnes zu geben: „Mindestlohn, im engeren Sinn eine gesetzlich, im weiteren Sinn auch eine durch Tarifvertrag festgelegte Untergrenze für den von privaten Unternehmen, öffentlichen und sonstigen Arbeitgebern zu zahlenden Lohn.“1 Aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit in Deutschland ist die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns in den letzten Jahren Gegenstand politischer Diskussionen, insbesondere der großen Koalition, geworden. Während die CDU diesem Modell skeptisch gegenübersteht bzw. ablehnt, ist die SPD für eine entsprechende Einführung. Das Ziel der Befürworter ist ein existenzsichernder Lohn und damit eine Verbesserung der Lage bei den Niedriglohnempfängern. Die Angst der Gegner, und ein oft genanntes Gegenargument zum Mindestlohn, ist ein Beschäftigungsrückgang, der nach Meinung vieler Ökonomen eintritt, sollte er zu hoch gewählt werden. Ist die Höhe aber zu gering, würde er vielleicht aber keine Auswirkungen haben. In Deutschland wurde schon in verschiedenen Branchen ein gesetzlicher Mindestlohn eingeführt, so etwa im Baugewerbe und der Gebäudereinigung. Außerdem wirken Firmenund Flächentarifverträge ähnlich. Diese Arbeit soll unter arbeitspolitischen Gesichtspunkten die Wirkungen eines Mindestlohnes zeigen. Dazu werden im Folgenden einige Arbeitsmarkttheorien vorgestellt.


Textauszug (computergeneriert)

Pro und Contra Mindestlohn als arbeitsmarktpolitische Maßnahme

Professur für Volkswirtschaftslehre, insbes. Wirtschaftspolitik

Seminararbeit:
Seminar zur Allgemeinen Wirtschaftspolitik im WS 2007/2008

„Beschäftigung und Inflation“

Name: Jörg Fehlhaber

Abgabedatum: 22.10.07

 

 

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung ... 1

2 Arbeitsmarkttheorien ... 1

2.1 Der neoklassische Arbeitsmarkt ... 1
2.2 Keynesianischer Arbeitsmarkt ... 3
2.3 Neoklassisches Modell mit veränderter Angebotskurve ... 4
2.4 Monopson - Theorie ... 5
2.5 Humankapitaltheorie ... 6
2.6 Effizienzlohntheorie ... 7

3 Mindestlöhne in anderen europäischen Ländern ... 9

3.1 Das Angelsächsisches Modell am Beispiel Großbritannien ... 9
3.2 Das Kontinentaleuropäisches Modell am Beispiel Frankreich ... 10

4. Deutschland und der Mindestlohn - Pro und Contra ... 11

5 Gewinner und Verlierer ... 13

6 Fazit ... 14

Literaturverzeichnis ... 15

 

 

1 Einleitung

Vorab ist es notwendig eine Definition des Mindestlohnes zu geben:

„Mindestlohn, im engeren Sinn eine gesetzlich, im weiteren Sinn auch eine durch Tarifvertrag festgelegte Untergrenze für den von privaten Unternehmen, öffentlichen und sonstigen Arbeitgebern zu zahlenden Lohn.“1

Aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit in Deutschland ist die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns in den letzten Jahren Gegenstand politischer Diskussionen, insbesondere der großen Koalition, geworden. Während die CDU diesem Modell skeptisch gegenübersteht bzw. ablehnt, ist die SPD für eine entsprechende Einführung.

Das Ziel der Befürworter ist ein existenzsichernder Lohn und damit eine Verbesserung der Lage bei den Niedriglohnempfängern.

Die Angst der Gegner, und ein oft genanntes Gegenargument zum Mindestlohn, ist ein Beschäftigungsrückgang, der nach Meinung vieler Ökonomen eintritt, sollte er zu hoch gewählt werden. Ist die Höhe aber zu gering, würde er vielleicht aber keine Auswirkungen haben.

In Deutschland wurde schon in verschiedenen Branchen ein gesetzlicher Mindestlohn eingeführt, so etwa im Baugewerbe und der Gebäudereinigung. Außerdem wirken Firmenund Flächentarifverträge ähnlich.

Diese Arbeit soll unter arbeitspolitischen Gesichtspunkten die Wirkungen eines Mindestlohnes zeigen. Dazu werden im Folgenden einige Arbeitsmarkttheorien vorgestellt.

2 Arbeitsmarkttheorien

2.1 Der neoklassische Arbeitsmarkt

Die Voraussetzungen für das neoklassische Arbeitsmarktmodell sind mit dem Angebot bzw. der Nachfrage auf dem Gütermarkt vergleichbar. Hier gilt das Prinzip der vollständigen Konkurrenz. Außerdem werden flexible Reallöhne, keine Wettbewerbsbeschränkungen, keine Markteintrittsschranken, vollkommene Information, Vertragsfreiheit und homogene Arbeiter vorausgesetzt.2

Im neoklassischen Modell (Abb. 1) ist die Beschäftigungsmenge in Abhängigkeit des Reallohns abgetragen.3 Arbeitsangebots- (LS) und die Arbeitsnachfragekurve(LD) schneiden sich im Punkt E, der das Arbeitsmarktgleichgewicht beim Markt räumenden Reallohn w1 und der Beschäftigung L1 darstellt. Dieser Gleichgewichtslohn entspricht dem Wertgrenzprodukt der Arbeit. Es wird bei flexiblen Reallöhnen langfristig immer ein Gleichgewicht erreicht.

(Abb.1 Marktgleichgewicht und Mindestlohn w2 - In der Downloadversion enthalten)

Bei Einführung eines (festen) Mindestlohnes w2, der oberhalb des Gleichgewichtslohnes w1 liegt, ergibt sich ein Angebotsüberschuss, da das Arbeitsangebot die Arbeitsnachfrage übersteigt. Hier ist der Lohn so hoch, dass mehr Arbeiter ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen als die Unternehmen nachfragen.4 Die Folge wäre, bei rigiden Reallöhnen, eine unfreiwillige Arbeitslosigkeit in Höhe von AÜ(w2)>0. (siehe Abb.1)

Im umgekehrten Fall, ein Reallohn w3 unterhalb des Gleichgewichtslohnes, sind die Folgen offene Stellen, da das Überschussangebot negativ ist. Hier sind die Arbeiter nicht bereit zu diesem niedrigen Lohn zu arbeiten. Die Unternehmen würden sich gegenseitig in der Lohnsetzung überbieten und langfristig wieder bei w1 landen.

Auch ist es möglich, dass ein Mindestlohn so gering angesetzt wird, dass er keine Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt hat.

[...]


1 Meyers Lexikonverlag (2007)

2 Vgl. Sesselmeier /Blauermel (1997), S. 47 ff.

3 Vgl. Wagner/Jahn (2004), S. 32 f.

4 Vgl. ebd., S. 32


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