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Theorie der sozialen Informationsverarbeitung nach Walther

Subtitle: Anwendung in einer Newsgroupdiskussion

Termpaper, 2007, 20 Pages
Author: Martina Törner
Subject: Communications: Miscellaneous

Details

Event: Bachelor Bildungswissenschaft
Institution/College: University of Hagen
Tags: Theorie, Informationsverarbeitung, Walther, Bachelor, Bildungswissenschaft
Category: Termpaper
Year: 2007
Pages: 20
Grade: 2,3
Bibliography: ~ 11  Entries
Language: German
Archive No.: V85651
ISBN (E-book): 978-3-638-04333-5

File size: 161 KB

Abstract

Im Zuge dieser Hausarbeit möchte ich der Frage nachgehen, ob die Kommunikation im WorldWideWeb mit einer realen Face-to-Face-Interaktion zu vergleichen ist. Ich möchte untersuchen, ob es möglich ist, die sozialen und emotionalen Hinweisreize einer realen Kommunikationssituation auch textuell in einem Internetforum darzustellen. Im Internet ist es sicherlich einfacher, mit fremden Menschen ins Gespräch zu kommen. Man kennt die Personen nicht und geht deshalb auch ohne Erwartungshaltung in Chats, Newsforen etc. Niemand würde wohl in der Fußgängerzone einer Großstadt einfach jemanden fragen, ob er ihm sagen kann, welche Geranien am besten für seinen Balkonkasten geeignet sind. In einem Chatroom sind solche Fragen alltäglich. Es ist möglich spezielle Foren zu besuchen, in denen man Menschen vermutet, die sich mit einem bestimmten Thema auskennen. Foren gibt es für alle möglichen Themen, der Autoliebhaber wird genauso seine Ecke finden, wie die Hausfrau oder der Katzenfreund. Aber ist es möglich, dort auch die gleiche zwischenmenschliche Ansprache mit all ihren kleinen, kaum wahrnehmbaren Hinweisen zu finden, wie wir sie in der Face-to-Face- Kommunikation erleben? Lassen sich Emotionen auch in textbasierten Foren oder im Chat nonverbal darstellen? [...]


Excerpt (computer-generated)

Attraktion und Partnerwahl

von

Martina Törner

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung... 3

2. Was ist Kommunikation?... 4

2.1 Face-to-Face-Kommunikation... 4
2.2 Kommunikation im Internet... 5

3. Theorie der Computervermittelten Kommunikation... 7

3.1 Die Kanalreduktionstheorie... 7
3.2 Das SIDE-Modell nach Lea & Spears... 8
3.3 Theorie der sozialen Informationsverarbeitung nach Walther... 8
3.4 Ansatz der hyperpersonalen Perspektive... 10

4. Möglichkeiten des emotionalen Ausdrucks in der Praxis am Beispiel eines Newsgroupthreads... 11

4.1 Identitätsdarstellung im Netz... 12
4.2 Praktisches Beispiel einer Kommunikationsituation in einem Newsforum... 13
4.3 Interpretation... 14

Fazit... 16

Literaturverzeichnis... 18


 

1. Einleitung

Im Zuge dieser Hausarbeit möchte ich der Frage nachgehen, ob die Kommunikation im WorldWideWeb mit einer realen Face-to-Face-Interaktion zu vergleichen ist. Ich möchte untersuchen, ob es möglich ist, die sozialen und emotionalen Hinweisreize einer realen Kommunikationssituation auch textuell in einem Internetforum darzustellen. Im Internet ist es sicherlich einfacher, mit fremden Menschen ins Gespräch zu kommen. Man kennt die Personen nicht und geht deshalb auch ohne Erwartungshaltung in Chats, Newsforen etc. Niemand würde wohl in der Fußgängerzone einer Großstadt einfach jemanden fragen, ob er ihm sagen kann, welche Geranien am besten für seinen Balkonkasten geeignet sind. In einem Chatroom sind solche Fragen alltäglich. Es ist möglich spezielle Foren zu besuchen, in denen man Menschen vermutet, die sich mit einem bestimmten Thema auskennen. Foren gibt es für alle möglichen Themen, der Autoliebhaber wird genauso seine Ecke finden, wie die Hausfrau oder der Katzenfreund. Aber ist es möglich, dort auch die gleiche zwischenmenschliche Ansprache mit all ihren kleinen, kaum wahrnehmbaren Hinweisen zu finden, wie wir sie in der Face-to-Face- Kommunikation erleben? Lassen sich Emotionen auch in textbasierten Foren oder im Chat nonverbal darstellen?
Um dies herauszufinden, habe ich mich in einem Internetforum angemeldet. Dort beteiligte ich mich an einem Gespräch und versuchte, unter Berücksichtigung der Theorie von Walther, meine nonverbalen Hinweise bewusst textuell umzusetzen. Zum Anfang werde ich den Begriff Kommunikation beschreiben, wie ich ihn für meine Hausarbeit verstanden haben möchte. Dann gehe ich näher auf die Vor- und Nachteile von Face-to-Face-Kommunikation und Kommunikation im Internet ein. Es folgt eine Darlegung der meines Erachtens für dieses Thema wichtigen Theorien der computervermittelten Kommunikation, mit besonderer Aufmerksamkeit auf die Theorie der sozialen Informationsverarbeitung und der hyperpersonalen Perspektive von Walther. Im praktischen Teil folgt eine kurze Erklärung, was ein Forum ist, die Identitätsdarstellung im Netz wird kurz beschrieben, bevor ich zum praktischen Beispiel und dem Analyseversuch komme. Da ich der Meinung bin, dass geschlechtsneutralisierende Formulierungen die Lesbarkeit des Textes verschlechtern, habe ich den Text in der männlichen Form verfasst, was aber keinesfalls eine Wertung darstellen soll.

2. Was ist Kommunikation?

Was sind die Grundvorausetzungen für Kommunikation? „Vorraussetzung einer Kommunikation sind zwei Partner, der eine als Sender, der Informationen verschlüsselt (Kodierung) und übermittelt (Emission), der andere als Empfänger, der diese in Signale verschlüsselte Nachricht aufnimmt (Rezeption) und entschlüsselt (Dekodierung).“(Böhm,W. Wörterbuch der Pädagogik, Kommunikation S. 366 ) Grundvoraussetzung sind also 2 Personen, die einander etwas mitzuteilen haben. Aber funktioniert Kommunikation nur, wenn sich die Teilnehmer verbal verständigen können? Sicher nicht, denn es gibt schon seit Jahrhunderten die Möglichkeit des Briefeschreibens, seit ca. 150 Jahren können Menschen miteinander telefonieren. Schon die Indianer beherrschten die Kommunikation über weite Strecken hinweg durch Rauchzeichen. Für den Rahmen dieser Hausarbeit möchte ich auf folgenden Kommunikationsformen näher eingehen:

1. Die Face-to-Face-Kommunikation
2. Die computervermittelte Kommunikation

2.1 Face-to-Face-Kommunikation

Paul Watzlawick u.a. fassten ihre Vorstellung von Kommunikation in ihren Kommunikationsaxiomen zusammen. Sie stellen im zweiten Axiom heraus: „ Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt, derart, dass letzterer den ersteren bestimmt und daher eine Metakommunikation ist.“(Watzlawick et al., 1969, S. 56) Inhalts- und Beziehungsaspekte sind ein wichtiges Mittel für die Kommunikationspartner, denn sie entscheiden darüber, wie sich die Teilnehmer in der jeweiligen Kommunikationssituation z.B. fühlen. Solche Beziehungsaussagen geben hauptsächlich nonverbale Signale ab, durch Mimik, Gestik oder den Tonfall, in dem wir sprechen. Sie geben unseren Gefühlen oft unbewusst Ausdruck, sie lassen sich aber auch ganz bewusst einsetzen, z.B. wenn ein Kleinkind seinen Wunsch nach einem weiteren Eis tränenreich Nachdruck verleiht. Von klein auf an lernen wir, solche nonverbalen Beziehungsaussagen zu registrieren, zu interpretieren und darauf entsprechend auch zu reagieren. Aber ist es auch möglich, diese nonverbalen Beziehungsaussagen textuell darzustellen?

2.2. Kommunikation im Internet

[...]


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