Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
"Der Tod und das Mädchen" - Franz Schubert und das Streichquartett close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

"Der Tod und das Mädchen" - Franz Schubert und das Streichquartett

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2007, 34 Pages
Author: Claudia Irion
Subject: Musicology

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2007
Pages: 34
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 64  Entries
Language: German
Archive No.: V85736
ISBN (E-book): 978-3-638-00819-8
ISBN (Book): 978-3-638-93445-9
File size: 451 KB

Abstract

Die Kammermusik erhält ihren Namen von dem Ort ihrer Aufführung und wendet sich an einen kleinen Kreis von Musikliebhabern. Im Gegensatz zur Orchester- und Chormusik ist sie solistisch besetzt, die geringe Stimmenzahl und Kompositionstechnik sind auf den intimen Rahmen und die kennerhafte Kunstauffassung des Publikums abgestimmt. Ursprünglich in aristokratisch-höfischer Gesellschaft beheimatet, drang die Kammermusik im 18. Jahrhundert auch in die private bürgerliche Musikkultur und erhielt in der Klassik wesentliche Impulse. An die Stelle der barocken Triosonate trat vor allem das Streichquartett, welches von Haydn auf einen gattungsstilistischen Höhepunkt geführt wurde. Die zunehmend anspruchsvoller gestalteten Kompositionen und die Ausdehnung eines öffentlichen Musiklebens im 19. Jahrhundert bewirkten schließlich, dass Berufsmusiker die Kammermusik aus ihrem häuslichen Rahmen auch in die öffentlichen Konzertsäle übertrugen. Die vorliegende Arbeit entstand mit dem Ziel, Schuberts Beziehung zur Kammermusik, speziell zur Gattung des Streichquartetts, darzustellen. Seine wahre Größe als Instrumentalkomponist blieb bis weit in das 20. Jahrhundert hinein unbekannt oder unterschätzt. Schon zu Lebzeiten galt er als Liedkomponist und stand mit seinen Symphonien und Kammermusikwerken stilistisch weitgehend isoliert da. Als herausragendes Beispiel seines instrumentalen Schaffens wird sein Streichquartett in d-Moll (D810) „Der Tod und das Mädchen“ im Rahmen dieser Arbeit näher erläutert. Aufbauend auf einer dargestellten Werkgrundlage und einen kurzen Einblick in die Entstehungszeit des Quartetts werden Besonderheiten herausgearbeitet. Des Weiteren werden zwei Bearbeitungen dieses Streichquartetts, von Gustav Mahler und Siegfried Matthus, vorgestellt.


Excerpt (computer-generated)

Philosophisch-Pädagogische Fakultät an der
Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt

"Der Tod und das Mädchen"
Franz Schubert und das Streichquartett

 

Schriftliche Arbeit im Rahmen des Hauptseminars
„Das Streichquartett der Wiener Klassik“
im Sommersemester 2007

Erstellt von:

Claudia Irion

6. Semester Musikwissenschaften (M. A.)

Abgabetermin: 15. Oktober 2007

 

 

INHALTSVERZEICHNIS

ABBILDUNGSVERZEICHNIS .. III
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS ... IV

EINFÜHRUNG ...1

I ENTWICKLUNG DES STREICHQUARTETTS BIS SCHUBERT ..2

    I.1 Das Streichquartett ...2

        I.1.1 Definition und Theorie des Streichquartetts ...3
        I.1.2 Vorgeschichte und gattungsgeschichtliche Wurzeln ...5

    I.2 Gattungsentwicklung bis Schubert ...6

        I.2.1 Haydn als Klassiker des Streichquartetts ...6
        I.2.2 Zeitgenössischer Hintergrund zu Schuberts Quartettkompositionen ..8

II SCHUBERT UND SEINE BEZIEHUNG ZUR GATTUNG ..9

    II.1 Schubert als Komponist ..9

        II.1.1 Schubert als Liedkomponist .. 10
        II.1.2 Hinwendung zum Streichquartett .. 11

    II.2 Schuberts Bedeutung für die Gattung „Streichquartett“ ...13

        II.2.1 Vorbilder zu Schuberts Quartettwerken ...13
        II.2.2 Neuerungen Schuberts zur klassischen Quartetttradition ...14

III STREICHQUARTETT NR. 14 IN D-MOLL (D 810): „DER TOD UND DAS MÄDCHEN“…15

    III.1 Werkeinordnung und Besonderheiten ...16

        III.1.1 Werkgrundlage und Entstehungszeit ...16
        III.1.2 Besonderheiten des Streichquartetts ...19

    III.2 Bearbeitungen anderer Komponisten ... 21

        III.2.1 Gustav Mahler: Streichquartett in d-Moll „Der Tod und das Mädchen“ Bearbeitung für Streichorchester ...21
        III.2.2 Siegfried Matthus: „Das Mädchen und der Tod“ für Streichquartett ... 23

SCHLUSSBETRACHTUNG ...24

LITERATURVERZEICHNIS ...V

 

 

EINFÜHRUNG

Die Kammermusik1 erhält ihren Namen von dem Ort ihrer Aufführung und wendet sich an einen kleinen Kreis von Musikliebhabern. Im Gegensatz zur Orchester- und Chormusik ist sie solistisch besetzt, die geringe Stimmenzahl und Kompositionstechnik sind auf den intimen Rahmen und die kennerhafte Kunstauffassung des Publikums abgestimmt. Ursprünglich in aristokratisch-höfischer Gesellschaft beheimatet, drang die Kammermusik im 18. Jahrhundert auch in die private bürgerliche Musikkultur und erhielt in der Klassik wesentliche Impulse.2 An die Stelle der barocken Triosonate trat vor allem das Streichquartett, welches von Haydn auf einen gattungsstilistischen Höhepunkt geführt wurde. Die zunehmend anspruchsvoller gestalteten Kompositionen und die Ausdehnung eines öffentlichen Musiklebens im 19. Jahrhundert bewirkten schließlich, dass Berufsmusiker die Kammermusik aus ihrem häuslichen Rahmen auch in die öffentlichen Konzertsäle übertrugen.3

Die vorliegende Arbeit entstand mit dem Ziel, Schuberts Beziehung zur Kammermusik, speziell zur Gattung des Streichquartetts, darzustellen. Seine wahre Größe als Instrumentalkomponist blieb bis weit in das 20. Jahrhundert hinein unbekannt oder unterschätzt. Schon zu Lebzeiten galt er als Liedkomponist und stand mit seinen Symphonien und Kammermusikwerken stilistisch weitgehend isoliert da.4 Vor diesem Hintergrund werden in Kapitel I zunächst Definition und Theorie (I.1.1) des Streichquartetts sowie Vorgeschichte und gattungsgeschichtliche Wurzeln (I.1.2) einführend dargestellt. Aufbauend darauf wird ein kurzer Überblick über die Entwicklung der Gattung (I.2) mit Haydn als Begründer (I.2.1) gegeben sowie der zeitgenössische Hintergrund zu Schuberts frühen Quartettkompositionen (I.2.2) dargestellt. Das II. Kapitel stellt Schubert als Liedkomponisten vor (II.1.1). In II.1.2 wird er schließlich in den Kontext der Kammermusik, speziell der Gattung des Streichquartetts eingeordnet. Aufbauend werden in II.2 Schuberts Neuerungen, im Vergleich zu traditionellen Werken von Haydn sowie seine Vorbilder dargestellt. Als herausragendes Beispiel seines Schaffens wird im dritten Teil der Arbeit sein Streichquartett in d-Moll (D810) „Der Tod und das Mädchen“ näher erläutert. Aufbauend auf einer dargestellten Werkgrundlage und einen kurzen Einblick in die Entstehungszeit des Quartetts (III.1.1), werden Besonderheiten herausgearbeitet (III.1.2). Des Weiteren werden in III.2 zwei Bearbeitungen dieses Streichquartetts, von Gustav Mahler (III.2.1) und Siegfried Matthus (III.2.2), vorgestellt.

Die vorliegende Arbeit basiert weitgehenst auf einer Literaturanalyse. Allerdings beinhaltet vor allem das dritte Kapitel auch eigene Interpretationen und Analyseansätze. Die gewonnenen Erkenntnisse werden abschließend in einer Schlussbetrachtung noch einmal kurz zusammengefasst.

 

I ENTWICKLUNG DES STREICHQUARTETTS BIS SCHUBERT

Der Gattungsbegriff des Streichquartetts verfestigte sich im frühen 19. Jahrhundert, wurde als ideale Repräsentation des vierstimmigen Satzes und damit als Inbegriff reiner Instrumentalmusik verstanden. Die Gattung prägte das Musikleben der Wiener Klassik als gehobene Unterhaltungsmusik wie keine andere und hält bis heute, mit einer Fülle geistreicher Kompositionstechniken, eine herausragende Stellung unter den Gattungen inne. Seit Haydns sechs Streichquartetten op. 33, die das klassische Quartett begründen und gattungsgeschichtlich normieren, sind Komponisten und Theoretiker bis zur Gegenwart nicht
müde geworden, sich mit dieser musikalischen Gattung schöpferisch auseinanderzusetzen.

[...]


1 Wörtliche Übersetzung vom ital.: musica da camera; dt.: höfische Kammer. Vgl. Wörner (1993), S. 358.

2 Vgl. Brockhaus (2001), S. 360.

3 Vgl. Krummbacher (2001), S. 9.

4 Vgl. Wörner (1993), S. 501.


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:


This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/85736/der-tod-und-das-maedchen-franz-schubert-und-das-streichquartett
please wait Please wait