Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Das britische Lohnfindungsmodell close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Das britische Lohnfindungsmodell

Subtitle: Benchmarking-System und Abwärtsnominallohnstarrheit

Termpaper, 2007, 21 Pages
Author: Sebastian Hübers
Subject: Sociology - Economy and Industry

Details

Event: Konflikt um Lohn und Leistung
Institution/College: University of Tubingen (Institut für Soziologie)
Tags: Lohnfindungsmodell, Konflikt, Lohn, Leistung
Category: Termpaper
Year: 2007
Pages: 21
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 24  Entries
Language: German
Archive No.: V85838
ISBN (E-book): 978-3-638-00706-1
ISBN (Book): 978-3-638-91349-2
File size: 129 KB
Notes :
Besonders für die Thematik Mindestlohn interessant.


Abstract

Die Arbeit untersucht die Frage durch welche Prozesse das britische Lohn-findungsmodell beeinflusst wird? Im ersten Teil werde ich dazu die theoretischen Grundlagen und Ergebnisse der Studie von Schmidt/ Dworschak (2006): „Pay Deve-lopments in Britain and Germany: Collective Bargaining, „Benchmarking“, and „Mime-tic Wages““ (kurz) nachzeichnen. Ihre vergleichende Studie stellt den Versuch einer soziologischen Erklärung von Lohn- und Gehaltsentwicklungen in Großbritannien und Deutschland dar, wobei das Augenmerk der vorliegenden Arbeit auf der Wiederauf-nahme des Themas und der Überprüfung der Ergebnisse für Großbritannien liegen soll. Im darauf folgenden zweiten Teil werden die Ergebnisse der Studie dargestellt und mit weitereren empirischen Daten verglichen, die über den von Schmidt/Dworschak (2006) gewählten Zeitraum hinausgehen. Der dritte Teil befasst sich mit der Abwärtsstarrheit von Nominallöhnen in Großbritannien und dessen Einfluss auf die Lohnentwicklung. Abschließend werden einige Schlussfolgerungen in Bezug auf das Lohnfindungsmodell in Großbritannien gezogen und ein kurzer Ausblick über weitere Forschungsmöglichkeiten gegeben.


Excerpt (computer-generated)

Konflikt um Lohn und Leistung
Wintersemester 2006/07
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Institut für Soziologie

Das britische Lohnfindungsmodell: „Benchmarking System“ und Abwärtsnominallohnstarrheit

vorgelegt von:

Sebastian Hübers

Politikwissenschaft (HF, MA)/
Soziologie (NF)/ Neuere Englische Literatur (NF)

 

 

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 2

2. Lohnentwicklungen in Großbritannien: „Mimetische Löhne" 3

    2.1. Theoretische Grundlagen 3

        2.1.1. „Neo-klassische“ Perspektive 3
        2.1.2. „Effizienzlohn-Theorie" 3
        2.1.3. Bewleys „Moral-Theorie" 3
        2.1.4. „Neo-institutionalistischer“ Ansatz 4

    2.2. Entwicklungstendenzen der Löhne 5

        2.2.1. Lohnentwicklungen in den Sektoren Maschinenbau und Einzelhandel 5
        2.2.2. Überraschende Ergebnisse? 6

    2.3. „Mimetische Löhne“ – eine idealtypische Erklärung 6
    2.4. Vorraussetzungen 8

        2.4.1. Bedingungen 8
        2.4.2. Akteure 8
        2.4.3. Einschränkungen 9

    2.5. Zwischenfazit: Das „Benchmarking System" 10
    2.6. Empirische Befunde 1995-2005 11

        2.6.1. Reallohnsteigerungen 11
        2.6.2. Lohnerhöhungen und Einkommensverteilung 11

3. Abwärtsstarrheit und Verteilung von Lohnerhöhungen in Großbritannien 12

    3.1. Abwärtsstarrheit von Nominallöhnen 12
    3.2. Das Modell: Theoretische Annahmen und Vorhersagen 13
    3.3. Die empirische Einordnung 14

        3.3.1. Daten 14
        3.3.2. Ergebnisse 15

    3.4. Makroökonomische Effekte von Nominallohnabwärtsstarrheit 15

4. Einige Schlussfolgerungen 16

Literaturverzeichnis 18

 

1. Einleitung

In Folge der beiden konservativen Regierungen von Margaret Thatcher und John Major (1979-1997) haben sich die industriellen Beziehungen in Großbritannien stark verändert. Anstelle des Ziels der Vollbeschäftigung wurde während der beiden konservativen Amtszeiten versucht die Inflation und die Arbeitslosigkeit zu senken. Dies wurde im Rahmen einer monetaristischen Wirtschaftspolitik vollzogen, die sich darauf konzentrierte hohe Zinssätze zu bekämpfen, um die genannten Ziele zu erreichen (Ludlum 2006: 456). Auf den Monetarismus folgte eine neoliberale, angebotsorientierte Wirtschaftspolitik, dessen zentrale Maßnahmen die Deregulierung der Wirtschaft und die Einschränkung gewerkschaftlicher Macht waren (vgl. Basset 1991, in: Ludlum 2006: 456). So viel der gewerkschaftliche Organisationsgrad der abhängig Beschäftigten in Prozent der Gesamtzahl der abhängig Beschäftigten in Großbritannien vom Höhepunkt 1979: 50,1% auf 32,5% im Jahr 2000 (IW 2004: 4).

Die Einschränkung gewerkschaftlicher Kompetenzen wurde durch eine Reihe von Gesetzen implementiert und hat dazu geführt, dass in Großbritannien fast keine flächendeckenden Tarifverträge und kollektive Tarifverhandlungen mehr bestehen. Stattdessen finden Tarifverhandlungen auf betrieblicher Basis oder, wie im Privatsektor, überhaupt keine Tarifverhandlungen mehr statt (Schmidt/ Dworschak 2006: 90). Die Abdeckung durch kollektive Tarifverhandlungen fiel von 70% (1984) auf 41% (1998) (Schmidt/ Dworschak 2006: 90). Daraus folgt, dass kaum mehr von einem System der industriellen Beziehungen in Großbritannien gesprochen werden kann. Statt der Bezeichnung industrielle Beziehungen wird daher immer öfter der Begriff Arbeitnehmerbeziehungen genannt (siehe Hollinshead et al., 1999).
Die folgende Arbeit untersucht die Frage durch welche Prozesse das britische Lohnfin-dungsmodell beeinflusst wird? Im ersten Teil werde ich dazu die theoretischen Grundlagen und Ergebnisse der Studie von Schmidt/ Dworschak (2006): „Pay Developments in Britain and Germany: Collective Bargaining, „Benchmarking“, and „Mimetic Wages““ (kurz) nachzeichnen. Ihre vergleichende Studie stellt den Versuch einer soziologischen Erklärung von Lohn- und Gehaltsentwicklungen in Großbritannien und Deutschland dar, wobei das Augenmerk der vorliegenden Arbeit auf der Wiederaufnahme des Themas und der Überprüfung der Ergebnisse für Großbritannien liegen soll. Im darauf folgenden zweiten Teil werden die Ergebnisse der Studie dargestellt und mit weitereren empirischen Daten verglichen, die über den von Schmidt/Dworschak (2006) gewählten Zeitraum hinausgehen. Der dritte Teil befasst sich mit der Abwärtsstarrheit von Nominallöhnen in Großbritannien und dessen Einfluss auf die Lohnentwicklung. Abschließend werden einige Schlussfolgerungen in Bezug auf das Lohnfindungsmodell in Großbritannien gezogen und ein kurzer Ausblick über weitere Forschungsmöglichkeiten gegeben.
 

2. Lohnentwicklungen in Großbritannien: „Mimetische Löhne“

2.1. Theoretische Grundlagen

2.1.1. „Neo-klassische“ Perspektive

Aus der „neo-klassischen“ Perspektive sollte die Abschaffung von kollektiven Tarifver-handlungen in stagnierende bzw. fallende oder, wenn überhaupt, nur marginal steigende Löh-ne resultieren. Die Dezentralisierung der Lohnfindung sollte des Weiteren zu einer höheren Lohnspreizung zwischen den und innerhalb der Sektoren führen. Nach dieser orthodoxen Sichtweise würden die Löhne auf das Marktgleichgewichtsniveau fallen, d.h. auf ein Niveau das Arbeitslosigkeit verringert und letztendlich beseitigt (Schmidt/ Dworschak 2006: 90).

2.1.2. „Effizienzlohn-Theorie“

Vertreter der „Effizienzlohn-Theorie“ gehen davon aus, dass Löhne weder ausschließlich durch den Markt noch durch die Machtbeziehungen der Tarifparteien bestimmt werden. Nach Marshall (1920: VI.III.9, in: Schmidt/ Dworschak 2006: 91) werden Löhne nach den vom Arbeiter verlangten Fähigkeiten und Effizienzanforderungen gezahlt. Da das Überwachen der Arbeitsleistung („monitoring“) teuer und aufwendig ist, zahlen Arbeitgeber freiwillig einen Lohn über dem Marktgleichgewichtsniveau. Dabei sind solche Effizienzeffekte eher unter schwächer institutionalisierten Bedingungen wie in Großbritannien zu beobachten.

[...]


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit

Author: Claudia Nickel
Presentations, Models, Tutorials, Instructions, 2006 Download as PDF-file for 4,99 EUR

Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens

Author: Maik Philipp
Presentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/85838/das-britische-lohnfindungsmodell
please wait Please wait