Untertitel: Im Speziellen gezeigt am Beispiel des SMS-Marketing-Instrumentes von T-mobile
Autor: Mag. (FH) Anita Scheibner
Fach: Wirtschaft - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Details
Jahr: 2005
Seiten: 67
Note: 2,00
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 412 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-01135-8
ISBN (Buch): 978-3-638-91580-9
Zusammenfassung / Abstract
Das Direktmarketing hat in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung mit beträchtlichen Zuwachsraten erlebt. Immer mehr Unternehmen aus den unterschiedlichen Branchen haben es in ihr Marketing-Instrumentarium übernommen und damit bewirkt, dass nicht nur in den USA, sondern auch im deutschsprachigen Raum das Direktmarketing besonders weit entwickelt ist. Dieses Vorgehen vieler einzelner Unternehmen trägt aber zur allgemeinen Reizüberflutung bei und führt zu einer Werbe-Immunität: Massenwerbung wirkt nicht mehr, Massenwerbung ist kontraproduktiv.
Textauszug (computergeneriert)
Anita Scheibner
Analyse von Nutzen und Akzeptanz
erlaubnisbasierter Direktmarketing Methoden,
im Speziellen gezeigt am Beispiel des SMS
Marketing Instrumentes von T-mobile
Projektarbeit im
Fachbereich
Marktkommunikation und Vertrieb
November 2005
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG 4
1.1 PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG 4
1.2 METHODIK UND AUFBAU 5
2 DIREKTMARKETING 7
2.1 ARTEN 7
2.2 VORTEILE DES DIREKTMARKETING 10
2.3 NACHTEILE DES DIREKTMARKETING 11
2.4 UNTERBRECHERWERBUNG 11
3 ERLAUBNISMARKETING/PERMISSION MARKETING 14
3.1 STUFEN DES PERMISSION MARKETING 16
3.2 INSTRUMENTE 18
3.2.1 ERLAUBNISMARKETING VIA E-MAIL 18
3.2.2 ERLAUBNISMARKETING VIA SMS (SHORT MESSAGE SYSTEM) 22
3.2.2.1 FUNKTIONALITÄT
24
3.2.2.2 VORAUSSETZUNGEN 24
3.2.2.3 RECHTLICHE RISKEN 25
3.2.2.4 ERSCHEINUNGSFORMEN DES MOBILE MARKETING 26
3.2.2.5 MOBILE MARKETING IM MARKETING MIX 28
3.2.3 EXKURS: AUSWIRKUNGEN VON E-MAIL MARKETING AUF DEN ,,CUSTOMER
LIFECYCLE" 29
4 ONE TO ONE MARKETING 30
4.1 ONE TO ONE MARKETING ALS GANZHEITLICHER WANDEL IM UNTERNEHMEN 31
4.1.1 4 SCHRITTE ZUM ONE-TO-ONE-UNTERNEHMEN 31
4.2 AUSWIRKUNG VON ONE TO ONE MARKETING AUF DIE KUNDENBINDUNG 34
5 BISHERIGE ERKENNTNISSE 35
6 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG 36
6.1 ZUR PROBLEMSTELLUNG 36
6.2 UNTERSUCHUNGSABLAUF UND INSTRUMENT 36
6.2.1 INSTRUMENT FRAGEBOGEN 36
6.2.2 AUFBAU DES FRAGEBOGENS 37
6.2.3 ABLAUF UND ZIELGRUPPE 38
6.3 ERGEBNISSE 38
6.3.1 STATISTIK 38
6.3.2 ÜBERPRÜFUNG ZENTRALE FRAGE 1 41
6.3.3 ÜBERPRÜFUNG ZENTRALE FRAGE 2 42
6.3.4 DARSTELLUNG KORRELATION ,,BRANCHE"/"RÜCKLAUF" 46
6.3.5 DARSTELLUNG KORRELATION ,,ERLANGUNG ERLAUBNIS"/"SCHWIERIGKEITEN"
46
6.3.6 DARSTELLUNG KORRELATION UMSATZ/WIE LANGE ARBEITEN SIE MIT
ERLAUBNISVERMARKTUNG? 47
6.3.7 CONCLUSIO 48
7 ZUSAMMENFASSUNG 50
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 52
ABBILDUNGSVERZEICHNIS 52
TABELLENVERZEICHNIS 53
LITERATURVERZEICHNIS 54
ANHANG 57
1 Einleitung
Das Direktmarketing hat in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung mit
beträchtlichen Zuwachsraten erlebt. Immer mehr Unternehmen aus den unterschied-
lichen Branchen haben es in ihr Marketing-Instrumentarium übernommen und damit
bewirkt, dass nicht nur in den USA, sondern auch im deutschsprachigen Raum das
Direktmarketing besonders weit entwickelt ist.1
Dieses Vorgehen vieler einzelner Unternehmen trägt aber zur allgemeinen Reiz-
überflutung bei und führt zu einer Werbe- Immunität: Massenwerbung wirkt nicht
mehr, Massenwerbung ist kontraproduktiv. 2
1.1
Problemstellung und Zielsetzung
,,Weil täglich tausende von Werbebotschaften auf einen einzelnen Konsumenten
einströmen, ist die Bereitschaft auf irgendeine Botschaft zu reagieren, schon fast auf
null gesunken." 3
Im Gegensatz dazu wurde durch eine Expertenbefragung von EMNID im Auftrag des
Deutschen Direktmarketing Verbandes die aktuelle Situation und die zukünftige
Entwicklung von Werbebriefen analysiert. Es zeigt sich, dass das Mailing boomt, und
auch in den kommenden Jahren immer mehr an Bedeutung zunehmen wird. Dabei
wird die Zielgruppensegmentierung immer wichtiger. Das Unternehmen muss die
Ansprache ihrer Kunden intensivieren und optimieren. Die Studie zeigt auf, dass
Zielgruppen für Mailings stärker segmentiert werden, was durch die Fortschritte im
Database Management unterstützt wird.
Auch bei steigender Bedeutung von Internet und E-Commerce bedrohen die neuen
Medien das Mailing nicht. 4
Seth Godin steht dem Direktmarketing, das er als ,,Unterbrecherwerbung" bezeichnet
weit kritischer gegenüber:
1 Vgl. Holland, (2004), S. V.
2 Vgl. Schwarz, (2000), S. 38.
3 Schwarz, (2000), S. 40.
4 Vgl. Holland, (2004), S. 24f.
4
Obwohl sie bessere Resultate als andere Formen der Werbung bringt, ist
Direktmarketing immer noch sehr verschwenderisch. Eine Erfolgsrate von 2%
bedeutet, dass die Kampagne von 98% der Zielgruppe ignoriert, abgelehnt oder
weggeworfen wird.
Die Unterbrecherwerbung versagt, weil sie nicht genügende Aufmerksamkeit von den
Verbrauchern erwirken kann. Die Erlaubnisvermarktung funktioniert, weil sie
dasselbe Problem zu ihrem Vorteil nutzt, das es nicht genug Aufmerksamkeit für alle
gibt. 5
Ziel der Arbeit ist die Analyse des spezifischen Direktmarketing Instruments
,,Erlaubnismarketing". Aus diesem Grund sollen folgende zentrale Fragen behandelt
werden:
1. Sind erlaubnisbasierte Direktmarketing Methoden (im speziellen SMS
Werbekampagnen) tatsächlich erfolgreicher als herkömmliche Direktmarketing
Methoden?
2. Sind Akzeptanz und Nutzen für ,,Erlaubnismarketing" per SMS hoch genug und ist
das Instrument hiermit für alle Zielgruppen einsetzbar?
1.2
Methodik und Aufbau
Diese Projektarbeit beschäftigt sich mit der erlaubnisbasierten Form des
Direktmarketing, dem so genannten Permission- oder Erlaubnismarketing. Zu Beginn
werden die Grundideen von herkömmlichen Direktmarketing-Methoden erklärt und
deren Vor- und Nachteile gegenübergestellt, sowie im Speziellen das Problem der
Unterbrecherwerbung genauer behandelt. Im Anschluss wird das Konzept der
erlaubnisbasierten Vermarktung und seine Verbindung zum One to One Marketing
erläutert. Es werden die wichtigsten Instrumente des Erlaubnismarketing, EMail und
SMS Marketing vorgestellt und untereinander verglichen.
Im empirischen Teil der Arbeit soll die Funktionalität, Akzeptanz und Rentabilität des
Mobile Marketing Tools von T-mobile näher untersucht werden. Im Rahmen einer per
E-Mail durchgeführten Befragung von 200 Nutzern, dabei handelt es sich
5 Vgl. Godin, (2001), S. 49
5
ausschließlich um Unternehmen, soll die Wirkung der SMS Werbung im Gegensatz
zum erlaubnisbasierten E-Mail Marketing ermittelt werden.
Die Ergebnisse der Befragung sollen dazu beitragen die zentrale Fragestellung zu
beantworten. Die zusammenfassende Schlussbemerkung mit den gewonnenen
Erkenntnissen schließt die Arbeit ab.
6
2 Direktmarketing
,,Das Direktmarketing umfasst sämtliche Kommunikationsmaßnahmen, die darauf
ausgerichtet sind, durch eine zielgerichtete Einzelansprache einen direkten Kontakt
zum Adressaten herzustellen und einen unmittelbaren Dialog zu initiieren oder durch
eine indirekte Ansprache die Grundlage eines Dialoges in einer zweiten Stufe zu
legen, um Kommunikations- und Vertriebsziele eines Unternehmens zu erreichen." 6
Direktmarketing als direkte Ausprägungsform des Marketing kann in allen
Instrumente-Mix-Bereichen (Kommunikation, Distribution, Preispolitik, Produktpolitik)
sowohl ergänzend als auch substitutiv zu direkten Mix-Instrumenten eingesetzt
werden. 7
Die Entwicklung des Direktmarketing beschreibt Holland wie folgt: 8
,,Das Marketing vieler Unternehmen hat sich vom Massenmarketing über das
Marktlücken- und Marktnischenmarketing mit immer kleiner werdenden Zielgruppen
zum individuellen, also zum Direktmarketing entwickelt."
Wie Abbildung 1 zeigt, stellt Meffert die Entwicklung in den letzten 50 Jahren durch
den inhaltlichen Schwerpunkt und das Anspruchspektrum in den einzelnen
Jahrzehnten dar.
Zeit
Schwerpunkt
Anspruchsspektrum
50er
Direkter Verkauf
Einzelinstrument
60er
Direct-Mail Mail
Separativ instrumental
70er
Telefonmarketing
Spezifikativ funktional
80er
Datenbanken
Kundenstamm Marketing
90er
IT gestützte Produktions-
Customized Marketing
und Verkaufskonzepte (CIM,
CAS )
2000er
IT gestützte Integration
Customer Relationship
aller Parameter
Management (CRM)
Abbildung 1: Entwicklung des Direktmarketing (Quelle: Meffert, 2002, S. 41. )
2.1
Arten
Grundlegend werden drei Erscheinungsformen des Direktmarketing unterschieden.
Um die Unterschiede der folgenden Direktmarketing Methoden hinsichtlich
Wirksamkeit verdeutlichen zu können sollen zuvor folgende Begriffe erklärt werden.
6 Bruhn, (2003), S. 302.
7 Vgl. Dallmer, (1997), S. 47
8 Holland, (2004), S. 11.
7
Rezipienteneinbindung:
In der Kommunikationswissenschaft gilt als Rezipient der
Empfänger (z.B. Leser, Zuhörer) in einem Kommunikationsprozess. Der Rezipient ist
also diejenige Person, die sich informieren will oder informiert werden soll. Dabei
spielt er bereits eine aktive Rolle, da er bereits "aufnahmebereit" ist, in dem Zustand
vor der Aufnahmebereitschaft spricht man von einem Perzipienten.9
Reaktanzgefahr:
Wenn eine Person eine Bedrohung oder Einschränkung ihrer
Verhaltensfreiheit wahrnimmt, entsteht eine Motivation Reaktanz genannt -, welche
die Person veranlasst, sich der erwarteten Einengung zu widersetzen oder nach
erfolgter Einengung ihre Freiheit wieder zu erlangen.
Voraussetzung für das Auftreten von Reaktanz ist, dass die der Kommunikation
ausgesetzten Personen den auf sie ausgeübten Druck zur Meinungs- oder
Verhaltensänderung subjektiv wahrnehmen und das sie die bedrohte Freiheit als
wichtig empfinden. 10
Laut Bruhn gliedern sich die unterschiedlichen Ausprägungen des Direktmarketing in
die folgenden drei Hauptarten: 11
- Die einfachste Form des Direktmarketing ist das
passive Direktmarketing
. Die
Ansprache des Konsumenten kann entweder durch persönlich adressierte
Werbebriefe oder Kataloge oder durch unadressierte Mailings in Form von
Flugblättern oder anderen Postwurfsendungen erfolgen. Hierbei geht es noch
nicht um den Beginn des Dialogs zwischen Werber und Kunden sondern
lediglich um die Erlangung der Aufmerksamkeit und die Übermittlung von
Informationen das Unternehmen betreffend. Versuchte man dies bisher durch
die Schaltung von Anzeigen und Plakaten sowie die Sendung von Fernseh-
oder Radiospots kann durch den Einsatz von passivem Direktmarketing eine
wesentlich höhere Erfolgsquote erreicht werden. Bezeichnend für diese
Methode sind eine hohe Reaktanzgefahr sowie eine geringe
Rezipienteneinbindung.
9 Vgl. Röser, (2005), o.S.in: http://de.wikipedia.org/wiki/Rezipient, Abrufdatum: 11.11.2005.
10 Vgl. Kroeber Riel/Weinberg, (2003), S. 207.
11 Vgl. Bruhn, (2003), S. 303 f.
8
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