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Hausarbeit, 2007, 27 Seiten
Autor: Marko Günther
Fach: Wirtschaft - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Details
Tags: Bedeutung, Strategien, Kundenbindung, Marketing
Jahr: 2007
Seiten: 27
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 26 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-01844-9
ISBN (Buch): 978-3-638-92002-5
Dateigröße: 148 KB
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Zusammenfassung / Abstract
1. Einleitung In fast allen Märkten herrschen eine hohe Marktsättigung und ein stetig steigender Verdrängungswettbewerb. Die Märkte sind aufgrund neuer Informations- und Vetriebsplattformen (z.B. Internet) immer transparenter (die Kunden dadurch besser informiert), die angebotenen Produkte und Dienstleistungen immer homogener und damit austauschbarer. Auf Seite der Kunden ist eine sinkende Kundenloyalität festzustellen. Bei homogenen Leistungen ist es ihnen zunehmend egal wo sie diese erhalten. Die Kunden haben ein wachsendes Individualitätsbewusstsein und sich immer schneller verändernde Ansprüche und den Wunsch nach individueller und sofortiger Problemlösung. Sie sind hybrid in ihrem Kaufverhalten (heute Mc Donald’s und morgen 5 Sterne Restaurant) und damit in Verbindung mit dem Bedürfnis nach Individualität, auch immer schwerer zu segmentieren. So lässt sich unter anderem für viele Unternehmen die heutige Situation darstellen. Wer unter diesen Bedingungen erfolgreich sein will muss sich am Kunden orientieren, mit dem Ziel der langfristigen Einzelkundenbindung. Im Rahmen dieser Arbeit sollen daher die Bedeutung der Kundenbindung aufgezeigt und mögliche Handlungsalternativen zu ihrer Erreichung dargestellt werden. Dazu ist es notwendig, Ziele (gewünschte Effekte), Strategien und Instrumente der Kundenbindung voneinander abzuleiten (siehe Anhang, Abb. 1).
Textauszug (computergeneriert)
Marko Günther
Hausarbeit
Thema:
Bedeutung und Strategien der Kundenbindung im modernen Marketing
Hausarbeit, vorgelegt im Studiengang Betriebswirtschaft (Vertiefungsrichtung Marketing und
Messewesen) der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (FH) Leipzig
Leipzig, den 20.12.2007
Inhaltsverzeichnis
Management Summary II
Abkürzungsverzeichnis III
1. Einleitung 1
2. Begriffsklärung der Kundenbindung 1
3. Stellenwert der Kundenbindung 2
3.1 Bedeutung 2
3.2. Nutzen der Kundenbindung 3
3.2.1 Beziehungsbezogener Nutzen 4
3.2.2 Beziehungsneutraler Nutzen 4
4. Strategien zur Kundenbindung 5
4.1 Ansätze 5
4.1.1 Gebundenheitsstrategie 5
4.1.2 Verbundenheitsstrategie 6
4.1.3 Preis-Mengen-Strategie 6
4.1.4 Präferenzstrategie 6
4.2 Anwendung im modernen Marketing 7
4.3 Begleitende Maßnahmen 8
4.3.1 Individuelle Kundeninformationsbasis 8
4.3.2 Erfolgskontrolle 8
5. Kundenbindungsinstrumente im modernen Marketing 9
5.1 Kundenclubs 9
5.2 Online Communities 9
5.3 Beschwerdemanagement 9
6. Fazit 10
Literaturverzeichnis IX
Verzeichnis der Abbildungen im Anhang XIII
Anhang XIV
I
Management Summary
Unter Kundenbindung ist zu verstehen, dass zwei Geschäftspartner über einen sinnvoll
festgelegten Zeitraum wiederkehrend Transaktionen durchführen oder planen. Ziel der
Kundenbindung ist es, dass ,,Wechseln-wollen" und das ,,Wechseln-können" der Kunden zu
verringern, um die Nutzenpotenziale in gewünschter Ausprägung zu erreichen. Dieser Nutzen
kann in beziehungsbezogen und beziehungsneutral unterteilt werden.
Der beziehungsbezogene Nutzen kann darin liegen, dass der Kunde Wiederkäufe im
Unternehmen tätigt, die Kauffrequenz steigt, er höherwertigere und zusätzliche Leistungen
kauft, höhere Preise akzeptiert und in der Senkung der Transaktions- und Akquisitionskosten.
Unter dem beziehungsneutralen Nutzen verbirgt sich die Gewinnung von Neukunden und
damit zusätzliche Umsätze durch Dritte aufgrund der Weiterempfehlung durch den
bestehenden Kunden.
Die Märkte stagnieren, Güter werden immer austauschbarer, da Vorteile in der Qualität der
Leistung rasend schnell von der Konkurrenz kopiert und verbessert werden. Die Kunden
wollen, ihre durch Sättigung schnell wechselnden Ansprüche sofort und individuell
problemorientiert erfüllt haben. Unter diesen Umständen ist die langfristige
Einzelkundenbindung überlebensnotwendig für jedes Unternehmen das sich in diesem
Umfeld befindet.
Strategieansätze zur Erreichung der Kundenbindung sind unter anderem die Gebundenheits-
und Verbundenheitsstrategie und die Preis-Mengen- oder Präferenzstrategie.
Als einseitige Strategie ist die Preis-Mengen-Strategie hinsichtlich multioptionaler Kunden
für eine langfristige Kundenbindung ungeeignet. Eine Strategie aus der Kombination von
Verbundenheit und vielfältigen Präferenzen, passend ergänzt durch Instrumente der
Gebundenheitsstrategie ist der Weg zum Erfolg.
Die Erwartungen der Kunden müssen immer wieder übertroffen werden, um damit eine
positive Einstellung (emotionale Bindung) zum Unternehmen und aufbauend eine nachhaltige
und möglichst wiederkehrende Verhaltensänderung zu erreichen. Dafür muss das
Unternehmen den einzelnen Kunden kennen, nah am Kunden sein und im ständigen Dialog
und Austausch mit ihm stehen. Dies kann durch Instrumente des Event- und Dialogmarketing
erreicht werden. Bspw. durch Messen, Kundenclubs, Online Communities oder das
Beschwerdemanagement. Das Internet sollte durch seine Interaktivität, Individualität und
II
schnelle und breite Verfügbarkeit der Informationen als Medium zur Kundenbindung
unbedingt genutzt werden.
Abkürzungsverzeichnis
BIP
Bruttoinlandsprodukt
ca.
zirka
i.d.R.
in
der
Regel
III
1. Einleitung
In fast allen Märkten herrschen eine hohe Marktsättigung und ein stetig steigender
Verdrängungswettbewerb. Die Märkte sind aufgrund neuer Informations- und
Vetriebsplattformen (z.B. Internet) immer transparenter (die Kunden dadurch besser
informiert), die angebotenen Produkte und Dienstleistungen immer homogener und damit
austauschbarer.1 Auf Seite der Kunden ist eine sinkende Kundenloyalität festzustellen.2 Bei
homogenen Leistungen ist es ihnen zunehmend egal wo sie diese erhalten. Die Kunden haben
ein wachsendes Individualitätsbewusstsein und sich immer schneller verändernde Ansprüche
und den Wunsch nach individueller und sofortiger Problemlösung.3 Sie sind hybrid in ihrem
Kaufverhalten (heute Mc Donald′s und morgen 5 Sterne Restaurant) und damit in Verbindung
mit dem Bedürfnis nach Individualität, auch immer schwerer zu segmentieren.
So lässt sich unter anderem für viele Unternehmen die heutige Situation darstellen. Wer unter
diesen Bedingungen erfolgreich sein will muss sich am Kunden orientieren, mit dem Ziel der
langfristigen Einzelkundenbindung.4
Im Rahmen dieser Arbeit sollen daher die Bedeutung der Kundenbindung aufgezeigt und
mögliche Handlungsalternativen zu ihrer Erreichung dargestellt werden. Dazu ist es
notwendig, Ziele (gewünschte Effekte), Strategien und Instrumente der Kundenbindung
voneinander abzuleiten (siehe Anhang, Abb. 1).
2. Begriffsklärung der Kundenbindung
Zur Einordnung des Begriffs der Kundenbindung werden hier die Definitionen von Diller und
Homburg/Bruhn zugrunde gelegt.
Eine Kundenbindung besteht, wenn über einen festgelegten Zeitraum wiederholt
Transaktionen zwischen zwei Geschäftspartnern realisiert wurden oder geplant sind.5
Aus Sicht des Marketing lassen sich daher unter Kundenbindung alle Maßnahmen verstehen,
die darauf abzielen, die Verhaltensabsicht und das tatsächliche Verhalten eines Kunden
1 Vgl. Troll, K.F.: Heartselling statt Hard-Selling, http://www.htwk-leipzig.de/wiwi/
_schwerpunkte/marketing/downloads/heartsellnetsc.pdf, 30. Nov. 2007, 15:25 Uhr, S. 3, 6, 8 f., 11; forum!
Marktforschung GmbH (Hrsg.): Der emotionale Kosument, Eine Sonderstudie aus dem Excellence Barometer
2006, o.O 2006, S. 3; Gründling, C.: Maximale Kundenorientierung, 2. Aufl., Stuttgart 1997, S. 1.
2 Vgl. Troll, K.F.: a.a.O., S. 4; forum! Marktforschung GmbH (Hrsg.): a.a.O., S. 3.
3 Vgl. Troll, K.F.: a.a.O., S. 3 f.
4 Vgl. ebenda, S. 15; forum! Marktforschung GmbH (Hrsg.): a.a.O., S. 3. f.
5 Vgl. Diller, H.: Grundprinzipien des Marketing, 2. Aufl., Nürnberg 2007, S. 88.
1
gegenüber der Unternehmung oder ihrer Leistungen so zu gestalten, dass die Beziehung
zukünftig gefestigt und ausgebaut wird.1
3. Stellenwert der Kundenbindung
Jedes Unternehmen braucht Abnehmer um seine angebotenen Leistungen zu verkaufen, von
daher sind Kunden unverzichtbar. Warum ist es aber notwendig Kunden langfristig an das
Unternehmen zu binden?
3.1 Bedeutung
Unter modernem Marketing ist zu verstehen, dass alle Unternehmensaktivitäten an den
Wünschen und Bedürfnissen der Nachfrager ausgerichtet sein müssen (McCarthy 1960,
Kotler 1967).2 Dies impliziert, dass Produkte und Dienstleistungen zusammen mit dem
Kunden für den Kunden entwickelt werden. Im Idealfall mit dem einzelnen Kunden. Das
bedeutet, dass nach der Leistung immer wieder vor der Leistung ist. Aber nur Kunden, die
auch Interesse an einem Fortbestand der Beziehung haben, gestalten aktiv mit.3 Durch diesen
notwendigen und fortlaufenden Austauschprozess über einen bestimmten Zeitraum zeigt sich
unter anderem die zentrale Bedeutung der Kundenbindung.
Eine Weitere liegt darin, dass Wettbewerbsvorteile durch das angebotene Produkt oder die
Dienstleistung, aufgrund schneller Nachahmung und Verbesserung durch die Konkurrenz
immer kurzfristiger werden. Sie sind damit zwar Teil der Kundenbindung, reichen aber
alleinig nicht mehr aus, um Kunden langfristig an das Unternehmen zu binden.4 Und in
stagnierenden Märkten werden verlorene Kunden nicht automatisch durch neu
hinzukommende substituiert. Vielmehr müssen die am Markt vorhandenen Kunden von der
Konkurrenz ,,weggekauft" werden. Dies kostet durchschnittlich fünfmal mehr, als bestehende
Kunden zu halten.5
1 Vgl. Homburg, C./Bruhn, M.: Kundenbindungsmanagement, in: Bruhn, M./Homburg, C. (Hrsg.): Handbuch
Kundenbindungsmanagement, S. 3-37, 5. Aufl., Wiesbaden 2005, S. 8.
2 Vgl. Meffert, H.: Marketing, 9. Aufl., Wiesbaden 2005, S. 3.
3 Vgl. Tomczak, T./Dittrich, S.: Erfolgreich Kunden binden, in: Kühn, R./Tomczak, T. (Hrsg.):
GfM-Manual, Bd. 1, Zürich 1997, S. 13.
4 Vgl. ebenda, S. 13; Troll, K.F.: a.a.O., S. 7.
5 Vgl. Bagusat, A.: Kundenbindungsstrategien für Business-to-Consumer-Märkte, Diss. München, Neubiberg
2005, 1. Aufl., Wiesbaden 2006, S. 3; Kotler, P./Keller, K.L./Bliemel, F.: Marketing-Management, 12. Aufl.,
München u.a. 2007, S. 60.
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