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Leopardis L'Infinito

Seminararbeit, 2002, 21 Seiten
Autor: Claudia Schnurbus
Fach: Romanistik - Italienische u. Sard. Sprache, Literatur, Landeskunde

Details

Veranstaltung: Proseminar: Weltschmerz und lyrischer Nihilismus. Giacomo Leopardi: Canti
Institution/Hochschule: Ruhr-Universität Bochum (Romanisches Seminar)
Tags: Unendlichkeit, Leopardi, Gedichte
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2002
Seiten: 21
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V8659
ISBN (E-Book): 978-3-638-15573-1

Dateigröße: 277 KB


Textauszug (computergeneriert)

Leopardis L′Infinito

von Claudia Schnurbus

Inhalt

1. Einleitung 4

2. Interpretation des Gedichtes L′Infinito 6

2.1. Erste formale Analyse und Gliederung des Gedichts 6
2.2. Idyllische und religiöse Elemente 7
2.3. Die Unendlichkeit - Furcht oder Trost? 9
2.4. Der Wind als Stimme 10
2.5. Die Metapher des Schiffbruchs 11
2.6. Poesie des Indefinito 12

3. Leopardi im Vergleich mit Pascal 14

3.1. Blaise Pascal und seine Philosophie 14
3.2. Warum ein Vergleich zwischen Leopardi und Pascal? 15
3.3. Unterschiede und Gemeinsamkeiten 16

4. Schluß 19

5. Literaturverzeichnis 21


1. Einleitung

Giacomo Leopardi, einer der bedeutendsten Dichter der italienischen Literaturgeschichte, wurde 1798 als Sohn einer verarmten Adelsfamilie geboren. Leopardi wuchs zurückgezogen von der Welt in der verschlafenen Provinz Recanati in einer durch die Napoleonischen Feldzüge und die Französische Revolution von Unruhen geprägten Zeit auf. Er entpuppte sich schon früh als "Wunderkind", das sich selbst Griechisch und Hebräisch beibrachte und schon mit sechzehn Jahren alle wichtigen klassischen lateinischen und griechischen Texte gelesen hatte. Seine außergewöhnliche Intelligenz, eine leichte Körperbehinderung und die Erziehung durch seinen reaktionären und konservativen Vater grenzten ihn während seiner Jugend stark von seinen Altersgenossen ab. In dieser Umgebung entwickelte Leopardi ein sehr pessimistisches Weltbild, das sich in seinem ganzen Werk niederschlägt und ausdrückt, wie langweilig und sinnlos er das Leben empfand.
Rein zeitlich gesehen kann man Leopardi als Romantiker bezeichnen. Obwohl er einerseits den Rationalismus und die Entmystifizierung der Welt durch die Aufklärung bedauerte, spielt in seinen Werken besonders auch aufklärerisches Gedankengut eine große Rolle. Im Gegensatz zu den Romantikern, die das Mittelalter wiederbeleben wollten, galt ihm die Antike als ideales Vorbild. Sein Werk besteht aus vielen, teilweise unfertigen und unveröffentlichten Dramen, Essays und Gedichten. Seine wichtigsten Werke sind die "Canti", die "Operette morali", seine "Pensieri" und das sehr umfangreiche tagebuchähnliche "Zibaldone".
Leopardi war - soviel lässt sich zumindest sagen - ein hoffnungsloser Pessimist und Nihilist, dessen Werk Ausdruck eines bestimmten Lebensgefühls ist, geprägt von seiner persönlichen Biographie.

Das Seminar beschäftigte sich mit einer Auswahl der "Canti" Giacomo Leopardis, darunter auch das Gedicht "L′Infinito". Im ersten Teil meiner Hausarbeit werde ich die Seminarergebnisse der Analyse und Interpretation des Gedichts wiedergeben und vertiefen. Der zweite Teil wird aus einem Vergleich der Gedanken Blaise Pascals mit denen Leopardis über die Unendlichkeit bestehen, der im Seminar ebenfalls behandelt wurde. Während der erste Teil also eine inhaltlich und formale Analyse des Gedichts sein wird und sich mit verschiedenen Einzel- und Besonderheiten auseinandersetzen wird, wird sich der zweite Teil mit der Philosophie und dem Weltbild Leopardis im Allgemeinen beschäftigen. Der Vergleich mit Pascal soll einerseits herausstellen, wie ähnlich die existentiellen Fragen in Bezug auf Unendlichkeit, Leben und Tod der beiden sind, aber anderseits auch die Außergewöhnlichkeit und Originalität der Gedanken und Schlussfolgerungen Leopardis hervorheben.

2. Interpretation des Gedichtes L′Infinito

L′Infinito

1 Sempre caro mi fu quest′ermo colle,
2 E questa siepe, che da tanta parte
3 Dell′ultimo orizzonte il quardo esclude.
4 Ma sedendo e mirando, interminati
5 Spazi di là da quella, e sovrumani
6 Silenzi, e profondissima quiete
7 io nel pensier mi fingo; ove per poco
8 Il cor non si spaura.¦ E come il vento
9 Odo stormir tra queste piante, io quello
10 Infinito silenzio a questa voce
11 Vo comparando: e mi sovvien l′eterno,
12 e le morte stagioni, e la presente
13 E viva, e il suon di lei. Così tra questa
14 Immensità s′annega il pensier mio.
15 E il naufragar m′è dolce in questo mare.

2.1. Erste formale Analyse und Gliederung des Gedichts

[...]


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