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Mark Aurel: Selbstbetrachtungen eines römischen Kaisers

Subtitle: Der kaiserliche Philosoph

Termpaper, 2003, 13 Pages
Author: Timo Gramer
Subject: Philosophy - Philosophy of the Ancient World

Details

Event: Kulturphilosophie der Antike
Institution/College: University of Leipzig (Kulturwissenschaften)
Tags: Mark, Aurel, Selbstbetrachtungen, Kaisers, Kulturphilosophie, Antike
Category: Termpaper
Year: 2003
Pages: 13
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 17  Entries
Language: German
Archive No.: V86787
ISBN (E-book): 978-3-638-02185-2
ISBN (Book): 978-3-638-93230-1
File size: 129 KB
Notes :
Die Arbeit umfasst einen hermeneutischen Ansatz zu den Selbsbetrachtungen des römischen Kaisers und Philosophen Mark Aurel. - 17 Einträge im Literaturverzeichnis, davon 6 Internet-Quellen.


Abstract

„Marc Aurel persönlich war durch seine praktische Moral den Königen, und wie ich zu sagen wage, selbst den Philosophen so überlegen, dass jeder Vergleich, den man mit ihm zieht, vermessen ist!“ Dieses Zitat Friedrich des Großen anno 1777 zeugt von der Nachhaltigkeit der stoischen Lehren, die der römische Kaiser im 2. Jahrhundert zu praktizieren versuchte. So gellten „Die Selbstbetrachtungen“ des Mark Aurel noch heute als „Denkmal aller Menschlichkeit“, als ein Beweis ernsten Strebens nach Selbsterkenntnis und Selbstveredlung. Neben den Aspekt des Vorbilds Mark Aurel tritt aber noch ein weiterer: „Wie konnte der Weltherrscher, der ein Leben voller Frieden und Enthaltsamkeit predigte, sich gleichzeitig gegen Feinde des Staates militärisch zur Wehr setzen? So kämpfte Marcus Aurelius zeitlebens in blutigen Kriegen gegen Feinde des römischen Weltreiches.Auf der anderen Seite gab sich Aurel in seinen Selbstbetrachtungen die Anweisung nicht zu verkaisern und war immer bemüht, sich selbstlos und friedliebend in den Dienst des römischen Staates und damit in die Gemeinschaft seines Volkes zu stellen. Diese scheinbare Ambivalenz zwischen Aurels Positionen als Kaiser auf der einen und als Philosoph auf der anderen Seite möchte der Autor anhand zweier römischer Denkmäler des Mark Aurels illustrieren: Zum einen sei dort das Reiterstandbild auf dem Kapitol erwähnt: Es zeigt den Kaiser im einfachen Gewand auf einem schmucklosen Pferd sitzen. Das zweite Denkmal, welches in Rom an Aurel erinnert, ist die Markussäule. Wie sich die äußeren, politischen Umstände und die Verpflichtungen Aurels auf dessen philosophische Schrift ausgewirkt haben, und wie er dieses Doppelleben zu bewerkstelligen versuchte, soll auf den folgenden Seiten diskutiert werden. Dazu hat der Autor folgenden Aufbau seiner Arbeit konzipiert: Zunächst gibt er einen kurzen Überblick über kultur- und geistesgeschichtlichen Hintergrund der „Römischen Antike“ sowie über die philosophischen Leitlinien der Stoa. Anschließend wird die Weltanschauung Aurels aus seinen „Selbstbetrachtungen“ heraus erläutert und auf verschiedene Themenbereiche ausgeweitet. Abschließend erörtert der Autor seine persönliche Meinung zum Leben und Wirken des Mark Aurel. 1 aus Accardo, Giorgio, Mark Aurel: der Reiter auf dem Kapitol, S.104 2 Vergleiche Aurel, Marc, Selbstbetrachtungen, Reclsm, Vorwort S. 8-9 3 Aurel, Marc, Selbstbetrachtungen, 4.3


Excerpt (computer-generated)

Universität Leipzig

- Institut für Kulturwissenschaften -

Einführung in die Geschichte der europäischen Kulturphilosophie

(Teil 2- Antike und die Renaissance), Sommersemester 03

Timo Gramer

Studium der Diplom-Journalistik und Kulturwissenschaften

Marcus Aurelius

- ,,Der Philosoph auf dem Caesarenthron" -


Inhaltsverzeichnis

1 Epilog 3

2

Die Römer und die Philosophie 4

2.1

Zeit und Kulturgeschichte 4

2.2 Die

Stoa 5

3

Mark Aurel ­eine Kurzbiografie 6

4 Die

Selbstbetrachtungen

6

4.1

III. 1 Der Pantheismus und die Lehre vom Weltplan: 7

4.2

Die Gemeinschaft von Menschen und Göttern 8

4.3

,,Logos spermaticos" und die Allvernunft 9

4.4 Der

Tod 9

5 Kommentar 10

6 Literaturverzeichnis 12

2


1 Epilog

,,Marc Aurel persönlich war durch seine praktische Moral den Königen, und wie ich zu sagen

wage, selbst den Philosophen so überlegen, dass jeder Vergleich, den man mit ihm zieht,

vermessen ist!" 1 Dieses Zitat Friedrich des Großen anno 1777 zeugt von der Nachhaltigkeit

der stoischen Lehren, die der römische Kaiser im 2. Jahrhundert zu praktizieren versuchte. So

gellten ,,Die Selbstbetrachtungen" des Mark Aurel noch heute als ,,Denkmal aller Mensch-

lichkeit", als ein Beweis ernsten Strebens nach Selbsterkenntnis und Selbstveredlung.2

Neben den Aspekt des Vorbilds Mark Aurel tritt aber noch ein weiterer: ,,Wie konnte der

Weltherrscher, der ein Leben voller Frieden und Enthaltsamkeit predigte, sich gleichzeitig

gegen Feinde des Staates militärisch zur Wehr setzen?

So kämpfte Marcus Aurelius zeitlebens in blutigen Kriegen gegen Feinde des römischen

Weltreiches. Kein Kaiser der römischen Antike hat so viele Schlachten geschlagen wie Aurel,

unter dessen Herrschaft auch zwei Christenverfolgungen durchgeführt wurden (die erste 167,

die zweite 177: ,,Das Massaker von Lyon").

Auf der anderen Seite gab sich Aurel in seinen Selbstbetrachtungen die Anweisung nicht zu

verkaisern3 und war immer bemüht, sich selbstlos und friedliebend in den Dienst des römi-

schen Staates und damit in die Gemeinschaft seines Volkes zu stellen.

Diese scheinbare Ambivalenz zwischen Aurels Positionen als Kaiser auf der einen und als

Philosoph auf der anderen Seite möchte der Autor anhand zweier römischer Denkmäler des

Mark Aurels illustrieren:4

Zum einen sei dort das Reiterstandbild auf dem Kapitol erwähnt5: Es zeigt den Kaiser im ein-

fachen Gewand auf einem schmucklosen Pferd sitzen. Die Hand ist wie zum Gruß dem Volke

zugewandt. Mit diesem Denkmal verbinden viele Historiker den Ausspruch: ,,Mark Aurel, wo

die Weltidee auf dem Rosse sitzt"6. Zum anderen kursiert aber auch das Gerücht, dass ur-

sprünglich unter dem rechten angehobenen Huf des Pferdes ein politischer Feind gelegen ha-

ben soll. Diesen habe man später, im Sinne einer ,,Glorifizierung" Aurels, von dem Reiter-

standbild entfernt.

1 Friedrich der Große in einem Brief an den französischen Aufklärer Voltaire anno 1777 (aus Accardo, Giorgio,

Mark Aurel: der Reiter auf dem Kapitol, S.104)--- Fortentwicklung der Stoa in der preußischen Pflicht- und

Staatsauffassung

2 Vergleiche Aurel, Marc, Selbstbetrachtungen, Reclsm, Vorwort S. 8-9

3 Aurel, Marc, Selbstbetrachtungen, 4.30

4 folgende Ausführungen sind frei nach Accardo, Giorgio erarbeitet

5 siehe Anhang: Bilder, Fotos, Karten

6 häufig benutztes Sprichwort- Urheber unbekannt

3



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