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Subtitle: Möglichkeiten und Grenzen präventiver Maßnahmen in der Schule
Diploma Thesis, 2007, 146 Pages
Author: Dominik Schreiner
Subject: Social Pedagogy / Social Work
Details
Tags: AIDS-Prävention, Jugendlichen
Year: 2007
Pages: 146
Grade: 1,5
Bibliography: ~ 107 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-09858-3
File size: 2099 KB
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Abstract
Es gibt kaum eine Krankheit, die seit ihrer Entdeckung soviel Aufmerksamkeit in den Medien, der Politik und der Bevölkerung erhalten hat wie AIDS. In den letzten Jahren scheint das öffentliche Interesse jedoch wieder abgenommen zu haben. Dies scheint daran zu liegen, dass AIDS vor allem in gesellschaftlich tabuisierten Bereichen übertragen wird: beim ungeschützten penetrierenden Geschlechtsverkehr und beim gemeinsamen Gebrauch von Spritzen im intravenösen Drogenkonsum. Als unheilbare Krankheit hat AIDS zudem viel mit dem Thema Sterben und Tod zu tun, ein weiteres gesellschaftliches Tabu, über das ungern gesprochen wird. Dadurch, dass es nach wie vor kein medizinisches Heilmittel gegen den tödlichen Virus gibt, haben sich Handlungsstrategien zur Eindämmung von HIV-Infektionen in die Gesundheitspolitik und in den pädagogischen Bereich verlagert. Aus der Sexualpädagogik ist AIDS nicht mehr wegzudenken und ist zu einem konstanten Thema in Bezug auf Liebe, Partnerschaft und sexuellem Verhalten geworden. Die vorliegende Arbeit stellt eine jugendspezifische AIDS-Prävention dar. Jugendliche, als Heranwachsende in tief greifenden entwicklungspsychologischen und sozialisatorischen Veränderungsprozessen die auch ihre Sexualität betreffen, sind eine Hauptzielgruppe der präventiven Arbeit. Eine Vielzahl von komplexen Faktoren und Einflüssen bestimmen den Alltag eines Jugendlichen und seine Sexualität. Deshalb steht bei der AIDS-Prävention auch die Ansteckung des HIV durch sexuelle Übertragung im Mittelpunkt. Besonders beleuchtet wird in dieser Arbeit die AIDS-Prävention im Rahmen der Schule, die einen wichtigen Platz im Alltag des Jugendlichen einnimmt, sowie die Möglichkeiten und Grenzen präventiver Maßnahmen. Dabei wird jedoch darauf verzichtet, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den verschiedenen Schultypen zu untersuchen. Dies wäre sicherlich von Interesse, würde allerdings den Rahmen der Arbeit sprengen. Vielmehr wird hier auf die Schule als Sozialisationsinstanz und Institution mit Bildungsauftrag eingegangen und ihre Rolle in der AIDS-Prävention beschrieben. [...]
Excerpt (computer-generated)
Fakultät Erziehungswissenschaften
Institut für Sozialpädagogik, Sozialarbeit und Wohlfahrtswissenschaften
AIDS-Prävention bei Jugendlichen.
Möglichkeiten und Grenzen
präventiver Maßnahmen in der Schule
Freie wissenschaftliche Arbeit
für die Diplomprüfung in Erziehungswissenschaft,
Fachrichtung Sozialpädagogik und Sozialarbeit
an der Technischen Universität Dresden
vorgelegt von:
Dominik Schreiner
Dresden, den 2. Juli 2007
Inhaltsverzeichnis:
Seite
0 Einleitung
6
1. HIV und AIDS
10
1.1 Übertragungswege des HIV
11
1.2 Vermeidung einer HIV-Infektion
13
1.3 Überblick über aktuelle Daten zu HIV/AIDS
15
2. Schule und Prävention
18
2.1 Merkmale und Funktionen der Schule
18
2.2 Der Präventionsbegriff
21
2.2.1 Präventionsarten
22
2.2.2 Präventionstypen
24
2.3 AIDS-Prävention als Aufgabe der Schule
28
3. Jugend, Sexualität und Schule
32
3.1 Jugend
32
3.1.1 Adoleszenz
33
3.1.1.1 Entwicklungsaufgaben der Adoleszenz
36
3.2 Sexualität Jugendlicher
38
3.2.1 Sexuelle Beziehungstypen Jugendlicher
40
3.2.2 Jugendliches Kontrazeptionsverhalten
44
3.3 Sexualität und Schulalltag
47
3.3.1 Sexuelle Sozialisation und Schule
47
3.3.2 Schulische Sexualerziehung
49
3.4 Jugendliche als Risikogruppe für HIV/AIDS?
54
3.5 Zusammenfassung
56
2
4. Sexuelle Verhaltensbildung und der Prozess
des präventiven Handelns
58
4.1 Theoretische Überlegungen zur (sexuellen)
Verhaltensbildung und zum präventiven Verhalten
58
4.1.1 Die Theorie des geplanten Verhaltens (TOPB)
60
4.1.2 Das AIDS-Risikominimierungsmodell (ARRM)
und der Prozess des präventiven Handelns
63
4.2 Faktoren, die präventives Verhalten beeinflussen
66
4.2.1 Interne Einflüsse auf die Bildung präventiven Verhaltens 66
4.2.1.1 Vergangenes Verhalten und Gewohnheiten
67
4.2.1.2 Angst vor HIV/AIDS
68
4.2.1.3 Wissen über und wahrgenommene Bedrohung durch
HIV/AIDS
69
4.2.1.4 Emotionale und physische Reaktionen und Erregungen
71
4.2.1.5 Motivation und Wille zur Verhaltensänderung
72
4.2.1.6 Kenntnisse über eigene Wünsche und Bedürfnisse
73
4.2.1.7 Akzeptanz von Kondomen
73
4.2.2 Externe Einflüsse auf die Bildung präventiven Verhaltens 73
4.2.2.1 Familie
74
4.2.2.2 Peergroup
76
4.2.2.3 Medien
78
4.2.2 Die Lebenswelt als Einflussfaktor auf die Bildung
präventiven Verhaltens
81
4.3 Zusammenfassung
82
5. Sexualpädagogische AIDS-Prävention in der Schule
Möglichkeiten und Grenzen
83
5.1 Schule als Einflussfaktor auf präventives Verhalten
83
3
5.2 Rahmenstrukturen: Ebenen der AIDS-Prävention
86
5.3 Bedingungen und Regeln der AIDS-Prävention
88
5.3.1 Allgemeine Bedingungen
89
5.3.2 Jugendspezifische Bedingungen
91
5.3.2.1 Wissensvermittlung
91
5.3.2.2 Sprechen über Sexualität
93
5.3.2.3 Die Lebenswelt
95
5.3.2.4 Ängste
96
5.3.2.5 Kondombotschaft und subjektives Risikomanagement
97
5.4 Sexualpädagogische AIDS-Prävention in der Schule
Möglichkeiten und Grenzen
99
5.4.1 AIDS-Prävention in der Schule
99
5.4.2 Möglichkeiten und Grenzen schulischer AIDS-Prävention101
5.4.2.1 Schulfächer und ganzheitliche AIDS-Prävention
101
5.4.2.2 Struktur von Schule
102
5.4.2.3 Wissen und Emotionen
103
5.4.2.4 Sexuelle Sozialisation in der Schule und Peer-Education 104
5.4.2.5 Personalkommunikative Prävention und
die Verwendung von Medien
105
5.4.2.6 Empowerment
107
5.5 Zusammenfassung
108
6. Exkurs: Methoden der Sexualpädagogik und AIDS-
Prävention für den Unterricht
110
6.1 Der Wissenskreis
111
6.2 Das Beziehungshaus
112
6.3 Das Ampelquiz
113
6.4 Klassenkonferenz: infizierter Schüler ein Rollenspiel
114
4
7. Zusammenfassung und Ausblick
116
Literaturverzeichnis
119
Abkürzungsverzeichnis 126
Anhang A
127
Anhang B
136
Anhang C
138
Anhang D
140
5
0 Einleitung
Es gibt kaum eine Krankheit, die seit ihrer Entdeckung soviel Aufmerksamkeit in
den Medien, der Politik und der Bevölkerung erhalten hat wie AIDS. In den
letzten Jahren scheint das öffentliche Interesse jedoch wieder abgenommen zu
haben. Dies scheint daran zu liegen, dass AIDS vor allem in gesellschaftlich
tabuisierten Bereichen übertragen wird: beim ungeschützten penetrierenden
Geschlechtsverkehr und beim gemeinsamen Gebrauch von Spritzen im
intravenösen Drogenkonsum. Als unheilbare Krankheit hat AIDS zudem viel mit
dem Thema Sterben und Tod zu tun, ein weiteres gesellschaftliches Tabu, über
das ungern gesprochen wird.
Dadurch, dass es nach wie vor kein medizinisches Heilmittel gegen den tödlichen
Virus gibt, haben sich Handlungsstrategien zur Eindämmung von HIV-
Infektionen in die Gesundheitspolitik und in den pädagogischen Bereich verlagert.
Aus der Sexualpädagogik ist AIDS nicht mehr wegzudenken und ist zu einem
konstanten Thema in Bezug auf Liebe, Partnerschaft und sexuellem Verhalten
geworden.
Die vorliegende Arbeit stellt eine jugendspezifische AIDS-Prävention dar.
Jugendliche, als Heranwachsende in tief greifenden entwicklungspsychologischen
und sozialisatorischen Veränderungsprozessen die auch ihre Sexualität betreffen,
sind eine Hauptzielgruppe der präventiven Arbeit. Eine Vielzahl von komplexen
Faktoren und Einflüssen bestimmen den Alltag eines Jugendlichen und seine
Sexualität. Deshalb steht bei der AIDS-Prävention auch die Ansteckung des HIV
durch sexuelle Übertragung im Mittelpunkt. Besonders beleuchtet wird in dieser
Arbeit die AIDS-Prävention im Rahmen der Schule, die einen wichtigen Platz im
Alltag des Jugendlichen einnimmt, sowie die Möglichkeiten und Grenzen
präventiver Maßnahmen. Dabei wird jedoch darauf verzichtet, die
Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den verschiedenen Schultypen zu
untersuchen. Dies wäre sicherlich von Interesse, würde allerdings den Rahmen der
Arbeit sprengen. Vielmehr wird hier auf die Schule als Sozialisationsinstanz und
6
Institution mit Bildungsauftrag eingegangen und ihre Rolle in der AIDS-
Prävention beschrieben.
Grundlage jeder AIDS-präventiven Bemühung ist die Vermittlung von sachlichen
Informationen zu AIDS. Deshalb, und aufgrund eines besseren Verständnisses für
die Arbeit werden im ersten Kapitel grundlegende Informationen über HIV und
AIDS vermittelt. Dabei wird besonders auf Ansteckungsmöglichkeiten,
Übertragungswege und Schutzmaßnahmen eingegangen. Des Weiteren wird ein
Überblick über die aktuellen Zahlen zu HIV und AIDS weltweit und eingehender
in Deutschland gegeben.
AIDS-Prävention und Schule sind durch die Sexualpädagogik eng miteinander
verknüpft. Im zweiten Kapitel werden Begriffe und Definitionen der Schule und
Prävention geklärt, um dann abschließend AIDS-Prävention und Schule
miteinander in Zusammenhang zu bringen.
Jugendliche befinden sich in einer besonderen Lebensphase. Sexualität ist Teil der
Umbrüche und Veränderungen die während dieser Zeit stattfinden. Für die
schulische AIDS-Prävention ist es notwendig, ein Verständnis von jugendlicher
Sexualität zu besitzen um darauf besser eingehen zu können. Das dritte Kapitel
beleuchtet daher die Hintergründe der jugendspezifischen AIDS-Prävention,
indem es die Lebensphase Jugend und spezieller die Adoleszenz und ihre
Entwicklungsaufgaben betrachtet. Nachfolgend wird die Besonderheit der
jugendlichen Sexualität und sexuelle Beziehungen Jugendlicher dargestellt. Dabei
wird nur auf die heterosexuellen Beziehungen eingegangen. Dies geschieht nicht
aufgrund dessen, dass andere sexuelle Lebensformen für die AIDS-Prävention
nicht relevant wären. Allerdings gab es erstens einen gewissen Mangel an Daten
zu anderen sexuellen Beziehungen Jugendlicher und zweitens würde dies den
Fokus der Arbeit von der AIDS-Prävention ablenken. Die vorgestellten
Beziehungstypen sollen lediglich einen Überblick über die häufigsten
Beziehungsarten unter Jugendlichen geben. Weder wird hier ein Anspruch auf
Vollständigkeit erhoben, noch anderen sexuellen Lebensformen ihre Vielfalt
abgesprochen. Im Anschluss daran wird auf Sexualität im Rahmen der Schule
eingegangen. Beschrieben wird hier vor allem die sexuelle Sozialisation und die
7
schulische Sexualerziehung. Zuletzt wird noch diskutiert ob Jugendliche eine
Risikogruppe für HIV und AIDS sind.
AIDS-Prävention versucht, sexuelles Verhalten so zu beeinflussen, dass es
nachhaltig risikoarm bleibt. Deshalb ist es wichtig, genaue Kenntnis über die
Verhaltensbildung sowie die beeinflussenden Faktoren des präventiven Handelns
zu gewinnen. Im vierten Kapitel wird am Beispiel der Theorie des geplanten
Verhaltens und dem AIDS-Risikominimierungsmodell versucht, sexuelle
Verhaltensbildung und präventives Handeln in Bezug auf AIDS
nachzuvollziehen. Ferner werden beeinflussende Faktoren des präventiven
Handelns identifiziert, die sowohl interner als auch externer Natur sind. Dabei
wird ersichtlich werden, dass AIDS-Prävention weit mehr ist als sachliche
Wissensvermittlung.
Durch die in den vorangegangenen Kapiteln vermittelten Erkenntnisse ergibt sich
eine AIDS-Prävention, die sich vor allem an den Bedürfnissen und der
Lebenswelt # Jugendlicher orientiert. Das fünfte Kapitel soll darstellen, wie die
AIDS-Prävention in der Schule funktioniert. Dazu wird zunächst darauf
eingegangen, welchen Einfluss die Schule auf präventives Handeln hat. Ferner
werden präventive Rahmenstrukturen vorgestellt und Bedingungen für eine
gelingende AIDS-Prävention beschrieben, wobei besonders auf jugendspezifische
Bedingungen eingegangen wird. Aufbauend auf diesen Bedingungen wird
nachfolgend untersucht, welche Möglichkeiten und Grenzen für die AIDS-
Prävention in der Schule bestehen. Im gesamten Text der vorliegenden Arbeit
werden immer wieder Möglichkeiten und Grenzen präventiver Arbeit genannt und
beschrieben, ohne dass sie jedoch als solche bezeichnet werden. Im fünften
Kapitel werden sie zwar nicht klar aufgelistet, jedoch sind einige explizit
herausgearbeitet worden. Allerdings erhebt der Autor auch hier keinen Anspruch
auf Vollständigkeit. AIDS-Prävention ist solch ein komplexes Thema, dass eine
vollständige Identifizierung aller Möglichkeiten und Grenzen im Rahmen dieser
Arbeit nicht möglich wäre. Es wird in diesem Kapitel deutlich werden, dass es
weit mehr Möglichkeiten als Grenzen für die Prävention gibt, allerdings müssen
diese auch genutzt werden.
8
Im sechsten Kapitel werden in einem kleinen Exkurs vier Beispiele von Methoden
der sexualpädagogischen und AIDS-präventiven Arbeit aus der Praxis vorgestellt
um dem Leser besser zu verdeutlichen, wie schulische AIDS-Prävention in der
konkreten Umsetzung aussieht. Dazu wurden in Anhang D auch Fotografien
eingefügt.
Das siebte und letzte Kapitel fasst die wichtigsten Erkenntnisse und Aussagen der
gesamten Arbeit noch einmal zusammen. Dabei wird die ganze Komplexität der
AIDS-Prävention deutlich werden. Ausgehend von diesen Kenntnissen wird dabei
gefordert, dass AIDS-Prävention offen und realitätsnah arbeiten muss, will sie
sexuelle Verhaltensänderungen bewirken und AIDS und Sexualität enttabuisieren.
Zuletzt erfolgt noch ein Hinweis auf die Schreibweise: Alle personenbezogenen
Bezeichnungen wurden im Maskulinum verfasst. Wenn nicht explizit auf das
weibliche oder männliche Geschlecht hingewiesen wurde, sind Begriffe wie z. B.
,,Schüler" oder ,,Lehrer" generisch gemeint.
9
1 HIV und AIDS
Im Jahr 1981 wurde das menschliche Immundefekt-Virus (auch als HIV bekannt),
der das Erworbene Immunschwäche-Syndrom (AIDS) auslöst, zum ersten Mal
beim Menschen als solcher identifiziert (vgl. BZgA 2004, S. 1). Seitdem hat sich
die Krankheit weltweit verbreitet und ist zu einer Pandemie geworden. Besonders
in den Ländern des subsaharischen Afrikas wirkte sich AIDS verheerend auf die
Bevölkerung aus (vgl. UNAIDS/WHO 2006, S. 3). In Europa ist von AIDS in der
Öffentlichkeit weit weniger zu spüren. Obwohl keinem Übel der modernen
Gesellschaft in kurzer Zeit so viel Aufmerksamkeit in den Medien geschenkt
wurde wie AIDS und es dazu viele Berichterstattungen gab (vgl.
Reimann/Bardeleben 1992, S. 7), scheint das Thema AIDS im neuen Jahrtausend
aus der öffentlichen Diskussion wieder nahezu verschwunden zu sein. Die
steigende Zahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland zeigt jedoch auf, wie
wichtig eine Auseinandersetzung mit AIDS ist. Doch was ist die Krankheit AIDS
genau? In diesem Kapitel soll die Immunschwächekrankheit kurz vorgestellt,
Infektionswege erläutert sowie Vermeidungswege erklärt werden. Auch die
aktuelle Situation bezüglich HIV und AIDS in Deutschland wird anhand einiger
Daten veranschaulicht.
AIDS ist eine Krankheit des Immunsystems. Das Immundefekt-Virus HIV befällt
die T-Helferzellen im Körper, die für die Verteidigung gegen Keime, Bakterien
und auch Viren zuständig sind. Durch den Befall der Helferzellen, die als Wirt
dienen, vermehrt sich der Virus im Körper. Nach langer Zeit ist der Körper dann
so geschwächt, dass er an verschiedenen Krankheiten erkrankt, die bei einem
normal funktionierenden Immunsystem nicht ausgebrochen wären (vgl.
Arastéh/Weiß 2002, S. 17). Bei Ausbruch dieser Krankheiten spricht man dann
nicht mehr von einer HIV-Infektion, sondern von AIDS. Die Krankheit endet
immer tödlich (vgl. BZgA 2004, S. 2-4). Es existiert derzeit kein Heilmittel gegen
AIDS, obwohl es schon einige Therapien gibt, die den Krankheitsverlauf
hinauszögern und so die Lebensdauer auf mehrere Jahre verlängern können. Dies
ist natürlich ein Fortschritt, jedoch sind keine Heilmittel in absehbarer Zeit zu
erwarten.
10
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