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Zeichen und Symbole in Stanley Kubricks Filmen

Hausarbeit, 2006, 17 Seiten
Autor: Dipl. Medienwirtin Simone Drott
Fach: Medien / Kommunikation - Sonstiges

Details

Veranstaltung: Stanley Kubrick
Institution/Hochschule: Universität Siegen
Tags: Zeichen, Symbole, Stanley, Kubricks, Filmen, Stanley, Kubrick
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 17
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 17  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V87524
ISBN (E-Book): 978-3-638-02256-9

Dateigröße: 91 KB

Zusammenfassung / Abstract

Anhand von ausgewählten Beispielen aus verschiedenen Filmen Stanley Kubricks soll in dieser Arbeit die Thematik der Zeichen und Symbole in seinen Filmen beleuchtet werden. Um die Bedeutung der Begriffe zu klären und abzugrenzen, wird im ersten Teil auf die allgemeine Bedeutung der Zeichen und Symbole eingegangen. In den dann folgenden Kapiteln 3 und 4 wird sich mit einigen Bedeutungsebenen anhand von Beispielen auseinander gesetzt, angefangen mit der Interpretation der Filmtitel bis hin zu der Bedeutung der Symbole und Zeichen innerhalb der Filme. Im Kapitel 5 folgt dann ein kritisches Resümee der Ausführungen.


Textauszug (computergeneriert)

Universität Siegen

Hausarbeit

Zeichen und Symbole in Stanley Kubrick Filmen

Eingereicht von:

Simone Drott


Inhaltsverzeichnis

1

Ziel der Arbeit___________________________________________________________ 3

2

Begriffsdefinitionen ______________________________________________________ 3

2.1

Begriffsdefinition ,,Zeichen" _________________________________________________3

2.2

Begriffsdefinition ,,Symbol" _________________________________________________4

3.

Zeichen und ihre Bedeutung _______________________________________________ 5

3.1

Filmtitel__________________________________________________________________5

3.2

Sprache, Codes, Namen, Zahlen und Daten ____________________________________6

4

Symbolik _______________________________________________________________ 8

4.1

Symbol Doppelgänger ______________________________________________________8

4.2

Eros und Thanatos_________________________________________________________9

4.3

Symbol Phallus ___________________________________________________________10

4.4

Symbol Auge und Blick ____________________________________________________11

4.5

Symbol Kreis vs. Viereck __________________________________________________12

4.6

Symbol Dreieck __________________________________________________________13

4.7

Symbol Badezimmer ______________________________________________________14

4.8

Dualismus Apollon vs. Dionysos _____________________________________________14

5

Resümee ______________________________________________________________ 15

6

Literaturverzeichnis _____________________________________________________ 16

2


1 Ziel

der

Arbeit

Anhand von ausgewählten Beispielen aus verschiedenen Filmen Stanley Kubricks möchte ich

in dieser Arbeit die Thematik der Zeichen und Symbole in seinen Filmen beleuchten. Um die

Bedeutung der Begriffe zu klären und abzugrenzen, gehe ich im ersten Teil auf die allgemeine

Bedeutung der Zeichen und Symbole ein. In den dann folgenden Kapiteln 3 und 4 setze ich

mich mit einigen Bedeutungsebenen anhand von Beispielen auseinander, angefangen mit der

Interpretation der Filmtitel bis hin zu der Bedeutung der Symbole und Zeichen innerhalb der

Filme. Im Kapitel 5 folgt dann ein kritisches Resümee meiner Ausführungen.

2 Begriffsdefinitionen

2.1 Begriffsdefinition

,,Zeichen"

,,

Zeichen,

allg.

jede sinnlich wahrnehmbare Gegebenheit, die mit einem bestimmten,

vereinbarten Bed.- bzw. Informationsinhalt als Signal (z.B. die Verkehrs-Z.) oder Symbol

(z.B. die astronom. Z.) auftritt oder eine andere Gegebenheit (z. B. Phonem, physikal.

Größe, mathemat. Variable, techn. Objekt) repräsentiert bzw. diese bezeichnet oder

darstellt (z. B. Schrift-Z., Formel-Z., mathemat. Z. oder Schalt-Z.)" 1

Die Lehre der Zeichentheorie geht auf Aristoteles zurück. Für ihn waren Zeichen

Wortbedeutungen und Vorstellungen im Bewusstsein, welche die Realität abbildeten.2 Da diese

Arbeit den Zeichengebrauch in Kubricks Filmen näher beleuchtet, möchte ich an dieser Stelle

kurz auf den Bereich der Zeichenlehre eingehen. In der Literatur findet man unterschiedliche

Definitionen für den Begriff des Zeichens. Für den Logiker und Semiotiker Charles Peirce ist

ein Zeichen etwas, das dazu dient, Wissen über Dinge zu vermitteln. Er unterteilt seine

Definition in die Kategorien Erstheit, Zweitheit und Drittheit. Für ihn enthalten Zeichen eine

Repräsentations- und eine Erkenntnisfunktion. Es gibt drei Einflussfaktoren: Repräsentamen-,

Objekt- und Interpretantenbezug. Diese Faktoren wirken auf einander ein und können nicht

getrennt voneinander gesehen werden. Er gibt keine genaue Erklärung für den Begriff der

Semiotik an, obwohl er sich lebenslang mit dieser Thematik befasste. Seine Definitionen der

Schlüsselbegriffe änderte er mehrmals, stellt Scheibmayr fest.3 Die strukturalistische

1 MEYERS Grosses Taschenlexikon, Band 24, 5. überarbeitete Auflage, Mannheim; Leipzig; Wien;

Zürich 1995, S. 217, 218.

2 Vgl. Ebenda.

3 Vgl. Scheibmayr: W., N. Luhmanns Systemtheorie und Charles S. Peirces Zeichentheorie, Tübingen 2004,

S.

16ff.

3


Zeichentheorie nach Ferdinand de Saussure definiert ein Zeichen durch die Beziehung

zwischen Signifikat und Signifikant, wobei für ihn der Zusammenhang arbiträr ist. Das heißt,

wenn eine Kommunikation stattfinden soll, bedingt diese festabgeredete Zeichendefinitionen,

da die in dem Zeichen liegende Bedeutung nicht an seine Eigenschaft gebunden ist.4 Die

semiotische Zeichentheorie nach Charles W. Morris5 hingegen wählt drei

Unterteilungskategorien. Ihre sich teilweise überlappenden Bereiche handeln von der

Beziehung zwischen dem Zeichen zu einem anderen Zeichen (Syntax), der Beziehung

zwischen dem Zeichen und der Bedeutung (Semantik), sowie der Beziehung zwischen dem

Zeichen und seinem Benutzer (Pragmatik).

Generell lässt sich festhalten, dass die Lehre der Zeichen, der Zeichensysteme und der

Zeichenprozesse in der Linguistik als Semiotik bezeichnet wird. Diese beschreibt den Prozess,

bei dem ein Sender eine codierte Nachricht abschickt, die vom Empfänger entschlüsselt werden

kann und verschiedenen Beziehungsfaktoren ausgesetzt ist.

2.2 Begriffsdefinition

,,Symbol"

Ein Symbol ist ein visuell oder sprachlich formuliertes Zeichen, das verbunden ist mit einer

Bedeutung oder einem Besitzer. Es verweist auf etwas außerhalb seiner selbst. Fest

vorgeschriebene Interpretationen der Symbole gibt es beispielsweise bei den Verkehrszeichen

oder Piktogrammen.6 Aus religiöser, mythischer, kunstbezogener oder philosophischer

Perspektive kann ein Symbol hingegen mannigfaltige Bedeutungen haben. Dies führt dazu, das

sich ein vollkommenes Ausinterpretieren aufgrund des Bedeutungsüberschusses als schwierig

erweist. Im Gegensatz zu der Sichtweise von de Saussure, der in der

différence

eine Erzeugung

der Einheit des Zeichens zwischen

signifié

und

signifiant

sieht, prägt der Philosoph Jacques

Derrida den Begriff

différance

. Dieser Begriff beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, die dem

Sinn vorausgehen.7 Letzteres verdeutlicht den starken Interpretationscharakter der Zeichen und

vor allem der Symbole, und ich verweise auf das Kapitel 2.1, in dem ich die Beziehungen der

Zeichen erläuterte. Ähnlich wie in der Religion werden in der Mythologie Symbole verwendet,

welche die Wahrnehmung und die Einbildungskraft überschreiten. Mit dieser Art der

4 Vgl. Wallmannsberger, J.: In Schanze, H.: Metzler Lexikon Medientheorie, Medienwissenschaften,

Stuttgart; Weimar 2002, S. 327.

5 Vgl. Morris, C. W.: Grundlagen der Zeichentheorie; Ästhetik und Zeichentheorie, übers. von R. Posner,

München 1972, S. 24, 25.

6 Vgl. MEYERS Grosses Taschenlexikon, Band 21, 5. überarbeitete Auflage, Mannheim; Leipzig; Wien;

Zürich 1995, S. 257.

7 Vgl. Roggenbuck, S.: Saussure und Derrida, Linguistik und Philosophie, Tübingen; Basel 1998, S. 17, 18.

4



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