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Ethnomethodologie - Theorie und Empirie

Termpaper, 1997, 16 Pages
Author: Claudia Braun
Subject: Sociology - Classics, Basics and Theoretical Directions

Details

Event: Mikrosoziologie Übung
Institution/College: Technical University of Chemnitz (Soziologie)
Tags: Ethnomethodologie, Garfinkel, Alltagsforschung
Category: Termpaper
Year: 1997
Pages: 16
Grade: 1,7
Language: German
Archive No.: V8783
ISBN (E-book): 978-3-638-15668-4

File size: 69 KB


Excerpt (computer-generated)

Technische Universität Chemnitz-Zwickau
Fachbereich Soziologie
Mikrosoziologie I
WS 1996/1997

Hausarbeit zum Thema:

Ethnomethodologie
- Theorie und Empirie -

abgegeben von:
Claudia Braun
3. Semester
Chemnitz, 26.03.1997

 

Gliederung

1. Einleitungsteil


1.1 Einführung
1.2 Überblick über die Gestaltung der Hausarbeit

2. Hauptteil


2.1 Harold Garfinkel
2.2 Begriff der Ethnomethodologie
2.3 Was ist Ethnomethodologie
2.4 Erkenntnisinteresse der Ethnomethodologie
2.5 Theorie zur Konstruktion der sozialen Wirklichkeit
2.6 Soziale Wirklichkeit
    2.6.1 Alltagswirklichkeit und Alltagswelt
    2.6.2 Krisenexperimente
    2.6.3 Alltagswissen
    2.6.4 Die bewußte Aneignung von Alltagswissen
    2.6.5 Methoden der Ethnomethodologie
    2.6.6 Handlungen
    2.6.7 Alltagsdenken

3. Schlußteil


3.1 Kritik an der Ethnomethodologie

Literaturverzeichnis

 

1. Einleitungsteil
1.1 Einführung

Die Grundproblematik dieser Hausarbeit beschäftigt sich mit der Ethnomethodologie. Sie ist eine Forschungsrichtung der Soziologie und gilt als eine der schwerverständlichsten soziologischen Lektüre:


"Der Sprecher erwartet, der andere werde seinen Bemerkungen den vom Sprecher intendierten Sinn zuschreiben, und gerade dadurch erlaube der andere ihm, dem Sprecher, die Annahme, dass beide wüssten, worüber der Sprecher gerade spreche - und zwar ohne dass irgendeine Überprüfung erforderlich sei."
(Garfinkel 1973, S. 205)

Harold Garfinkel schuf mit der Ethnomethodologie einen Ansatz, der eine Gegenbewegung zum Strukturfunktionalismus ausprägen sollte.

1.2 Überblick über die Gestaltung der Hausarbeit

Das folgende Textmaterial widmet sich kurz dem Urheber der Ethnomethodologie, Harold Garfinkel, und seiner Bedeutung für diese außergewöhnliche Forschungsrichtung in der Soziologie. Die Ausarbeitung beschäftigt sich dann mit den Fragen zur Beschreibung und zum Ziel der Ethnomethodologie. Anschließend stellt dieser Text besondere Begriffe und deren Anwendung dar. Zusätzlich erfolgt dann ein Einblick in verschiedene Forschungsexperimente und abschließend werden Kritiken zur Ethnomethodologie vorgestellt.

2. Hauptteil
2.1 Harold Garfinkel

Harold Garfinkel machte 1954 die spezielle Forschungsrichtung der Soziologie erstmals bekannt. Der Urheber studierte ab 1952 an der Harvard Universität und  war ein Schüler von Talcott Parsons. An dieser Universität lernte er Schütz kennen und wurde durch jenen in seiner weiteren Arbeit sehr beeinflußt. In seiner Dissertation unternahm Garfinkel eine detaillierte Studie über die unterschiedlichen handlungstheoretischen Grundvorstellungen von Parsons und Schütz sowie ihren gedanklichen Hintergründen.

2.2 Begriff der Ethnomethodologie


"... Ethnomethodologie... gilt als Spezialdisziplin, die sich im Rahmen einer kognitiven Soziologie einordnet, einer Soziologie des Zustandekommens sozialen Wissens..."
(Weiss 1993, S. 121)

Der Begriff Ethnomethodologie setzt sich aus "ethno" und "methodology" zusammen. Die Silben "ethno" verweisen auf Ethnos und Ethnographie, d.h. die Praxis von gewöhnlichen Menschen und eine beschreibende Völkerkunde. Die Silben "methodology" verweisen auf die Methodik, nach der die praktische Aktivität aufgebaut ist. Garfinkel war sich über sein außergewöhnliches Forschungsinteresse im klaren. Er prägte den Ausdruck Ethnomethodologie, weil er auf keine soziologischen Fachbegriffe zurückgreifen konnte. (vgl. Weiss 1993, S.111)

2.3 Was ist Ethnomethodologie


"... Ethnomethodologie enthüllt das soziale Leben als eine Reihe solch beeindruckender Leistungen der Wirklichkeitskonstruktion, völlig abgehoben vom aktuellen Verhalten, Inhalten und Emotionen."
(Weiss 1993, S. 120)

[...]


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