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Chancen und Risiken von fremdfinanzierten Firmenübernahmen - Leveraged Buyouts (LBO)

Scholarly Research Paper, 2008, 42 Pages
Author: Jonas Sowa
Subject: Economics / Business: Investment and Finance

Details

Category: Scholarly Research Paper
Year: 2008
Pages: 42
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 50  Entries
Language: German
Archive No.: V87987
ISBN (E-book): 978-3-638-04030-3
ISBN (Book): 978-3-638-93684-2
File size: 281 KB

Abstract

Der Begriff der fremdfinanzierten Übernahme beschreibt eine Technik zur Unternehmensakquisition, die in den USA schon seit Ende der 60er Jahre bekannt ist. In Europa gelangte das Konzept zuerst in Großbritannien zu Popularität und seit den 90er Jahren auch in Deutschland. Bedingt durch den wirtschaftlichen Aufschwung und günstige Kredite zu guten Konditionen sind fremdfinanzierte Übernahmen, oder auch leveraged buyouts (LBO), zu einem elementaren Bestandteil des deutschen Beteiligungsmarktes geworden. Nahezu 1 Mio. Beschäftigte und Zuwachsraten, die deutlich über dem Bundes-durchschnitt liegen, gehen auf das Konto von Finanzinvestoren. Ebenfalls bemerkenswert ist die Effizienz dieser Branche, die größten der Branche wie Blackstone oder KKR weisen mitunter beträchtliche Renditen von über 40% auf. LBOs sind die gängigste Investitionsform dieser Privat-Equity-Gesellschaften und somit hängt das Image des LBOs unweigerlich an dem der Privat-Equity Branche und umgekehrt. Jedoch gab und gibt es immer wieder kritische Stimmen, die insbesondere das Risiko fremdfinanzierter Transaktionen unterstreichen. Des Weiteren besteht in der öffentlichen Meinung bis heute das Bild der „Heuschrecken“, die Firmen aufkaufen, die Substanz entnehmen und sie dann fallen lassen. Statistische Zahlen zeigen jedoch das Gegenteil. Wie sind LBOs also zu bewerten? Steigern sie die Leistungsfähigkeit der Märkte oder sind sie kapitalistische Raubritter, die nehmen was sie bekommen können, ohne dabei jegliche soziale Verantwortung zu beachten. Ziel ist es zu klären, ob LBOs für Einzelunternehmungen, sowie für die Volkswirtschaft ein Risiko darstellen oder ob sie ein Chance sind, makro- und mikro-ökonomischen Wandel zu vollziehen. Hierzu werden im ersten Teil dieser Arbeit die Grundlagen des LBO-Konzepts erläutert, d.h. zunächst die zentralen Begriffe definiert. Es folgt ein kurzer historischer Rückblick und anschließend Einzelheiten zur Durchführung und Technik eines LBOs. Dabei wird insbesondere auf die drei Phasen Evaluation, Investition und Exit eingegangen. Der zweite Teil beginnt mit der Analyse der gegenwärtigen Situation. Es wird zunächst ein kurzer Rückblick in die letzen Jahre gegeben, sowie die Ist-Situation dargestellt. Darauf aufbauend wird der gesamtwirtschaftliche Aspekt aufgezeigt.


Excerpt (computer-generated)

Chancen und Risiken von fremdfinanzierten

Firmenübernahmen

Studienarbeit an der

Berufsakademie Mannheim

vorgelegt am: 03.12.2007

Ausbildungsbereich

: Betriebswirtschaft

Studiengang

: Handel

Studienjahrgang

:

WHD 2005 B

Studienhalbjahr

:

5. Studienhalbjahr

Studienfach:

SBWL (2)

Name

: Sowa

Jonas

Ausbildungsbetrieb

:

Techem Energy Services GmbH

I


Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

IV

Abbildungsverzeichnis

V

1

Zielsetzung und Methodik dieser Arbeit 1

2 Grundlagen 3

2.1 Definitionen 3

2.1.1 Mergers

&

Acquisitations 3

2.1.2 Fremdfinanzierte Übernahmen / Leveraged Buyouts 3

2.1.3 Leverage

Effekt 4

2.1.4 Cash-Flow 4

2.2 Geschichte

des

LBO 5

3

Durchführung und Technik eines LBO 6

3.1

Motive der beteiligten Gruppen 6

3.2 Evaluationsphase 8

3.2.1 Eigenschaften

des

Zielobjekts 8

3.2.2 Vertrag

und

Kauf 9

3.3 Investitionsphase 11

3.3.1 Wertsteigerung und strategische Neuorientierung 11

3.3.2 Rückfluss aus der Investition 12

3.4 Exitphase 14

4

Analyse der gegenwärtigen Situation 16

4.1 Rückblick

&

Ist-Situation 16

4.2 Aktuell:

Immobilienkrise 17

4.3 Gesamtwirtschaftlicher Aspekt 17

5

Chancen & Risiken von LBO 19

5.1 Chancen

&

Vorteile 19

5.1.1 Für die einzelne Unternehmung 19

5.1.2 Gesamtwirtschaftlich 20

5.2

Risiken & Nachteile 21

5.2.1 Für die einzelne Unternehmung 21

5.2.2 Gesamtwirtschaftlich 22

II


6

Fazit und Ausblick

23

Anhang 1: Begriffbestimmung Finanzinvestor

25

Anhang 2: Begriffbestimmung Fremdkapitalgeber

27

Anhang 3: Abwehrmöglichkeiten des Zielobjekts

28

Anhang 5: Kennzahlen

29

Anhang 5 Fallbeispiele:

31

Literaturverzeichnis

32

III


Abkürzungsverzeichnis

Abb.

Abbildung

BVK

Bundesverband deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften

EBITDA

Earnest before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization

EBO

Employee

Buyout

EK

Eigenkapital

EUR

Euro

EVCA

European Private Equity and Venture Capital Association

EZB

Europäische

Zentralbank

FED

Federal Reserve Bank

FK

Fremdkapital

GmbH

Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Hrsg.

Herausgeber

IPO

Initial Public Offering

KKR

Kohlberg Kravis Roberts & Co

KStG

Körperschaftsteuergesetz

LBO

Leveraged

Buyout

M&A

Mergers and Acquisitiation

MBO

Management Buyout

NOPLAT

Net Operating Less Adjusted Taxes

o.O.

ohne

Ort

o.V.

ohne

Verlag

vgl.

vergleiche

IV


Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Entwicklung des LBO Volumens weltweit und in Deutschland

6

Abbildung 2 Vereinfachte Erwerbsstruktur und Zahlungsströme 10

Abbildung 3 Strategische Neuorientierung 12

Abbildung 4 Vereinfachte Darstellung der LBO-Gesamtrendite 13

Abbildung 5 Exits 2006 15

Abbildung 6 Chancen und Risiken im Überblick 23

Abbildung 7 Investitionsstruktur 2006 25

Abbildung 8 Die 10 größten Übernahmefonds 2006 25

Abbildung 9 Privat Equity Kapital in Deutschland 2006 26

Abbildung 10 Fremdkapitalgeber der größten Buyouts 27

Abbildung 11 Gesamtverschuldung im Verhältnis zum EBITDA (Europa) 30

V


1 Zielsetzung und Methodik dieser Arbeit

Der Begriff der fremdfinanzierten Übernahme beschreibt eine Technik zur

Unternehmensakquisition, die in den USA schon seit Ende der 60er Jahre bekannt ist. In

Europa gelangte das Konzept zuerst in Großbritannien zu Popularität und seit den 90er

Jahren auch in Deutschland. Bedingt durch den wirtschaftlichen Aufschwung und

günstige Kredite zu guten Konditionen sind fremdfinanzierte Übernahmen, oder auch

leveraged buyouts (LBO)

1, zu einem elementaren Bestandteil des deutschen

Beteiligungsmarktes geworden. Nahezu 1 Mio. Beschäftigte und Zuwachsraten, die

deutlich über dem Bundes-durchschnitt liegen

,

gehen auf das Konto von

Finanzinvestoren.2 Ebenfalls bemerkenswert ist die Effizienz dieser Branche, die

größten der Branche wie Blackstone oder KKR weisen mitunter beträchtliche Renditen

von über 40% auf. LBOs sind die gängigste Investitionsform dieser Privat-Equity-

Gesellschaften3 und somit hängt das Image des LBOs unweigerlich an dem der Privat-

Equity Branche und umgekehrt.

Jedoch gab und gibt es immer wieder kritische Stimmen, die insbesondere das Risiko

fremdfinanzierter Transaktionen unterstreichen. Des Weiteren besteht in der

öffentlichen Meinung bis heute das Bild der ,,Heuschrecken", die Firmen aufkaufen, die

Substanz entnehmen und sie dann fallen lassen.4 Statistische Zahlen zeigen jedoch das

Gegenteil. Wie sind LBOs also zu bewerten? Steigern sie die Leistungsfähigkeit der

Märkte oder sind sie kapitalistische Raubritter, die nehmen was sie bekommen können

,

ohne dabei jegliche soziale Verantwortung zu beachten.

Ziel ist es zu klären, ob LBOs für Einzelunternehmungen, sowie für die Volkswirtschaft

ein Risiko darstellen oder ob sie ein Chance sind, makro- und mikro-ökonomischen

Wandel zu vollziehen.

1 Die Begriffe fremdfinanzierte Übernahme, Leveraged buyout (LBO) und Buyout werden im folgenden synonym verwendet.

2 weiterführende Informationen hierzu im Anhang 1

3 Vgl. BVK Jahresstatistik 2006 (2007) S.2, ebenso Rosarius, S. (2007), S. 36.

4 Ins leben gerufen wurde die ,,Heuschreckendebatte" durch ein Interview von Franz Müntefering in der Bild am Sonntag, 17. April 2005.

1


Hierzu werden im ersten Teil dieser Arbeit die Grundlagen des LBO-Konzepts erläutert,

d.h. zunächst die zentralen Begriffe definiert. Es folgt ein kurzer historischer Rückblick

und anschließend Einzelheiten zur Durchführung und Technik eines LBOs. Dabei wird

insbesondere auf die drei Phasen Evaluation, Investition und Exit eingegangen.

Der zweite Teil beginnt mit der Analyse der gegenwärtigen Situation. Es wird zunächst

ein kurzer Rückblick in die letzen Jahre gegeben, sowie die Ist-Situation dargestellt.

Darauf aufbauend wird der gesamtwirtschaftliche Aspekt aufgezeigt. Die Analyse der

gegenwärtigen Situation beinhaltet zusätzlich einen kurzen Exkurs über die

amerikanische Immobilienkrise und wird gefolgt von einer ausführlichen

Auseinandersetzung der Chancen und Risiken von LBO, für die einzelnen

Unternehmungen sowie für die gesamte Volkswirtschaft. Die Arbeit schließt mit einer

Zusammenfassung der wesentlichen Inhalte und einem kurzen Ausblick auf den Buy-

Out-Markt in der Zukunft.

Aufgrund der schwierigen Abgrenzbarkeit einzelner Buy-Out-Arten zueinander und der

Tatsache, dass in der Praxis die meisten Übernahmen in Form eines LBO vorliegen5,

soll im Folgenden der Begriff LBO als Synonym für sämtliche Buy-Outs verwendet

werden.6

Der Fokus dieser Arbeit liegt auf dem deutschen Markt und konzentriert sich, dem Titel

entsprechend, auf die Chancen und Risiken des LBOs. Einzelheiten des

Übernahmeprozesses bzw. der Transaktion, sowie Due Delligence Prüfung und

rechtliche Details werden dementsprechend nicht vertieft.

5 Vgl. EZB Monthly Bulletin August 2007, (2007) S.89.

6 Weitere Buyout-Formen sind u.a. Management Buyout (MBO), Owner Buyout (OBO) und Employee Buyout (EBO).

2



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