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Subtitle: Humes praktische Psychologie
Termpaper, 2007, 17 Pages
Author: Doreen Kötschau
Subject: Philosophy - Philosophy of the 17th and 18th Centuries
Details
Institution/College: http://www.uni-jena.de/ (Institut für Philosophie)
Tags: David, Hume, Traktat, Natur, Humes, Philosophie
Year: 2007
Pages: 17
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 5 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-02371-9
ISBN (Book): 978-3-640-21218-7
File size: 93 KB
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Abstract
„ Nie ist es einem literarischen Unternehmen unglücklicher ergangen als meinem Traktat über die menschliche Natur: Als Totgeburt fiel er aus der Presse und fand nicht einmal so viel Beachtung, um wenigstens unter den Eiferern ein leises Murren zu erzeugen.“ , so schrieb David Hume selbst über das Werk, mit dem ich mich auszugsweise in dieser Hausarbeit beschäftigen möchte. David Hume wurde am 7. Mai 1711 in Edinburgh geboren und starb am 25. August 1776 in seinem Geburtsort. Sein „Traktat über die menschliche Natur“ entstand 1737 während eines Aufenthaltes in Frankreich. Hume selbst tat ihn als unreifes Jugendwerk ab. 1739 erschienen der erste und zweite Band des Traktats. Der Traktat gliedert sich in drei Bücher; das erste Buch behandelt den Verstand, das zweite Buch die Affekte und das dritte die Moral. „Hume’s moral theory is an aspect of the more general account of man’s emotional nature. Hume, in the second two books of the Treatise, is concerned with an attempt to discover those psychological laws that explain human emotions (including moral emotions) and the behviour of people in societey. There is no neat division between Hume’s psychology and his moral theory.” Hume war über die desolate Wissenschaftssituation frustriert und wollte einen Neuanfang machen. Er war der Meinung, dass wir uns zuerst mit uns selbst und unserem eigenen Geist befassen müssen: Was kann unser Geist und was nicht? Ausgehend von dieser Frage legt Hume schon am Anfang des zweiten Bandes des Traktats über die menschliche Natur grundlegende Unterscheidungen fest. Wenn diese schon bestritten werden können, würde Humes Theorie ins Nichts verlaufen, denn auf diese bezieht er sich im Traktat immer wieder.
Excerpt (computer-generated)
Seminar: Humes praktische Philosophie
Modul: Praktische Philosophie
SS 2007
David Hume: Ein Traktat über die menschliche Natur
Humes praktische Psychologie
Doreen Kötschau
LAR Ethik Deutsch
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
3
2.
Praktische Psychologie bei David Hume
2.1. Die Perzeptionen
i.
Die Theorie der Perzeptionen
4
ii.
Die Theorie der Perzeptionen in der Praxis ein Beispiel
5
2.2. Stolz und Niedergedrücktheit
i.
Betrachtung von Stolz und Niedergedrücktheit
7
ii.
Was Objekte und Vorstellungen zu solchen macht
8
iii.
Stolz und Niedergedrücktheit in der Praxis
9
2.3. Von den Beziehungen zwischen Eindrücken und Vorstellungen
i.
Das Assoziationsgesetz
10
ii.
Das Assoziationsgesetz in der Praxis
11
3. Zusammenfassung und Schluss
13
Anhang
Literaturverzeichnis
2
1. Einleitung
,, Nie ist es einem literarischen Unternehmen unglücklicher ergangen als meinem Traktat über
die menschliche Natur: Als Totgeburt fiel er aus der Presse und fand nicht einmal so viel
Beachtung, um wenigstens unter den Eiferern ein leises Murren zu erzeugen."1, so schrieb
David Hume selbst über das Werk, mit dem ich mich auszugsweise in dieser Hausarbeit
beschäftigen möchte.
David Hume wurde am 7. Mai 1711 in Edinburgh geboren und starb am 25. August 1776 in
seinem Geburtsort. Sein ,,Traktat über die menschliche Natur" entstand 1737 während eines
Aufenthaltes in Frankreich. Hume selbst tat ihn als unreifes Jugendwerk ab. 1739 erschienen
der erste und zweite Band des Traktats.
Der Traktat gliedert sich in drei Bücher; das erste Buch behandelt den Verstand, das zweite
Buch die Affekte und das dritte die Moral.
,,Hume′s moral theory is an aspect of the more general account of man′s emotional
nature. Hume, in the second two books of the
Treatise
, is concerned with an attempt to
discover those psychological laws that explain human emotions (including moral
emotions) and the behviour of people in societey. There is no neat division between
Hume′s psychology and his moral thoery."2
Hume war über die desolate Wissenschaftssituation frustriert und wollte einen Neuanfang
machen. Er war der Meinung, dass wir uns zuerst mit uns selbst und unserem eigenen Geist
befassen müssen: Was kann unser Geist und was nicht?
Ausgehend von dieser Frage legt Hume schon am Anfang des zweiten Bandes des Traktats
über die menschliche Natur grundlegende Unterscheidungen fest. Wenn diese schon bestritten
werden können, würde Humes Theorie ins Nichts verlaufen, denn auf diese bezieht er sich im
Traktat immer wieder.
Deswegen möchte ich mich in meiner Hausarbeit mit den Grundlagen der praktischen
Psychologie Humes beschäftigen. Dabei möchte ich zuerst textanalytisch vorgehen. Danach
werde ich versuchen die Theorie mit einem von mir gewählten Beispiel nachzuvollziehen;
somit Übereinstimmungen und Unterschiede finden und mit Hume in den Diskurs treten.
1 Keulenkampff, Jens:
David Hume
. München: Verlag C. H. Beck 1989. 2. Auflage. (= Becksche Reihe Denker
517). S. 11.
2
Árdal, Páll S.:
Passion and Value in Hume′s Treatise
. Edinburgh: Edinburgh University Press 1966. 1.
Auflage. S. 2.
3
2. Praktische Psychologie bei David Hume
2.1. Die Perzeptionen
2.1.1 Die Theorie der Perzeptionen
Nach Hume ist alles in unserem Geist Perzeption, es gibt keinen geistigen Vorgang ohne sie.
,,Das Wort ,Perzeption′ selbst ist mehrdeutig und kann den Vorgang des Perzipierens als auch
das, was erfasst wird, also das Perzeptum oder Objekt dieses Vorgangs, bezeichnen. Bei
Hume ist in der Regel das zweite gemeint, so dass also eine Perzeption in Humes
Terminologie zumeist einfach das (auf irgendeine Weise des Perzipierens) Erfasste ist."3 Die
Perzeptionen werden in Eindrücke und Vorstellungen aufgespaltet. ,,Jede Perzeption ist
entweder Eindruck oder Idee."4 Letztes ist für Hume das Denken und der Verstand. Somit
sind es abstrahierte Eindrücke. Als Beispiel für Vorstellungen lassen sich das visuelle
Denkvermögen und das begriffliche Denken anführen.
Hume legt jedoch auf die Eindrücke den primären Aspekt. Eindrücke sind Wahrnehmungen.
,,Die Eindrücke lassen wiederum eine Einteilung in
primäre
und
sekundäre
Eindrücke zu."5
Primäre Eindrücke sind die Sinneswahrnehmungen sowie körperliche Schmerz- und
Lustgefühle des Menschen. Die sekundären Eindrücke sind Selbstwahrnehmungen, sie gehen
aus den primären Eindrücken hervor, sind Reaktionen auf diese. Hierzu gehören Affekte und
ähnliche Gefühlsregungen.
,,Irgendwelche Perzeptionen, dies leuchtet ein, müssen im Geiste
zuerst
da sein; und da die
Eindrücke den ihnen entsprechenden Vorstellungen vorangehen, so müssen gewisse
Eindrücke
(zuerst da sein, d.h.) ohne ihnen vorangehende Perzeptionen in der Seele
auftauchen."6
Die sekundären Eindrücke teilt Hume wiederum in ruhige und heftige Eindrücke ein. Zu den
ruhigen Eindrücken ,,gehört das Gefühl der Schönheit und Hässlichkeit angesichts einer
3 Keulenkampff, Jens:
David Hume
. München: Verlag C. H. Beck 1989. 2. Auflage. (= Becksche Reihe Denker
517). S. 30.
4 Ebd. S. 29.
5 Hume, David:
Ein Traktakt über die menschliche Natur. Über die Affekte. Über die Moral
. Übersetzt von
Theodor Lipps. Hamburg: Felix Meiner Verlag 1978. Unveränderter Nachdruck der ersten Auflage. (=
Philosophische Bibliothek Band 283b). S. 3.
6 Ebd. S. 4.
4
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