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Konzernsteuerquote

Subtitle: Funktion, Bedeutung und Kritik

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2007, 20 Pages
Author: Stefanie Schnee
Subject: Economics / Business: Accounting and Taxes

Details

Institution/College: LMU Munich
Tags: Konzernsteuerquote
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2007
Pages: 20
Grade: 1
Bibliography: ~ 26  Entries
Language: German
Archive No.: V88125
ISBN (E-book): 978-3-638-01718-3

File size: 95 KB


Excerpt (computer-generated)

Ludwig-Maximilians-Universität München

Department für Betriebswirtschaft

Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftliche Steuerlehre

und Steuerrecht

Steuerseminar WS 2007/2008

Thema 7:

Die Konzernsteuerquote ­ Funktion, Bedeutung und Kritik

Vorgelegt von:

Stefanie Schnee

Abgabetermin: 17.12.2007


Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis II

Abkürzungsverzeichnis III

I. Grundlagen der Konzernsteuerquote 1

1. Gründe für die zunehmende Bedeutung der Konzernsteuerquote 1

2. Definition und Ermittlung der Konzernsteuerquote 2

3. Überleitungsrechnung 4

II. Funktionen der Konzernsteuerquote 5

1. Funktionen für interne Abschlussinteressenten 5

2. Funktionen für externe Abschlussinteressenten 6

III. Bedeutung für die betriebliche Steuerpolitik 7

1. Verdrängung klassischer Steuerbilanzpolitik 7

2. Aktionsfelder einer quotenorientierten Steuerpolitik 8

IV. Kritik 10

1. Begrenzte Beeinflussbarkeit der Quote durch die Steuerabteilung 10

2. Folgen für die betriebliche Steuerpolitik 11

3. Konzernsteuerquotenvergleich 12

Literaturverzeichnis 13

I


Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Überleitungsrechnung des Siemens-Konzerns 4

Abbildung 2: Möglichkeiten zur Senkung der Konzernsteuerquote 8

II


Abkürzungsverzeichnis


Aufl.

Auflage

bzw. beziehungsweise

BB

Betriebs-Berater

Bd. Band

BGBl Bundesgesetzblatt

BZ

Börsen-Zeitung

DB Der Betrieb

d. h.

das heißt

Diss.

Dissertation

DRS Deutscher Rechnungslegungs Standard

DStR Deutsches Steuerrecht

erw. erweitert(e)

et al. et alii

EUR

Euro

f. folgende

FAS Financial Accounting Standard(s)

GewSt

Gewerbesteuer

ggf. gegebenenfalls

HGB

Handelsgesetzbuch

Hrsg. Herausgeber

IAS International Accounting Standard(s)

idF

in der Fassung

i. d. R. In der Regel

IFRS

International Financial Reporting Standard(s)

i. H. v. in Höhe von

i. S. im Sinne

KSt Körperschaftsteuer

KStG Körperschaftsteuergesetz

Lfg. Lieferung

Mio. Millionen

PiR Praxis der internationalen Rechnungslegung

rd. rund

rer. pol. rerum politicarum

S. Seite

sog. sogenannte(r)

SolZ Solidaritätszuschlag

ST Der Schweizer Treuhänder

StuB

Steuern und Bilanzen

überarb. überarbeitet(e)

US-GAAP United States Generally Accepted Accounting Principles

u. U.

unter Umständen

vgl. vergleiche

z. B.

zum Beispiel

ZfbF

Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung

III


I. Grundlagen der Konzernsteuerquote

1. Gründe für die zunehmende Bedeutung der Konzernsteuerquote

Führte die Konzernsteuerquote Ende der neunziger Jahre in Deutschland noch ein

Schattendasein in Lehrbüchern zur Bilanzanalyse, so ist deren Bedeutung in der Unter-

nehmenspraxis in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. Das liegt vor allem an der

zunehmenden Zahl an Unternehmen, die ihre Abschlüsse nach internationalen Rech-

nungslegungsstandards (IAS/IFRS) oder nach amerikanischen Bilanzierungsvorschrif-

ten (US-GAAP) erstellen. In diesen Regelungskreisen ist ­ im Gegensatz zu den HGB-

Vorschriften - die Veröffentlichung und Herleitung der Konzernsteuerquote im Kon-

zernabschluss vorgeschrieben.1 Insbesondere mit Umsetzung der IAS-Verordnung müs-

sen seit dem Geschäftsjahr 2005 kapitalmarktorientierte Unternehmen ihren Konzernab-

schluss nach internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen aufstellen2, wodurch die

Herleitung der Konzernsteuerquote im Anhang zu einer gesetzlichen Verpflichtung für

kapitalmarktorientierte Konzerne wurde.

Die Bedeutung der Konzernsteuerquote hat sich auch durch die zunehmende Kapital-

marktorientierung der Unternehmenspolitik erhöht. Hintergrund dabei ist der Zusam-

menhang zwischen der Konzernsteuerquote und der für die Beurteilung von Unterneh-

men zentralen Kennzahl Gewinn je Aktie (Earnings per Share).3 Der Gewinn je Aktie

ist eine Nachsteuergröße und damit umso höher, je geringer die Konzernsteuerquote ist.

Das bedeutet, dass der auf den Gesellschafter entfallende Gewinn je Aktie umso höher

ist, je geringer der Steueraufwand und damit der auf den Fiskus entfallende Teil ist.

Damit einhergehend überrascht es nicht, dass sich der Kapitalmarkt für die Kon-

zernsteuerquote und deren dauerhafte Absenkung interessiert und börsennotierte Unter-

nehmen in deren Hauptversammlungen zunehmend kritisch mit dieser Kennzahl kon-

frontiert werden.4

1 Diese Pflicht ergibt sich nach IFRS aus dem Standard IAS 12 und nach US-GAAP aus FAS 109; vgl.

Spengel, C./ Schmundt, W.,

Auditing-Lexikon, 2007, S. 836.

2 EU-weit wird die Zahl der unter die IAS-Verordnung fallenden Konzerne auf rd. 7.000 geschätzt; vgl.

Ballwieser, W.

, IFRS-Rechnungslegung, 2006, S. 1 f.

3 Vgl.

Zielke, R.

, Internationale Steuerplanung, 2006, S. 2585; dazu auch:

Becker, J./ Fuest, C./ Spengel,

C.

, Investitionsverhalten, 2006, S. 740 f.

4 Vgl.

Herzig, N.

, Gestaltung der Konzernsteuerquote, 2003, S. 80;

Müller, R.

, Die Konzernsteuerquote,

2002.

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